DE218034C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B21L—MAKING METAL CHAINS
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Adornments (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
-M 218034 KLASSE 49 h, GRUPPE
MAX FESZLER in PFORZHEIM i. B.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juli 1906 ab.
Das Wesen vorliegender Erfindung ist in dem Bestreben zu suchen, beim Einzelverlöten
von aus Lotdraht hergestellten Schmuckketten o. dgl. mit möglichst einfachen Mitteln das
Steiflöten der Kettenglieder zu verhindern,
d. h. bei fertigen Kettensträngen mit Lötmetalleinlage ein rein mechanisches, fortlaufendes
Einzel verlöten zu ermöglichen.
Zu diesem Ende wird gemäß dem die Erfindung ausmachenden Verfahren ein Kettenstrang
von beliebiger Länge, nachdem er mehreren die Lötung vorbereitenden, an sich
bekannten Maßnahmen unterworfen worden ist, vor dem Erhitzen mit einer lötwidrigen
S5 Masse, z. B. Caput mortuum, behandelt. Hierdurch erhalten einerseits die Glieder einen das
Ausbreiten etwa hervorquellenden Lotes verhindernden Überzug und andererseits werden
sie durch die sich in den Hangstellen an-
ao setzenden Masseteilchen voneinander getrennt und so das Überspringen des Lotes von einem
Glied auf das benachbarte verhütet. Kommen jedoch bei den die Lötung vorbereitenden
Maßnahmen Desoxydationsmittel zur Anwen-
»5 dung, so bedarf es, da diese in den meisten
Fällen nach dem Verdunsten des Lösungsmittels die Kette in Form einer Kruste überziehen,
einer »Brechung« der Kette, d. h. die durch die Lötsalzkruste etwa aneinander haftenden
Kettenglieder müssen voneinander, gelöst werden, damit das das Steiflöten verhindernde
Mittel sich in den Hangstellen festzusetzen vermag.
Bei Anwendung dieses Verfahrens spielt sich der im übrigen bekannte Lötvorgang von aus
Lötdraht hergestellten Schmuckketten o. dgl. in folgender Weise ab.
Ein Kettenstrang von beliebiger Länge wird zunächst durch ein Desoxydationsmittel, z. B.
Borax, gezogen und hierauf durch eine Heiz-Vorrichtung geleitet, wodurch das Lösungsmittel
verdunstet und das Lötsalz sich, in Form einer Kruste ausscheidet. Damit nun
bei der nachfolgenden Behandlung der Kette mit der lötwidrigen Masse sich diese namentlieh
an den Hangstellen der Kettenglieder festsetzen kann, wird der Kettenstrang einer
reibenden und scheuernden Bewegung unterworfen, wodurch die durch die Salzkruste aneinander
haftenden Kettenglieder voneinander gelöst werden. Nach Aufbringung der lötwidrigen,
die Glieder voneinander trennenden Masse bedarf es dann nur noch eines Hindurchlaufenlassens
der Kette durch die Flamme eines Brenners, eines Lötofens oder bei
größeren und stärkeren Gliedern einer Gebläseflamme, wodurch die Glieder derart erhitzt
werden, daß die Lötmetalleinlage schmilzt und die Schließenden in üblicher Weise verbindet,
Es ist klar, daß das eben beschriebene Verfahren sowohl von Hand aus als auch auf
maschinenmäßigem Wege ausgeübt werden kann. Eiue derartige Vorrichtung zur rein maschinellen Ausübung ist in der Zeichnung
in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht,
Fig. ζ einen Grundriß und
/S. Auflage, ausgegeben am Jt- Januar
Fig. 3 einen Schnitt nach A-B der Fig. 2.
Von der Rolle I, auf welcher die aus Lötdraht hergestellte und aus unverlöteten Einzelgliedern bestehende Kette 5 aufgewickelt ist, wird diese durch zwei von der Antriebswelle 2 z. B. mittels Riemen und Kegelgetriebe 26 angetriebenen Gummiwalzen 3 und 4 in der durch Pfeil angedeuteten Richtung langsam weitergeführt. Dann durchläuft die Kette über
Von der Rolle I, auf welcher die aus Lötdraht hergestellte und aus unverlöteten Einzelgliedern bestehende Kette 5 aufgewickelt ist, wird diese durch zwei von der Antriebswelle 2 z. B. mittels Riemen und Kegelgetriebe 26 angetriebenen Gummiwalzen 3 und 4 in der durch Pfeil angedeuteten Richtung langsam weitergeführt. Dann durchläuft die Kette über
ιό einer Rollenführung 6 und 7 ein Gefäß 8, das
mit der Lötfiüssigkeit (Desoxydationsmittel) gefüllt ist. Hierin werden die Lötstellen der
Schließenden genügend mit Flußmittel versehen. Hierauf gelangt die Kette behufs Verflüchtigung
des Lösungsmittels in eine durch den Bunsenbrenner 9 erhitzte Röhre 10. Um
nun einerseits die auf den Kettengliedern haftenden trockenen Lötsalzkristalle mit Ausnahme
derjenigen in der Lötfuge zu ent-
ao fernen und andererseits zwecks anderweitiger Behandlung die Kette zu »brechen«, wird sie
durch das öhr 11 eines Kurbelstängr.hens, das
zwischen 2 ei ösen 12 und 13 kreist, geführt.
Die genannte Stange mit öhr 11 wird durch
bekannte Einrichtungen 25 z. B. in Verbindung mit einer Geradführung von der Antriebswelle
2 aus in eine kreisende Bewegung versetzt. Durch diese kreisende und fortschreitende
Bewegung der Kette werden die durch die Lötsalzkruste aneinander haftenden Kettenglieder voneinander gelöst und gleichzeitig
das überflüssige Lötsalz von der Oberfläche abgeschleudert. Sodann durchläuft die
Kette über einer zweiten Rollenführung 15,16,
17 und 18 ein weiteres Gefäß ig, das eine lötwidrige
Masse, z. B. Caput mortuum, enthält, und wird durch die pendelnde und kreisende Bewegung der Pendelstange 14 mit öhr 21,
durch das die Kette geführt ist, in dieser Schutz- und Trennungsmasse hin- und hergeschwenkt.
Die Stange 14 ist dabei in dem Punkt 20 pendelartig angebracht und erhält
ihre schwingende Bewegung durch die bekannte Einrichtung 27 von der Antriebswelle 2
aus. Durch diese Vorrichtung kommen die einzelnen Kettenglieder gründlich mit der besagten
Masse in Berührung und überziehen sich einschließlich der Lötnaht mit einer Schicht derselben, wobei sich namentlich zwisehen
den Hangstellen so viel dieses Stoffes ansetzt, daß hierdurch das Überspringen des
Lotes beim nachfolgenden Erhitzen in wirksamer Weise verhindert wird. Nunmehr wird
die Kette mittels zweier weiterer, ebenfalls von der Welle 2 angetriebener Gummiwalzen
22, 23 fortgeführt und hängt nach dem Verlassen
der Walzen infolge ihres Eigengewichtes senkrecht herab, Alsdann durchstreicht die
Kette mit angemessener Geschwindigkeit die Flamme eines Bunsenbrenners, eines Lötofens
oder bei stärkeren Kettengliedern eine Gebläseflarnme, die die letzteren derart erhitzen,
daß das innerhalb der Glieder befindliche Lot schmilzt und die Schließenden derselben in
bekannter Weise vereinigt.
Claims (3)
1. Verfahren zur fortlaufenden Einzelverlötung
von ans Lotdraht hergestellten Schmuck- oder ähnlichen Ketten, dadurch
gekennzeichnet, daß die ineinander gehängten Kettenglieder vor dem Erhitzen
mit einer lötwidrigen Masse behandelt werden, damit durch die sich in den Hangsteilen ansetzenden Masseteilchen das Über-
springen des Lotes verhütet wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Einbringung
der das Steiflöten verhindernden Masse zwischen die Kettenglieder bei Anwendung eines Desoxydationsmittels, das nach Verflüchtigung
des Lösungsmittels eine Kruste zurückläßt, der Kettenstrang gebrochen wird, um die etwa aneinander haftenden
Kettenglieder zu lösen.
3. Vorrichtung zur maschinellen Ausübung der Verfahren nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kette nach dem Durchlaufen eines mit flüssigem Lötmittel gefüllten Gefäßes (8)
zum Verdampfen der Flüssigkeit durch eine Heizvorrichtung (9, 10) gezogen und
zwischen zwei Führungsaugen (12,13) mittels
einer Stange mit öhr (11) in eine kreisende
Bewegung versetzt wird, um die Kette wieder gelenkig zu machen, worauf die
durch ein Walzenpaar (3, 4) weitergeführte Kette durch ein Rührwerk (14, 19) mit
einer lötwidrigen Masse behandelt wird, um das Steiflöten zu verhindern, und dann
nach Vorschub durch das Walzenpaar (22, 23) mittels eines an sich bekannten Lötofens,
Bunsenbrenners o. dgl. auf die zum Schmelzen des innerhalb der Glieder befindlichen Lotes erforderliche Temperatur
erhitzt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT45304D AT45304B (de) | 1906-07-14 | 1908-12-12 | Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Einzelverlötung von aus Lotdraht hergestellten Schmuckketten oder dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE218034C true DE218034C (de) |
Family
ID=479297
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906218034D Expired - Lifetime DE218034C (de) | 1906-07-14 | 1906-07-14 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE218034C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US11559947B2 (en) | 2017-03-30 | 2023-01-24 | Hewlett-Packard Development Company, L.P. | Build material conveyors |
-
1906
- 1906-07-14 DE DE1906218034D patent/DE218034C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US11559947B2 (en) | 2017-03-30 | 2023-01-24 | Hewlett-Packard Development Company, L.P. | Build material conveyors |
| US11964433B2 (en) | 2017-03-30 | 2024-04-23 | Hewlett-Packard Development Company, L.P. | Build material conveyors |
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