DE216088C - - Google Patents
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- DE216088C DE216088C DENDAT216088D DE216088DA DE216088C DE 216088 C DE216088 C DE 216088C DE NDAT216088 D DENDAT216088 D DE NDAT216088D DE 216088D A DE216088D A DE 216088DA DE 216088 C DE216088 C DE 216088C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C17/00—Fulling
- D06C17/02—Fulling by rollers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Mechanical Operated Clutches (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 216088 KLASSE Ba, GRUPPE
HERMANN KRANTZ in AACHEN.
Ausrückvorrichtung für Walzenwalken. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Dezember 1907 ab.
Die bisherigen Einrichtungen an Walzenwalken zum Stillsetzen der Maschine bei Unregelmäßigkeiten
im Warengang schalten sowohl beim Zurückbleiben der Leitwalze als auch beim Anheben des Leitrechens auf Umwegen
und durch Verschiebung des Riemens auf die Leerscheibe die Antriebskraft aus.
Hierbei ist, der Zeitabschnitt zwischen dem Auftreten der Unregelmäßigkeit im Warengang
ίο und dem völligen Stillstand der Maschine so
groß, daß während dieser Zeit Beschädigungen der Ware vorkommen können.
Dieser Zeitverlust entsteht durch die Benutzung von Umwegen und dadurch, daß
zum Überleiten des Riemens auf . die Leerscheibe eine Umdrehung der Riemenseheibe
erforderlich ist, und daß die in den umlaufenden Massen aufgespeicherte lebendige Kraft
die Maschine weiterzutreiben sucht. Vorliegende Erfindung bezweckt daher, eine Ausrückvorrichtung
zu scharfen, welche empfindlicher ist und schneller wirkt als die bisherigen.
Diese neue Ausrückvorrichtung kennzeichnet sich dadurch, daß in einem hohlen Ende
der Leitwalzenachse ein unter Federspannung stehender Ausrückbolzen bei regelmäßigem'
Warenlauf durch eine mit der Leitwalzenachse verbundene, mit der von der Walkwalze angetriebenen
Losscheibe zusammen arbeitende Sperrklinke festgehalten wird, bei unregelmäßigem
Warenlauf aber nach erfolgter Auslösung der Klinke unmittelbar den Ausrückhebel für eine auf der Walkwalzen welle sitzende
Ausrückkupplung beeinflußt.
Der Erfmdungsgegenstand ist auf der Zeichnung dargestellt.
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Fig. i stellt eine Vorderansicht,
Fig. 2 einen Grundriß (Maschine eingerückt),
Fig. 3 eine Seitenansicht in größerem Maßstab, .
Fig. 4 einen Grundriß (Maschine ausgerückt) und
Fig. 5 und 6 einen Sonderteil in zwei verschiedenen
Stellungen dar.
Der Antrieb der Walkwalzen erfolgt durch die als Schwungrad ausgebildete Riemscheibe i,
welche lose auf der Walkwalzenachse 2 sitzt und mit dieser durch eine Kupplung 3 verbunden
werden kann. Statt der gezeichneten einfachen Reibkupplung kann auch jede beliebige andere
Kupplung verwendet werden, welche schnell und leicht ausrückbar ist.
Die auf der Achse 2 verschiebbare Kupplungshälfte 3 trägt eine Riemscheibe 4, welche
mittels Zugorgans 5 die Scheibe 6 antreibt. Diese sitzt lose auf der Achse 7 der Leitwalze 18
und ist auf einer Seite mit Sperrzähnen 8 versehen. Die dazugehörige Sperrklinke 9 ist mit
der Achse 7 verbunden und wird von dieser mitgenommen. Die Klinke 9 trägt unterhalb
ihres Sperrzahns 10 einen Ansatz'11, welcher durch eine Ausklinkung 12 der an dieser Stelle
hohlen Achse 7 hindurchtritt und sich in seine Rast 13 eines Bolzens 14 legt. Eine Feder 15
ist. bestrebt, den Ausrückbolzen 14 vorzutreiben, Dies kann nur geschehen, wenn die Sperrklinke
und damit auch der Ansatz 11 angehoben und dadurch der Bolzen 14 freigegeben wird. In
diesem Zustand schießt der Bolzen vor und nimmt den Arm 16 des Ausrückhebels 17 plötzlieh
mit. Dadurch wird die Kupplung gelöst; zugleich kann aber auch die Kupplungshälfte 3
gegen einen am Maschinengestell angebrachten Reibkegel 28 gedrückt werden, der als Bremse
wirkt und das schnelle Stillsetzen der Maschine unterstützt. Die Anordnung von Bremsen, die
beim Ausrücken des Walkwalzantriebs in Wirkung treten, ist bei Walkwalzen bereits bekannt;
sie bildet keinen Teil der Erfindung.
Das Anheben der Sperrklinke kann erfolgen:
1. durch die Sperrzähne 8, wenn die Umdrehungszahl
der Leitwalze 18 gegenüber der Umdrehungszahl der Sperrscheibe 6 zurückbleibt,
so daß die Sperrklinke auf dem Rücken eines Sperrzahns in die Höhe gleitet,
2. durch Arischlagen des Klinkenansatzes 20 an einen vom Leitrechen aus bewegten Ansatz 21,
welcher sich der umlaufenden Klinke in den Weg stellt, so daß letztere plötzlich angehoben
wird.
Der erste Fall tritt ein, wenn die Warengeschwindigkeit kleiner wird als die Umfangsgeschwindigkeit
der Walk walzen. Die von der Ware mitgenommene Leitwalze 18 läuft dann
langsamer als die von der Walkwalze aus getriebene Lossperrscheibe 6, die Sperrklinke 9
bleibt gegen den Sperrzahn zurück und hebt sich aus.
Der zweite Fall tritt ein, wenn ein Warenstrang sich verschlingt, Knoten bildet und
infolgedessen durch die Öffnung im Leitrechen 22 nicht hindurch kann. Dadurch wird der
um Bolzen 23 drehbare Leitrechen hochgehoben. Diese Bewegung überträgt sich durch eine
Zugstange 24 auf den Hebel 25, dessen Nabe in ein Segment 26 mit dem bereits erwähnten
Ansatz 21 ausläuft. Durch das Anheben des Leitrechens wird der Anschlag 21 als Hindernis
in die Bahn des Klinkenansatzes 20 gebracht, so daß die Klinke plötzlich zurückweichen muß.
Der Vorteil dieser Einrichtung liegt außer in der großen Empfindlichkeit namentlich in
der sehr schnellen und sicheren Wirkungsweise. Um die Maschine stillzusetzen, genügt ein Zurückbleiben
der Leitwalze gegenüber dem Sperrrad um eine Sperrzahnteilung. Da diese beliebig
klein gemacht werden kann, so hat man es in der Hand, die Vorrichtung beliebig empfindlich
zu machen.
Im Gegensatz zur bisher gebräuchlichen schleichenden Riemenverschiebung wirkt die
Einrichtung außerordentlich schnell und bringt die Maschine in kürzester Zeit zum Stillstand;
denn nach Freigabe des Ausrückbolzens 14 schießt derselbe vor, nimmt den Ausrückhebel
16 unmittelbar —- unter Vermeidung von Zwischengliedern
— sofort mit und drückt außerdem die im gezeichneten Fall als Bremsscheibe
ausgebildete, auf der Walkwalzenwelle 2 sitzende Riemscheibe 4 gegen den Bremskegel 28 fest.
Ein anderer Vorzug dieser Ausrückvorrichtung besteht darin, daß die Glieder der Abstellvorrichtung
entlastet sind, daß also kein Rückdruck auftritt, der dem Auslösen entgegenwirkt.
Von Vorteil ist es auch, daß die Einrichtung keine Bedienung erfordert. Ist die Vorrichtung
einmal in Tätigkeit getreten, der Bolzen 14 also vorgeschossen, so wird beim nächsten
Ingangsetzen der Maschine die Vorrichtung selbsttätig wieder in Bereitschaft gebracht
beim Einrücken der Kupplung bringt der Ausrückhebel 16 den Ausrückbolzen wieder unter
Federspannung, die Sperrklinke fällt in die Rast des Bolzens, und die Vorrichtung ist gewissermaßen
wieder geladen. Sie beeinflußt in diesem Zustand nicht im geringsten den Ausrückhebel.
wenn die Maschine von Hand aus- und eingerückt werden soll. Dagegen kann die Maschine
dauernd überhaupt nicht in Betrieb gehalten werden, wenn die Sperrklinke nicht in der
Rast des Ausrückbolzens ruht, d. h. wenn die Sicherheitsvorrichtung nicht in Bereitschaft
steht. . . ■
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Ausrückvorrichtung für Walzenwalken, die sowohl durch Zurückbleiben der Leitwalze als auch durch Anheben des Leitrechens die W7alke ausrückt, dadurch gekennzeichnet, daß in einem hohlen Ende der Achse (7) der Leitwalze (18) ein unter Federspannung stehender Ausrückbolzen (14) angeordnet ist, der bei regelmäßigem Warenlauf durch eine mit der Leitwalzenachse (7) verbundene, mit der von der Walkwalze (19) angetriebenen Losscheibe (6) zusammen arbeitende Sperrklinke (9) festgehalten wird, bei unregelmäßigem Warenlauf aber nach erfolgter Auslösung der Klinke unmittelbar den Ausrückhebel (16) für eine auf der Walkenwalzwelle (2) sitzende Ausrückkupplung beeinflußt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216088C true DE216088C (de) |
Family
ID=477532
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216088D Active DE216088C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216088C (de) |
-
0
- DE DENDAT216088D patent/DE216088C/de active Active
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