DE21707C - Apparat zur Destillation ammoniakhaltiger Flüssigkeiten - Google Patents
Apparat zur Destillation ammoniakhaltiger FlüssigkeitenInfo
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- DE21707C DE21707C DENDAT21707D DE21707DA DE21707C DE 21707 C DE21707 C DE 21707C DE NDAT21707 D DENDAT21707 D DE NDAT21707D DE 21707D A DE21707D A DE 21707DA DE 21707 C DE21707 C DE 21707C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
- C01C1/00—Ammonia; Compounds thereof
- C01C1/02—Preparation, purification or separation of ammonia
- C01C1/10—Separation of ammonia from ammonia liquors, e.g. gas liquors
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 im Querdurchschnitt und in Fig. 2 im Grundrifs
dargestellte Kessel besteht .aus vier getrennten Behältern ABC und D. Die Behälter A
und C enthalten nur die abzudestillirende Flüssigkeit, der Behälter B enthält aufser der
abzudestillirenden Flüssigkeit noch einen Zusatz von Kalkmilch (Kalkhydrat), welcher aus dem
Behälter D eingelassen wird; der Kessel A ragt mit seinem oberen Ende Q bis nahe an den
oberen Boden F des Kessels B und ist oben offen.
Im Kessel B ist an dem oberen Boden F ein Cylindermantel E luftdicht befestigt, welcher bis nahe auf den Boden R des Behälters B
hinunterragt und gleichzeitig das obere Ende Q des Behälters A überdeckt. Der Durchmesser
des Cylindermantels E ist gröfser als das cylindrische
Gefäfs A.
Der Behälter A wird durch directes Feuer von dem Rost / aus geheizt; die Rauchgase
gelangen durch das Rauchrohr η in den Schornstein.
Die sich aus der in A befindlichen Flüssigkeit entwickelnden Dämpfe und Gase durchströmen
in der Richtung der Pfeile zwischen dem Cylindermantel E und dem Behälter A
hindurch bis auf den Boden R des Behälters B die in B befindliche, mit Kalkmilch versetzte
Flüssigkeit, wodurch letztere zum Sieden gebracht wird und sich beständig aufrührt, so
dafs sich die schweren Kalktheilchen nicht zu Boden setzen können.
Die aus B aufsteigenden Dämpfe und Gase steigen in die Röhre g, von dort durch die an
dem oberen Boden des Kessels C befestigte Röhre α zurück auf den Boden F und wärmen
die Flüssigkeiten in C vor unter theilweiser Condensation von Wasserdämpfen, so dafs die
durch Rohr h und dem Behälter C zur Verarbeitung auf Salmiak, schwefelsaures Ammoniak
etc. abgehenden Dämpfe reicher an Ammoniak und ärmer an Wasserdampf werden.
Nachdem durch längeres, anhaltendes Sieden alles Ammoniak aus der Flüssigkeit in B ausgetrieben
ist, wird durch Oeffnen des Hahnes i der Behälter B entleert. Die in C befindliche
Flüssigkeit wird hierauf mittelst des Hahnes k und dessen Röhre r in den Behälter A gelassen,
wodurch die in A bereits befindliche Flüssigkeit durch den Rohrmantel E in den
Behälter B überfliefst, nachdem vorher der Hahn i geschlossen war.
Nach genügender Füllung des Behälters B wird der Hahn k ebenfalls geschlossen; hiernach
wird durch Oeffnen des Hahnes / so viel Kalkhydrat aus dem Behälter D in den Behälter
B gebracht, als erfahrungsgemäfs zum Austreiben des in dem Quantum B enthaltenen
gebundenen Ammoniaks erforderlich ist. Bevor das Abdampfen von neuem wieder beginnt,
wird aus einem höher gestellten Reservoir der Behälter C mittelst Hahnes m wieder mit frischer,
abzudestillirender Flüssigkeit gefüllt, und der ganze Procefs wiederholt sich, wie vorher beschrieben.
Verschlufsdeckel 0 dient zur bequemen Reinigung des Behälters A. Die an dem Mantel
des Behälters B rund herum angebrachten kleinen Mannlöcher p dienen zur Reinigung
von B.
Zur Reinigung des Behälters C wird der Behälter D abgeschraubt, wodurch der Zugang
erreicht wird. An Stelle der im Behälter C angebrachten Röhre g werden je nach der
Gröfse des Apparates zwei oder mehrere solche angebracht.
In einer weiteren Modification des ganzen Systemes wird der Behälter D vom Behälter C
getrennt verwendet und letztere mit ersterer durch eine Röhre verbunden.
An Stelle der Feuerung / kann auch jede andere Art von Feuerung unter dem Behälter A
verwendet werden.
Der Querschnitt der beschriebenen Behälter kann rund, oval oder eckig gewählt werden.
χ und y sind Wasserstandszeiger, um die Flüssigkeitsniveaus im Innern beobachten zu
können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Kessel zur Destillation ammoniakhaltiger Flüssigkeiten, bestehend aus dem heizbaren, oben offenen und mit Verschlufsdeckel ο versehenen Unterkessel A, oben geschlossenen und unten offenen Cylindermantel E, Behälter B mit Steigröhre g, Verbindungsröhre s, Behälter C mit Sturzröhre α und Verbindungsrohr r und Behälter D, wobei es möglich ist, den Kesseltheil A allein, ohne B und C, mit directem Feuer heizen zu können, wobei ferner die zu verarbeitende Ammoniakflüssigkeit von C nach A und von A nach B übergeführt werden kann und die Abdampfung in der Weise erfolgt, dafs das Ammoniakwasser zuerst in dem oberen Behälter C durch Dampf aus B erwärmt, dann in dem unteren Kesselraum A zur Dampfentwickelung weiter erhitzt und schliefslich im mittleren Theil B mit Kalkmilch versetzt und mit Dampf aus A abdestillirt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21707C true DE21707C (de) |
Family
ID=298382
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21707D Active DE21707C (de) | Apparat zur Destillation ammoniakhaltiger Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21707C (de) |
-
0
- DE DENDAT21707D patent/DE21707C/de active Active
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