DE218118C - - Google Patents
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- DE218118C DE218118C DENDAT218118D DE218118DA DE218118C DE 218118 C DE218118 C DE 218118C DE NDAT218118 D DENDAT218118 D DE NDAT218118D DE 218118D A DE218118D A DE 218118DA DE 218118 C DE218118 C DE 218118C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B7/00—Other common features of elevators
- B66B7/12—Checking, lubricating, or cleaning means for ropes, cables or guides
- B66B7/1276—Cleaning means
- B66B7/1284—Cleaning means specially adapted for ropes or cables
Landscapes
- Cleaning In General (AREA)
Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35«. GRUPPE
Seilreiniger. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. April 1909 ab.
Die bislang zur Reinigung von Förderseilen
in den Handel gebrachten Apparate haben sich im praktischen Betriebe nicht so bewährt,
daß ihre Wirkungsweise als eine befriedigende angesehen werden kann.
Ein Übelstand ist sowohl die umständliche Anbringung der Apparate, die unvollkommene
Reinigung der Litzen von der anhaftenden Seilschmiere und vom Schmutz, als auch das
ίο Beschädigen der Seillitzen bzw. Drähte durch
die Schabermesser bzw. Bleche.
Es ist bei der Konstruktion der bekannten Apparate unterlassen worden, darauf Rücksicht
zu nehmen, daß, wenn man die Seillitzen reinigen will, die Schaber möglichst
rechtwinklig zu den zu reinigenden Litzenflächen stehen müssen, diese Schaber also so
anzuordnen sind, daß sie den stets, namentlich bei länger in Betrieb befindlichen Seilen
vorkommenden Änderungen in der Lage der Litzen zueinander und zur Seilachse, ferner
in der Steigung der Litzen im Seil folgen können, ohne das Seil — namentlich wenn es
verzinkt ist — anzugreifen.
Die nachstehend beschriebene Konstruktion vermeidet die oben vermerkten Übelstände
und hat die in folgendem angegebenen Vorteile.
Der Seilreinigef läßt sich in Form einer Kluppe konstruieren, ohne Mühe bei auf Hängebank
abgedecktem Schachte, auf einem Bocke montiert, um das Seil legen, um das Seilstück,
von der Hängebank zum tiefsten Füllort reichend, durch Senken der Schale reinigen
zu können.
Er läßt sich aber auch in Seiltrommelnähe, dort wo das Seil das Fördermaschinenhaus
verläßt, zweckmäßig auf Gleitschienen montiert anbringen, um dem Wandern des Seiles
auf der Trommel folgen und um das Seilende von Hängebank zur Seiltrommel in schräger Lage reinigen zu können.
Das gereinigte Seil ist leicht zu beobachten.
Die Reinigungsorgane bestehen aus einem Material, das die Seile — auch verzinkt —
nicht angreift.
Die Schaber stellen sich stets rechtwinklig zu den Seillitzen und entsprechend der Steigung
der Litze im Seil ein und sind auch in der Horizontalebene drehbar, um Abweichungen
der Litzen in dieser Richtung folgen zu können.
Der Apparat eignet sich für Seile der verschiedensten Dimensionen, da die Schaber
leicht auswechselbar sind.
Die vom Seile entfernte Schmiere fällt nicht auf den Apparat, sondern wird mittels Blechtrichter
gefaßt und abgeleitet.
Der neue Seilreiniger, welcher in Fig. 1 in senkrechtem Schnitt und in Fig. 2 in Oberansicht
beispielsweise dargestellt ist, besteht aus einem zweiteiligen feststehenden Unterteile
a, welcher durch 4 Füße, in (denen sich Stellschrauben b befinden, in horizontaler Lage
aufgestellt werden kann. Die obere Seite dieses Unterteiles α ist glatt bearbeitet und
besitzt eine eingedrehte Rille c, in welcher die durch Ringe d gehaltenen Laufkugeln e kreisen
können. Dieses Unterteil läßt sich mittels Scharniers f und Klappschraube g schnell auseinanderklappen,
und auf diese Weise\ um das zu reinigende Seil legen. Um ein Herausfallen
der Kugeln bei auseinandergeklapptem Unterteil zu verhindern, sind an den Teilstellen Riegel h angeordnet, die vor die
ίο Kugeln geschoben werden können. Das ebenfalls
durch Scharnier und Klappschraube auseinanderklappbare Oberteil i wird nun um
das Seil gelegt, auf die Kugeln e der Laufrille c gestellt und kann frei sowohl im Kreise
herumlaufen als auch eine radiale Bewegung in kleineren Grenzen vornehmen, um Schwankungen
des Seiles nach der Seite nachzukommen.
Mit dem Oberteil i fest verschraubt ist, je nach der Litzenzahl der zu reinigenden Seile
(bei dem vorliegenden Beispiel 6) die gleiche Anzahl von Böcken k angebracht, in welchen
die runden Schaberspindeln I drehbar und in ihrer Längsrichtung mittels Schraubenkurbel m
verschiebbar gelagert sind. An den Enden der Schaberspindeln sind die eigentlichen Schaber
η nochmals um einen Bolzen 0 drehbar angeordnet, so daß diese Schaber jede der
momentanen Seillitzenlage entsprechende Stellung sofort annehmen und sich, wie aus Fig. 3
zu ersehen, in allen Berührungsflächen genau an das Seil anschmiegen können.
Um ein Wiedermitnehmen der abgeschabten Schmiere usw. zu verhindern, sind die die
Schaberspindeln I tragenden Böckchen k entsprechend hoch konstruiert, so daß unter denselben
ein zweiteiliges Schutzblech φ um das Seil herum angeordnet werden kann, welches
die abfallende Schmiere usw. radial nach außen hin ableitet und den Weg zum gereinigten
Seile abschließt. Dies Blech ist an dem zweiteiligen Oberteil befestigt und braucht nicht
entfernt zu werden, wenn der Apparat anoder abmontiert wird.
Durch die Verwendung von Gummi für die Schaber mit Auflagen oder Zwischenlage von
Kupferblechen ist ein äußerst inniges Anschmiegen der Schaber erzielt, ohne die Seile
im mindesten anzugreifen. Die Gummiplatten stehen etwa 1 bis 1 1J2 mm über die Kupferbleche
vor und werden durch Ankurbeln der Gewindespindeln in die einzelnen Zwischenräume
der Seillitzen hineingedrückt. Es ist ersichtlich, daß hierbei das Seil bis in die
kleinsten Fugen hinein von der anhaftenden Schmiere gereinigt wird. Eine Untersuchung
des Seiles auf eventuellen Drahtbruch läßt sich bei Reinigung mittels dieses Apparates äußerst
leicht und bequem vornehmen, da das Seil
So vollständig rein vor den Augen des Beobachters vorbeigeht. Es empfiehlt sich, zu diesem
Zwecke den Apparat erhöht, eventuell auf einem entsprechenden Bock aufzustellen, so
daß das unten austretende gereinigte Seil bequem beobachtet werden kann. Die Abnutzung
der in geeigneter Qualität hergestellten Gummiplatten ist nur eine ganz geringe.
Bei der in Fig. 4 und 5 im Schnitt dargestellten Ausführungsform sitzt der Schaberkopf
scharnierartig auf einem Bolzen q und springt mit seinem keilförmigen Ansätze in
die Kimme des Schaberhalters ein. Durch elastische Federscheiben können beide Teile
entsprechend stark zusammengedrückt werden, indem die Mutter des Bolzens mehr oder
weniger angezogen wird. Tritt nun ein Drahtbruch auf, so nimmt das vorstehende Drahtende
r den Schaber kopf mit nach unten, indem sich derselbe auf dem Scharnierbolzen q
unter Zuhilfenahme der schiefen Ebene des Ansatzes bzw. der Kimme, aus letzterer heraushebt,
bis er frei nach unten fallen kann.
Der Apparat kann auch zur Reinigung schräg liegender Seile ohne weiteres verwendet
werden, indem man das mit entsprechenden Lappen versehene Unterteil α auf ein schräg
angeordnetes Traggerüst auflegt, um auch das Seilstück vom Schalenanschluß auf der
Hängebank bis zum Fördermaschinenhause reinigen zu können. Für diesen besonderen
Fall werden am Unterteil a des Apparates noch Laufrollen s (Fig. 2) angebracht, um beim
wandernden Seile ein Reiben desselben am Unterteil des Seilreinigers zu verhüten. Schreitet
das Seil infolge Aufwickeins auf die Seiltrommel in seitlicher Richtung weiter, so berührt
das Seil eine der am Unterteil angebrachten Rollen s und nimmt dieses mit. Das Unterteil verschiebt sich dann entsprechend
der Seilwanderung von selbst auf zu diesem Zweck angebrachten Führungsschienen aus
U - Eisen.
Claims (4)
1. Seilreiniger mit der Litzenzahl entsprechend um das Seil herum radial angeordneten,
gegen das Seil einstellbaren Schabern, die um das Seil herum drehbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaber
(n) jeder für sich sowohl um die eigene Achse (I) drehbar als auch um einen quer
zu der Achse liegenden Bolzen (0) schwingbar gelagert sind.
2. Seilreiniger nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaberköpfe je um einen zweiten Bolzen (q) umlegbar angeordnet
sind und mittels entsprechender Arretierung (Federkraft, Kimme und Vor-
sprung o. dgl.) starr gehalten werden, jedoch bei eingetretenem Drahtbruch einer
Litze vom vorstehenden Drahtende mit heruntergelegt werden und den Drahtbruch hierdurch selbsttätig anzeigen.
3. Seilreiniger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Seil unter den Schabern
von einem trichterförmigen Schmierabführungsblech umgeben ist.
4. Seilreiniger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Seilreiniger
bei wanderndem Seil selbsttätig fortbewegt, indem sich das Seil an den angebrachten
Seilführungsrollen (s) abrollt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE218118C true DE218118C (de) |
Family
ID=479370
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT218118D Active DE218118C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE218118C (de) |
-
0
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