DE217080C - - Google Patents

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DE217080C
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water
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DENDAT217080D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D11/00Inks
    • C09D11/02Printing inks

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

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2If fen = (Exemplar
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15/. GRUPPE
AUGUSTE ALPHONSE JEAN LOUIS AMAND
in BERCHEM-ANTWERPEN.
Verfahren zur Herstellung lithographischer Reproduktionen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. März 1908 ab.
Die Erfindung hat Abänderungen und Verbesserungen an den zurzeit im Gebrauch befindlichen lithographischen Zeichen- und Druckverfahren zum Gegenstände, um die Operationen zu erleichtern und zu vereinfachen, wobei auch bessere Resultate erzielt werden. Infolge der Zusammensetzung der bisher benutzten lithographischen Kreide und Tinte war es nicht möglich, bei einem einzigen Dessin reine und gute
ίο Drucke mit hellen und tief dunklen Partien zu erhalten. Eine Behandlung mit einer bestimmten Ätze wirkt im allgemeinen zu stark auf die hellen Partien und zu schwach auf die dunklen, so daß einerseits die schwachen Linien angegriffen werden, während die starken Linien, die nicht genügend unlöslich geworden sind, verlaufen und schlechte Drucke geben.. Die gleiche Schwierigkeit ist in anderer Form vorhanden bei dem- Umdruck und noch mehr fühlbar für die schon durch die Ätzung angegriffene Platte. Aus diesem Grunde ersetzt man oft die Kreidezeichnung durch die Punktierung, was zur Vermehrung der Zahl der Platten, die zur Herstellung eines Farbendruckes dienen, geführt hat.
Die Mittel, welche den Gegenstand der Erfindung bilden, haben im wesentlichen den Zweck, diese Übelstände zu beseitigen und die Lithographie auf ihre ursprüngliche Einfachheit zurückzuführen, und zwar vermittels der Ver- : wendung von besonderen Präparaten, welche einerseits, was die Kreide, Tinte und Umdruckfarbe betrifft, die Erzielung unlöslicher Striche sichern, die nicht durch die Ätze und die anderen Manipulationen angegriffen werden, und die deshalb von einer Platte alle gewünschten Variationen eines Farbentones in Verbindung mit vollständig reinen Drucken liefern können, und.andererseits, was die Gummierung und Reinigung anbetrifft, die Erzielung von Resultaten auf Metall gestatten, die ebenso vollkommen sind wie auf Stein. Zur Erzielung der durch die Erfindung erstrebten Wirkungen ist die vereinigte Anwendung aller dieser neuen Mittel erforderlich. \
Gemäß der Erfindung verwendet man statt der gewöhnlichen lithographischen Kreide aus Talg, Seife, Wachs, Harz und Lampenruß eine Kreide aus Stearin, Harz und Lampenruß. Das die Grundlage dieser Masse bildende Stearin sichert die Herstellung einer Kreide, die ein leichtes und sauberes Arbeiten gestattet. Dank dieser neuen Komposition, die in Wasser vollständig unlöslich ist, können die hellsten und dunkelsten Partien der Zeichnung auf derselben Platte bezeichnet werden, ohne daß sie eine Veränderung während und nach der ■ Ätzung erleiden. Die eventuell statt der Kreide verwendete Tinte ist, anstatt wie jetzt aus Seife, Talg, Wachs, Harz, Lampenruß und Wasser, zusammengesetzt aus Olein, Asphalt, Lampenruß, Kreolin und Terpentinöl. In dieser Mischung ist der Asphalt, abgesehen von seiner Wirkung als Harz, dazu bestimmt, das Niederschlagen des Lampenrußes in der Lösung zu verhindern, und das Kreolin ist zur Verhinderung des zu schnellen Trocknens der Tinte bestimmt; auch verhindert es ein Auslaufen der Tinte.
Diese Tinte kann, wenn nötig, in einer gewohnlichen Feder ohne Nachteil verwendet werden. Sie ist in Wasser unlöslich und kann in Verbindung mit der neuen Kreide oder allein verwendet werden.
Die gemäß der Erfindung gebrauchte Umdruckfarbe ist, anstatt wie gewöhnlich aus Talg, Seife, Wachs, Harz, Lampenruß und Leinölfirnis, zusammengesetzt aus Olein, Harz und Lampenruß. Diese Farbe übt auf den Stein und die Metallplatten dank der Gegenwart des Oleins einen sehr energischen Einfluß aus und unterscheidet sich wesentlich durch ihre Eigenschaften von der gewöhnlichen, zurzeit gebräuchliehen Umdruckfarbe. Sie gestattet die Erzielung von Abzügen der Matrizenzeichnung in absoluter Vollkommenheit. Diese Abzüge trocknen nicht aus und können unbegrenzt lange aufbewahrt werden, was von großer Wichtigkeit im besonderen für große Umdrucke ist. Diese Farbe gestattet die Herstellung von Umdrucken, die in jeder Hinsicht der Originalzeichnung ähnlich sind. Die oben beschriebenen neuen Mischungen für Kreide, lithographische Tinte und Umdruckfarbe enthalten natürlich die genannten Produkte je nach Bedürfnis, der verschiedenen Arbeiten in veränderlichen Verhältnissen, aber sie enthalten stets den gleichen . Prozentsatz an Schwarz, was besonders wichtig in bezug auf das Endresultat und überhaupt in bezug auf die Feinheit der Abzüge ist.
Neben den genannten Mischungen wird gemäß der Erfindung von einer Gummimischung Gebrauch gemacht, die aus weißem Zucker, Tannin und Wasser zusammengesetzt ist, als Ersatz der bisherigen einfachen Lösung von Gummi arabicum in Wasser. Die neue Mischung hat nicht nur den Vorteil, weniger kostspielig zu sein, sondern auch hauptsächlich für die Arbeit auf Metallplatten vorzüglich zu passen. Der Zucker, welcher den Hauptbestandteil der Mischung bildet, wirkt viel kräftiger auf die Metallplatten ein als Gummi. Er trocknet besonders gut, dank der Einwirkung des Tannins.
Bisher bediente man sich, wenn es sich darum handelte, gewisse Partien der Zeichnung vom Stein oder der Platte zu entfernen oder die Reinigung vorzunehmen, einer Mischung aus Gummi, Säure und Wasser, und man rieb die zu reinigende Stelle mit einem Holzstabe oder Bimsstein. Dieses Verfahren, das für die Metallplatten sich nicht eignet und das selbst für die Arbeit auf Stein sehr primitiv ist, wird nach der Erfindung ersetzt durch den Gebrauch einer Mischung von Zucker, Kaliumsilikat, Ätzkali und Wasser. Das Kaliumsilikat, der Zucker und das Wasser bilden einen ätzenden Firnis, der das Fett entfernt und die gereinigte Stelle für Fett unempfindlich macht. Der Zusatz von Ätzkali verhindert die Koagulation der Mischung. . .
Die obigen Präparate werden vervollständigt durch den Gebrauch einer besonderen Mischung für den Deckgrund. Diese Mischung besteht im wesentlichen aus weißem Zucker, Alkohol und Wasser. Man befeuchtet einfach damit die mit einer zusammengeschmolzenen und zerriebenen Mischung von Harz und Talk (Talkstein) bestreute Zeichnung. Unter diesen Bedingungen löst der in der Mischung vorhandene Alkohol teilweise das Pulver, das sich mit der Farbe der Zeichnung vereinigt und dieselbe gegen die Ätzung schützt. Der Zucker wirkt als Schutz gegen das Ablösen des Pulvers von der Zeichnung. '
Die besondere Beschaffenheit der genannten neuen Präparate gestattet eine wesentliche Verminderung der Zahl der Farbplatten bei der Chromolithographie und die Möglichkeit, sich mit besseren Resultaten des Drei- oder Vierfarbendruckes (gelb, rot, blau, schwarz) zu bedienen, wodurch der Arbeitslohn verringert und eine bessere Arbeit geliefert wird. Man kann bis zu einer gewissen Grenze die genannten Mischungen abändern, ohne dadurch von der Erfindung abzuweichen; so könnte man z. B. den Massen für die Kreide und die Umdruckfarbe Wachs hinzufügen. Soweit dadurch nicht die Eigenschaften der Massen geändert werden, können die verschiedenen Stoffe durch gleichwertige Substanzen ersetzt werden, z. B. Stearin durch Paraffin, Kaliumsilikat durch Natriumsilikat, ohne dadurch den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sei außerdem bemerkt, daß die Erwähnung einiger Eigenschäften der Präparate das Vorhandensein anderer, nicht aufgeführter Eigenschaften nicht ausschließt.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Herstellung lithographischer Reproduktionen, gekennzeichnet durch die vereinigte Anwendung der nachstehenden Hilfsmittel, nämlich:
    a) einer lithographischen Kreide aus Stearin, Harz Und Lampenruß oder einer lithographischen Tinte aus Olein, Asphalt, Lampenruß, Kreolin und Terpentinöl zur Herstellung des Druckmusters;
    b) einer Umdruckfarbe aus Olein, Harz und Lampenruß;
    c) einer Gummiermischung aus weißem Zucker, Tannin und Wasser;
    d) einer Reinigungsflüssigkeit aus weißem Zucker, Kaliumsilikat, Ätzkali und Wasser; .
    e) eines Deckgrundes aus weißem Zucker, Alkohol, Wasser und einer pulverisierten Schmelze von Talk und Harz.
DENDAT217080D Expired DE217080C (de)

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