DE218951C - - Google Patents
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- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8/. GRUPPE
EMIL ZIPPER in WIEN.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Abmessen, Aufwickeln und Ab^
schneiden von Schnittwaren sowie zur Ausgabe von Kontrollcoupons, bei welcher die
Stoffbahn zwischen einer Anzahl von Walzen hindurchgezogen wird, von denen eine oder
mehrere in festen Lagern drehbar sind, während die anderen in einem auf- und niederklappbaren Rahmen gelagert sind, wobei eine
ίο der fest gelagerten Walzen als Meßwalze dient
und zu diesem Zwecke mit einem Zählwerk verbunden ist, welches die Länge der jeweils
durch die Walzen gegangenen Ware angibt. Die gemessene Ware wird auf eine Trommel
aufgewickelt, welche mit einer zum Einspannen des Warenanfangsteiles dienenden Zange
versehen ist und nach erfolgter Messung teilweise in konische Form gebracht werden
kann, um .das Abziehen der aufgewickelten Ware zu erleichtern.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, der-
. artige Maschinen so einzurichten, daß alle jene Bewegungen der Maschinenteile, welche
zusammemyirken müssen, um sämtliche für das Messen bzw. auch für das Abschneiden
der Stoffbahnen und für das Verzeichnen der . gemessenen Warenlängen sowie für die Zurückführung
aller Teile in ihre Anfangsstellungen notwendigen Funktionen zu erzielen,
von einer Stelle aus durch eine Kraftquelle herbeigeführt werden, wobei von Hand aus
einzig und allein die Anschaltung dieser Maschinenteile an die Kraftquelle vorzunehmen
ist. Zu diesem Zwecke werden alle vor der Messung notwendigen Funktionen und Bewegungen,
nämlich das öffnen der Einspannzange, die Bewegung derselben zur Schnittstelle,
das Schließen der Zange, das Niederklappen des Rahmens, die Betätigung der zum Verzeichnen der gemessenen Warenlängen
dienenden Vorrichtung, das Lagern des freien Trommelendes und das Ändern der Form der
Trommel sowie das Festhaken des Rahmens, weiter alle nach der Messung erforderlichen
Funktionen und Bewegungen, und zwar, die Betätigung des Schneidwerkes, das Freigeben
und das Aufklappen des Rahmens, die Aufhebung der Lagerung des freien Trommelendes
und die Formänderung der Trommel, die Rückdrehung und Sperrung derselben, das Bedrucken und Auswerfen eines Kontrollcoupons,
endlich die Rückstellung des Zählwerkes und das Öffnen der Einspannzange, durch zwei auf gesonderten Hilfswellen angeordnete
Umsteuerungskupplungen mit von der Kraftquelle dauernd angetriebenen Teilen bewirkt. Diese Kupplungen sind von Hand
aus vorteilhaft mittels eines gemeinschaftlichen Stellhebels für die Bewegungsübertragung
nach einer bestimmten Richtung einschaltbar und führen im Verein mit selbsttätig
wirkenden Kupplungsumstellvorrichtungen alle genannten Funktionen und Bewegungen,
herbei. Die für die Messung selbst er-
forderlichen Funktionen, nämlich, das Anschalten
der Trommel und deren Drehung sowie das Hemmen des Zählwerkes und der Trommel werden, durch Betätigung eines einzigen
Schalthebels veranlaßt.
Sowohl das in bekannter Weise für das Messen von Warenstücken vorbestimmter
Länge einstellbare Zählwerk als die von diesem betätigte Auslösevorrichtung für den ·'
ίο Trommelantrieb sind so eingerichtet, daß
beim Messen von \¥arenstücken vorbestimmter Länge die Trommel vor ihrer Abschaltung
im letzten Teil der Meßbewegung der Walzen gebremst wird, so daß ein Verziehen der
Ware oder ein. nicht beabsichtigtes Durchziehen derselben durch die Walzen vermieden
wird.
Ferner ist die Maschine mit einer von der Kraftquelle betätigten Einrichtung versehen, .
welche das Einspannen von Warenballen beliebiger Breite ermöglicht.
Fig. ι der Zeichnungen veranschaulicht die
Gesamtanordnung einer der Erfindung gemäß eingerichteten Maschine in der Seitenansicht,
wobei der Walzenrahmen niedergeklappt und ein Teil der Maschine in lotrechtem Schnitt
dargestellt ist. Fig. 2 zeigt den unteren Teil der Maschine mit der Einspannvorrichtung
für den Warenballen in der Vorderansicht.
Fig. 3 ist eine in größerem Maßstabe gezeichnete Seitenansicht des Maschinenoberteiles
bei aufgeklapptem Walzenrahmen, wobei die Stellung der Teile bei niedergeklapptem Rahmen
in gestrichelten Linien veranschaulicht ist. Fig. 4 ist eine Rückansicht des Maschinenoberteiles
bei niedergeklapptem Rahmen. Fig. 5 ist ein nach der gebrochenen Linie A-B-C-D in Fig. 3 geführter Horizontalschnitt.
Fig. 6 ist ein nach der Linie E-F in Fig. 3 geführter Horizontalschnitt durch
einen Teil der Maschine. Fig. 7 zeigt die selbsttätige Kupplungsumstellvorrichtung in
der Rückansicht. Fig. 7 a zeigt einen Teil dieser Vorrichtung im Grundriß. Fig. 8 zeigt
einen Teil dieser Umstellvorrichtung in perspektivischer Darstellung, und Fig. 9 zeigt
eine Abwicklung dieses Teiles. Fig. 10 stellt einen Teil der Maschine, von dem freien
Trommelende aus gesehen, dar. Fig. 11 zeigt zwei Zählrädergruppen des Zählwerkes sowie
die Einrichtung zur Ermöglichung der Vorbremsung der Aufwickeltrommel im letzten
Teil ihrer Drehung beim Abwickeln von Warenstücken vorbestimmter Länge. Die Fig. 12 und 13 sind Schnitte nach den bezüglichen
Linien G-H und I-K in Fig. 11. Die
Fig. 14 bis 17 bzw. 18 bis 21 zeigen in zwei
Beispielen verschiedene Stellungen der in den Fi^. 12 und 13 dargestellten Teile nach der
Voreinstellung des Zählwerkes und im Zeitpunkt des Beginns der Vorbremsung der
Trommel. Fig. 22 ist eine linksseitige Endansicht des in Fig. 5 ersichtlichen Zählwerkes,
wobei ein Teil der Platine weggebrochen ist. Fig. 23 zeigt Einzelheiten der Trommelabschaltvorrichtung.
Die Fig. 24 bis 33 veranschaulichen die auf der Aufwickeltrommel befindliche Einspannvorrichtung für den Warenanfangsteil
in verschiedenen Ansichten und .Schnitten. Fig. 34 zeigt eine Einzelheit einer
der Kupplungsumstellvorrichtungen. Die Fig. 35 und 36 zeigen in zwei Stellungen eine
zur Aufnahme der von der Aufwickeltrommel abzuziehenden. Ware dienende Wickeleinlage.
In auf dem Untersatz 1 der Maschine ruhenden Wangen 2 sind drei nebeneinander
angeordnete Walzen 3, 4 und 5 drehbar gelagert, von denen die Mittelwalze 4 durch ihre
Welle 6, die. Kegelräder 7, die lotrechte Welle 8, die Kupplung 9 (Fig. 3) und die
Kegelräder 10 mit einem Zählwerk in Verbindung steht. Außer diesen drei fest gelagerten
Walzen sind noch zwei andere Walzen 11 und 12 vorhanden, welche in einem auf der drehbar
gelagerten Welle 13 festsitzenden, auf- und niederklappbaren Rahmen 14 gehalten
sind. Die Walzen 11 und 12 sind nicht fest gelagert, sondern beiderseits in einem Träger
15 (Fig.3) gehalten, der mit einem Zapfen 16
in einen Langschlitz 17 der Rahmenseitenwand eingreift und mittels Federn 18 gegen
die Rahmendecke abgestützt ist, so daß die Walzen 11,12 nachgeben und den fest gelagerten Walzen 3, 4, 5 sich anpassen können. Bei
niedergeklapptem Rahmen 14 liegt jede der beiden Walzen ii und 12 an zwei der drei
Unterwalzen 3, 4, 5 an und wird an dieselben durch die Federn 18 angedrückt. Zwischen
den Unterwalzen und den Oberwalzen wird die zu messende Ware hindurchgezogen, wobei
die durch letztere mitgenommene untere Mittelwalze 4 ein Zählwerk betätigt, welches
die Länge der jeweils hindurchgegangenen Ware zur Anzeige bringt.
Wegen der leichteren Erklärung soll angenommen werden, daß der Maschine das
metrische Längenmaß zugrunde gelegt ist.
Bei Verwendung der Maschine in Kaufhäusern genügt es, das Zählwerk so einzurichten,
daß es bloß Zehner und Einheiten von "ο
Metern sowie Hundertstel eines Meters (Zentimeter) zur Anzeige bringt. Es sind demnach
drei Zählrädergruppen vorhanden, von denen jede mit einem Zähl- und Schaurad 19 (Fig. 5
und 11) versehen ist, dessen jeweilig oberste Bezeichnungsziffer in einem Ausschnitt 20
(Fig. 11) des Deckgehäuses 21 sichtbar ist. Jedes Schaurad 19 ist mit einem Typenrad 22
verbunden, dessen jeweilig unterste Zifferntype mit der gerade an oberster Stelle befind-
lichen Ziffer des Schaurades übereinstimmt. Diese mit Farbrädern23 in Berührung stehenden
Typenräder 22 haben den Zweck, auf . einem Kontrollstreifen die abgemessene Warenlänge aufzudrucken. Alle drei Schauräder
sitzen lose drehbar auf einer gemeinschaftlichen Stange 24, welche in den Platinen
25 des Zählwerkes drehbar und auch in der Längenrichtung verschiebbar gelagert ist.
Das Schaurad 19 der ersten, die kleinsten Längeneinheiten (Zentimeter) angebenden
Zählrädergruppe ist unmittelbar mit dem auf der Stange 24 lose sitzenden Kegelrad 10
(Fig. 3) verbunden und erhält von diesem seine Bewegung.
Zwischen je einer Zählrädergruppe und der nächsten für das Messen von Längeneinheiten
höherer Ordnung bestimmten Zählrädergruppe ist ein Zehnerschaltwerk bekannter Art angeordnet, welches das Schaurad der
Zählrädergruppe höherer Ordnung lim eine Ziffer weiterbewegt, wenn das Schaurad der
vorhergehenden Zählrädergruppe im Begriffe ist, seine volle Umdrehung zu vollenden.
Soll ein Warenstück von gewünschter, vorherbestimmter Länge von dem Warenballen
oder der Warenrolle abgezogen und abgeschnitten werden, so kann das Zählwerk mit
einer nach Art eines Buchstabenschlosses wirkenden Einrichtung versehen werden, welche,
wenn ein Warenstück von der gewünschten Länge auf die Trommel aufgewickelt ist, die
Aufwickeltrommel und das Zählwerk gleichzeitig hemmt.
Diese Einrichtung besteht im folgenden: Jede Zählrädergruppe besitzt ein auf der
Stange 24 lose sitzendes, mit einem Schlitz 37 (Fig. 12) versehenes Zahnrad 38 (Fig. 5
und 11), welches durch eine Feder 39 (Fig. 11) an einen Bund 40 der Stange 24
angedrückt gehalten wird. An dem in Fig. 5
. linksseitigen Außenende dieser Stange 24 liegt eine Feder 41 an,.die das Bestreben hat,
die Stange 24 einwärts zu drücken. Die Stange 24 besitzt für jede Zählrädergruppe
eine Nase 42, welche in der Nullstellung (Fig. 11) des Zählwerkes dem Schlitz 37 des
zugehörigen Zahnrades 38 gegenübersteht.
Das Typenrad 22 ist mit einer Vertiefung 43 und um diese herum mit einer der Typenzahl
entsprechenden Anzahl von Löchern 44 (Fig. 11) versehen, welche mit den betreffenden
Typen in gleichen Halbmessern liegen. Das Schlitzrad 38 trägt einen Stift 45, der
den Zweck hat, beim Anschieben des Schlitzrades an das Typenrad in eines der Löcher 44
einzudringen und diese beiden Räder miteinander zu. kuppeln. In jedes Schlitzrad 38
greift für gewöhnlich ein Zahnbogen 47 ein, der von Hand aus um die Achse 48 (Fig. 5)
lose drehbar ist, zu welchem Zwecke das Ende des Zahribogens zu einem Handgriff ausgebildet
ist, der aus dem Zählwerksgehäuse 21 dringt und mit einem längs einer Teilung sich
bewegenden Zeiger 49 (Fig. 5) versehen ist. Die Ziffern dieser Teilung entsprechen denjenigen
des zugehörigen Typen- und Schaurades. Durch Drehung dieser Zahnbögen kann man die zugehörigen Schlitzräder in der
der Meßbewegung der Typen- und Schauräder entgegengesetzten Richtung zurückstellen
und hierdurch die Stifte 45 so einstellen, daß sie bestimmten Löchern 44 der Typenräder gegenüberstehen, wobei die diesen
Löchern entsprechenden Ziffern der Schauräder mit denjenigen Ziffern' der vorerwähnten
Teilung übereinstimmen, auf welche der Zeiger 49 eingestellt worden ist.
Wird nach dieser Voreinstellung die Nasenstange 24 aus ihrer Normalstellung (Fig. 5
und 11) nach rechts bewegt,, so werden die Schlitzräder 38 durch die Federn 39 nach
rechts verschoben, wobei die Stifte 45 in die jeweils vor ihnen befindlichen Löcher 44 der
Typenräder 22 eintreten und letztere mit den zugehörigen Schlitzrädern kuppeln. Die
Schlitzräder 38 werden bei dieser Verstellung aus ihren Zahnbögen 47 ausgerückt, welch
letztere durch Federwirkung in ihre Anfangslage zurückkehren. Nach dieser Voreinstellung
des Zählwerkes auf eine vorherbestimmte Länge erfolgt die Messung in gewöhnlicher
Weise, wobei sich jedoch die Schlitzräder 38 mit den Typen- und Schaurädern 22, 19 mitbewegen. In dem A.ugenblick,
als · ein Warenstück von der Voreinstellung entsprechender Länge durch die
Walzen 3,4, 5, 11, 12 gegangen ist, sind die
Schlitze 37 aller Schlitzräder zufolge ihrer Voreinstellung in eine Linie mit den betreffenden
Nasen 42 der Stange 24 gelangt, so daß die Nasen infolge des Druckes der Feder 41 auf die Stange 24 in die Schlitze 37 vollständig
eintreten und das Zählwerk hemmen.
Das Zählwerk wird nach erfolgter Messung dadurch wieder in die Nullstellung gebracht,
daß die Nasenstange 24 in ihre linke Endstellung gebracht und sodann gedreht wird, wobei
die Nasen 42 auf Stifte 46 der Schauräder auf treffen und diese mitnehmen. Alle vorerwähnten
Bewegungen der Nasenstange 24 (Verschiebung und Drehung) werden unter Mithilfe der an dem Außenende der Stange
anliegenden Feder 41 durch eine kombinierte Daumenscheiben- und Schaltwerkseinrichtung
herbeigeführt, welche ebenso wie das vorher einstellbare Zählwerk bekannte Anordnung
besitzt und nur so weit beschrieben werden soll, als es zum Verständnis vorliegender Erfindung
notwendig ist. iao
Auf einer zur Nasenstange 24 parallel angeordneten Welle 50 (Fig. 3 und 5) sitzt lose
eine Rohrwelle 51, welche ein Zahnrad 52 und ein Schaltrad 53 trägt. In das Zahnrad 52
greift ein auf der Stange 24 festsitzendes Zahnrad 54 ein, wenn diese Stange in ihre
linke Endstellung gebracht wird. In das Schaltrad 53 greift eine Schaltklinke 55 ein,
welche auf einem mit der Innenwelle 50 fest verbundenen Arm 56 sitzt. Mit diesem Arm
ist durch den verlängerten Schaltklinkenträger 55' eine mit zwei verschieden hohen
Zonen 57 und 57' versehene Scheibe 58 fest verbunden, so daß sich diese mit dem Schaltklinkenarm
56 dreht. Die Scheibe 58 wirkt mittels der einen oder anderen ihrer Zonen auf einen Stift 59, der an einem auf der
schwenkbaren Querwelleöo festsitzenden Arm 61 mit Bezug auf die Scheibe radial beweglich
angebracht ist, durch Federwirkung an der Scheibe 58 angedrückt gehalten wird und
durch verschiedene Vertiefungen und Schrägflächen, die. an den beiden Zonen 57 und 57'
angebracht sind, von einer Zone auf die an-5 dere übergeführt werden kann. Auf der Querwelle
60 sitzt noch ein zweiter Arm 62, der auf das rechtsseitige oder Innenende der
Nasenstange 24 wirkt (Fig. 3 und 5). Entsprechende Vertiefungen und Schrägflächen
an den beiden Zonen 57 und 57' führen die für die Beeinflussung der Nasenstange 24 in ihrer
Längenrichtung notwendigen Bewegungen und Einstellungen dieses Armes 62 herbei.
Bei dem vor der Messung zu bewirkenden Abwärtsgang des drehbaren Rahmens 14 erfolgt
lediglich eine Beeinflussung der Nasenstange 24 in ihrer Längenrichtung, dagegen
wird bei dem nach erfolgter Messung zu bewirkenden Aufklappen des Rahmens die Nasenstange nicht allein in ihrer Längenrichtung
beeinflußt, sondern auch gedreht, um das Zählwerk in die Nullstellung zurückzubringen.
Diese Drehung wird durch die in das Schaltrad 53 eingreifende, das letztere
und das Zahnrad 52 mitnehmende Klinke 55 bewirkt. Die Drehung der Nasenstange erfolgt
nur in einem bestimmten Teil der Schwenkbewegung des Schaltklinkenarmes 56, aus welchem Grunde ein feststehender Einrücker
63 und in bestimmter Bogenentfernung von diesem ein feststehender Ausrücker 64 für diese Klinke vorgesehen ist.
Die Kraftquelle, beispielsweise ein Elektromotor 66, der in einem Kasten 65 untergebracht
ist, betätigt die dauernd angetriebenen Kupplungsteile 69 bzw. 104, 108, 121, 123,
220, deren zugehörige Hälften 73, 105, 109, 120, 122,219 (Fi&· 4 bis 6), wenn sie eingerückt
sind, die Drehung der Trommel bei der eigentlichen Messung, das öffnen und
Schließen der Einspannzange 29, 30 (Fig. 3), das* Bereitstellen der letzteren für das Einlegen
des Warenanfangsteiles, das Auf- bzw. Niederklappen des Rahmens 14 samt seinen
Walzen 11, 12, die Betätigung des Schneidwerkes
und die für das Zählwerk sowie die zum Bedrucken und Auswerfen des Coupons nötigen Bewegungen bewirken.
Um dies alles zu ermöglichen, ist die Maschine mit folgender Einrichtung versehen:
Das vom Motor dauernd angetriebene, auf der Kupplungshälfte 69 festsitzende Zahnrad
71 (Fig. 5) überträgt die Bewegung auf ein Zahnrad 97, welches auf einer Querwelle 98
(Fig. 6) sitzt. Letztere trägt an ihrem rückwärtigen Ende ein Zahnrad 99, welches mit
einem Kegelrad 100 verbunden ist. In dieses greifen zwei auf einer Rohrwelle 101 lose
sitzende Kegelräder 102 und 103 ein. Das Kegelrad 102 ist zu einer Klauenkupplungshälfte
I04 ausgebildet, deren zugehörige zweite Kupplungshälfte 105 auf der Rohrwelle
101 verschiebbar sitzt und durch einen Keil oder Stift, der durch einen Langschlitz
der Rohrwelle dringt, mit einer in dieser letzteren verschiebbar gelagerten Innenwelle
107 fest verbunden ist. Die Klauenkupplung 104, 105 ist vorteilhaft mit zwei diametralen
Vertiefungen bzw. Klauen versehen. Die gleiche Einrichtung ist auf der Seite des anderen
Kegelrades 103 vorgesehen, nur ist hier eine Zahnkupplung io8, 109 vorhanden, wie
Fig. 6 zeigt. Die beiden Kupplungen, deren Innenhälften sich nach ' entgegengesetzten
Richtungen drehen, und deren Außenhälften durch die Innenwelle 107 nach der einen oder
anderen Richtung gemeinschaftlich verschiebbar sind, bilden zusammen eine Umsteuerungskupplung.
Die Rohrwelle 101 überträgt ihre Bewegung
mittels der Schraubenräder 110, in auf
eine vertikale Welle 112, auf welcher eine Schnecke 113 sitzt, die in ein auf der Schaltwerkswelle
50 angeordnetes Schneckenrad 114 eingreift. In das mit dem mittleren, dauernd
angetriebenen Kegelrad 100 verbundene Zahnrad 99 greift ein Zahnrad 115 (Fig. 6)
ein, dessen Bewegung durch eine Querwelle 116, durch eine auf dieser sitzende Schnecke
117 und ein in diese eingreifendes Schneckenrad 118 auf eine zur Rohrwelle 101 parallele
Rohrwelle 119 übertragen wird. Auf dieser Rohrwelle 119 ist eine zweite, der vorherbeschriebenen
ähnliche Umsteuerungskupplung 120, 121 und 122, 123 angeordnet, bei welcher
aber nicht die inneren Kupplungshälften mit den Kegelrädern, sondern die äußeren Kupplungshälften
121, 123 mit der Rohrwelle 119
und deren Innenwelle 124 in dauernder Bewegung sind, solange der Motor eingeschaltet
ist. Die mit den inneren Kupplungshälften I2O, 122 verbundenen, auf der Rohrwelle 119
lose sitzenden Kegelräder 125 sind durch ein im Lager 126 der Trommelwelle drehbar ge-5.
haltenes Kegelrad 127 in Triebverbindung. Da aber die Klauenkupplungshälfte 121 bei
ihrer ständigen Drehung nur an einer einzigen Stelle ihrer vollen Tour in die zweite
Klauenkupplungshälfte 120 eingreifen darf, um die Bewegungsübertragung im richtigen
Zeitpunkt herbeizuführen, so ist diese Klauenkupplung 120, 121 entweder nur mit einer einzigen
Klaue bzw. Vertiefung oder mit zwei diametralen, aber ungleich breiten Klauen bzw. Vertiefungen versehen, so daß ein Eingriff
beider Kupplungshälften nur dann erfolgt, wenn die schmale Klaue der schmalen
Vertiefung und die breite Klaue der breiten Vertiefung gegenübersteht. .
Von den beiden Umsteuerungskupplungen können nur die Klauenkupplungen 104, 105
und 120, 121 von Hand aus eingerückt werden.
Zu diesem Zwecke greifen in Rillen der äußeren Hälften 105 und 121 (Fig. 6) Arme
128, 129 ein, die auf zugehörigen vertikalen Bolzen 130, 131 sitzen, welch letztere im
Ständer 1 schwenkbar gehalten sind. Die Betätigung dieser Bolzen zwecks Einrückens
der betreffenden Klauenkupplung erfolgt mittels eines Handhebels 132 (Fig. 1, 3 und 5),
der aus einem Langschlitz des Deckgehäuses . 21 vorragt und auf einer horizontalen Querwelle
133 sitzt. Der Handhebel wird durch Federn 134 stets in der unwirksamen Mittelstellung
gehalten. Die Welle 133 besitzt an ihrer Unterseite zwei Daumen 135, 136, von
denen der eine Daumen 135 (Fig. 5) links von einem Ansatz 137 eines Schiebers 138,
der andere Daumen 136 rechts von einem Ansatz 139 eines zweiten Schiebers 140 sich befindet.
Jeder der beiden mittels Langschlitze auf Bolzen geführten Schieber 138, 140 besitzt
noch eine Nase 141 bzw. 142, die für gewöhnlich
an einem Arm 143 bzw. 144 des betreffenden
Bolzens 130, 131 anliegt, wie Fig. 5 zeigt.
Durch Verstellung des Handhebels 132 nach
der einen oder anderen Richtung wird mittels des hierdurch verstellten Schiebers 138 oder
140 und des betreffenden Bolzenarmes 128
oder 129 die eine oder die andere Klauenkupplung eingerückt.
Mit der der Trommel näher gelegenen Umsteuerungskupplung 120 bis 123 ist eine selbsttätige
Umstellvorrichtung kombiniert, welche den Zweck hat, nach erfolgtem Einrücken der
Klauenkupplung 120, 121 diese eine Zeitlang
eingerückt zu halten, sodann auszurücken und zugleich mit der Zahnkupplung 122, 123 eine
Zeitlang ausgerückt zu halten, hierauf diese Zahnkupplung einzurücken, so daß die Bewegungsübertragung
■ eine entgegengesetzte wird, die Zahnkupplung 122, 123 wieder ausgerückt wird und gleichzeitig ein Einrücken
der Zahnkupplung io8, 109 der anderen Umsteuerungskupplung
erfolgt.
Zu diesem Zwecke sitzt fest auf der vorerwähnten Rohrwelle 119 ein Zylinder 145
(Fig. 6), der mit einer stufenweise fortschreitenden Nut (Fig. 8 und 9) versehen ist.
Der Anfangsteil α dieser Nut verläuft nach einem Kreisbogen, d. h. in einer zur Zylinderachse
senkrechten Ebene. Dieser Anfangsteil ist durch einen geschweiften Teil b mit dem
gleichfalls nach einem Kreisbogen gekrümmten Mittelteil c und dieser wieder durch einen
geschweiften Teil d mit dem ebenfalls nach einem Kreisbogen verlaufenden Endteil e der
Nut verbunden. Vom Boden dieses Endteiles geht schließlich eine ansteigende Fläche / bis
an die Zylinderoberfläche, wie Fig. 8 zeigt. Anschließend an die ansteigende Fläche / ist
auf der Zylinderoberfläche ein über diese vorstehender, mit einer Schrägfläche g versehener
Ansatz h vorgesehen. Unterhalb der Rohrwelle 101 ist an einem seitlichen Arm 146
(Fig. 7 a) des Einrückbolzens 131 ein zweiarmiger Hebel 148, 150 angeler, kt, dessen mit
einer oberen Nase 147 versehener Arm 148 unter dem Druck einer Feder 149 (Fig. 7)
steht, die bestrebt ist, diesen Arm emporzudrücken. In der Normalstellung wird der andere
Arm 150 dieses Hebels durch eine vorteilhaft aus einer Rolle 151 bestehende Stütze
in der Hochlage und daher der Arm 148- in
der Tieflage gehalten. Die Stützrolle 151
sitzt auf einem in einer Führung lotrecht beweglichen Schieber 152, unter dem sich eine
zweite Rolle 153 befindet, die auf einer Erhöhung 154 eines Gleitstückes 155 Stützung
findet. Letzteres ist an einer Führung parallel zur Rohrwelle 101 verschiebbar und wird
bei der Einrückbewegung des Bolzens 131,
d. h. beim Einrücken der Klauenkupplung 120, 121 von Hand aus durch einen unteren
Ansatz 156 des Armes 146, welcher Ansatz
auf eine Erhöhung 157 des Gleitstückes 155 trifft, mitgenommen. Bei dieser Bewegung
des Hebels 148, 150 und des Gleitstückes 155
(in Fig. 7 nach links) gleitet die Rolle 153 von der Erhöhung 154 ab, so daß sich der
Schieber 152 senkt und den Hebelarm 150
freigibt. Die Feder 149 drückt nun die Nase 147 in den Anfangsteil α der Zylindernut ein.
Durch die Drehung des Nutzylinders 145 wird der Hebel 148, 150 in Zeitabschnitten zurück-(in
Fig. 7 nach rechts) bewegt, wobei der Bolzen 131, nach einer bestimmten Zeit die
Klauenkupplung 120, 121 ausrückt und abermals
nach einer bestimmten Zeit die Zahnkupplung 122, 123 einrückt, während das
Gleitstück ISS ΐη seiner linken Endstellung
bleibt. Sobald jedoch die Nase 147 durch die ansteigende Fläche f nach unten gedrückt
wird, stößt das Ende des Hebelarmes 148 auf einen Winkelhebel 158, der das Gleitstück 155
wieder nach rechts bewegt, wobei der Schieber 152 wieder gehoben wird. Durch die im
Endteil der Drehbewegung auf die Nase 147 wirkende Schräge g des Ansatzes h (Fig. 8)
ιό wird der Nasenhebel 148, 150 wieder in die
Normalstellung (Fig. 7) nach links bewegt, wobei er wieder auf der oberen Rolle 151 des
Schiebers 152 Stützung findet.
In das Gleitstück 155 greift aber auch der
eine Arm des horizontal drehbaren Hebels 159 (Fig. 6 und 7) ein, dessen anderer Arm eine
einseitig bewegliche Federklinke 160 (Fig. 6) trägt, die beim Einschalten der Klauenkupplung
120, 121 über einen Hebel 161 hinweggeht,
ohne diesen umzustellen. Bei der später erfolgenden Rechtsbewegung des Gleitstückes
aber nimmt der Klinkenhebel 159 den Hebel
161 mit, so daß dieser umgestellt wird. Der
zweite Arm des Hebels 161 greift in die Rille einer auf der Rohrwelle 101 sitzenden Hülse
162 ein, die mittels eines durch einen Langschlitz der Rohrwelle dringenden Stiftes oder
Keiles mit der Innenwelle 107 verbunden ist.
Durch die vorerwähnte Umstellung des Hebels 161 wird die Zahnkupplung 108, 109 der
anderen Umsteuerungskupplung eingerückt.
Zum Erfassen der Ware an der hierfür bestimmten Stelle der Maschine und zum Durchziehen
der Ware durch die Walzen 3, 4, 5, 11, 12 dient die Aufwickeltrommel 26 (Fig. 3
und 4) im Verein mit einer um eine Welle 27 aus der Trommelumfläche herausdrehbaren
Klappe 28, an deren Ende die aus zwei drehbaren, innen gezahnten Backen 29, 30 bestehende
Zange sitzt, in welche bei geöffneten Backen der Anfangsteil der Ware eingelegt und darin nach Schließen der Backen festgehalten
wird.
Um das öffnen der Zange 29, 30 und das Bereitstellen derselben für das Einlegen des
Warenanfangsteiles zu .bewirken, ist die an dem einen Ende das Zahnrad 237 tragende, an
dem anderen Ende mit einem Zahnrad 240 verbundene Hülse 236 durch das Stirnrad 127', die Kegelräder 127 und 125 mit dem Teil
120 der Kupplung 120, 121 in Verbindung,
und das Zahnrad 240 greift in ein Triebrad 241 ein, das auf der im Trommelkörper gelagerten
Welle 27 lose drehbar ist. Auf dieser Welle sitzt ebenfalls lose drehbar die die
Zange 29, 30 tragende, einwärts federnde Klappe 28 (Fig. 3) ; ferner ist auf diese Welle
ein Kettenrad 243 aufgesteckt, das mit dem Zahnrad 241 fest verbunden ist. Dieses
Kettenrad ist durch eine Kette 244 mit einem zweiten Kettenrad 245 verbunden, das auf
einer im heraushebbaren Ende der Klappe drehbar gelagerten Welle 246 sitzt, um welche
sieh auch die beiden Zangenbacken 29 und 30 drehen können. Auf der Welle 246 sitzt ein
mit dem Kettenrad 245 fest verbundenes Zahnrad 247, welches in ein Zahnrad 248 eingreift,
das auf einer zwischen den Backen angeordneten Welle 249 sitzt, welche bei geschlossenen
Backen in halbzylindrischen Ausschnitten derselben eingeschlossen und in den Augen von Armen 250 gelagert ist, die auf
der Welle 246 lose sitzen (Fig. 26).
Auf der Welle 249 sind Scheiben 251 (Fig. 24 und 28 bis 30) befestigt, an welchen
gekrümmte Spreizhebel 252 angelenkt sind, die bei der Drehung der Welle 249 nach der
einen oder anderen Richtung das Öffnen oder Schließen der Zangenbacken 29 und 30 bewirken
und zu diesem Zwecke mit ihren anderen Enden an diesen Backen angelenkt sind. Einer der beiden Spreizhebel greift aber nicht
unmittelbar an dem zugehörigen Backen (hier an dem Oberbacken 29) an, sondern an einer
in diesem Backen begrenzt verstellbaren, unter dem Druck einer Feder 253 stehenden
Platte 254 (Fig. 28), um der verschiedenen Dicke der einzuspannenden Ware Rechnung
zu tragen. Auf der Welle 249 sitzen noch Daumenscheiben 255 (Fig.26 und 32), welche
bei geschlossenen Backen auf eine im Unterbacken 30 verschiebbar angeordnete Stange
256 wirken und diese nach der einen oder anderen Richtung verschieben können. In diese
Stange greifen die Enden von im Unter backen drehbar gelagerten Winkelhebeln 257 (Fig.27
und 31) ein, deren andere Enden Nadelspitzen tragen, die bei entsprechender Verschiebung
der Stange256 durch die zwischen den Backen eingeklemmte Ware stechen und diese sicher
festhalten. Bei der entgegengesetzten Verschiebung der Stange werden die Nadelspitzen
zurückgezogen, so daß sie nicht über die Oberfläche des Unterbackens vorstehen.
Dem inneren Trommelende gegenüber ist an dem Maschinenständer eine feststehende
schräge Leitschiene 300 (Fig. 3 bis 5) angebracht, auf welche bei der der Aufwickelbewegung
entgegengesetzten, durch Einschalten der Kupplung 120,121 bewirkten Drehung
der Trommel ein Verlängerungsansatz 301 des Zangenunterbackens 30 auftrifft, so daß
bei weiterer Drehung der Trommel die ganze Zange 29, 30 sowie auch die Klappe 28 gezwungen
sind, längs der Leitschiene 300 emporzusteigen, wobei die Klappe 28 aus dem Tfommelumfang ausgehoben wird. Bei Beendigung
dieser Rückdrehung der Trommel steht die geöffnete Zange gerade oberhalb der Schnittstelle bzw. oberhalb des Untermessers iso
194' des Schneidwerkes. In dieser Stellung
wird die Zange 29, 30 samt der Klappe 28 durch einen an geeigneter Stelle auf der Leitschiene
angebrachten, nachgiebigen Fanghebel 302 (Fig. 4) gehalten, in welchen ein
an der Klappe angebrachter, vorteilhaft die Verlängerung der Drehwelle der Zangenbacken
bildender Stift 303 (Fig. 4 und 5) einfällt.
Durch die Umsteuerung, die vom Nutzylinder 145 und dem Nasenhebel 148, 150 be
wirkt wird, werden die Kupplungsteile 122, 123 eingerückt, wodurch die Triebteile· 125,
127, 127', 237, 236, 240, 241 .. . die entgegengesetzte
Drehung und somit das Schließen der Zange bzw. das Einklemmen des Stoffes hervorrufen.
Durch die Schräge g des Ansatzes h auf dem Nutzylinder 145 wird sodann
die Kupplung 122, 123 ausgerückt.
Der Niedergang des Rahmens 14 vor der Messung und der Aufwärtsgang desselben
ev. vor Betätigung des zum Lostrennen eines Warenstückes vom Ballen dienenden Schneidwerkes
wird von der vertikalen Schneckenwelle 112 (Fig. 3 und 5) aus bewirkt, welche
an ihrem Oberende eine zweite Schnecke 179 (Fig. ι und 3) trägt, die in ein auf der
Rahmenwelle 13 lose sitzendes Schneckenrad 18p eingreift. Dieses besitzt auf der Außenseite
vorteilhaft zwei diametral angeordnete Mitnehmer 181, welche bei der Drehung des
Schneckenrades nach der einen oder anderen Richtung auf zwei Nasen 182 der Rahmenwelle
13 wirken und daher das Niederklappen oder Aufklappen des Rahmens 14 herbeiführen.
Das Niederklappen des Rahmens erfolgt durch Verstellung des Hebels 132 nach rechts
(in Fig.5), wodurch die Klauenkupplung 120, 121 und in weiterer Folge die Zahnkupplung
108, 109 eingerückt wird. Damit bei vollzogener Einschaltung der Zahnkupplung 108,
109 das Niederklappen sofort beginnen kann, ist an dem Schneckenrad 180 noch eine
federnde Klinke 183 vorgesehen, welche mit einem seitlichen Stift 184 versehen ist. Dieser
dringt während des Aufklappens des Rahmens in eine Bogennut 18.5 der feststehenden
Stütze 186 (Fig. i, 3 und 4) ein, so daß durch die vom Hebel 161 bewirkte Kupplung der
beiden gezahnten Kupplungsteile 108, 109 die Klinke 183 auf eine der Nasen 182 wirkt und
den Rahmen sofort abwärts schwenkt. Nach vollendetem Niederklappen des Rahmens steigt die Klinke 183 mit dem Stift 184 über
die Nase 182 hinweg, auf welche der Stift früher gewirkt hat;
Gleichzeitig mit der Rahmenbewegung treibt die Schaltwerkswelle 50 (Fig. 5) ein in
bekannter Weise eingerichtetes Wendegetriebe 90, welches die wechselnde Drehung der schwingenden Welle 50 in eine stets einseitig
gerichtete Drehung umsetzt.
Dieses Wendegetriebe betätigt
Dieses Wendegetriebe betätigt
1. eine Vorschubvorrichtung 91 (Fig. 1)
bekannter Art, welche dazu dient, von einer im Kasten 65 untergebrachten Rolle 92 einen
Papierstreifen 93 abzuziehen und vorzuschieben,
2. eine Schneidvorrichtung 94 (Fig. 1) bekannter Art, welche dazu dient, das vorgeschobene
Papierstück abzuschneiden, und
3. einen Druckteller 95 bekannter Art, der das abgeschnittene Papierstück zuerst nach
oben an die Typenräder andrückt, so daß die jeweilig untersten, das Resultat der Messung
angebenden Typen auf dem Papierstück abgedruckt werden, sodann nach unten kippt, so
daß das bedruckte Papierstück als Kontrollcoupon längs des schräg gestellten Tellers in
eine Schale .96 (Fig. 1 und 5) fällt, aus welcher dieser Coupon entnommen werden kann.
Um den nach beendeter Messung auf der Trommel befindlichen Warenwickel leicht abziehen
zu können, ist ein Teil des Trommelumfanges aus Segmenten 31 zusammengesetzt,
welche an dem einen Ende um ein Scharnier 32 (Fig. 4) drehbar am Trommelkörper angebracht
und an dem anderen Ende durch Lenkstangen 33 mit einer auf der Trommelwelle 34 verschiebbaren, unter dem Druck einer Feder
35 stehenden Muffe 36 verbunden sind. Durch Verschiebung dieser Muffe 36 gegen
das freie Ende der Trommelwelle hin werden die mit den Lenkstangen 33 verbundenen
Enden der Segmente 31 nach innen verstellt, so daß die Trommel teilweise in konische
Form gebracht ist, welche das Abziehen des Warenwickels von der Trommel erleichtert.
Mit der Muffe 36 ist ein Kegel p verbunden, und diesem gegenüber ist in einer Führung
q (Fig. 10) des Maschinenständers eine Schiene r verschiebbar, an deren Außenende
zwei scherenartig verbundene Hebel i angelenkt sind. Die einen Enden dieser Hebel sind
zu halbzylindrischen Schalen t ausgebildet, und die anderen Enden der,Hebel sind an in
lotrechten Führungen u des Ständers verschiebbare Gleitblöcke ν angelenkt. Der in
dem Ende der Schiene r gehaltene Gelenkbolzen w der Scherenhebel dringt durch einen
Langschlitz eines auf der Rahmenwelle 13 lose sitzenden Armes x, der nach einem Teil der
Drehung des Rahmens 14 durch an demselben vorgesehene, an einen Ansatz y der Nabe des
Armes χ anstoßende Mitnehmer ζ gedreht wird, wodurch die Schiene r einwärts oder
auswärts bewegt wird. . ..:
Bei der während des Niederklappens des
Rahmens erfolgenden Auswärtsbewegung der
Schiene r schließen sich die Scherenhebel und
bewirken mittels der auf den Kegel p auftreffenden Schalen die Einwärtsverschiebung
der mit dem Kegel p verbundenen Muffe 36, so daß die Trommel in zylindrische Form gebracht
und die Trommelwelle durch die Schalen gestützt wird. Bei der während der
Rahmenhebung erfolgenden Einwärtsbewegung der Schiene r öffnen sich die Scherenhebel
und geben den Kegel ρ frei, so daß siel; dieser unter der Einwirkung der Feder 35
auswärts bewegt und die Trommel in konische Form gebracht wird.
Vom Elektromotor 66 wird der Teil 69 der Kupplung 69, 73 angetrieben, und zwar in fol
gender Weise:
Durch eine Kette 67 und ein Kettenrad 68 wird die Bewegung auf eine mit diesem fest
verbundene Hülse 69 (Fig. 4 und 5) übertragen, die auf der Trommelwelle 34 lose sitzt
und zwei Zahnräder 71 und 72 trägt. Das Ende der Hülse 69 ist zu einer Zahnkupplungshälfte
ausgebildet. Auf der Trommelwelle 34 selbst sitzt längs eines Mitnehmer- oder Gleitkeiles verschiebbar eine Kupplungsmuffe
73, die beim Messen in die Kupplungshülse 69 eingerückt ist, so daß die Trommel vom Motor in die für das Durchziehen der
Ware notwendige Drehung versetzt wird.
Zur selbsttätigen Abschaltung der Trommel nach erfolgtem Abwickeln von Warenstücken
vorherbestimmter Länge dient folgende Einrichtung : In eine Rille der Kupplungsmuffe
73 greifen die Enden eines gegabelten, um den Bolzen 74 drehbaren Kupplungshebels
75 (Fig. 3 bis 5) ein, dessen zweiter Arm mit seinem Ende in einen Kurvenschlitz
76 eines auf der horizontalen Welle JJ sitzenden Bogenstückes 78 eingreift. Letzteres
wird durch eine an einem Arm 79 angreifende Feder 80 in der Stellung (Fig. 3) gehalten,
bei welcher der Kupplungshebel 75 die Kupplungsmuffe 73 ausgerückt hält, so daß das Kettenrad 68 mit den beiden Zahnrädern
71,72 leer lauft. Das Bogenstück 78 oder dessen Nabe trägt einen senkrecht zu seiner
Fläche, also in der Richtung der Bogenstückwelle JJ federnden, gleichfalls bogenförmigen
Arm 81, der seitlich einen Zahn 82 (Fig. 3 und 23) besitzt und an seinem Oberende bei
83 (Fig. 23) vorteilhaft abgeschrägt ist.
Die Nasenstange 24 hat einen seitlichen Stift 84 (Fig. S und 23), der die Stütze für
den Bogenarm 81 bildet. Wird mittels eines auf das Ende 85 der Welle Jj aufgeschobenen
Handschlüssels der durch die Feder 80 gesenkt gehaltene Bogenarm 81 gehoben, so
läuft derselbe mittels der Schräge 83 auf den Stift 84 auf, wobei der Arm 81 etwas auswärts
gedrückt wird. Sobald der Arm in seiner oberen Endstellung' angelangt ist, wie
dies in Fig. 23 durch gestrichelte Linien angedeutet ist, schnappt der Arm 81 mit seinem
Zahn 82 über den Stift 84 und wird durch diesen in der Hochlage festgehalten, bei weleher
mittels des Kurvenschlitzes j6 und des Kupplungshebels 75 die Kupplung 69, 73 eingerückt
ist und die Trommel in Umdrehung versetzt wird. Sobald aber ein Warenstück der der Voreinstellung entsprechenden Länge
durch die Walzen gegangen ist, schiebt sich, wie oben angegeben, die Nasenstange 24
gegen den von ihrem rechten Ende (Fig. S)
abgehoben gehaltenen Arm 62 hin, so daß sich der Stützstift 84 unter dem Zahn 82 wegbewegt
und letzterer die Stützung verliert. Die Feder 80 reißt nun den Arm 81 abwärts
und verstellt hierdurch das Bogenstück 78 derart, daß der Kupplungshebel 75 die Kupplung
69., 73 ausrückt und somit die Trommel abschaltet.
Beim Messen von Warenstücken unbestimmter Länge, wie dies beispielsweise der
Fall ist, wenn bei Inventuraufnahmen in Geschäftshäusern dieLänge der ganzen zu einem
Ballen gewickelten Ware zu bestimmen ist, wird keine Voreinstellung des Zählwerkes
vorgenommen und die Schlitzräder bleiben daher außer Tätigkeit. Um nun die Nasenstange
24 an der sonst eintretenden Verstellung nach rechts hindern zu können, ist auf
der Rohrwelle 51 lose drehbar ein aus einem Schlitz des Deckgehäuses 21 (Fig. 1) reichender,
an seinem Ende zu einem Handgriff 86 ausgebildeter Hebel 87 (Fig. 3) angeordnet,
der einen Arm 88 (Fig. 5) besitzt. Auf dem Deckg"ehäuse 21 sind die Bezeichnungen jener
Stellungen des Hebels 87 angegeben, welche derselbe beim Messen von unbestimmten und
vorherbestimmten Längen einzunehmen hat. Wird der Hebel in die Stellung für das Messen unbestimmter Längen gebracht, so
schiebt sich der an seinem Ende abgeschrägte Arm 88 vor einen am Umfang des Zahnrades
54 sitzenden Stift 89, wodurch die Nasenstange 24 verhindert wird, die Kupplung der
Schlitzräder 38 mit den Schaurädern 22 zu bewirken, so daß letztere lediglich zum Zählen
der Längeneinheiten dienen.
Beim Einrücken der Klauenkupplung 104, 105 durch Verstellung, des Hebels 132 (in
Fig. 5) nach links nach beendeter Messung darf der Rahmen nicht sofort aufgeklappt
werden, weil vorher das Abschneiden des gemessenen Warenstückes bewirkt werden muß.
Da aber der Stift 184 der Klinke 183 bei niedergeklapptem
Rahmen die Bogennut verlassen hat und daher die Klinke wirkungslos ist, so tritt die Drehung der Rahmenwelle 13
und des Rahmens 14 erst dann ein, wenn
die Mitnehmer i8i" auf die Nasen 182 auftrennen.
· ' ■ '
Die' Betätigung des Schneidwerkes. zum
Lostrennen des abgewickelten Warenstückes vom Warenballen erfolgt nur vor dem Aufklappen
des Rahmens; es ist deshalb an dem Schneckenrad 180 eine federnde Schaltklinke
187 (Fig. 4) angebracht, welche nur bei der das Aufklappen des Rahmens bezweckenden
Bewegung des Schneckenrades 180 ein mit Schaltradverzahnung versehenes loses Rad
188 mitnimmt. Letzteres ist mit einem Zahn rad 189 verbunden, dessen'Bewegung durch
ein Rad 190 auf eine in Lagern 191 des Rahmens
j 4 gehaltene Kurbelwelle 192 übertragen wird, die mittels Kurbelschleifen 193 das im
Rahmen 14 geführte Abschneidmesser 194 betätigt, welches mit einem den. einen Rand des Messereintrittsschlitzes
198 (Fig. 5) bildenden Untermesser 194' zusammenwirkt.
An Stelle der Kurbelwelle 192 kann eine gerade Welle angeordnet werden, welche ein
verzahntes Bogenstück trägt, das bei Drehung der Welle in zwei zu,beiden Seiten desselben
angeordnete, mit dem Messer 194.verbundene Zahnstangen abwechselnd eingreift und hierdurch
das Senken und Heben des Messers bewirkt. Dieses Bogenstück ist im Ruhezustand des Schneidwerkes in einer unwirksamen
30, Mittelstellung zwischen den Zahnstangen.
Das Rad 190 (Fig. 4) kann durch Drehung eines Griffknopfes 195, vorteilhaft unter Vermittlung
eines in einen Schraubenschlitz der Radnabe eingreifenden, auf der Griffknopfwelle
sitzenden Stiftes ausgerückt werden, wobei das Rad 190 etwa durch Eintritt eines
Ansatzes 196 an der Nabe desselben in eine Vertiefung des Lagers Ί91 festgestellt wird,
so daß keine Betätigung des Schneidwerkes
.40 erfolgen kann. Zu beiden Seiten des Messers
194 sind in Führungen des Rahmens 14 bewegliche.
Backen 197 (Fig. 4) angeordnet, welche, bevor das Messer 194 die Ware durchschneidet,
die letztere zu beiden Seiten des
iJ5. Eintrittsschlitzes 198 (Fig. 5) festklemmen,
so daß ein glattes Schneiden erfolgt. Beim Durchschneiden der Ware darf der Rahmen
14 nicht nach oben nachgeben; zu diesem Zwecke wird derselbe in gesenkter Lage festgehalten.
Hierzu dienen zu beiden Seiten angeordnete, miteinander verbundene Haken
. 199 (Fig. 3 und 5), von denen der eine durch eine Zugstange 200 (Fig. 3) mit dem Arm
201 einer Querwelle 202 verbunden ist.
55< Letztere trägt einen Gabelarm 203, der die zu
einer Daumenscheibe ausgebildete Nutscheibe 174 (Fig. 3) umgreift. Diese bewirkt nach
erfolgtem Niederklappen des Rahmens die Schwenkung der Haken 199 derart, daß sie an
■ den Rahmenseitenteilen angebrachte Zapfen 2Q4 übergreifen (FIg, 1). Die; QuerweUe 202
betätigt auch eine mechanische Bremse 205 (Fig. 3 und s), deren Bremsrad 206 auf der
Kupplungshülse 73 festsitzt. Bei aufgeklapptem Rahmen legt sich der keilförmige Bremsklotz
205 in die entsprechend gestaltete Umfangsrille des Bremsrades 206 und verhindert
dadurch ein Voreilen der Trommel 26, sichert jedoch gleichzeitig das Einfallen des verschiebbaren
Riegels 230. ,
Da die Trommel26 nach beendeter Messung jede beliebige Stellung einnehmen kann, jedoch
vor jeder Messung eine genau bestimmte Stellung einnehmen muß, um die Wareneinspannzange
29, 30 in eine das Einlegen des Warenanfangsteiles erleichternde Stellung bringen zu können, ist eine Einrichtung vorgesehen,
welche nach vollzogener Messung die Trommel stets in eine bestimmte Ausgangsstellung
zurückbringt und in dieser Stellung sperrt.
Diese Einrichtung besteht in folgendem:
Die Schaltwerkswelle 50 trägt einen Daumen
207 (Fig. 3 und 5), der bei jener Drehung der Welle 50, welche die .Rahmenaufwärtsbewegung
bezweckt, auf einen um den Bolzen
208 drehbaren, unter Einwirkung einer Feder
209 stehenden Hebel 210 wirkt und denselben schwenkt. Damit aber bei der entgegengesetzten,
die Rahmenabwärtsbewegung bezweckenden Drehung der Welle 50 keine Beeinflussung des Hebels 210 erfolgt, ist an dem
inneren Arm desselben eine einseitig bewegliche Federklinke 211 angebracht, welche bei
dieser Drehung nachgibt. Der andere gegabelte Arm des Hebels 210 greift in eine
Rille einer auf der Trotnmelwelle lose sitzenden Muffe 212 (Fig. 5) ein, welche mit einem
Zahnrad 213 verbunden ist. Dieses greift in ein darunter befindliches Zahnrad 214 (Fig. 4 10.0
und 6), welches, mit einem zweiten Zahnrad 215 durch eine Rillenmuffe 216 verbunden,
lose auf einer Querwelle 217 sitzt, die in den beiden Lagern der Trommelwelle drehbar gehalten
ist und ein Zahnrad 218 trägt, das in das darüber befindliche, auf der Kupplungshülse 69 festsitzende Zahnrad 72 eingreift,
welches die Welle 217 dauernd dreht. Das Zahnrad 214 bildet die eine Hälfte 219 einer
Zahnkupplung, deren zweite Hälfte 220 von der WTelle 217 in dauernde Umdrehung versetzt
wird. In die Rille der Muffe 216 greift ein an dem Gabelhebel 210 angebrachter, nach
unten reichender Arm 221, so daß bei der Verschiebung der Muffe 212 durch den Gabelhebel
210 gleichzeitig auch eine gleichgerichtete Verschiebung der Rillenmuffe 216 -eintritt,
wobei beide Zahnräder 213 und 214 stets in Eingriff bleiben.
Bei der durch den Daumen 207 (Fig. 5)
auf der Schaltwerkswelle 50 in einem bestimmten
Zeitpunkt bewirkten Verschiebung der Muffe 212 gegen die Aufwickeltrommel
hin wird die Zahnkupplung 219,220 einge-S rückt, so daß die beiden Räder 213, 214 während
einer durch die Unifangslänge des Daumens 207 gegebenen Zeit in Umdrehung versetzt
werden. Damit aber beim Einrücken der Kupplung 219, 220 deren Hälften sicher
to ineinandergreifen, ist die antreibende Kupplungshälfte 220 längs der Welle 217 begrenzt
verschiebbar und unter Druck einer das Nachgeben ermöglichenden Feder 221' gesetzt, wie
die Fig. 4 und 6 zeigen. Das Übersetzungsverhältnis der beiden Räder 213,214 ist so
gewählt, daß das erstere Rad während der ganzen Bewegung des Rades 214 nur eine einzige
volle Umdrehung ausführt. Das mit dem Zahnrad 214 verbundene Zahnrad2i5 betätigt
mittels des Übersetzungsrades 222 und einer Daumenhülse 223 (Fig. 4), welche zufolge
des gewählten Übersetzungsverhältnisses während der ganzen Bewegung des Zahnrades 215
nur eine einzige Umdrehung ausführt, einen sogenannten Numerateur 224 (Fig. 1) bekannter
Art, welcher auf den von der Rolle 92 (Fig. 1) ablaufenden Papierstreifen 93 die
Anzahl der bereits vorgenommenen Messungen uiid ev. andere zweckdienliche Angaben
(Firmenbezeichnungen, Reklameanzeigen USAV.) aufzudrucken hat, bevor der bedruckte
Streifenteil abgeschnitten und als Kontrollcoupon ausgegeben wird.
Das Zahnrad 213 trägt an seiner der Trommel
zugekehrten Seite einen Mitnehmer 225 und einen Anschlag 226 (Fig. 4), Vor diesem
Zahnrad ist eine mit der Trommelwelle 34 fest verbundene Scheibe 227 angeordnet,
welche an ihrer dem Zahnrad 213 zugekehrten Seite eine Nase 228 trägt. Im Umfangsteil
der Scheibe ist eine Kerbe 229 vorgesehen, in welche bei aufgeklapptem Rahmen ein im
Trommelwellenlager verschiebbarer Riegel 230 unter dem Druck einer Feder 231 eingreift,
wie die Fig. 4 und 5 zeigen, so daß die Trommel in einer bestimmten Stellung gesperrt
ist. Die Freigabe der Trommel wird durch Zurückschieben des Riegels 230 (in den
Fig. 4 und 5 nach rechts) bewirkt, wobei die Feder 231 gespannt wird und in einen Einschnitt
232 dieses Riegels ein federnder Schnapper233 einfällt, der den Riegel zurückhält
(Stellung Fig. 4). Die Auslösung dieses Schnappers zwecks Hemmung der Trommel erfolgt durch eine drehbare Knagge 234, die
gegen das Zahnrad 213 gerichtet ist. Das Zurückschieben des Riegels 230 wird von einer
auf der Trommelwelle lose sitzenden Hülse 236 aus bewirkt, welche mit einem Zahnrad
237 verbunden ist, das in das früher erwähnte, der Umsteuertmgsküpplung t2ö bis 123 zugehörige,
mit dem Mittelkegelrad 127 verbundene Stirnrad 127' eingreift und von ihm die
Bewegung erhält. Die Hülse 236 ist mit einer Keilnase 238 versehen, welche sich bei Einschaltung
der Kupplung 120, 121 gegen den
Riegel 230 bewegt, unter einen abwärts gerichteten Ansatz des Riegels 230 tritt und
diesen zurückbewegt (Fig. 4), wobei der Schnapper 233 einfällt. Die Trommel wird
daher freigegeben.
Wenn nach beendeter Messung die Klauenkupplung 104, 105 von Hand aus eingerückt
wird, so bewirkt der Daumen 207 auf der Schaltwerkswelle 50 die Verschiebung des
Zahnrades 213 gegen die mit Nase 228 versehene Scheibe 227, deren Stellung nach beendeter
Messung eine unbestimmte ist. Durch Einrücken der Zahnkupplung 219, 220 erhält
das Zahnrad 213 eine einmalige Umdrehung, bei welcher der Mitnehmer 225 auf die Nase
228 der Scheibe 227 auftrifft und diese zugleich mit der Trommel dreht. In dem Augenblick,
als die Trommel in der richtigen Ausgangsstellung ist, trifft der Anschlag 226 des
Zahnrades 213 die Knagge 234, so daß diese den Riegel 230 auslöst und letzterer, in die
Kerbe 229 der Scheibe 227 einfallend, die Trommel sperrt.
Damit nach Sperrung der Trommel zwecks g0
leichten Abziehens der Ware der festgeklemmte Anfangsteil dieser letzteren wieder
freigegeben werde, muß die Einspannzange ein wenig geöffnet werden. Zu diesem Zwecke trägt die Kupplungshälfte 122 ein
Zahnrad 163, welches durch ein im Lager 126 der Trommelwelle drehbar gehaltenes Zwischenrad
164 in ein auf der Rohrwelle 101 lose sitzendes Zahnrad 165 eingreift, das unter
dem Druck einer Feder 166 (Fig. 6) steht. Auf der der Feder abgewendeten Seite besitzt
das Zahnrad 165 einen seitlichen Anschlag 167. Auf dem über das Zahnrad 165 hinausragenden
Ende der Rohrwelle 101 sitzt eine längs dieser letzteren verschiebbare, jedoch
mit ihr sich drehende Schraubenmuffe 168, welche auf der dem Zahnrad zugewendeten
Seite eine Mitnehmernase 169 besitzt und in ein mit entsprechendem Innengewinde versehenes,
an dem Lager fest angebrachtes u0 Rohrstück 170 eingesetzt ist. Im Anfangsteil
der vor der Messung ausgelösten Drehbewegung der Rohrwelle 101 (Rahmenniederbewegung)
geht die Nase 169 über den Anschlag 167 hinweg, wobei das Zahnrad 165 entgegen
dem Druck der Feder 166 zurückweichen kann und die Schraubenmuffe 168 sich sodann
nach außen gegen das Ende der Rohrwelle schiebt. Im Endteil der entgegengesetzten,
nach der Messung ausgelösten Drehbewegung
der Rohrwelle iol (Rahmenäufgang) stößt
die Nase 169 an den Anschlag 167 an und
nimmt das Zahnrad 165 mit. Diese Drehung wird durch die Zahnräder 164, 163 und das
eine Kegelrad 125 auf. ein mit dem Mittelkegelrad 127 verbundenes Stirnrad 127' übertragen,
wodurch, wie später angegeben, ein für das Abnehmen der aufgewickelten Ware von der Trommel genügendes öffnen der Ein-Spannzange
herbeigeführt wird.
Der das Einrücken der Klauenkupplung 104, 105 besorgende Einrückbolzen 130 trägt
einen seitlichen Arm 171 (Fig. 6), der vorteilhaft mittels einer Gleitrolle 172 in einen
Kurvenschlitz 173 einer mit dem Schneckenrad 114 verbundenen, auf der Schaltwerkswelle 50 sitzenden Nutscheibe 174 eingreift,
welche sich im Anfangsteil der ihr nach der Messung durch die eingerückte Klauenkupplung
104, 105 erteilten Bewegung mit dem Schneckenrad 114 auf der Welle 50 leer bewegt,
um die eventuelle Betätigung des Schneidwefkes vor dem Aufklappen des Rahmens
zuzulassen. Aus diesem Grunde ist auf der Schaltwerkswelle 50 eine Nase 175
(Fig, s) angebracht, die erst nach entsprechender Teildrehung der Nutscheibe 174 durch
die entsprechend ausgeschnittene Nase 175' (Fig. 34) derselben mitgenommen wird und
die Welle 50 dreht. Der Kurvenschlitz 173, der nur mit Seinen einwärts bzw. auswärts
verlaufenden Schrägflächen i und / (Fig. 34) an den Schlitzenden auf die Gleitrolle 172
λνΪΓΐ<ιί, ist übrigens so breit, daß er die notwendigen
Schwenkungen des Einrückbolzens 130 nach der einen bzw. anderen Richtung zuläßt.
Der Einrückbolzen I30 trägt ferner zwei
Arme 176 (Fig. 3 und 5), zwischen welche das Ende eines um den Bolzen 177 schwenkbaren
Hebels 178 greift, der beim Einrücken der Klauenkupplung 104, 105 zwecks Aufklappens
des Rahmens, mittels der auf eine Schräge des Hebels 178 wirkenden Arme 176
die Kupplung 9 ausrückt Und daher das Zählwerk von der Mittelwalze 4 löst, um ein Abnutzen
der Zähne dieser Kupplung bei der Rückstellung des Zählwerkes auf Null zu verhindern.
Um ein Verziehen der Ware und ein unbeabsichtigtes Weiterdurchziehen der Ware
durch die Walzen nach beendeter Messung und vollzogener Sperrung der Aufwickeltrommel
sowie eine Beschädigung von Maschinenteilen durch die Wucht der Trommel zu verhindern, ist die Maschine mit eirfer
Einrichtung versehen, welche den Gang der Trommel im letzten Teil der Meßbewegung
der Walzen verlangsamt. In vorliegendem Falle ist angenommen, daß die Verlangsamung
beginnen soli, wenn der letzte Meter des zu messenden Warenstückes vorherbestimmter
Länge durch die Walzen zu gehen beginnt. Zu diesem Zweck ist in jedem der Schlitzräder 38 (Fig. 11 und 12) des Zähl-Werkes,
anschließend an den durchgehenden Schlitz 37, eine seichte Vertiefung 259 vorgesehen, deren radiale Mittellinie mit jener des
durchgehenden Schlitzes 37 einen Winkel von 360 (V10 von 3600) einschließt. Diese seichten
Vertiefungen haben den Zweck, der Nasenstange 24 in dem Augenblick, als der letzte Meter des zu messenden Warenstückes
durch die Walzen zu gehen beginnt, eine geringe Rechtsverstellung" (Fig. 5) gegen die
Trommel hin zu gestatten, wodurch zwar dem Arm 81 das Bogenstückes 78 durch Wegbewegen
des Nasenstangenstiftes 84 vom Zahn 82 des Armes 81 die Stütze entzogen
wird, letzterer aber ungefähr in der Mitte seines durch die Feder 80 bewirkten Abwärtsganges
durch einen zweiten mit Bezug auf den ersten etwas radial einwärts angeordneten Zahn 260 (Fig. 23) an dem Nasenstangenstift
wieder gefangen wird. Durch diese Teildrehung des Armes 81 und seiner Drehwelle
1JJ wird ein auf letzterer vorgesehener Kommutator 261 (Fig. 5) derart verstellt,
daß von zwei, früher an leitenden Kommutatorteilen anliegenden, in der Motorstromleitung
eingeschalteten Federn 262, 262' eine derselben nun auf einen nichtleitenden Teil
des Kommutators 261 zu liegen kommt, wodurch ein beliebig einstellbarer Widerstand in
bekannter Weise in die Motorstromleitung so eingeschaltet wird, daß der Gang des Motors
in einem der Widerstandseinstellung entsprechenden Grade verlangsamt wird. Beim Abfallen
des Armes 81 bis in eine Mittelstellung bleibt das Ende des Kupplungshebels 75 in
dem geraden Teil Z (Fig. 5) des Kurvenschlitzes 76, so daß noch kein Abschalten der
Trommel stattfindet. In dem Augenblick aber, als die Nasen der Nasenstange in die
durchgehenden Schlitze 37 vollends eintreten können, wird durch die weitere Rechtsverschiebung
der Nasenstange 24 dem Arm 81 ein zweites Mal die Stütze entzogen, so daß
er gänzlich abfallen kann, wobei der schräge Teil m der Kurvennut die Abschaltung der
Trommel bewirkt.
Zur Ein- oder Ausschaltung von Widerstand zwecks Änderung des Grades der Verlangsamung
dient ein im Kasten 65 untergebrachter, mit einem Hebelschalter 263 versehener Rheostat 264 (Fig. 1).
Die Anordnung von zusätzlichen Vertiefungen 259 in den Schlitzrändern 38 würde
aber allein nicht genügen, weil bei Einstellungen auf größere Längen, die eine Voreinstel-
lung aller drei Schlitzräder notwehdigmachen, sich während der Messung Zwischenstellun-.
gen dieser Schlitzräder ergeben, bei welchen Stellungen die zusätzliche Vertiefung des
Rades einer Zählrädergruppe und die Vertiefung 259 öder der durchgehende Schlitz 37 in
den Rädern 38 der anderen Zählrädergruppen in eine Linie mit den Nasen der Nasenstange
kommt, so daß ein vorzeitiges Bremsen der Trommel eintreten würde. Um dies zu verhindern,
ist in dem Schlitzrad 38s der Einmetergruppe
ein drehbarer Deckring 265 (Fig. 11 und 13) und in einer Ringleiste 267
des Schlitzrades 38* der Zehnmetergruppe (Fig. 11 und 12) ein exzentrisch drehbares
Deckplättchen 266 vorgesehen. Der Deckring 265 wird durch eine Feder 268 normal so
gehalten, daß eine Unterbrechung 269 des Deckringes 265 mit der Vertiefung 259 des
Meterschlit^rades38a (mittlere Gruppe) übereinstimmt
und das eine Ende des Deckringes den durchgehenden Schlitz 37 im Schlitzrad
38s verdeckt, wie Fig. 13 zeigt. Das Deckplättchen
266, welches mit Reibung in der Ringleiste 267 drehbar ist und daher in jeder ihm gegebenen Stellung bleibt, ist normal so
gestellt (Fig. 12), daß es die Vertiefung 259 des Zehnnieterschlitzrades 38* nicht verdeckt.
Bei Einwärtsdrehung des hakenförmigen Teiles des Deckplättchens 266 verlegt dieser
die seichte zusätzliche Vertiefung 259 des Zehnerschlitzrades. Diese Verstellung wird
fallweise durch einen auf der sich drehenden Farbräderwelle 270 (Fig. 5 und 22) festsitzenden
Eindrücker 271 bewirkt. Die Welle 270 trägt einen Arm 272 (Fig. 5
und 22), der sich normal auf einem Querstück oder Stift 273 des Schlitzrades 38* der Metergruppe
stützt und den Eindrücker 271 in der
4°; unwirksamen Stellung (Fig. 12) hält. Auf dem Außenende der Welle 270 sitzt noch ein
längerer Arm 274, der unter dem Zug einer Feder 275 steht, die, solange sich der Arm
272 auf den Stift 273 stützt, den Arm 274 nicht senken kann. Erst wenn durch Voreinstellung
bzw. Drehung des Einerschlitzrades 380 dem Arm 272 die Stütze entzogen wird,
kommt die Feder 275 zur Wirkung und verstellt mittels des Hebels 271 den Deckteil des
Plättchens 266 nach innen.
Auf der von der Schaltwerkswelle 50 aus bewegten Welle 48 des Wendegetriebes 90
(Fig. 5) sitzt fest eine mit einem Ausschnitt 277 (Fig. 22) versehene Scheibe 278. Diese
Scheibe dreht sich gegen den Arm 274 empor, wodurch dieser und mit ihm die Arme 271,
272 gehoben und in die in Fig. 22 punktiert gezeichneten Lagen gebracht werden. Dadurch
sind diese Arme wieder aus dem Bereich der. Schlitzräder gebracht, und es ist
daher das Kuppeln dieser letzteren mit deii Schaurädern ermöglicht. Nach beendeter
Messung und erfolgter Rückstellung des Zählwerkes in . die Nullstellung, befindet sich
der Ausschnitt 277 der Scheibe 278 in der in Fig. 22 gezeichneten Stellung, und es kann
sich der mit dem Arm 274 herabsinkende Arm 272 wieder an den Stützstift 273 anlegen. Der
untere Arm 279 des Deckplättchens 266 stößt bei der Verschiebung der Nasenstange ,24 in
die äußerste .Linksstellung (Rückführung des Zählwerkes in die Nullstellung) auf einen
feststehenden .Schrägteil 280 (Fig. 11), so
daß das Deckplättchen wieder in die unwirksame Stellung zurückgebracht wird. : · .
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung soll an der Hand der Fig. 12 bis 17 und an zwei
Beispielen erläutert werden. Es sei vorerst angenommen, daß das Zählwerk auf eine
Warenlänge von zehn Metern voreingestellt, d. h. das Schlitzrad 38s der Zehnmetergruppe
um eine Einheit zurück nach links gedreht wurde, wie Fig. 14 zeigt. In diesem Fälle
könnte die vor dem Schlitzrad 381 befindliche
Nase der Nasenstange 24 sofort in die Vertiefung dieses Schlitzrades einfallen, wenn dies
nicht durch den den Schlitz 37 im Rad 38s
(Fig. 15) verlegenden Deckring 265 verhindert würde. In dem Augenblick, als .bei der
Messung der neunte Meter durch die Walzen 90' gegangen ist, gelangt das sich in der Pfeilrichtung
(Fig. 14 bis 17) nach rechts drehende Rad 38^ in die Stellung Fig. 17, so daß
die Unterbrechung 269 im Deckring 265 die vorläufige Verschiebung der Nasenstange
zwecks Erzielung der Vorbremsung zuläßt. Bei der Weiterdrehung des Schlitzrades 38®
um einen dem letzten der zehn Meter entsprechenden Winkel wird der Deckring 265 durch
die an sein linksseitiges'Ende (Fig. 17) anstoßende
Nase 42 entgegen der Wirkung der Feder 268 zurückgedrückt, so daß am Ende der Messung, d. h. nach Durchgang des zehnten
Meters, da die Schlitze 37 in 38® und 386
zu den Nasen 42 gelangt sind, letztere vollends eintreten und die Hemmung des Zählwerkes sowie die Abschaltung der Aufwickeltrommel herbeiführen. Bei der Verstellung
der Nasenstange in die linke Endstellurig kehrt der frei gewordene Deckring
265 unter Wirkung der Feder 268 wieder in die Anfangsstellung zurück. Der gleiche Vorgang
tritt bei Voreinstellung des Zählwerkes auf Längen, die einem Mehrfachen von zehn
Metern entsprechen, beim Durchgang der letzten zehn Meter der abzuwickelnden Ware
ein. ■ ■' .·,■■;'
Es sei ferner angenommen,' daß das Zählwerk auf eine Warenlänge von 11 Metern
voreinzustellen ist. Hierbei ist zu beachten,
daß zuerst das Schlitzrad 38° der Metergruppe
und nachher erst das Schlitzrad 38s
der Zehnmetergruppe um je eine Einheit zurückzudrehen ist, wie dies die Fig. 18 und 19
zeigen. Bei der zuerst erfolgenden Rückstellung der Metergruppe fällt der Arm 272 von
dem Stützstift 273 ab, wodurch der Eindrücker 271 auf das Deckplättchen 266 fällt
und dieses so weit einwärts drückt, daß dessen Ende die zusätzliche Vertiefung 259
des Schlitzrades 38* verdeckt, wie Fig. 18
zeigt. Würde dieses Verdecken nicht vorgenommen werden, so könnten die Nasen der
Nasenstange bei ihrer anfänglichen Kupplungsbewegung nach rechts (Fig. 5 und 11)
ohne weiteres in die seichten Vertiefungen der Schlitzräder eintreten, wie sich aus den
Fig. 18 und 19 ergibt, so daß der Motor schon bei Beginn der Messung langsamer
laufen würde. In dem Augenblick, als zehn Meter der Ware durch die Walzen gegangen
sind, steht die eine Nase 42 vor dem Schlitz 37 im Rad 38s (Fig. 20) und die andere Nase
42 vor der seichten Vertiefung 259 im anderen Schlitzrad 3801 (Fig. 21), so daß die Nasenstange
24 die vorläufige Rechtsverschiebung zwecks Erzielung der \^orbremsung ausführen
kann. Bei weiterer Drehung des Schlitzrades 38" der Metergruppe, entsprechend
dem elften Meter der abzuziehenden Ware, drückt die Nase 42 der Nasenstange
wie früher den Deckring 265 zurück, so daß die Nasenstange vollends in die Schlitze 37
der Räder 38°, 386 eintreten und das Zählwerk
hemmen sowie das Abschalten der Aufwickeltrommel bewirken kann. Der gleiche Vorgang
tritt ein, wenn bei Voreinstellung des Zählwerkes auf Längen, die ein Einstellen der
Schlitzräder der beiden höheren Zählrädergruppen erforderlich machen, die letzten elf
Meter des abzuwickelnden Warenstückes durch die Walzen gehen.
Wie sich aus vorstehendem ergibt, muß bei Voreinstellung auf Längen, die ein Einstellen
der Schlitzräder der beiden höheren Zählrädergruppen erforderlich machen, das Schlitzrad
der Metergruppe vor demjenigen der Zehnmetergruppe eingestellt werden. Sobald die Nasenstange mit den Schlitzrädern nach
der Messung in die linke Endstellung gebracht wird, wird das Deckplättchen 266 durch
den feststehenden Schrägteil 280 wieder in die unwirksame Stellung (Fig. 12) zurückgebracht.
Beim Messen von Waren unbestimmter Länge, d. h. in allen Fällen, in welchen die
Länge der ganzen, etwa zu einem Ballen aufgewickelten Ware zu bestimmen ist, entzieht
sich das anfänglich zwischen der bereitgestellten Einspannzange und den Walzen
befindliche Warenstück der Messung, so daß die Meßvorrichtung weniger anzeigen würde,
als tatsächlich auf der Trommel aufgewickelt ist. Um diesen Fehler zu berichtigen, ist die
Einrichtung so getroffen, daß die Meßwalze 4 nach vollständigem Durchgang der ganzen
Ware durch die lebendige Kraft noch eine der Länge des vorgenannten Warenstückes entsprechende
Weiterdrehung ausführt, so daß das Zählwerk nunmehr richtig anzeigt. Das richtige Maß dieser Weiterdrehung wird beispielsweise
durch Anordnung eines entsprechend wirksamen Regulierbremslagers 281
(Fig. 5) für die Welle einer der Warenleitwalzen 5 erzielt.
Die Maschine ist überdies mit einer Einrichtung versehen, welche das Einspannen
verschieden breiter Warenballen ermöglicht und erleichtert.
Zu diesem Zweck sind in einer feststehenden, an der Vorderseite des Maschinenständers
angebrachten Führung 282 (Fig. 1 und 2) zwei quer verschiebbare Schlitten 283
angeordnet, welche je eine um ein Scharnier herausdrehbare Wange 285 tragen. In dem
gegabelten Ende der Wange ist ein drehbarer Block 286 gehalten, der auf einer Seite einen
Zapfen 287 trägt, auf der anderen Seite mit an einem Wirbel sitzenden Spitzen versehen
ist. Ersterer dient zum Einspannen von go Warenballen, deren Wickelbrett mit zweckentsprechenden
Einschiebeösen versehen ist, während die Spitzen nach entsprechender Verdrehung der Blöcke 286 zum Einspannen
von Warenballen mit gewöhnlichem Wickelbrett dienen.
Hinter der Führung 282 ist eine über zwei :
Rollen 290 laufende Kette 289 angeordnet, deren oberer Teil bei 0 mit dem einen Schlitten
283 und deren unterer Teil bei 0' mit dem zweiten Schlitten verbunden ist, so daß bei
Bewegung der Kette sich beide Schlitten gegen die Maschinenmitte hin oder von derselben
wegbewegen. Die Welle einer der Kettenrollen 290 trägt eine Rolle 291 zum
Aufwickeln einer ein Gewicht 292 haltenden Schnur und ein Schneckenrad 293. Die in
letzteres eingreifende Schnecke 294 sitzt, mit einer Seilscheibe 295 (Fig. 2) fest verbunden,
lose auf einer um den Bolzen 296 schwenkbaren Achse 297. Diese Achse ist einerseits
durch eine Lenkstange 298 mit einem Tritthebel 299 und andererseits mit einer Feder
305 verbunden, welche das Bestreben hat, die Achse 297 gehoben und die Schnecke 294 aus
dem Schneckenrad 293 ausgerückt zu halten. Die Schnecke 294 wird durch ein Seil 306 von
der Motorwelle dauernd angetrieben, wie Fig. ι zeigt.
Die Achse297 greift mittels eines seitlichen
Zapfens 307 (Fig. ι) in den Langschlitz eines Gliedes 308 ein, das an dem einen Arm eines
Winkelhebels 309 gelenkig angehängt ist. Der zweite Arm dieses Winkelhebels ' ist mit
S einer quer angeordneten Zahnstange 310 gelenkig verbunden, welche für gewöhnlich in
an den Schlitten 283 angebrachte Zahnstücke 311 eingreift und diese Schlitten festhält. Die
Zahnstange steht unter dem Druck von Fedem und kann entgegen der Wirkung dieser
Federn parallel zurückbewegt und aus den Zahnstücken 311 ausgehoben werden, wodurch
die Schlitten freigegeben werden. Durch Niederdrücken des Tritthebels 299
wird die Schnecke 294 in das Schneckenrad 293 eingerückt und gleichzeitig die Zahnstange
310 aus den Zahnstücken 311 ausgehoben,
so daß die beiden Schlitten 283 mittels der Kette 289 gegen die Maschinenmitte hin
bewegt werden. Hierbei kann der Waren-• ballen leicht eingespannt werden. Sodann
wird der Tritthebel 299 wieder losgelassen, wodurch die Schütten wieder gehemmt sind
und der Kettentrieb 294 abgeschaltet wird.
Bei der Einwärtsbewegung der Schlitten mit den Wangen 285 wickelt sich die das Gewicht
292 haltende Schnur auf die Rolle 291 auf. Auf der Welle des Winkelhebels sitzt fest ein
Griffhebel 312, der beim Heben mittels der Hand nur die Zahnstange 310 aus den Zahnstücken
311 aushebt, ohne die Schnecke 294 einzurücken, so daß das gehobene Gewicht
292 die Schlitten samt den Wangen in ihre Außenstellung zurückbringt. Mit den Schlitten
können durch Stangen o. dgl. noch Warenführungen 313 (Fig. ι und 5) verbunden sein,
die sich schwach federnd an eine Warenleitwalze 314 anlegen.
Damit in den von der Aufwickeltrommel abzuziehenden fertigen Warenwickel die ihm
Form Und Festigkeit gebende Wickeleinlage eingeschoben werden könne, ist diese Einlage
mit einem oder zwei um Scharniere schwenkbaren Seitenteilen versehen, welche durch
Ausziehen einer in der Einlage verschiebbaren, mit dem oder den Scharnieren gelenkig
verbundenen Stange derart nach innen geschwenkt werden, daß die Einlage gegen eines
ihrer Enden hin verjüngt wird und mit diesem Ende leicht in den hohlen Warenwickel
eingeschoben werden kann, wenn dieser von der Trommel abgezogen wird, worauf durch
Rückschwenken des oder der Seitenteile der Warenwickel in flache Form gebracht und in
derselben erhalten wird.
Wie die Fig. 35 Und 36 zeigen, besitzt die aus einem Brett ο. dgl. bestehende Wickeleinlage
315 eine Verjüngung gegen eine ihrer Schmalseiten hin, indem eine der Langseiten
konvergierend zu der anderen Langseite verläuft. . An dem der größeren Schmalseite zunächst
liegenden Ende der schrägen Seite ist um einen Zapfen 316 drehbar eine Leiste 317
angeordnet, deren anderes Ende durch einen Lenker 318 mit einer Stange 319 verbunden
ist, welche in einer Bohrung verschiebbar ist, die von der kleineren Schmalseite der Wickeleinlage
senkrecht zu dieser Schmalseite in der Einlage sich erstreckt. Ist die Stange 319 in
die Wickeleinlage eingeschoben, so kommt der Lenker 318 zum Teil in einen Randeinschnitt
320 zu liegen, und die Leiste 317 steht senkrecht zu den Schmalseiten und bildet die
zweite Langseite (Fig. 35). Soll die Wickeleinlage in den von der Aufwickeltrommel ab-'zuziehenden
Warenwickel eingeschoben werden, so wird die Stange 319 so weit herausgezogen,
bis sich die Leiste 317 an die schräge Langseite der Wickeleinlage anlegt, wodurch
das in den Wickel einzuschiebende Ende der Einlage verjüngt wird (Fig. 36). In gleicher
Weise kann auch die zweite Langseite schräg und mit einer beweglichen Leiste versehen
sein.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Maschine ist unter der Annahme, daß der Rahmen
14 sich in der Hoch- oder Normalstellung (Fig. 3) befinde, folgende:
Vorausgeschickt wird, daß für den Fall, daß ein Warenstück von vorherbestimmter go
Länge vom Warenballen abzuziehen und abzuschneiden ist, der mit dem Zahnbogen 47
verbundene Zeiger 49 (Fig. 5) auf die dem gewünschten Maß entsprechende Zahl eingestellt
wird.
Der Ballen, von dem die zu messende Ware abzuziehen ist, wird in der oben beschriebenen
Weise zwischen den Wangen 285 eingespannt, worauf der Griffhebel 132 in die das
Niederklappen des Rahmens bezweckende Stellung (in Fig. 3 und 5 nach rechts) gedreht
und somit die Klauenkupplung 120, 121 eingerückt wird. Die Bewegung der letzteren
wird durch die Räder 125, 127, 237, 240, 241,247,248 auf die Wareneinspannzange
übertragen, deren Backen 29, 30 geöffnet und aus dem Trommelumfang herausgedreht werden,
wobei die Trommel 26 noch in Ruhe bleibt.
Die Keilnase 238 der mitgedrehten Hülse 236 (Fig. 5) zieht den Riegel 230 zurück und
gibt die Trommelwelle 34 bzw. die Trommel 26 frei. Sobald die Backen 29, 30 der Zange
ganz geöffnet sind, wie dies in Fig. 3 durch gestrichelte Linien angedeutet ist, stößt der
obere Backen 29 an einen Anschlag oder an den Rand des Trommelkörpers, so daß keine
weitere Drehung der Backen mehr eintreten kann. Da aber die durch die Klauenkupplung
120, 121 hervorgerufene Bewegung noch fort-
dauert, so ist die Trommel 26 gezwungen, j sich in der der Aufwickelbewegung entgegen- :
gesetzten Richtung , zu drehen. Bei dieser Drehung stößt der Verlängerungsansatz 301 ;
des Zangenunterbackens 30 an die schräg an- ! steigende Leitschiene 300 (Fig. 3), so daß
die Zange 29, 30 mit der Klappe 28 gezwungen ist, sich aus dem Trommelumfang heraus- ■
zudrehen, und die Zange schließlich bis über ; die Schnittstelle (bei 198) oberhalb des Un- !
termessers 194' (Fig. 5) gelangt.
Beim Einrücken der Klauenkupplung 120, 121 wird gleichzeitig der Nasenhebel 148, 150
verstellt und dessen obere Nase 147 in den Anfangsteil α der Nut im Zylinder 145 eingedrückt.
Nach vollständigem Aufwärtsgang der Klappe 28 tritt die Nase 147 in den ;
Mittelteil c der Nut, wobei durch den geschweiften Teil b derselben eine Verstellung
des Nasenhebels eintritt, die ein Wiederausrücken der Klauenkupplung 120,121 zur Folge
hat.. Wegen der nach einem Kreisbogen gekrümmten Form des Nutmittelteiles c bleibt
nun die Einspannzange 29, 30 in geöffnetem Zustande eine Zeitlang in Ruhe oberhalb der
Schnittstelle (bei 198), d. h. es tritt eine für das Einlegen des Warenanfangsteiles notwendige
Pause ein.
Durch die Weiterbewegung der Nase 147 in den Nutendteil e wird die Zahnkupplung
122, 123 eingerückt, wodurch eine der früheren entgegengesetzt gerichtete Drehung bzw.
Bewegung der vorgenannten Getriebe eintritt, so daß die Zange 29, 30 sich schließt und
den Warenanfangsteil festhält.
Während des Schließens der Zangenbacken 29, 30 wird die Nase 147 durch die ansteigende
Fläche / des Nutzylinders 145 abwärts gedrückt, wodurch das Gleitstück 155 mittels
des Klinkenhebels 159 und des Hebels 161 die
Zahnkupplung 108, 109 der anderen Umsteuerungskupplung
einrückt. Hierdurch wird die Rohrwelle 101 und durch diese die Rahmenwelle
13 betätigt, so daß der Rahmen 14 samt den Walzen 11, 12 herabgedreht wird.
Während dieser Bewegung wird der Nasenhebel 148, 150 durch die Schrägfläche g
des Zylinderansatzes h in seine Normalstellung zurückgebracht, in welcher er durch die
Stützrolle 151 festgehalten wird.
Durch die ■ letzte Verschiebung des Nasenhebels wird gleichzeitig auch die Zahnkupplung
122, 123 wieder ausgerückt. Durch die nun betätigte Rohrwelle 101 wird mittels der
Schraubenräder 110, 111 die Schnecke 113 in
Drehung versetzt.
Von der durch diese Schnecke 113 unter Vermittlung des Schneckenrades 114 und der
Nutscheibe . 174 betätigten Schaltwerkswelle 50 aus werden die Vorrichtungen 91 und 94
zum Verschieben des Papierstreifens 306 und zum Abschneiden des vorgeschobenen Streifenstückes
in bekannter Weise betätigt, während die Daumenscheiben- und Schaltwerkseinrichtung 53 bis 58 das Kuppeln der vorein-
gestellten Schlitzräder mit den Typen- und Schaurädern herbeiführen.
Während des Abwärtsdrehens des Rahmens 14 werden auch die Scherenhebel 5 geschlossen,
so daß deren halbzylindrische Enden t, auf den Kegel p der Muffe 36 wirkend,
die Trommel 26 in zylindrische Form bringen und gleichzeitig die Trommelwelle 34
an ihrem freien Ende stützen.
Nach vollständigem Niederklappen des Rahmens bewirkt die von der Rohrwelle 101
aus gedrehte Nut- und Daumenscheibe 174 die Schwenkung der Haken 199, so daß diese
den Rahmen 14 in der Tieflage festhalten.
Im Endteil der beschriebenen Bewegung der Getriebe wirkt die Nutscheibe 174 mittels
ihrer auswärts gerichteten Schrägfläche / auf den Bolzen 130, so daß die Zahnkupplung 108,
109 wieder ausgerückt wird und alle vorher bewegten Teile wieder zum Stillstand gelangen.
Nunmehr kann die Messung vorgenommen werden. Durch Drehung der Bogenstückwelle
1J1J mittels eines auf das Ende 85 derselben
aufgesteckten Schlüssels wird die Hauptkupplung 69, 73 eingerückt, so daß die Trommel
26 in Umdrehung versetzt wird und die Ware durch die Walzen gezogen wird. Für den Fall des Abziehens eines Warenstückes
von vorherbestimmter Länge erfolgt das Hemmen des Zählwerkes durch Vorschnellen der Nasenstange 24, wodurch das Bogenstück
81 vom Stift 84 abfällt und somit die Kupplung 69, 73 wieder ausgerückt wird.
Nach beendeter Messung wird der Griffhebel 132 in die dem Rahmenaufwärtsgang
entsprechende Stellung (in Fig. 3 und 5 nach links) gedreht, wodurch die Klauenkupplung
104, 105 eingerückt wird. Bevor jedoch die Rahmenaufwärtsbewegung erfolgt, wird mittels
der Teile 110, in, 112, 179, 180, 189, 190,
192 und 193 das Schneidwerk, falls dieses eingeschaltet
ist, derart betätigt, daß es zufolge der gewählten Übersetzung eine einmalige Schnittbewegung ausführt und die aufgewickelte
gemessene Ware von der noch auf dem Ballen befindlichen Ware lostrennt. Erst nachdem das Schneiden bzw. die hierfür notwendige
Zeit vorüber ist, wird die Rahmenwelle 13 mit dem zufolge Rückdrehung der
Haken 199 freigewordenen Rahmen 14 betätigt und letzterer gehoben. Der auf der
Schaltwerkswelle 50 vorgesehene Daumen 207 bewirkt die Verschiebung der Zahnräder 213
und 214 gegen die Trommel 26 hin und das
Einrücken der Zahnkupplung 219, 220, worauf durch den Mitnehmer 225 des Zahnrades
213, der auf den Mitnehmer 228 wirkt, die Trommel 26 bis in ihre Anfangsstellung zurückgedreht
und durch den Riegel 230 gehemmt wird. Gleichzeitig wird durch das Zahnrad 215 der Numerateur 224 (Fig. 1)
ein einziges Mal betätigt. Hierauf wird die Zahnkupplung 219, 220 durch die Feder 209
wieder ausgerückt.
Bei dem Aufgang des Rahmens wird das früher vorgeschobene und abgeschnittene Papierstück
an die Typenräder 22 angedrückt und sodann als Kontrollcoupon ausgegeben;
auch wird hierbei das Zählwerk in die Nullstellung gebracht, um eine neuerliche Messung
zu ermöglichen.
Nach Hemmung der Trommelwelle 34 mittels des Riegels 230 tritt die auf der Rohrwelle
101 angebrachte Schraubenmuffe 168 mit ihrer Mitnehmernase 169 in den Bereich
des Anschlages 167, wodurch das Zahnrad 165 mitgenommen und durch die Übertragungsteile
164, 163, 125, 127, 237, 240, 241, 247 und
248 die Wareneinspannzange 29, 30 so weit geöffnet wird, daß der Anfangsteil des aufgewickelten und bereits abgeschnittenen Warenstückes
freigegeben wird. Da aber beim Aufklappen des Rahmens 14 sich die Scherenhebel
j vom Kegel p abheben, so wird die Trommel in annähernd konische Form gebracht,
so daß das aufgewickelte Warehstück von der Trommel abgezogen werden kann.
Die gegen Ende der Bewegung der Nutscheibe 174 zur Wirkung gelangende, einwärts gerichtete Schrägfläche i bewirkt schließlich das Ausrücken der Klauenkupplung 104, 105, so daß nunmehr alle Teile in ihre Anfangsstellung gelangt sind und zum Stillstand kommen.
Die gegen Ende der Bewegung der Nutscheibe 174 zur Wirkung gelangende, einwärts gerichtete Schrägfläche i bewirkt schließlich das Ausrücken der Klauenkupplung 104, 105, so daß nunmehr alle Teile in ihre Anfangsstellung gelangt sind und zum Stillstand kommen.
Für den Fall, daß die gesamte Länge eines Stoffstückes ermittelt werden soll, entfällt die
Einstellung der Zahnbögen 47, hingegen wird der Handhebel 86, 87 derart verstellt, daß der
Arm 88 vor den Stift 89 zu stehen kommt, wodurch die Kupplung der Schlitzräder 38
mit den Schaurädern 22 verhindert wird und letztere Räder in ihrer Gesamtheit nur als
Zählwerk wirken. Die übrigen Funktionen vollziehen sich in gleicher Weise, wie vorstehend
für das Messen vorbestimmter Warenlängen beschrieben worden ist.
Claims (20)
- Patent-Ansprüche:i. Maschine zum Abmessen, Aufwickeln und Abschneiden von Schnittwaren sowie zur Ausgabe von Kontrollcoupons, bei welcher die Stoffbahn zwischen Walzen hindurchgezogen wird, von welchen eine oder mehrere in festen Lagern drehbar sind, während die anderen Walzen in einem auf- und niederklappbaren Rahmen gelagert sind, wobei eine der fest gelagerten Walzen als Meßwalze dient und zu diesem Zwecke mit einem Zählwerk verbunden ist und die zu messende Ware auf eine mit einer Einspannzange für die Stoffbahn versehene Trommel aufgewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß alle für das Messen und Abschneiden, für das Verzeichnen der gemessenen Warenlängen und die Rückstellung der Maschinenteile in die Anfangsstellung notwendigen, zusammenwirken- den Bewegungen von einer Stelle aus durch eine Kraftquelle herbeigeführt werden und von Hand aus lediglich die Anschaltung dieser Maschinenteile an die Kraftquelle vorzunehmen ist, zu welchem Zwecke zwei Umsteuerungskupplungen mit von der Kraftquelle dauernd angetriebenen Teilen angeordnet sind, welche Kupplungen von Hand aus, vorteilhaft mittels eines gemeinschaftlichen Handhebeis, für die Bewegungsübertragung nach einer bestimmten Richtung einschaltbar sind und im Verein mit selbsttätig wirkenden Kupplungsumstellvorrichtungen alle notwendigen Funktionen und Bewegungen herbeiführen.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine selbsttätig wirkende Umstellvorrichtung für dieUmsteuerungskupplung (120 bis 123), bestehend aus einem vom Motor dauernd bewegten Kurvennutzylinder (145) und einem mit dem Einrücker (131) der Kupplung (120 bis 123) verbundenen Umstellhebel (148 bis 150), der beimEinrücken dieser Kupplung von Hand aus mit der Kurvennut des Zylinders in Eingriff gebracht und bei der Bewegung dieses Zylinders zufolge der Kurveunutform derart stufenweise verstellt wird, daß hierdurch die Kupplung nach einer bestimmten Zeit wieder ausgerückt und sodann nach einer genügend langen Pause für die Bewegungsübertragung nach entgegengesetzter Richtung eingerückt wird, wobei mittels Schrägflächen des Kurvennutzylinders der Umstellhebel aus der Kurvennut ausgerückt, in seine Normalstellung zurückgebracht und in derselben gehalten wird.
- 3. Kupplungsumstellvorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Gleitstück (155), welches bei Betätigung des Einrückers (131) der Kupplung (120 bis 123) mit dem Umstellhebel (148, 150) in die eine Endstellung gebracht wird, umdas Auslösen dieses Umstellhebels zu bewirken, und in dieser Endstellung so lange bleibt, bis es durch den von einer Schrägfläche des Kurvennutzylinders (145) bewegten Umstellhebel wieder in die Normalstellung zurückgebracht wird, wobei durch einseitig wirkende Ubertragungsorgane (159, 161) das selbsttätige Einrücken der anderen Umsteuerungskupplung (104, 105 und 108, 109) bewirkt wird.
- 4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine selbsttätig wirkende Umstellvorrichtung für die vom Gleitstück (155) aus beeinflußbare Umsteuerungskupplung (104, 105 und 108, 109), bestehend aus einer unter Vermittlung beider Umsteuerungskupplungen in wechselnde Drehung versetzten Kurvennutscheibe (174) mit an den Enden der Nut (173) vorgesehenen Schrägflächen (i und j), von denen die eine im Endteil der Scheibendrehung nach der einen Richtung, die andere Schrägfläche im Endteil der Drehung nach der anderen Richtung auf den Einrücker (130) der genannten Umsteuerungskupplung wirkt und diese ausrückt.
- 5. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen in seiner Mittelstellung federnd gehaltenen Handhebel (132), der bei Schwenkung nach der einen Richtung die Teile (120, 121) der Umsteuerungskupplung (120 bis 123), bei derSchwenkung nach der anderen Richtung die Teile (104, 105) der zweiten vom Gleitstück (155) beeinflußbaren Umsteuerüngskupplung einrückt, wobei die erstgenannte Umsteuerungskupplung ihre Bewegung auf die Trommel (26), die Wareneinspannzange (29, 30) derselben und auf die zweite Umsteuerungskupplung überträgt, während diese letztere ihre Bewegung auf den die Walzen (11, 12) tragenden Rahmen (14), auf ein zum Lostrennen eines Warenstückes dienendes Schneidwerk, auf das die Hemmung des Zählwerkes und die Rückführung desselben in die Nullstellung bewirkende Organ (Nasenstange 24) und auf die Vorrichtungen zum Verschieben, Abschneiden, Bedrucken und Ausgeben von Kontrollcoupons überträgt.
- 6. Maschine nach Anspruch 1 mit einer Vorrichtung, welche die Warenaufwickeltrommel (26) nach erfolgter Messung in eine bestimmte Ruhestellung bringt und in dieser sperrt, gekennzeichnet durch ein auf der Trömmelwelle lose sitzendes, für gewohnlich in Ruhe befindliches Triebrad(213) mit einem Mitnehmer (225) und einem Anschlag (226), welches Triebrad vorteilhaft durch einen von einer Welle (50) betätigten Daumen (207) von entsprechender Umf an gelänge in der Längenrichtung der Trommelwelle verschoben und sodann durch Einrücken einer Hilfskupplung (219, 220) gedreht wird, wobei der Mitnehmer (225) des Triebrades (213) auf eine Nase (228) der Trommelwelle (34) stößt und diese sowie die Trommel in die gewünschte Ruhestellung bringt, bei welcher, ein durch den Anschlag (226) ausgelöster federnder • Schnappriegel (230) die Trommelwelle feststellt.
- 7. Maschine nach Anspruch ι mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen Öffnen und Schließen der aus zwei drehbaren Backen (29,30) bestehenden Wareneinspannzange der Aufwickeltrommel, gekennzeichnet durch ein auf der Trommelwelle lose sitzendes Triebrad, welches von der den Kurvennutzylinder (145) treibenden Umsteuerungskupplung Bewegung erhält, wobei mittels Übertragungsorgane und einer durch diese betätigten, zwischen den'Zangenbacken (29, 30) angeordneten Spreizvorrichtung das Öffnen oder Schließen der Einspannzange bewirkt wird.
- 8. Maschine nach Anspruch 1 und 7 mit einer Vorrichtung zum Bereitstellen der geöffneten Wareneinspannzange (29, 30) oberhalb des Untermessers (194') des Schneidwerkes, gekennzeichnet durch eine am Maschinenständer vorgesehene Leitschiene (300), auf welche der eine Zangenbacken (30) bei der der Aufwickelbewegung entgegengesetzt gerichteten Drehung der Trommel auftrifft, so daß die an einer herausdrehbaren Klappe (28) der Trommel sitzende Zange (29, 30) gezwungen ist, längs der Leitschiene bis zur Schnittstelle oberhalb des Untermessers (194') hinauf zugleiten, wobei dieser Teil der Drehung der Trommel sowie, die Auslösung der gesperrten Trommel zwecks Ermöglichung dieser Drehung ,vorteilhaft durch das das öffnen und Schließen der Zangenbacken bewirkende Triebrad vermittelt wird.
- 9. Maschine nach Anspruch 1 und 7 mit einer Spreizvorrichtung zum Schließen und Öffnen der Zange (29,30), gekennzeichnet durch gekrümmte Spreizhebel (252), welche- einerseits an den zugehörigen Zangenbacken, andererseits an einer Scheibe (251) exzentrisch ängelenkt sind, die auf einer zwischen den Backen angeordneten und mit ihr um die Dreh-welle (246) der Backen schwenkbaren Welle (249) festsitzt, deren Bewegung von jener der Backendrehwelle (246) abgeleitet wird.
- 10. Spreizvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder beide zwecks Erzielung eines sicheren Zangenschlusses vorteilhaft über einen Bogen von mehr als i8o° sich erstreckende Spreizhebel (252) mit den zugehörigen Backen nachgiebig verbunden sind, um der Verschiedenheit der Warendicke Rechnung zu tragen.
- 11. Maschine nach Anspruch 1 und 7, gekennzeichnet durch eine in dem einen Zangenbacken verschiebbar angeordnete Stange (256), welche bei der Schließbewegung der Backen (29, 30) nach der einen Richtung, bei der Öffnungsbewegung nach entgegengesetzter Richtung verschoben wird, wodurch Nadelspitzen durch die zwischen den Backen eingespannte Ware gestochen bzw. aus derselben herausgezogen werden.
- 12. Maschine nach Anspruch 1 mit einer Vorrichtung, welche beim Schließen und öffnen des die aushebbaren Warenleitwalzen (11,12) tragenden Rahmens (14) die Aufwickeltrommel in zylindrische bzw. konische Form bringt, gekennzeichnet durch zwei scherenartig verbundene Hebel (s), deren freie Enden zu halbzylindrischen Schalen (t) ausgebildet und deren andere Enden in Führungen (u) des festen Ständers beweglich sind, während der Drehbolzen (w) der Scherenhebel (s) vom Rahmen (14) aus derart parallel verstellbar ist, daß bei der Schließbewegung des Rahmens die Schalen (t) der Hebel auf einen längs der' Trommelwelle verschiebbaren Kegel (p) wirken und denselben entgegen einer Federwirkung verschieben, wodurch die vorher konische Trommel in zylindrische Form gebracht und gleichzeitig das freie Trommelwellenende durch die Schalen (t) gestützt wird.
- 13. Maschine nach Anspruch 1 mit einem zum Lostrennen eines aufgewickelten Warenstückes dienenden Schneidwerk, dadurch gekennzeichnet, daß das auf dem Rahmen (14) angebrachte Schneidmesser (194) von einer am Rahmen gelagerteo Welle (192) betätigt wird und das die letztere bewegende, von einer der Umsteuerungskupplungen aus lediglich vor dem Rahmenaufwärtsgang betätigte Triebrad (190) von Hand ausschaltbar und gleichzeitig am Rahmen feststellbar ist.
- 14. Maschine nach Anspruch 1 mit einem für das Abwickeln und Abschneiden von Warenstücken vorbestimmter Länge voreinstellbaren Zählwerk, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der zur Voreinstellung dienenden Schlitzräder (38) anschließend an den durchgehenden Schlitz (37) Je eme seichte Vertiefung (259) besitzt, welche dem das Hemmen des Zählwerkes und das Abschalten der Aufwickeltrommel bewirkenden Organ (Nasenstange 24) im letzten Teil der Meßbewegung vor Abschaltung der Trommel eine vorläufige Verschiebung gestattet, wobei eine hierdurch ausgelöste, zum Abschalten der Aufwickeltrommel dienende Vorrichtung (81) in einer Mittelstellung gehemmt wird, bei welcher wohl noch keine Abschaltung der Trommel erfolgt, jedoch die Kraftquelle für einen langsamen Gang eingestellt wird, so daß bei der nachfolgenden Abschaltung der Trommel deren Wucht unschädlich gemacht ist.
- 15. Maschine nach Anspruch 1 und 14 mit einer Vorrichtung zur Verlangsamung der Meßbewegüng vor Abschaltung der Aufwickeltrommel, gekennzeichnet durch auf den Schlitzrädern (38) der höheren Zählrädergruppen beweglich angebrachte Deckteile (265, 266) für die seichte Schlitzradvertiefung (259), zum Zwecke, eine vorzeitige Verschiebung des g0 das Abschalten der Trommel bewirkenden Organs (Nasenstange 24) zu verhindern.
- 16. Maschine nach Anspruch 1 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß das auf einen seitlichen Stift (84) der Nasenstange (24) des Zählwerkes sich stützende Trommelabschaltorgan (81) mit einem zusätzlichen Ansatz (Zahn 260) versehen ist, der bei der vorläufigen Verschiebung der Nasenstange zwecks Verlangsamung der Meß- iOo bewegung auf den Stift (84) fällt und durch diesen gehemmt wird, so daß das Abschaltorgan (81)' erst nach einer neuerlichen, am Ende der Messung erfolgenden Verschiebung der Nasenstange gänzlich 1Og abfallen und die Trommel abschalten kann.
- 17. Maschine nach Anspruch 1 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Elektromotors zum Antrieb n0 der Maschine das Trommelabschaltorgan (84) einen Umschalter (261) betätigt, der die Verlangsamung des Motorganges durch Einschaltung von regelbarem Widerstand herbeiführt.
- 18. Maschine nach Anspruch 1 mit einer Vorrichtung zur Erleichterung der Anbringung des Warenballens oder -wickeis, gekennzeichnet durch zwei mit Einspannteilen (286) für das WickelbrettI9 —des Ballens versehene Wangen (285), welche an Schlitten (283) schwenkbar befestigt sind, die für gewöhnlich gehemmt werden und durch ein Zugorgan (289) derart miteinander verbunden sind, daß sie nach ihrer Auslösung durch Bewegen desselben gleichzeitig gegen- oder auseinanderbewegt werden, wobei die Bewegung des Zugorgans nach der einen Richtung durch einen von der Kraftquelle betätigten, einschaltbaren Trieb (294), nach der anderen Richtung durch ein bei der vorgenannten Bewegung gehobenes Gewicht (292) o. dgl. bewirkt wird.
- 19. Maschine nach Anspruch ι und 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitten (283) der Wareiiballeneinspannvorrichtung durch eine in Zahnstücke (311) der Schlitten (283) eingreifende, parallel bewegliche und unter Federwirkung stehende Zahnstange (310) gehemmt werden, welche durch einen gleichzeitig die Einschaltung des Motortriebes (294) bewirkenden Tritthebel (299) aus den Zahnstücken ausgehoben werden kann, um das Einwärtsbewegen der Einspannwangen zu ermöglichen, während die Auslösung der Zahnstange zwecks Auswärtsbewegung der Schlitten durch einen Handhebel (312) bewirkt wird, der nur die Zahnstange betätigt, ohne die Kraftquelle einzuschalten.
- 20. Bei einer Maschine nach Anspruch 1 eine Wickeleinlage für den Warenballen, gekennzeichnet durch einen oder zwei um Scharniere schwenkbare Seitenteile, welche an einem Ende bzw. an einem ihrer Enden einwärts zu stellen sind, um die Wickeleinlage in sich verjüngende Form zu bringen, so daß sie in einen bereits gewickelten, von der Aufwickeltrommel abzuziehenden hohlen Warenballen leicht eingeschoben werden kann, worauf durch Auswärtsschwenken des Seitenteiles bzw. der Seitenteile der Einlage der Warenballen in flache Form gebracht werden kann.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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|---|---|
| DE (1) | DE218951C (de) |
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0
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