DE217213C - - Google Patents

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DE217213C
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lever
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main lever
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DENDAT217213D
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Classifications

    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/64—Mechanism for delaying opening of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57a. GRUPPE
KODAK G. μ. β. H. in BERLIN.
Momentbelichtung bewirken kann.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Momentverschlüsse, und zwar insbesondere auf Verschlüsse, bei denen eine Momentbelichtung dadurch erzielt wird, daß ein vom Auslösetaster losgelassener Hebel bei seinem Rückgang den Verschluß öffnet und sofort wieder schließt.
Die Erfindung betrifft diejenige Vorrichtung am Verschluß, die gestattet, die Bewegungen der Verschlußscheiben zu steuern und nach Belieben Zeit-, Ball- oder Momentaufnahmen zu machen. Die hierzu dienende einfache Steuervorrichtung besteht nach der Erfindung aus zwei Hebeln, dem Zeit- und dem Ballphasenhebel, die mit dem Fingerhebel oder Taster zusammenarbeiten, sowie einem zweiarmigen Einstellhebel, der einerseits dazu dient, die Phasenhebel nacheinander auszurücken, andererseits die Spannung der Antriebsfedern des Verschlusses zu regeln. Die Erfindung besteht ferner in der Anordnung einer besonderen Sicherungshemmfläche an dem Zeitphasenhebel. Diese Hemmfläche hat den Zweck, bei einer Einstellung des Verschlusses für Zeitaufnahmen zu bewirken, daß, im Falle der Benutzer den Taster nicht ganz heruntergedrückt hat, der Verschluß beim Rückgang des Haupthebels geschlossen bleibt und somit nicht an Stelle einer Zeitaufnahme eine Momentaufnahme gemacht wird.
Auf den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Stirnansieht des Verschlusses, in der die Vorderwand abgenommen ist, und zeigt sämtliche Hebel in Ruhestellung. Der Einstellhebel befindet sich in der Stellung für Zeitaufnahmen.
Fig. 2 ist eine ebensolche Ansicht und zeigt die Stellung des Haupthebels, nachdem der Fingerhebel oder Taster heruntergedrückt worden ist. Der Haupthebel ist zum Öffnen der Scheiben bereit, wird aber auf der Sicherheitshemmung aufgefangen.
Fig. 3 zeigt die Stellung, nachdem die Sicherheitshemmung ausgerückt worden ist und der Haupthebel gegen die Nase des Ballhebels anliegt.
■ Fig. 4 ist eine Einzelansicht der Steuerung. Der Haupthebel befindet sich in der normalen Stellung für Zeitaufnahmen.
Fig. 5 und 6 sind Einzelansichten der Steuerung, in denen der Stellhebel auf Ballaufnahmen eingestellt ist. Fig. 5 zeigt die Ruhestellung und Fig. 6 die Stellung der Teile, nachdem der Haupthebel freigegeben worden ist, den Verschluß geöffnet hat und auf der Ballnase aufgefangen worden ist.
Fig. 7 ist eine Einzelarisicht der Steuerung, in der beide Phasenhebel ausgerückt sind. Der Haupthebel befindet sich in der Stellung unmittelbar vor dem Öffnen der Verschlußscheiben.
Die Verschlußscheiben sind bei Verschlüssen der genannten Art auf einer schwingbaren ringförmigen Platte in der hinteren Öffnung · des
Gehäuses und auf der Hinterwand desselben auf Zapfen gelagert. Ein Fortsatz 52 auf der Platte ragt nach vorn durch eine zweite ringförmige Platte 30 hindurch, auf der alle Teile des Antriebs und Steuermechanismus vereinigt sind. Die Antriebsplatte steht unter Federdruck und wird durch einen Haupthebel 63 in Bewegung gesetzt, der beim Niederdrücken des Tasters den Fortsatz der Antriebsplatte umfaßt, zurückzieht und wieder freigibt.
Diese beiden Bewegungen öffnen und schließen die Verschlußscheiben. Die Feder 57 führt die Antriebsplatte und die Feder 60 den Haupthebel in ihre Ruhelage zurück. Das untere Ende des sichelförmig geschweiften Haupthebels trägt eine nach dem Lagerungspunkt des Hebels geneigte Nase 54. .Das Hebelende bewegt sich seitlich über der Bahn des Anschlags 52 hin und her, und die Antriebsplatte wird, wenn das Hebelende nach außen rückt, zurückgezogen, bis der Anschlag an der Nase vorbeigleitet.
Da ferner nicht nur die Kante 55, sondern auch
. die obere Kante 56 der Nase gegen die. Bahn des Anschlags 52 geneigt ist, so wird dieser noch kurze Zeit in zurückgezogener: Stellung gehalten, nachdem die Verschlußscheiben geöffnet sind. Wenn also der Häupthebel in dieser Stellung aufgefangen wird, so bleibt der Verschluß geöffnet, bis die Nase 54 ganz aus der Bahn des Anschlags gerückt wird (Fig. 3). Das andere Ende des Haupthebels befindet sich jenseits der Objektivöffnung und liegt gegen den Fingerhebel an, der beim Herunterdrücken den Haupthebel einrückt und sogleich wieder freigibt.
Die Phasenhebel sind unterhalb des Fingerhebels angeordnet und liegen über dem Ende 63 des Haupthebels, dessen Anschlag 73 auf den Hemmflächen der Hebel aufgefangen wird, um die Bewegung des Haupthebels zu unterbrechen. Der Ballphasenhebel 70 ist auf dem Zapfen 71 gelagert und trägt auf seinem äußeren Ende eine Nase 72, die durch das Ende 74 der Feder 74a, ;die um den Zapfen 71 herumgewickelt ist, in.die Bahn des Anschlags 73 des Haupthebels
63 gerückt wird. An dem Hebel 70 befindet sich ein gekrümmter Daumen, an dessen innerem Ende 75 der Anschlag 76 des um den Zapfen
64 drehbaren Fingerhebels 65 anliegt und den Hebel 70 gegen den Druck der Feder 74 nach innen bewegt, um dadurch die Nase 72 äußer Eingriff mit dem Anschlag 73 zu bringen und den Haupthebel freizugeben, wenn der Fingerhebel losgelassen und durch die Feder 68 in seine Ruhestellung zurückgeführt wird (Fig. 3). Der Zeithebel 77 ist auf dem Ballphasenhebel auf einem Zapfen 78 gelagert und wird von dem Ende 74 der Feder 74^ beeinflußt. Diese Feder drückt für gewöhnlich den Hebel 77 einwärts,
-60 also in der entgegengesetzten Richtung, in der das andere Ende 74 den Hebel 70 zu drehen strebt. Das äußere Ende oder die Nase 80 des Zeithebels 77 hat zwei Absätze 81 und. 82, von denen 81 als Sicherheitshemmung, 82 als Zeitaufnahmenhemmung dient und den Anschlag 73 auf dem Haupthebel auffängt, wenn er von der Nase 72 des Ballphasenhebels freigegeben worden ist. Der Zeithebel ist mit einer Öffnung 83 versehen, in' die der Anschlag 76 des Fingerhebels eingreift. Die hintere Seite 84 dieser Öffnung, gegen die der Anschlag 76 anliegt, führt den Zeithebel nach außen gegen den Druck der Feder 79, wenn der Fingerhebel 65 abwärts gedrückt wird, und gibt dann den Zeithebel, wenn der Anschlag 76 von der Kante 84 abgleitet, frei, kurz ehe die Nasen 66 und 67 außer Eingriff kommen und dadurch der Haupthebel freigegeben wird (Fig. 2). Die Freigabe des Zeithebels läßt die Sicherheitshemmung 81 in die Bahn des Anschlags 73 des Haupthebels rücken und führt den Absatz der Kante 84 unter den Anschlag 76 des Fingerhebels, ehe dieser Anschlag von der Innenkante 75 des Daumens des Ballphasenhebels 70 abgleitet, wobei diese Daumenkanten 75 und 84 und der Anschlag 76 sich in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung befinden. Wenn der Haupthebel auf der Sicherheitshemmung 81 aufgefangen wird, ist die Nase 54 über den Anschlag 52 der Antriebsplatte hinübergeglitten und die Verschlußscheiben sind noch geschlossen. Wenn nun der Benutzer aus Nachlässigkeit den Fingerhebel nicht ganz heruntergedrückt hat, bleiben die Verschlußscheiben geschlossen und der Haupthebel wird festgehalten, so daß die ohne diese Vorrichtung eintretende, von dem Benutzer nicht beabsichtigte Momentbelichtung nicht zustande kommt. Unter den beschriebenen Umständen rückt die Sicherheitshemmung 81 in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung zu dem Anschlag des Haupthebels und fängt diesen auf. Wenn aber der Benutzer den Fingerhebel 65 ganz herunterdrückt, stößt der Anschlag 76 gegen die obere Kante 85 des Schlitzes 83 und rückt den Zeithebel weiter nach außen. Der Anschlag gleitet über die Kante 75 des Daumens des Ballphasenhebels hinaus, und dieser wird durch die Feder 74 nach außen gedreht, so daß, wenn der Haupthebel freigegeben wird, der Anschlag.73 von der Nase des Ballhebels 72 aufgefangen wird, wie in Fig. 3 dargestellt ist. Wird dann der Fingerhebel 65 freigegeben, so wird der Anschlag 76 gegen den Daumen 75 gedrückt und schiebt den Ballphasenhebel nach innen. Da auch der Zeitphasenhebel 77 unter dem Einfluß der Feder 79 der Einwärtsbewegung folgt, wird der Anschlag 73 von der Nase des Ballhebels 72 auf die Zeithebelhemmung 82 hinübergerückt, auf der er stehen bleibt, bis durch einen zweiten Druck auf den Fingerhebel
der Anschlag 76 wieder gegen die Kante 85 des Schlitzes gedruckt und dadurch der Zeithebel nach außen geführt wird.
. Wenn der Verschluß für Zeitaufnahmen eingestellt ist und der Fingerhebel von vornherein ganz heruntergedrückt wird, verhindert gleichfalls der Absatz der Daumenkante 84,. der dem Anschlag 76 gegenüberliegt, den Fingerhebel, in seine Ruhelage zurückzukehren und mit der Nase 66 abermals in die Nase 67 des Haupthebels einzugreifen, der seinerseits auf der Zeithebelhemmung aufruht, wie in Fig. 4 dargestellt ist.
Auf dem oberen Teile.der Platte 30 ist ein Hebel 91 zum Einstellen der Phasen und der Geschwindigkeit des Verschlusses auf einem Schraubenzapfen 90 gelagert. Der Hebel ist mit einem über das Gehäuse hinausragenden Arm 92. versehen, dessen Ende umgebogen ist und in den Zeiger 93 ausläuft.. Die Stellungen dieses Zeigers und damit des Einstellhebels werden durch die Zeichen T, B, 25, 50, 100 auf einer vorn auf dem Verschluß angebrachten Anzeigeplatte angegeben.
Der Einstellhebel 91 ist mit zwei nach beiden Seiten sich erstreckenden Armen versehen, von denen der linke 96 einen durch Schlitze in dem Zeit- und Ballphasenhebel eingreifenden Fortsatz 97 trägt. Wenn dem Einstellhebel .mit Hilfe des Armes 92 die in Fig. 5 dargestellte Stellung für Ballaufnahmen gegeben wird, in der der Zeiger über dem Zeichen B steht, so faßt dieser Fortsatz die Daumenkante 98 des Zeithebels 77. und, zieht ihn zurück, so daß, wenn der Fingerhebel 65 heruntergedrückt wird, der Haupthebel eingerückt, freigegeben, auf der Nase des Ballhebels aufgefangen und in dieser . Stellung festgehalten wird. Die Verschlußscheiben bleiben also offen stehen, bis der Fingerhebel losgelassen wird und der Ballnasenhebel durch die Abwärtsbewegung des Anschlages 76 an der Daumenkante 75 außer Eingriff mit dem Haupthebel gebracht wird. Die äußere Kante des Daumens 98 hat die Gestalt eines Kreisbogens, dessen Mittelpunkt der Zapfen des. Einstellhebels bildet, so daß der Zeitphasenhebel in jeder Stellung des Einstellhebels mit Ausnahme der Stellung für Zeitaufnahmen außer Wirksamkeit gesetzt ist, wie aus den Fig..5, 6 und 7 zu ersehen ist. Für Momentaufnahmen wird auch der Ballphasenhebel außer Wirksamkeit gesetzt, indem der Fortsatz 97 auch den Daumen 99 des Ballhebels erfaßt und den Hebel nach innen schiebt, wenn der Hebel 91 so weit gedreht wird, daß der Zeiger über einer der Geschwindigkeitszahlen 25, 50 oder 100 steht.
Die Spannung der Antriebsfeder 57 und der Haupthebelfeder 60 ist so abgemessen, daß für gewöhnlich eine Belichtung von etwa V25 Sek. entsteht. Da es aber gelegentlich notwendig ist, kürzere Belichtungen anzuwenden, kann die Spannung der Federn mit Hilfe eines Fortsatzes 100 an dem rechten Arm 101 des Einstellhebels 91 vergrößert werden, wenn dieser auf die Geschwindigkeitszahlen 50 oder 100 eingestellt wird. Ein einfaches Mittel, dies zu erreichen, ist in den Fig. 5, 6 und 7 dargestellt. Das Ende 60 der Haupthebelfeder ist mit einer Ausbiegung versehen, in die der Fort-· satz 102 eingreift. Wenn nun der Hebel 91 in eine der erwähnten Stellungen gebracht wird, wird die Feder gespannt. Die Antriebsfeder ist um den Schraubenzapfen 58 lose herumgewickelt, und das Ende 59 der Feder ist in die Haupthebelfeder verhakt, so daß die Spannung der Antriebsfeder gleichzeitig mit der der Haupthebelfeder erhöht wird.
Der Haupthebel, der Fingerhebel und der Ballphasenhebel sind auf ihren Zapfen 53, 64 und 71 mit doppelten Achslagern gelagert, die sowohl das obere wie das untere Ende des Zapfens umfassen, um zu vermeiden, daß die Teile, wenn die Lagerbohrungen sich nach und nach ausleiern, ihre Stellung verändern oder außer Eingriff kommen. Dies ist besonders bei solchen Teilen wichtig, die wie der Haupthebel und der Fingerhebel einen verhältnismäßig weiten Spielraum haben. Der Hebel umfaßt das Fußende des Zapfens und ist an dieser Stelle mit einem Arm versehen, dessen Ende umgebogen ist und das obere Ende des Zapfens umfaßt. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung der Teile besteht darin, daß die zu den Hebeln gehörigen Federn in den durch die Lager gebildeten Bügeln eingeschlossen sind, so daß keine besondere Sorgfalt notwendig ist, sie bei dem Zusammensetzen des Verschlusses in ihrer Lage zu halten, nachdem die Hebel, zu denen sie gehören, eingebaut sind. .100

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Steuervorrichtung für photographische Verschlüsse, bei cLenen ein von einem Taster beeinflußter Haupthebel je' nach der Einstellung eines Einstellhebels Zeit-, Ball- oder Momentbelichtung bewirken kann, gekennzeichnet durch zwei gefederte, aufeinander gelagerte, die Bewegung des Haupthebels je nach ihrer Stellung begrenzende Phasenhebel — den Zeit- und den Ballphasenhebel (70 bzw. 77) —, die mit besonderen Hemmflächen ausgerüstet sind und durch die Bewegung des Tasters (65), der mit einem Anschlag (76) gegen gekrümmte Kanten beider Phasennebel anliegt, in ihre Stellung gegenüber dem Anschlag des Haupthebels gebracht und wieder ausgerückt werden können. • 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitphasenhebel (77)
    eine besondere Sicherheitshemmfläche (81) besitzt, die den Anschlag des Haupthebels (63) auffängt, wenn der Taster losgelassen wird, ehe er völlig heruntergedrückt worden ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen drehbaren Einstellhebel (91), der mit zwei gebogenen Armen versehen ist, von denen der eine mit einem rückwärts gebogenen Fortsatz (97) an gekrümmte Daumenkanten der Phasenhebel angreift, während der andere (100) in eine Verschlingung der Antriebsfedern des Haupthebels und der Antriebsplatte eingreift, derart, daß die Drehung des Einstellhebels zuerst die Phasenhebel nacheinander außer Eingriff bringt und dann die Spannung der Antriebsfedern erhöht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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