DE220862C - - Google Patents

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DE220862C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/28Compounds containing heavy metals
    • A61K31/295Iron group metal compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 220862 -KLASSE 30 h. GRUPPE
Dr. ALFRED MEYER in MÜLHAUSEN i. E.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1907 ab.
Versetzt man eine wäßrige Lösung von Chinagerbsäure, etwa den wäßrigen Auszug aus Chinarinden, der die Chinagerbsäure als solche und in Verbindung mit den Chinaalkaloiden enthält, mit Eisensalzen, so entsteht je nach der Art des Eisensalzes eine grüne Färbung oder ein Niederschlag. So erhält man beispielsweise bei Zusatz von Ferrichlorid oder Ferrisulfat eine grüne Färbung, mit Ferrioxychlorid oder Ferriammoniumphosphat sowie mit den meisten organischen Eisensalzen, beispielsweise Ferricitrat oder -tartrat, gelbe bis braungelbe Niederschläge.
Es wurde nun beobachtet, daß die so gebildeten Niederschläge in einem Überschuß des Eisensalzes sowie in Ammoniumsalzen und ganz besonders in Eisenammoniumsalzen in Lösung gehen. Diese Tatsache ermöglicht die Herstellung von therapeutisch wertvollen, haltbaren Lösungen, in denen sich Eisensalze und Chinagerbsäure gleichzeitig vorfinden. Die Haltbarkeit derartiger Lösungen ist vorerst bedingt durch den Überschuß des Eisensalzes, insbesondere bei Anwesenheit eines Ammoniumsalzes. Indessen spielen auch Konzentration und Art des verwendeten Chinarindenauszuges eine Rolle. Die besten Ergebnisse liefern die bei gewöhnlicher Temperatur hergestellten wäßrigen Auszüge, während die mit Alkohol oder in der Wärme gewonnenen Extrakte weniger geeignet sind. Auch ist es zweckmäßig, zunächst aus den Auszügen das Chinarot, das ebenfalls Eisensalze fällt und dabei therapeutisch wertlos ist, zu entfernen, was nach bekannten Methoden, wie mittels Magnesiumoxyd oder durch vorsichtigen Zusatz von Kalkwasser oder auch durch Ausfällen mit Ammoniumcitrat geschehen kann.
Ein Zusatz von organischen Substanzen, wie Alkohole, Glyzerin, Wein-, Zitronen- und andere organische Säuren, sowie von Phosphorsäure, Zucker, Glukose u. a. m. erhöht bedeutend die Auflösungsfähigkeit der betreffenden Eisensalze für Chinagerbsäure und erlaubt die Herstellung von Lösungen mit einem höheren Gehalt an Chinagerbsäure. Durch solche Zusätze wird auch die Haltbarkeit der Lösungen günstig beeinflußt. Die therapeutische' Wichtigkeit von Chinagerbsäure und Eisensalze enthaltenden Präparaten ergibt sich aus den zahlreichen Vorschriften zu ihrer Herstellung, die in der Literatur zu finden sind. Diese Vorschriften sind jedoch empirisch aufgestellt und liefern meist' schnell verderbende Präparate, weil weder das Verhältnis zwischen Eisen und Chinagerbsäure richtig gewählt, noch das zu verwendende Chinarindenextrakt zweckentsprechend hergestellt ist.
So finden sich beispielsweise in H a g e r s Pharmazeutisch-technischem Manual 1903, S.781 Vorschriften, von denen keine ein brauchbares Ergebnis liefert, weil die dort angegebenen Eisensalzmengen völlig ungenügend sind und, falls man haltbare Präparate gewinnen will, bei wäßrigen Chinarindenauszügen auf das Doppelte bis Fünffache erhöht werden müssen.
Ausführungsbeispiele.
ι. Eine Lösung von 5 g Ferriammonium-
citrat nach Ph. HeIv. III, in 600 ecm Wasser, 200 ecm Alkohol und 300 g Rohrzucker wird mit 50 ecm Chinarindenauszug A versetzt und mit Wasser auf 11 gebracht.
Der Chinarindenauszug A wird folgendermaßen hergestellt:
500 g Succiruba Chinarinde mit 9 Prozent Chinagerbsäure wird mit 500 g Wasser befeuchtet, nach 48 Stunden in einen Perkolator gebracht und mit Wasser nach bekannter Methode perkoliert, bis 1000 ecm Extrakt erhalten sind. Das Extrakt wird nach 24 Stunden filtriert und daraus das Chinarot ausgeschieden.
2. Eine Lösung von 200 g Eisenzucker Ph. G. IV in 100 ecm Wasser wird nach Filtration mit 120 ecm Alkohol von 95 ° versetzt. Zu dieser Mischung werden 10 g Ammoniumeitrat und 200 ecm Chinarindenauszug A hinzugefügt. Alsdann wird sie mit destilliertem Wasser auf 1000 ecm gebracht.
3. 200 ecm Eisenoxychloridlösung nach Ph. G. IV wird mit 125 ecm Chinarindenauszug A versetzt und mit destilliertem Wasser auf 11 gebracht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von haltbaren Lösungen oder löslichen Präparaten, die neben Eisenverbindungen Chinagerbsäure oder deren Verbindungen enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Zu- 35' sammenbringen von Chinagerbsäure oder deren Verbindungen mit Eisenverbindungen zunächst entstehenden Niederschläge durch Zusatz von Eisensalzen im Überschuß, im besonderen von Eisenammoniumsalzen wieder in Lösung gebracht werden, oder aber daß durch Überschüsse von Eisensalzen von vornherein die Bildung sonst erfolgender Niederschläge vermieden wird, wobei Zusätze, wie Zucker, Glukose, Ammoniumsalze, Glyzerin, organische Säuren, Alkohol usw., zur Erzielung besserer Haltbarkeit der gewonnenen Präparate erfolgen können.
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