DE223167C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B11/00—Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B2700/00—Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
- D06B2700/04—Partial dyeing, e.g. of fabrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
IiAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8«. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von chinierten Seidengeweben.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1909 ab.
Das unter dem Namen Chinierung (Chine) oder Flammierung bekannte Verfahren, in
bunten Seidengeweben eigenartig verschwommene Färbungen hervorzurufen, wird bisher
in der Weise ausgeübt, daß die Gewebekette vor dem Aufweben gefärbt wird.
Das bisher angewandte Verfahren erforderte eine große Kunstfertigkeit und viel Übung,
es wird auch fast ausschließlich in Lyon ausgeübt, wohin die Ketten zu diesem Zwecke
gehörig verpackt gesandt wurden.
Durch den Gegenstand vorliegender Erfindung soll der kostspielige und umständliche
Transport der Gewebeketten gegebenenfalls nach dem Auslande vermieden und die Möglichkeit
geschaffen werden, die erforderliche Vorbereitung der Kettenfäden an Ort und Stelle in der Seidenweberei vorzunehmen. Dabei
zeichnen sich die angewandten Mittel durch Einfachheit und Billigkeit aus und erfordern
keine geübten Hilfskräfte.
Die Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen durch ein neues Verfahren, den Chineeffekt
auf den Kettenfäden mit Hilfe des an sich bekannten Farbenhandspritzverfahrens unter Verwendung von auf die Fäden gelegten
Schablonen hervorzurufen, indem die Kette aus Seidenfäden mustergemäß viel- oder einfarbig
eingefärbt wird.
Um die Behandlung der Seidenfäden ordnungsmäßig
vorzunehmen, ist es notwendig, die Fäden in regelmäßigem Abstande voneinander
und in der erforderlichen Spannung zu halten. Dies kann in der auf beiliegender
Zeichnung schematisch angedeuteten Weise erfolgen.
Die Fäden α, welche von einer Walze b
abgewickelt und auf eine zweite Walze c aufgewickelt werden, passieren zwei Kämme oder
Riete d und e, die ähnlich wie die Riete an Webstühlen eingerichtet sind. Die Fäden a
bewegen sich ferner über einer Platte f und werden daselbst mit den erforderlichen Schablonen
g bedeckt und dort mit dem Handfarbzerstäuber mustergemäß eingefärbt.
Von dem Handzerstäuber, der jede geeignete Bauart aufweisen kann, ist nur die Düse k
auf der Zeichnung dargestellt.
Die Spritzarbeit wird mittels licht- und waschechter Farben vorgenommen und die
den Handzerstäuber bedienende Person hat es vollständig in der Hand, jede beliebigen
Nuancen und Farbeneffekte zu erzielen, weil sie nur nötig hat, den Farbenstrahl auf einer
bestimmten Stelle so lange wirken zu lassen, bis der beabsichtigte Farbenton erzielt ist.
Die bekannten Spritzapparate arbeiten in üblicher Weise so, daß die in flüssiger Form
in einem Behälter vorhandene Farbe durch einen Preßluftstrom mitgerissen wird und fein
zerstäubt aus der Düse- herausspritzt.
Der mit dem Erfindungsgegenstand erreichte gewerbliche Fortschritt ist ein mehrfacher:
Die zur Verwendung kommenden Schablonen sind verhältnismäßig billiger, namentlich gegenüber
den bisher zu demselben Zweck erforderlichen teuren Druckplatten. Dazu kommt noch, daß die Anfertigung der Schablonen
sich in einem Tage bewerkstelligen läßt, während die Herstellung der Druckplatten
Monate dauert.
Die Vielseitigkeit der Muster kann mit
dem neuen Verfahren naturgemäß wesentlich erhöht werden, weil die billige und schnelle
Herstellung der Schablonen dies ermöglicht. Der wesentlichste Vorzug, der bereits eingangs
schon erwähnt wurde, besteht aber darin, daß die Chinierung an Ort und Stelle in jeder Seidenweberei ohne die umständliche
Versendung der Ketten vorgenommen werden kann.
Claims (1)
- Patent-An Spruch :Verfahren zur Herstellung von chinierten Seidengeweben, dadurch gekennzeichnet, daß die Chinierung dadurch erzielt wird, daß die Webkette aus Seidenfaden mit Hilfe des an sich bekannten Schablonenhandspritzverfahrens mustergemäß ein- oder vielfarbig eingefärbt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE223167C true DE223167C (de) |
Family
ID=484009
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT223167D Active DE223167C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE223167C (de) |
-
0
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