DE218945C - - Google Patents

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DE218945C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D43/00Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same
    • A43D43/02Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same for making stitch lips by cutting

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 218945 KLASSE 71 c. GRUPPE
(V. St. A.).
Sohlenrißmaschine.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. April 1909 ab.
Die von den bekannten Sohlenrißmaschinen bearbeiteten Sohlen weisen an der ungerißten Sohlenfläche eine scharfe Kante auf. Diese scharfe Kante schneidet in das Futter und 5 Oberleder des in Gebrauch genommenen Schuhes ein. Die Sohle krümmt sich bekanntlich nach längerem Gebrauch des Schuhes, so daß diese Kante mit dem Fuß zusammentrifft und dem Träger Unbequemlichkeiten bereitet. Man
ίο mußte daher bisher zwecks Beseitigens dieser Übelstände die Kante der ungerißten Sohlenfläche auf einer besonderen Maschine abschrägen. Dieser Zeitverlust und die Mehrkosten einer besonderen Maschine sollen gemäß der Erfindung vermieden werden.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Maschine außer den üblichen zur Herstellung der Nählippe dienenden Schneidvorrichtungen noch mit einer weiteren Schneidvorrichtung versehen ist, welche die Kante der ungerißten Sohlenfläche abschrägt. Hierdurch entfällt die Notwendigkeit, die Kante der ungerißten Sohlenfläche in einem besonderen Arbeitsgange abzuschrägen, ohne daß hierdurch die Bauart der Sohlenrißmaschine wesentliche Änderungen erfährt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Kantenführung der Maschine und das Abkantmesser gleichzeitig ein- und auswärts bewegbar angeordnet sind, so daß die Kantenführung und das Abkantmesser ungeachtet der Breite des Außenrisses stets im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Damit aber die Sohle bei Veränderung der Breite des Außenrisses stets in der erforderlichen Weise gestützt wird, ist auch der Werkstückträger derart bewegbar, daß er gleichzeitig mit dem Abkantmesser und der Kantenführung ein- und auswärts bewegt wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar ist
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine,
Fig. 2 eine von links gesehene Ansicht des Maschinenkopfes,
Fig. 3 eine Vorderansicht der in Fig. 2 dargestellten Teile,
Fig. 4 ein Grundriß,
Fig. 5 ein Querschnitt nach der Linie v-v der Fig. i,
Fig. 6 eine Einzelansicht- des Werkstückträgers mit den benachbarten Teilen,
Fig. 7. ein Querschnitt nach der Linie w-w der Fig. 8,
Fig. 8 ein Längsschnitt nach der Linie x-x der Fig. 7,
Fig. 9 eine ' Einzelansicht in vergrößertem Maßstabe, die wirksamen Maschinenteile in ihrer Arbeitslage darstellend,
Fig. 10 ein Querschnitt nach der Linie y-y der Fig. 7.
Das Maschinengestell 2 ist an einem Ständer 4 angebracht, an dessen unterem Ende ein zweites Gestell 5 vorgesehen ist, welches Lagerungen der Antriebswelle 6 trägt. Auf der Welle 6 sitzt eine feste und lose Riemenscheibe 8 und 10 und eine Reibungskupplung 12, 14. An einem Hebel, der um den im Gestell 5 gelagerten Zapfen 20 drehbar ist, ist ein Joch 18 angebracht, welches die Nabe 16 der Reibscheibe 14 umfaßt.
Der das Joch 18 tragende Hebelarm ist mit einem nach vorwärts gerichteten Hebel 22 verbunden, dessen äußeres Ende zu einem Trethebel 23 ausgebildet ist. Eine an den Ständer 4 angehängte Feder 24 hält den Trethebel 23 für gewöhnlich in gehobener Lage, wobei die Reibungskupplung 12, 14 ausgerückt ist. Der als Schnurscheibe ausgebildete Kupplungsteil 14 dreht mittels Schnurtriebes 26 die auf der Hauptwelle 30 sitzende Schnurscheibe 28.
Die Antriebswelle 6 wird ununterbrochen
gedreht, solange der mit der Kraftquelle in Verbindung stehende Riemen auf die feste Riemenscheibe 8 aufgebracht ist. Bei normaler Stellung des Hebels 22 ist jedoch die Hauptwelle 30 im Ruhezustande. Nach dem durch Herabdrücken des Trethebels 23 erfolgten Einrücken der Reibungskupplung 12, 14 wird die Hauptwelle 30 in Drehung versetzt. Diese Drehung der Hauptwelle 30 wird durch Freigeben des Trethebels 23 wieder unterbrochen. An der linken Seite des Maschinengestells 2 ist ein Führungsweg 32 angebracht (Fig. 8), welcher einen Träger 34 des Rißmessers und des Schlitzmessers aufnimmt. Der Träger 34 besteht aus einer rechteckig gestalteten hohlen Stange, welche den Rißmesserschieber 36 und den Schlitzmesserschieber 38 aufnimmt. Die Schieber 36, 38 sind innerhalb des Trägers 34 auf und ab bewegbar und werden von Schrauben 40, 42 getragen, welche durch einen zwischen Rippen 46 des Trägers 34 angebrachten Schlitz 44 hindurchgeführt sind. An den Schrauben 40, 42 sind Stellmuttern 48, 50 angebracht, welche auf den Oberflächen der Rippen 46 aufliegen und die Abwärtsbewegung der Schieber 36, 38 in verstellbarer Weise begrenzen. Zwecks bequemer Einstellung der Muttern 48, 50 ist an dem Träger 34 eine Aussparung 43 (Fig. 8) angebracht. Die Schieber 36, 38 können jedoch unter dem Einflüsse der Federn 52, 54 nachgiebige, nach aufwärts gerichtete Bewegungen ausführen. Die unteren Enden der Federn 52, 54 liegen auf den Köpfen' der Schrauben 40,42 auf, während sich die oberen Enden derselben gegen die' Köpfe ähnlich ausgebildeter ' Schrauben 56, 58 stützen. Die Schrauben 56, 58 sind durch den oberen Teil des Trägers 34 hindurchgeführt und können durch Muttern 6o, 62 verstellt' werden. Die beschriebene Einrichtung hat den Vorteil, daß alle Stellmuttern bequem zugänglich sind. Eine Deckplatte 64 hält die Schieber 36, 38 innerhalb des Trägers 34 (Fig. 7).
Der Rißmesserträger 68 ist an einer nach vorwärts gerichteten, an dem Rißmesserschieber 36 angebrachten Konsole 66 befestigt. An dem Träger 68 ist das Rißmesser 70 und der Rißstoffdrücker 72 angebracht. Der Schlitzmessera schieber 38 besitzt ebenfalls einen nach vorwärts gerichteten Fortsatz, welcher eine Konsole 74 (Fig. 2) bildet, die das Schlitzmesser 76 und den Kantenstoff drücker 78 trägt. Eine durch einen Querschlitz 82 der Konsole 66 hindurchgeführte Kopfschräube 80 sichert die Lage des Rißmesserträgers 68. Diese Verbindung ermöglicht Einstellungen des Rißmessers 70 in seiner Querrichtung mit Bezug auf das Schlitzmesser 76, entsprechend der wechselnden Gestalt der zu bearbeitenden Sohlenspitzen. An dem Träger 68 ist ein Führungsweg 84 (Fig. 3) ausgebildet, welcher den Halter 88 des Rißmesserblockes aufnimmt. Eine durch Schlitze der Konsole 86 und des Halters 88 hindurchgeführte Kopfschraube 90 hält die Konsole 86 und den Halter 88 in der Führung 84. Der Halter 88 ist drehbar an einer Schraube 92 angeordnet, welche durch die Konsole 86 des Halters 88 hindurchgeführt ist. . An dem Halter 88 ist ein Führungsweg 94 ausgebildet, in den der Block 96 des Rißmessers eintritt. Ein Verschlußstück 97 und eine Kopfschraube 98 sichern die Lage des Blockes 96. In der Führung 94 befindet sich ein Stift 100, welcher mit einem an dem Rißmesserblock 96 ausgebildeten Fortsatz zusammentrifft und die äußerste Stellung des Messerblockes dem Messerblockträger gegenüber begrenzt. Der Rißmesserblock 96 besitzt eine zur Aufnahme des Rißmessers 70 dienende Nut. In der vorliegenden. Ausführungsform hat diese Nut die Form eines Kreisbogens, dessen Mittelpunkt mit der Schraube 92 zusammenfällt. Das rückwärtige Ende des Rißmessers 70 trifft mit einer einen Anschlag bildenden Stellschraube 102 zusammen und das Rißmesser wird von einer dasselbe überlappenden Kopfschraube 104 (Fig. 8).in seiner Lage gehalten. Der Rißstorfdrücker 72 ist in einer an dem rückwärtigen Ende des Schlitzmesserträgers angebrachten Führung untergebracht und wird von einer Deckplatte 71 und einer Schraube 73 in seiner Lage gehalten. Der Rißstoffdrücker 72 kann mittels einer Schraube 106 innerhalb seiner Führung senkrecht verstellt werden.
An dem Ende der Schlitzmesserkonsole 74 ist eine kurvenförmige Führung 108 angebracht, in der der Schlitzmesserblock 110 angeordnet ist (Fig. 2). Eine Kopfschraube 112 (Fig. 7) hält das Schlitzmesser innerhalb einer entsprechend gestalteten Nut des Blockes 110. Der Block 110 wird von einer durch den Schlitz in des Blockes 110 und durch einen hufeisenförmigen Unterlagsring 116 hindurchgeführten Schraube 114 in seiner Lage gehalten. Die Konsole 74 (Fig. 2) besitzt auch eine senkrechte Führung, welche den in unmittelbarer Nähe des Schlitzmessers 76 befindlichen Kantenstoffdrücker 78 aufnimmt. Eine Schraube 118 (Fig. 2) hält den senkrecht verstellbaren Kantenstoffdrücker 78 in seiner Lage.
Die Verbindung 80,82 des Schlitzmessers
und des Rißmessers ermöglicht Verstellungen des Rißmessers in seiner Querrichtung, dem Schlitzmesser gegenüber, entsprechend verschiedenartig gestalteter Sohlenspitzen. Das Rißmesser kann aber auch um die Schraube 92 als Mittelpunkt herumgeschwungen werden, und zweckmäßig ist der ,Schlitz des Halters des Rißmesserblockes kurvenförmig gestaltet, damit die Winkelstellung des Rißmessers gegen die Oberfläche der Sohle verändert werden kann, wobei die Neigung des Risses eine Änderung erfährt. Wenn das Rißmesser seine äußerste rechte Winkelstellung gegen die Sohlenfläche (Fig. 2) einnimmt, so wird ein ziemlich steiler Riß hergestellt. Nimmt das Rißmesser seine äußerste, linke Winkelstellung ein, so wird ein ganz flacher Riß gebildet. Damit aber das Verhältnis des zwischen den beiden Rißlippen verbleibenden Materials bei Veränderung der Winkelstellung des Rißmessers ein konstantes bleibt, muß das letztere dem feststehenden Schlitzmesser gegenüber auch in wagerechter Richtung verstellt werden. Die letztere Einstellung wird durch eine Verschiebung der Konsole 86 in ihrer Führung 84 (Fig. 3) hervorgebracht. Der Mittelpunkt der bogenförmigen Führung 108 des Schlitzmesserblockes 110 fällt mit der Schneidkante des Schlitzmessers zusammen, so daß das letztere durch Verstellung der Führung 108 entsprechend der Dicke der Lippe eingestellt werden kann, ohne die Breite des Außenrisses zu beeinflussen. Sowohl der Rißmesserblock 96 als auch der Schlitzmesserblock 110 können, wenn die Schrauben 98, 114 gelockert sind, zwecks Schärfens der Messer von ihren Haltern abgenommen werden, ohne die Einstellung der Messer in ihren Blöcken zu beeinträchtigen. Die ursprüngliche Stellung des Rißmessers wird wieder hergestellt, indem man den Block 96 in seine Führung 94 einführt, bis die Schulter desselben mit dem Anschlagstift 100 zusammentrifft. Mit Rücksicht auf die kurvenförmige Ausbildung der Führung 108 nimmt das wieder eingesetzte Schlitzmesser stets seine ursprüngliche Stellung ein.
Die zu bearbeitende Sohle lagert auf einem Werktisch 120 (Fig. 1 und 8), der an dem oberen Ende eines senkrecht verstellbaren, bei 124 gelagerten Ständers 122 angebracht ist.
Durch Herabdrücken des Trethebels 126 (Fig. 1 und 5) wird der Werktisch 120 gesenkt, um das Einführen oder Abnehmen der Sohle zu ermöglichen. Eine mit der Trethebelstange 130 verbundene Feder 128 (Fig. 2) hält den Werktisch für gewöhnlich in gehobener Stellung.
Damit das Werkstück während des Vorschubes nicht durch die bisher gebräuchlichen Vorschubzähne beschädigt wird, bewirkt gemäß der Erfindung der Rißstoff drücker 72 und der Kantenstoffdrücker 78 den schrittweisen Vorschub der Sohle. Der Träger 34, an dem die Stoffdrücker 72, 78 angebracht sind, kann um konische Lagerzapfen 132 (Fig. 8) in der Querrichtung des Werktisches 120 über den letzteren hinweg geschwungen werden. Die Schwingungen des Trägers 34 werden von der Hauptwelle 30 aus bewirkt. Auf der Welle 30 sitzt eine Kurvenscheibe 136 (Fig. 3), in deren Kurvennut 134 eine Rolle 137 eintritt. Die Rolle 137 ist an einer Kurbel 138 angebracht, die um den in der festen Konsole 142 gelagerten Zapfen 140 schwingbar ist. Die Kurbel 138 ist durch ein Querstück 143 mit einer zweiten Kurbel 144 verbunden. Die Verbindung zwischen der Kurbel 144 und dem Träger 34 wird durch ein Lenkstück 148 hergestellt (Fig. 3 und 7).
Die Maschine besitzt auch eine Vorrichtung 144, 148, 150, 152, welche es ermöglicht, den Geschwindigkeitsgrad der Vorschubbewegung nach Belieben zu regeln. Das Werkstück wird während der Rückbewegung der den Vorschub bewirkenden Stoffdrücker 72,78 von Bewegungen abgehalten, und zwar ist zu diesem Zwecke folgende Einrichtung getroffen. An einem in Führungen 186 des Maschinengestells 2 auf und ab bewegbaren Schieber 184 (Fig. 3 und 4) sind Lagerungen 188 angebracht, in denen eine Stange 190 (Fig. 3) angeordnet ist. Auf das obere Ende der Stange 190 sind Muttern 196 aufgeschraubt, die eine Schraubenfeder 194 stützen. Das untere Ende der Stange 190 ist zu einem auf das Werkstück einwirkenden Drückerfuß '198 ausgebildet. Der Schieber 184 wird auf und ab bewegt, damit der Drückerfuß 198 gegen das Werkstück und von dem letzteren hinweg bewegt wird. Diese Bewegung des Drückerfußes 198 wird durch eine exzentrische Verbindung desselben mit der Hauptwelle 30 hervorgebracht. An einem in dem wagerechten Schlitz 204 des Schiebers 184 bewegbaren Kurbelzapfen 202 ist ein Friktionsblock 200 angebracht. Die Spannung der Feder 194 kann durch Drehung der Muttern 192 verändert werden, während die Bewegungsbahn des Drückerfußes 198 durch Verstellung der Mutter 192 eine Änderung erfährt. Die Kurvennut 134 und der Kurbelzapfen 202 sind derart angeordnet, daß der das Werkstück zurückhaltende Drückerfuß 198 während der Vorwärtsbewegung des Trägers 34 angehoben und während der Rückwärtbewegung des letzteren herabbewegt und fest auf das Werkstück aufgedrückt wird. An dem Drückerfuß 198 ist ein spitziger Teil 206 ausgebildet, welcher zwisehen den Stoffdrückern 72, 78 und dem Innen- und Kantenriß auf der Sohle aufliegt. Zweckmäßig ist der Drückerfuß 198 verstellbar an dem Ende der Stange 190 angeordnet, so daß er in der . Querrichtung der Maschine gegen die Messer oder hinweg von denselben verstellt werden kann. Eine Schraube 208
sichert den eingestellten Drückerfuß 198 in seiner Lage.
Aus dem Vorstehenden ist die Art und Weise, in der das Rissen der Sohle stattfindet, erklärlieh. Während der Vorwärtsbewegung des Trägers 34 wird der Drückerfuß 198 angehoben, und die Sohle wird von den Stoffdrückern 72, 78 vorgeschoben. Während der Rückbewegung des Trägers 34 hält der inzwischen herabbewegte Drückerfuß 198 die Sohle von Bewegungen ab. Gleichzeitig mit der Rückbewegung des Trägers 34 werden die Messer 70, 76 und die Stoffdrücker 72, 78 mit Bezug auf die zu dieser Zeit ortsfest verbleibende Sohle zurückbewegt. Während dieser Rückbewegung des Trägers 34 sind die Messer wirksam. Die Messer nehmen während des schrittweisen Vorschubes der Sohle, nämlich während der Vorwärtsbewegung des Trägers 34, ihre unwirksame Läge ein.
Die Maschine besitzt die übliche Kantenführung 210, welche an einem Schieber 212 angebracht ist. Die Kantenführung 210 wird während des Arbeitsganges der Maschine mittels eines Handhebels 214 (Fig. 6) ein- und auswärts oder quer zur Vorschubrichtung hin und her bewegt. Der Handhebel 214 ist an einem an dem Maschinengestell 2 drehbaren, in geeigneter Weise mit dem Schieber 212 verbundenen Hebel 216 angebracht. Die Schwing- oder Drehbewegungen der Sohle müssen während ihres Vorschubes vorgenommen werden, da sonst der Drückerfuß 198 eine Veränderung der Lage der Sohle unmöglich macht. Die Dreh- oder Schwingbewegungen der Sohle finden um das Rißmesser als Mittelpunkt statt, und es ist wünschenswert, daß die Kantenführung 210 so angeordnet ist, daß sie mit dem Messer bewegt wird, damit sie während der Drehbewegung der Sohle beständig mit derselben in Berührung bleibt. Zweckmäßig ist die Kantenführung 210 an einem Hilfsschieber 218 angebracht (Fig. 6, 7 und 8), der in einem Führungsweg 220 des ein- und auswärts bewegbaren Schiebers 212 angeordnet ist. An dem Schieber 218 ist ein Stift 222 angebracht, welcher lose in der Nabe eines in eine Aussparung des Trägers 34 eintretenden Stiftes 224 gelagert ist. Eine drartige Verbindung ermöglicht Ein- und Auswärtsbewegungen der Kantenführung 210 mit Bezug auf die Messer und den Stift 224 und leistet dennoch Gewähr, daß die Kantenführung 210 während der Schwingung des Trägers 34 gleichzeitig mit den Messern bewegt wird.
Gemäß der Erfindung besitzt die Maschine ein zum Abschrägen der Kante der ungerißt bleibenden Sohlenfläche dienendes Messer 228. Das Abkantmesser 228 wird von einer Schraube
Eo 232 in einer Nut des Messerblockes 230 festgehalten (Fig. 2, 6 und 8). Eine Schraube 234 hält den ein- und auswärts verstellbar an dem Hilfsschieber 218 angeordneten Block 230 in seiner Lage. Das Abkantmesser 228 bildet einen Winkel mit der Oberfläche des Werktisches und überragt den letzteren. Das Abkantmesser ist gerade von der Kantenführung 210 angeordnet, so daß die obere Seite der Schneidklinge des Messers eine Fortsetzung der wirksamen Fläche der Kantenführung bildet. Diese Anordnung des Abkantmessers hat eine regelmäßige Schneidwirkung zur Folge.
Damit die normale Breite des Außenrisses verändert werden kann, ist die Kantenführung 210 an einem unabhängigen Schieber 236 angeordnet, welcher in einer Führung des Hilfsschiebers 218 bewegbar ist und-von einer Sperrvorrichtung 238, 240 in seiner Lage gehalten wird. Wenn die Kantenführung 210 verstellt wird, so muß auch das Abkantmesser dementsprechend eingestellt werden, damit die Kante der Sohle stets in gleichmäßiger Weise abgeschrägt wird. Demnach ist es wünschenswert, den Werktisch 120 ein- und auswärts bewegbar anzuordnen, damit er eine den jeweiligen Einstellungen der Kantenführung entsprechende Lage einnehmen kann, und damit die Sohle ungeachtet der Lage des Abkantmessers stets in der erforderlichen Weise gestützt wird. Der Werktisch 120 ist an einem von dem Kolben 122 getragenen Führungsstück 242 (Fig. 8) angeordnet. Eine an der Rückseite des Kolbens 122 angebrachte Stange 244 (Fig. 6 und 7) bewegt sich in Führungen des Hilfsschieberes 218 und wird von einer Kopfschraube 246 in eingestellter Lage gehalten. Es ist nicht wünschenswert, daß der Werkstückträger während des Vorschubes des Werkstückes quer. zur Vorschubrichtung bewegt wird, und zweckmäßig ist an dem Werktisch eine Rippe 248 (Fig. 8) angebracht, welche in einen Quer- ■ schlitz der Stange 244 eintritt. Der Schieber 218 ermöglicht Ein- und Auswärtsbewegungen des Tisches 120 und verhindert Bewegungen desselben in seiner Querrichtung während des Vorschubes des Werkstückes.
Wenn die Sohlen ganz spitzige, sogenannte Rasierspitzensohlen sind, so ist es wünschenswert, das Rißmesser beim Erreichen des Winkels an der Sohlenspitze aus der Arbeitsstellung herauszuheben. Das Schlitzmesser soll jedoch die Sohlenkante bis zur äußersten Spitze der Sohle schlitzen. Zweckmäßig läßt man das Schlitzmesser an der Sohlenspitze ablaufen, dreht dann die Sohle und bringt die andere Seite der Sohlenkante wieder mit dem Schlitzmesser in wirksame Berührung. Sobald das Schlitzmesser die Stellung erreicht, in der es dem von dem Innenriß an der Sohlenspitze gebildeten Winkel gegenüberliegt, so wird das Rißmesser wieder herabbewegt, um den Innenriß zu vollenden. Zweckmäßig sind Vor-
kehrungen getroffen, welche es ermöglichen, eines der Messer 70, 76 aus seiner wirksamen Lage herauszuheben, daß jedoch das nicht , angehobene Messer seine Arbeitslage beibehält. An einer in der Querrichtung der Maschine im Gestell 2 gelagerten Schwingwelle 250 ist ein Hebel 252 befestigt (Fig. 1), dessen äußeres Ende mit einer Stange 254 verbunden ist. Das untere Ende der Stange 254 ist mit dem um den Zapfen 20 drehbaren Hebel 256 verbunden. Das äußere Ende des Hebels 256 ist zu einem Trethebel 258 (Fig. 1 und 5) ausgebildet. Der Hebel 252 wird für gewöhnlich nach aufwärts gedrückt, so daß auch der Trethebel 258 in gehobener -Lage gehalten wird, und zwar wird dies von einer Feder 260 (Fig. 1) bewirkt, welche einen durch den Hebel 258 hindurchgeführten Stift 262 umgibt. Die Feder 260 stützt sich einerseits gegen den Hebel 252 und andereseits gegen einen Anschlag 264 des Gestells 2. An dem Stift 262 sind zur Regelung der Spannung der Feder 260 dienende Muttern angebracht. An dem anderen Ende der Schwingwelle 250 sind zwei Hebel 266, 268 lose angebracht, welche eingerichtet sind, mit an den Schiebern 36, 38 angebrachten Stiften 270,272 zusammenzutreffen (Fig. 2 und 4). Die Stifte 270, 272 sind durch einen Schlitz 274 (Fig. 7) der Deckplatte 64 des Trägers 34 hindurchgeführt. An den Hebeln 266, 268 sind Fortsätze 276, 278 (Fig. 2) angebracht. An der Schwingwelle 250 ist ein Arm 282 angebracht, welcher von einer Stellschraube 280 in seiner Lage gehalten wird (Fig. 2 und 4). Der Arm 282 kann um die Schwingwelle herum verstellt werden, so daß er mit einem der Fortsätze 276, 278 zusammentrifft. Ist der Arm 282 der Schwingwelle 250 gegenüber derart eingestellt, daß er unter dem Fortsatz 276 des Hebels 266 liegt, so wird beim Herabdrücken des Trethebels 258 der Arm 282 gedreht, wobei der Hebel 266 und mit demselben auch der das Rißmesser tragende Schieber 36 unter Überwindung der Spannung der Feder 52 angehoben wird. Ist jedoch der Arm 282 so eingestellt, daß er mit dem Fortsatz 278 des Hebels 268 zusammentrifft, so wird durch Herabdrücken des Trethebels 258 der das Schlitzmesser tragende Schieber 38 unter Überwindung der Spannung der Feder 54 angehoben. Es kann also je nach Bedürfnis entweder das Rißmesser oder das Schlitzmesser angehoben werden. An dem Maschinengestell 2 ist ein verstellbarer Anschlag 284 (Fig. 1) angebracht, welcher mit einem seitlichen Fortsatz 286 des Hebels 252 zusammentrifft und die Aufwärtsbewegung des angehobenen Messers begrenzt.
Fig. 5 läßt erkennen, daß der Trethebel 168, der mit der zur Regelung des Werkstückvor-Schubes dienenden Vorrichtung. verbunden ist, so ausgebildet ist, daß er quer über dem bei 127 drehbaren Hebel 125 liegt. Das äußere Ende des letzteren ist zu einem Trethebel 126 ausgebildet, mittels dessen der Werkstückträger gesenkt und die Messer 70, 76 angehoben werden. Der Vorschub des Werkstückes soll beim Zurückziehen der Messer unterbrochen werden. Durch Herabdrücken des Trethebels 168 wird zunächst die Geschwindigkeit des Vorschubes auf ein Mindestmaß verringert. Wird der Trethebel 168 weiter herabgedrückt, so trifft er unter Überwindung der Spannung der Feder 170 (Fig. 1) mit dem Hebel 125 zusammen und drückt auch den letzteren herab. Trotzdem die Geschwindigkeit des Vorschubes unabhängig von der Lage des Werkstückträgers geregelt werden kann, werden beide Vorgänge durch ein und dieselbe Trethebelbewegung hervorgebracht. Wenn die Messer angehoben werden, bewegen sie sich an dem von dem Werkstücke abgehobenen Drückerfuß 198 vorbei. Der Drückerfuß 198 verhindert Aufwärtsbewegungen der Sohle und streift dieselbe von den Messern ab.
Bei der Bearbeitung von Sohlen, welche für Rahmenschuhwerk bestimmt sind, ist es wünschenswert, die Schneidwirkung der Messer an einem mit der Absatzstirnfläche zusammenfallenden Punkte.zu unterbrechen. Wenn diese Stelle erreicht ist, wird das Rißmesser gleichzeitig mit dem Schlitzmesser von der Sohle abgehoben. An der Schwingwelle 250 ist ein mit zwei Anschlägen 292 (Fig. 2) versehener Arm 290 lose angebracht. Die Fortsätze 290 besitzen verstellbare Anschlagschrauben 294, welche mit rückwärtigen Fortsätzen 296, 297 (Fig. 4) der Hebel 266,268 zusammentreffen. Der Arm 290 ist durch einen Winkelhebel 300, ein Lenkstück 302 und durch eine Kurbel 304 mit dem zum Senken des Werkstückträgers dienenden Trethebel 126 verbunden. Die Messer 70,76 werden zusammen angehoben, wenn der Werkstückträger gesenkt wird, da die Hebel 266, 268 die die Messer tragenden Schieber 36, 38 anheben.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Sohlenrißmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante der ungerißt bleibenden Sohlenfläche abgeschrägt (228) wird, während die andere Sohlenfläche gerißt (30, 136, 137. 138, 143. I44> 150, 152, 148, 34) wird.
2. Sohlenrißmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abkantmesser (228) und die Kantenführung (210) gleichzeitig ein- und auswärts bewegbar (214, 212) angeordnet sind.
3. Sohlenrißmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werktisch (120) gleichzeitig mit dem Abkantmesser
(228) ein- und auswärts bewegbar ist, so daß die Sohle stets in unmittelbarer Nähe der abzuschrägenden Kante gestützt wird.
4. Sohlenrißmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlitzmesser (76) oder das Rißmesser (70) oder beide während des ununterbrochenen Arbeitsganges des Abkantmessers (228) aus der Arbeitsstellung herausbewegt werden können.
5. Sohlenrißmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Abkantmesser (228) an der vorderen Seite der Kantenführung (210) angeordnet ist, so daß es eine Fortsetzung der wirksamen Fläche der Kantenführung bildet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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