DE217397C - - Google Patents

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DE217397C
DE217397C DENDAT217397D DE217397DA DE217397C DE 217397 C DE217397 C DE 217397C DE NDAT217397 D DENDAT217397 D DE NDAT217397D DE 217397D A DE217397D A DE 217397DA DE 217397 C DE217397 C DE 217397C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/005Gallocyanine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

(Si/Htjisjiiicjt bet Ä
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
217397 KLASSE 22 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1909 ab.
Es wurde gefunden, daß die bekannte Kondensation von Gallussäure und ihren Derivaten, wie z. B. Gallaminsäure, Gallussäureester, Gallanilid usw., mit den Nitrosoverbindüngen aromatischer Amine wesentlich glatter verläuft, wenn man die Salzsäure in den bisher ausschließlich verwandten salzsauren Nitrosoverbindungen durch solche Säuren ersetzt, die mit den Nitrosokörpern der Amine oder
ίο den sich bildenden Farbstoffen (zweckmäßig mit beiden) schwer lösliche Salze bilden. Solche Säuren sind z. B. Uberschwefelsäure, Rhodanwasserstoffsäure, ι · 5- und 2 · 6-Naphtalindisulfosäure. Die Salze dieser Säuren mit den gebräuchlichsten Nitrosoverbindungen sekundärer und tertiärer Amine, wie z. B. Nitrosodimethylanilin, Nitrosodiäthylanilin, Nitrosonionomethyl-o-toluidin, Nitrosomonomethyl- und -morioäthylanilin, Nitrosodimethyl-
ao und -diäthyl-m-chloranilin usw., bilden fast durchweg prismenförmige Kristalle von gelblicher Farbe.
Der große Vorteil des Verfahrens zeigt sich besonders deutlich in den Fällen, in denen nach den bisherigen Verfahren nur Spuren eines Farbstoffes entstehen, z. B. bei der Darstellung des Farbstoffes aus Nitrosodiäthylanilin und Gallussäure, die hier in guter Ausbeute erhalten wird.
Beispiel 1.
10 Teile Gallussäure werden in 200 Teilen Methylalkohol gelöst, zu der siedenden Lösung 35
40
allmählich 20 Teile 1 · 5-naphtalindisulfosaures Nitrosodiäthylanilin zugegeben und so lange erhitzt, bis die Nitrosoverbindung verschwunden ist. Dann wird abgesaugt, gewaschen und getrocknet und eventuell in das salzsaure Salz übergeführt.
Beispiel 2.
. 5 Teile Gallanilid werden in 100 Teilen Methylalkohol gelöst und zu der siedenden Lösung allmählich 7 Teile rhodanwasserstoffsaures Nitrosodiäthylanilin zugegeben. Nach Verschwinden der Nitrosoverbindung läßt man erkalten und saugt den ausgeschiedenen Farbstoff ab, der zum Färben und Drucken zweckmäßig in seine Sulfosäure übergeführt wird.
An Stelle der in den Beispielen angeführten Gallussäure oder ihres Anilids können äquivalente Mengen anderer Gallussäurederivate und an Stelle der angegebenen Nitrososalze die äquivalenten Mengen geeigneter Salze anderer Nitrosoverbindungen verwendet werden.
Man geht zweckmäßig von den entsprechenden schwer löslichen Salzen der Nitrosoverbindungen aus, doch steht nichts im Wege, die Bildung derselben erst in der Kondensationslösung vorzunehmen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Gallocyaninreihe durch Kon- 6g densation von Gallussäure oder ihren De-
    rivaten mit Nitrosoverbindungen aromatischer Amine, dadurch gekennzeichnet, daß man zu dieser Kondensation Salze von Nitrosoverbindungen aromatischer Amine mit solchen" Säuren verwendet, die mit den Nitrosoverbindungen oder den sich bildenden Farbstoffen schwer· lösliche Verbindungen eingehen, oder daß man die Kondensation unter Zusatz solcher Säuren oder ihrer Salze ausführt.
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