DE224080C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE224080C DE224080C DENDAT224080D DE224080DA DE224080C DE 224080 C DE224080 C DE 224080C DE NDAT224080 D DENDAT224080 D DE NDAT224080D DE 224080D A DE224080D A DE 224080DA DE 224080 C DE224080 C DE 224080C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- speed
- lever
- fuses
- machine
- slots
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 8
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims description 3
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 9
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P1/00—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
- H02P1/02—Details of starting control
- H02P1/04—Means for controlling progress of starting sequence in dependence upon time or upon current, speed, or other motor parameter
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Control Of Multiple Motors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT·
PATENTSCHRIFT
- JVl 224080 - KLASSE 21c. GRUPPE
Der Gegenstand der.Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Ausführung des
Verfahrens, um die Ausnutzung elektrischer Maschinen zu steigern, indem man die gegen
das Auftreten ze hoher Stromstärken angeordneten
Sicherheitsvorrichtungen so beeinflußt, daß sie die. jeweils zulässige Höchststromstärke auch zulassen. Ein Gleichstrom^
motor kann beispielsweise bei geringer Drehzahl sehr viel höher belastet werden als bei
hoher Drehzahl, wie dies aus dem Diagramm Fig. ι ersichtlich ist, in welchem / den zulässigen Höchststrom und N die Drehzahl darstellt.
Von dieser Eigenschaft der Motoren konnte aber bisher kein Gebrauch gemacht
werden, da die Sicherungen grundsätzlich für die im ungünstigsten Falle gefährlichste Stromstärke
eingestellt wurden. Diese Stromstärke ist aber viel geringer als die bei niedrigen Dreh-
ao zahlen zulässige.
Von besonderer Bedeutung ist die Erfindung für Elektromotoren, die betriebsmäßig mit vef-'
änderlicher Drehzahl und veränderlichem Drehmoment
arbeiten sollen, beispielsweise bei Motoren zum Antrieb von Walzenstraßen.
Beim. Beginn des Auswalzens geht das Walzgut zuerst mit geringer Geschwindigkeit,· aber
hohem Druck durch die Walzen, während in
den weiteren Phasen des Walzvorganges der
Wajzdruck sich vermindern und dafür die Geschwindigkeit sich steigern kann. Würde man
die Sicherungsvorrichtung eines Walzenzugmptors nur für diejenigen Stromstärken bemessen,
die er bei der hohen Walzgeschwindigkeit aufnehmen kann, so würde der Motor bei
der niedrigeren Walzgeschwindigkeit auch keine höheren Stromstärken aufnehmen können, also
für den Walzbetrieb ungenügend ausgenutzt werden. Erfindungsgemäß soll daher bei geringer
Walzgeschwindigkeit die Sicherheitsvorrichtung eine hohe Stromstärke, bei der hohen
Walzgeschwindigkeit aber eine kleinere Stromstärke für den Elektromotor zulassen.
An Stelle von Schmelzsicherungen können auch andere Sicherheitsvorrichtungen treten,
beispielsweise Höchststromschalter, deren Zugkraft je nach der Belastungsfähigkeit der Maschinen eingestellt wird.
Die Einstellung der Sicherheitsvorrichtungen
wird erfindungsgemäß selbsttätig nach Maßgabe der Belastungsfähigkeit, und zwar von der
Drehzahl oder zwangläufig von deren Einstellvorrichtungen
bewirkt.
In den Figuren sind einige Anordnungen dargestellt, die für das Verfahren verwendet wer-
den können. Fig. 2 zeigt eine Anordnung, bei
der mittels eines proportional dem Motor α angetriebenen
Fliehkraftreglers c ein Kontaktapparat b betätigt wird, der je nach der Drehzahl
weniger oder mehr Schmelzsicherungen s in den Stromkreis schaltet.
In den weiteren Figuren sind Höchststromschalter als Sicherungsvorrichtungen angeordnet, deren Zugkraft von der Drehzahl der Ma- ·
schjiie abhängig gemacht ist.
In der Anordnung nach Fig. 3 wirkt der
Hebel δ des Fliehkraftreglers c auf Kontakte d, mittels deren je nach der Drehzahl Windungen
der Auslösespule e für den Schalter /ein- oder
abgeschaltet werden.
In Fig. 4 ist eine Anordnung dargestellt, bei
welcher die Auslösespule e des Schalters f im
Nebenschluß zu einem Abzweigwiderstand i im Stromkreis der Maschine α liegt. Die Einstellung
der Zugkraft erfolgt durch Schalten von Widerstand k in dem Stromkreis der Auslösespule
mittels des Fliehkraftreglers c.
. Der Fliehkraftregler kann auch durch andere Mittel ersetzt werden, beispielsweise durch eine
Dynamomaschine, die von der zu sichernden Maschine angetrieben wird und- die Zugkraft
ίο des Höchststromschalters beeinflußt. Fig. 5 zeigt ein Beispiel einer solchen Anordnung.
Die Auslösespule für den Schalter f hat zwei Wicklungen et und e2, deren eine im Hauptstromkreis,
deren andere im Stromkreis einer von der Maschine α mittelbar oder unmittelbar
angetriebenen Hilfsdynamomaschine h liegt, wie sie etwa zum Messen der Drehzahl verwendet wird. Die Spulen sind so geschaltet; daßihre
Wirkungen sich unterstützen. Bei hoher ao Drehzahl wird somit durch die Spule e2 die Wirkung
der Spule et so verstärkt, daß der Schalter
schon bei geringer, über das gewünschte Maß hinausgehender Belastungserhöhung geöffnet
wird, während bei geringer Geschwindigkeit as der Schalter f erst bei hohen Stromstärken ausgeschaltet
wird.
Die Spule <% kann in entsprechender Schaltung
auch unmittelbar an die Bürsten des Motors a, also an die Spannung angeschlossen
sein.
Es ist auch möglich, die Einstellung der Sicherungen von der Steuervorrichtung der
Maschine abhängig zu machen, wie es in der Fig. 6 angedeutet ist. Dort ist die Kontaktvorrichtung
l· zur Einstellung der Schmelzsicherungen s unmittelbar mit dem Regulierhebel I verbunden.
Besonders zweckmäßig ist die Einstellung
der Sicherungsvorrichtungen mittels, des Steuerhebeis bei solchen Anlagen, bei welchen eine
eindeutige Abhängigkeit der Motorgeschwindig-, keit von der Stellung des Steuerhebels besteht,
wie z. B. beim Leonardverfahren. Fig. 7 zeigt eine solche Anordnung. Die Auslösespule β
liegt im Nebenschluß zu einem Abzweigwiderstand i, und ihre Zugkraft wird durch den
Widerstand k zugleich mit der Bewegung des Steuerhebels geregelt. Ist die Belastungsfähigkeit
des Motors α bei geringer Drehzahl groß, der
Steuerhebel also nur wenig ausgelegt, so wird durch den Hebel des Widerstandes k hoher
Widerstand in den Stromkreis der Auslösespule e eingeschaltet, so daß die Auslösung des
Schalters f erst bei hohem Motorstrom erfolgt.
Bei -zunehmender Drehzahl erfolgt die Auslösung
bei immer geringerer Stromstärke.
Anstatt den Stromkreis des Höchststromschalters von dem zu sichernden Stromkreis
abzuzweigen, kann er auch von diesem unabhängig sein. Es kann beispielsweise der Erregerstromkreis
der Steuerdynamomaschine oder, wenn auch "mit Feldschwächung des
Motors gearbeitet wird, wie dies in Fig. 7 angedeutet ist, auch der Erregerstromkreis des
Motors, sei es durch die Stromstärke oder die
Spannung* zur Auslösung des Höchststromschalters
in Abhängigkeit von der Stellung des Steuerhebels herangezogen werden.
Diese Möglichkeit, ist darin begründet, daß
der Erregerstrom der Steuerdynamomaschine unmittelbar ein Maß für die Drehzahl des Motors
bzw. für seine Belastungsfähigkeit bildet.
Anstatt die Sicherungsvorrichtungen bei abnehmender Belastungsfähigkeit in der beschriebenen
Weise einzustellen, kann man auch die Steuervorrichtungen 1 (Fig. 7) zunächst so beeinflussen,
daß sie auf eine Drehzahl eingestellt werden, die einer größeren Belastungsfähigkeit
entspricht. Dies kann durch selbsttätiges Zurücklegen des Steuerhebels geschehen, oder
etwa durch selbsttätige Einschaltung bzw. Kurzschließen von Steu,erwiderständen an
Steuerdynamomaschine bzw. Motor oder ähnliche Mäßnähmen. Übersteigt die Stromstärke
auch dann noch den für diese Drehzahl zulässigen Höchststrom, so treten die bei den früheren
Beispielen beschriebenen Sicherheitsvorrichtungen (Maximalschalter, Schmelzsicherungen) in
Tätigkeit. Man erreicht durch diese Anordnung ■den beispielsweise für Walzbetriebe sehr bedeutenden
Vorteil, daß. bei Überschreitung der jeweils zulässigen Stromstärke, die Maschine
nicht sofort stillgesetzt, sondern erst selbsttätig auf eine geringere Drehzahl eingestellt wird, für
welche der Motor eine höhere Belastung verträgt.
Zur Einstellung der Sicherheitsvorrichtungen in Abhängigkeit von der Stellung des Steuerhebels
können mit Vorteil die bekannten Steuerapparate eingerichtet werden, bei denen der
Hebelausschlag ein Maß der Drehzahl bzw. der Belastungsfähigkeit ist. Dies geschieht,
indem mittels Anschläge oder ähnlicher Mittel der Ausschlag des Hebels begrenzt wird entsprechend
der Stärke der jeweils eingeschalteten Sicherungen oder umgekehrt. Eine einfache
Einrichtung hierfür ist ein Steuerbock mit mehreren parallelen Schlitzen m, η, ο, ρ von
verschiedener Länge (Fig. 8). Durch die Bewegung des Hebels längs den Schlitzer wird die
Drehzahl des Motors verändert, während durch die Bewegung senkrecht zu den Schlitzen verschieden
bemessene Sicherungen eingestellt werden, die um so stärker smd, je enger der Ausschlag
des Hebels, also je geringer die höchst zulässige Drehzahl des Motors ist.
Wenn zum Antrieb des Elektrommotors mehrere Generatoren in Reihe oder parallel
auf den Motor geschaltet werden können, so
kann bei einem mehrschlitzigen Steuerbock lao
die Querbewegung des Steuerhebels gleichzeitig zur Umschaltung der Generatoren benutzt wer-
Claims (4)
1. Verfahren zum Betriebe elektrischer
Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsvorrichtungen zwecks guter
Ausnutzung der Maschinen selbsttätig nach Maßgabe, der Belastungsfähigkeit der Maschinen eingestellt werden.
2. Verfahren nach\Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß; die Sicherungsvorrichtungen in Abhängigkeit von der Drehzahl
der Maschine eingestellt werden.
3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsvorrich- ;
tungen in Abhängigkeit von denjenigen Steuerungsvorrichtungen der Maschine eingestellt
werden, welche eine Änderung der Drehzahl bewirken.
4. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach. Anspruch i, dadurch-gekennzeichnet, daß 'die Sicherungsvorrichtungen
durch die zu., den Schlitzen eines mehrschlitzigen
Steuerbocks senkrechte Bewegung des Steuerhebels eingestellt werden,
dessen Längsschlitze zur Begrenzung des Aüslegens des Steuerhebels dienen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224080C true DE224080C (de) |
Family
ID=484844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT224080D Active DE224080C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224080C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752244C (de) * | 1939-12-12 | 1952-12-22 | Aeg | Einrichtung zur Verhinderung der UEberlastung von Gleichstrom-Reihenschlussmotoren beim elektrischen Bremsen, insbesondere fuer elektrische Triebfahrzeuge |
-
0
- DE DENDAT224080D patent/DE224080C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752244C (de) * | 1939-12-12 | 1952-12-22 | Aeg | Einrichtung zur Verhinderung der UEberlastung von Gleichstrom-Reihenschlussmotoren beim elektrischen Bremsen, insbesondere fuer elektrische Triebfahrzeuge |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102004039385B4 (de) | Motorantriebs-Regeleinrichtung | |
| DE224080C (de) | ||
| DE277667C (de) | ||
| DE226787C (de) | ||
| DE590986C (de) | Anordnung zur Regelung von Antrieben fuer Aufzuege | |
| DE10216836A1 (de) | Elektrowerkzeuggerät | |
| DE255293C (de) | ||
| DE281674C (de) | ||
| DE698810C (de) | Anordnung zur Regelung der Spannung von Wechselstromgeneratoren | |
| DE661315C (de) | Tandemwalzwerk fuer Umkehrbetrieb | |
| DE269982C (de) | ||
| DE356053C (de) | Regelung des Antriebes fuer Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf | |
| DE278407C (de) | ||
| DE603156C (de) | Schaltung zum Belastungsausgleich fuer mehrere durch je einen Generator gespeiste und nur durch das Arbeitsgut gekuppelte Elektromotoren | |
| DE337392C (de) | Sicherheitsvorrichtung fuer Foerdermaschinen | |
| AT91655B (de) | Antrieb von Arbeitsmaschinen mit schwankendem Kraftbedarf durch regelbare Nebenschlußmotoren. | |
| DE280281C (de) | ||
| DE293652C (de) | ||
| DE249712C (de) | ||
| DE242833C (de) | ||
| DE282007C (de) | ||
| DE276525C (de) | ||
| DE284542C (de) | ||
| DE429658C (de) | Elektrische Motoren und Generatoren mit Hauptstrom-Wendepolen, deren Erregung durch eine Hilfswicklung in Abhaengigkeit von der Stellung des Nebenschlussreglers veraendert wird | |
| DE254699C (de) |