AT111222B - Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von aus Volldraht hergestellten Ringen, Ketten, Ringgeflechten und ähnlichen Gegenständen für das Löten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von aus Volldraht hergestellten Ringen, Ketten, Ringgeflechten und ähnlichen Gegenständen für das Löten.

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AT111222B
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Jonathan Wenz
Josef Alvera
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Jonathan Wenz
Josef Alvera
Georg Brunhuebner
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Description


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    Verfahren und Vorrichtung zur Vorbereitung von aus Volldraht hergestellten Ringen, lietten, Ringgeflechten und ähnlichen Gegenständen für das Löten.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Vorbereitung von Lötgut, wie
Ketten, Ringen, Ringgeflechten und ähnlichen Sachen für das Löten, u. zw. in erster Linie von Lötgut, das aus Volldraht hergestellt ist. 



   Bei den bisher bekannten Verfahren wurden die einzelnen Glieder einer Kette oder eines Geflechtes entweder schon in der   Ketten-oder Ringgefleehtsmaschine   in den zusammenzulötenden Fugen mit den erforderlichen Lot-und Flussmitteln in Form von festen   Lotplättchen   oder in flüssigem,   breiförmigem   oder pulverförmigem Zustande versehen, oder das Lötgut wurde nach seiner Fertigstellung in der Maschine, also mit zusammenhängenden Gliedern, mit   staubförmiger Lotrnasse   eingerieben, die mit Flussmitteln angefeuchtet wurde, und die überschüssigen Mittel wurden vor dem Löten abgebürstet. 



   Alle diese Verfahren sind   umständlich   und teuer und haben den Nachteil, dass die in die Fugen zu bringende Lotmenge nicht hinreichend genau abgemessen werden kann. Ist nicht genug Lot vorhanden, so findet kein ordnungsmässiges Löten statt, wird zuviel Lot eingefügt, so quillt ein Teil davon beim
Erhitzen in der Lötflamme aus den Fugen heraus, und es tritt ein Steiflöten der ineinander hängenden
Glieder ein. Ein solches kann auch leicht dadurch entstehen, dass auch an andern Stellen als an den
Fugen Lot und Flussmittel haften bleibt. Ein einfaches Abbürsten des überschüssigen Lotes genügt erfahrungsgemäss nicht, um das Steiflöten oder das Festlöten von Lot auf der Oberfläche der Ringglieder zu verhüten. 



   Nach der Erfindung wird das Lötgut, nachdem es vorher mit den erforderlichen Lot-und Fluss- mitteln versehen ist, mit trockenem Lotpulver gescheuert. Dadurch werden ungenügend gefüllte Fugen vollständig ausgefüllt, oder die Fugen werden, wenn sie vorher nur mit einem Teil der erforderlichen
Lot-und Flussmittel gefüllt, z. B. nur mit   Flussmittel   benetzt sind. mit Lot gefüllt, und es werden gleichzeitig die   überschüssigen   aufgebrachten Lot-und Flussmittel von der Oberfläche und den Fugen entfernt. 



   Bei den Vorbereitungsarbeiten sind folgende Fälle zu unterscheiden :
1. In das   Lötgut   ist schon während der Gliedbildung in der Maschine Lot mit Flussmittel eingefügt worden. Ist dieses Lot ein festes, z. B. solches von Blech oder   Plättehenform,   so ist zwar eine Verun- reinigung durch dasselbe an anderen Stellen des Gliedes nicht eingetreten, jedoch füllt häufig das Lot die Fuge nicht aus. Das aus pulverförmigem Lot und Flussmittel bestehende Scheuermittel ergänzt dann die in den Fugen fehlenden Mittel. 



  Anders liegt der Fall bei Verwendung von   breiförmigem   oder flüssigem Lot, wobei in der Regel zuviel Lot eingefügt wird. Hier wird das aus der Maschine kommende Lötgut durch das genannte Scheuer- mittel von dem überschüssigen Lot gereinigt. 



   2. Das aus der   Ketten- oder Ringgeflechtmaschine   kommende Lötgut ist noch nicht mit Lot beschickt, aber an den Fugen bereits mit Flussmittel benetzt. Von dem aus pulverförmigem Lot besteheni den Scheuermittel schichtet sich dann so viel Lot um die benetzten Fugen herum, als für eine sichere
Lötung ausreicht. 



   3. Die Lötstellen sind weder mit Lot noch mit Flussmittel versehen. Das Lötgut wird in diesem
Falle zunächst vollständig in ein breiförmiges Lot-und Flussmittel eingehüllt, das zunächst   oberflächlich   abgestreift und dann durch Scheuern mit trockenem Lotpulver so weit entfernt wird, dass es nur an   ) der Lot-bzw. Fugstelle   verbleibt. Das   Einhüllen geschieht zweckmässig durch Eintauchen   des Lötgutes 

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 in einen Brei aus Lot-und Flussmitteln. Das trockene Lotpulver saugt die Feuchtigkeit des auf der Oberfläche des Lötgutes nach dem Abstreifen noch haftenden Überzuges auf, so dass dieser von den nicht zu lötenden Stellen abfällt. 



   Man kann auch das Lötgut zunächst nur in flüssiges Flussmittel eintauchen und dann mit trockenem Lotpulver scheuern. 



   Um den bei dem Scheuern sich etwa bildenden dünnen Lotüberzug von den Oberflächen der Ringglieder nach Möglichkeit wieder zu entfernen, kann das Lötgut auch ohne irgend ein Zusatzmittel oder mit Bimsstein, Quarzmehl, Kieselgur, Graphit u. a. weitergescheuert werden. Die Anwendung dieser Scheuermittel hat gleichzeitig den Vorteil, das Lötgut mit einem Überzug zu versehen, der das Lot in der Fuge beim Erhitzen durch die Lötflamme vor Oxydation schützt. 



   Bei Verarbeitung von Doublemetall ist es vorteilhaft, das Lötgut mit einem Überzug zu versehen, der das Edelmetall vor Verbrennung oder Abschmelzen in der Löthitze   schützt.   Im Zusammenhang mit den Vorbereitungsarbeiten kann man ferner unechte Material, wie z. B. Tombak, auf chemischem oder elektrochemischem Wege mit Edelmetall überziehen, das dann zweckmässig ebenfalls wieder einen Schutzüberzug gegen Verbrennen oder Abschmelzen erhält. Unter der Einwirkung der Lötflamme tritt zwischen den echten und unechte Metallen eine Verschweisst mg ein.   Zweckmässig   wird das pulverförmige Scheuermittel während des Scheuervorganges erwärmt, was namentlich dann vorteilhaft ist, wenn ein feuchtes, breiartiges Lot auf das Lötgut gebracht wurde, dessen ölige und wässerige Bestandteile bei niedriger Temperatur zähflüssig sind.

   Durch entsprechendes Erwärmen werden diese Teile leichtflüssig und lassen sich so in kurzer Zeit von den nicht zu lötenden Stellen entfernen. Gleichzeitig wird das Scheuermittel, das ständig die flüssigen Bestandteile der Lotsubstanzen ansaugt, durch das Erwärmen stets trocken gehalten. 



   Alle vorerwähnten Arbeiten können, soweit sie nicht schon in der   Ketten-oder Ringgefleeht-   maschine geleistet sind, von Hand oder auch mit einer besonderen Maschine ausgeführt werden, von der die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel, u. zw. in Fig. 1 in Vorderansicht, in Fig. 2 in Seitenansicht und teilweisem Schnitt zeigt. 



   Diese Maschine, in der das Lötgut nicht nur zum Löten vorbereitet, sondern auch fertig gelötet wird, besteht aus einzelnen Stationen, die von dem Lötgut nacheinander durchlaufen werden. Der übersichtlichen Darstellung wegen sind nur einzelne Stationen dargestellt. Auf dem auf einem Unterteil 29 ruhenden Gestell 14 ist die von einem Riemen 1 angetriebene Riemenscheibe 2 gelagert. Ihre Welle treibt mittels Riemtriebes 3, 4 die Schnecke   5   und durch diese die Welle 7, auf der die Kettenrolle 9 und eine Scheibe 8 befestigt sind. Diese treibt durch einen Riemen die Welle 31 mit der Kettenrolle 14 und der Riemenscheibe 12, von der die Bewegung durch einen Riemen weiter auf die mit Riemenscheibe 11 und Kettenrolle 13 versehene Welle 32 übertragen wird. 



   Das aus der Herstellungsmaschine kommende Lötgut 16 wird in der Schüssel 33 gesammelt und läuft als Kettenstrang 17 über die Förderrolle 14 in den Behälter 22 der ersten Station, gelangt von hier aus als Strang 18 über die Förderrolle 13 in den Behälter 26 der zweiten Station usw., bis es als Strang 19 über die Rolle 9 in die an sich bekannte Lötvorrichtung 20 geführt wird, von wo es als Strang 21 in den Behälter 35 abläuft. 



   Die Behälter 22 und 26 erhalten eine auf-und abgehende, rüttelnde Bewegung mittels einer durch Riemen angetriebenen Scheibe 28 und einer Kurbel 34, die in einem Gestell 27 gelagert sind. An diesem sind die Behälter auch geführt. Diese sind mit Einsätzen versehen, die zum Entleeren, Reinigen und Füllen bequem herausgenommen werden können. Unter dem Behälterboden ist eine Heizkammer mit einer Heizflamme 23 und Luftzutrittsöffnungen 24 gebildet. 



   Je nachdem die scheuernde Wirkung in den Behältern 22 und 26 verstärkt oder vermindert werden soll, wird mehr oder weniger Lötgut hineingefüllt und dadurch die Zeit des Aufenthaltes in den Behältern verlängert oder verkürzt. 



   Die Aufgabe der einzelnen Stationen richtet sich nach dem Zustande, in dem das Lötgut in der ersten Station anlangt. In den eingangs erwähnten Fällen 1 und 2 befindet sich im Behälter 22 trockenes Lötmetallpulver oder ein Gemisch aus solchem mit Flussmitteln, das die nicht vollständigen Fugenfüllungen ergänzt, oder an den Fugen zu viel vorhandenes Lot abscheuert. In der zweiten Station kann dann das Lötgut für sich oder auch unter Zusatz von scheuernden und oxydationsverhindernden Mitteln geschüttelt werden. In dem Falle 3, wo das Lötgut mit einem Brei aus Lot mit Flussmitteln überzogen werden soll, wird das Lötgut aus dem Sammelbehälter 16 zunächst in einem in der Zeichnung punktiert angedeuteten, den Lotbrei enthaltenden Behälter 36 geführt, der feststehend angeordnet und mit einer Abstreifvorrichtung 39 versehen ist.

   Die Abstreifvorrichtung kann in einfachster Weise aus einer geschlitzten Gummiplatte bestehen. Diese Abstreifer, die auch an den andern Behältern angebracht sein können, bewirken, dass die zum Überziehen und Reinigen dienenden Mittel immer wieder in die Behälter zurückfallen und gewährleisten so einen sparsamen Betrieb. Das Abstreifen könnte auch dadurch geschehen, dass der Lötgutstrang über den Rand des Gefässes geknickt wird. Der Behälter 36 kann auch dazu benutzt werden, das Lötgut zunächst nur mit Flussmittel zu benetzen, während das Lotmetall erst in der ersten Rüttelstation zugeführt wird. Für die Herstellung von   Schutzüberzügen   gegen das Oxydieren des Lotes, 

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