DE215128C - - Google Patents

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DE215128C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vl 215128 KLASSE Qn. GRUPPE
auf .Baumwollgewebe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. November 1907 ab.
Es ist bekannt, daß man Indigo durch Aufdruck von verdicktem Mangansuperoxyd und eine darauffolgende Passage durch warme Salzsäure ätzen kann (Schützenberger, Farbstoffe, Bd. Π, 1870, S. 553). . Ferner ist es bekannt, daß auf der Faser erzeugter Manganbister eine Vertiefung der Nuance an den bedruckten Stellen beim Färben mit Indigo hervorruft.
Unter diesen Umständen war es keineswegs vorauszusehen, daß man eine äußerst wirksame Reserve für Indigo erhält, die sogar der mechanischen Beanspruchung in der Kontinueküpe widersteht, wenn man den Manganbister bei Gegenwart von Verdickungsmitteln und einem geringen Zusatz von Oxydationsmitteln (vgl. Laub er, Handbuch d. Zeugdrucks 1883, Bd. I, S. 117) auf der Faser herstellt.
Besonders eignet sich diese Manganbisterreserve zur Erzeugung bunter Effekte mit Hilfe von Azof arbstoff en, die auf der Faser erzeugt werden. Zu diesem Zwecke wird das mit alkalischer Naphtollösung imprägnierte Gewebe mit dem verdickten Gemisch von Chlormangan und Alkalibichromat, dem man eine Diazolösung zugesetzt hat, bedruckt, das Gewebe nach einigem Lagern auf der Rouletteküpe gefärbt und dann in einem warmen Schwefelsäurebade, dem man Rhodankalium zugesetzt hat, abgesäuert. Nach dem Färben einer solchen, z.B. p-Nitrodiazobenzol enthaltenden Reserve erhält man zunächst kein Rot, sondern ein Braun, welches erst im Reduktionsbade in Rot übergeht.
Durch die Nutzbarmachung des auf der Faser bei Gegen wärt von Verdickungsmitteln gefällten Manganbisters als Indigoreserve ist die kleine Gruppe der chemisch wirksamen Reserven um ein neues wertvolles Glied bereichert worden. Die Bisterreserve besitzt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen den Einfluß des alkalischen Küpenansatzes und gegen die mechanische Wirkung der Walzen der Kontinueküpe und schließt endlich, da. keine Nachätzung auftritt, jede schädigende Wirkung auf die Faser aus. Den Kupfersalzen gegenüber weist die Bisterreserve bei der Herstellung von Paranitranilinrot unter Indigo auch den Vorteil auf, daß sie das Rot ungetrübt erhält, während die Kupfersalze in diesem Falle kein Rot, sondern ein trübes Braun liefern. . ■
Beispiel einer p-Nitranilinrotreserve unter Indigo:
Naphtolpräparatioii des, Gewebes: 40 g Leim (1 Teil Leim auf 1 Teil Wasser), 25 g Naphtol, 25 g Ätznatron oder 25 g Lauge 360 Be., 40 g Soda, 20 g Türkischrotöl auf 11 Wasser.
Reserve 1 (Rotreserve). 250 g Gummi arabicum ι/ι, 500 g Manganchlorür i/i, 40 g Azophor, 15 g Natriumbichromat.
Beispiel einer Weißreserve.
Reserve II (Weißreserve). 150 g Manganchlorür, 50 g Wasser, 100 g Gummi arabicum, 10 g Natriumbichromat.
Sehr zweckmäßig kann auch an Stelle des Azophors frisch bereitete Diazolösung verwendet werden nach folgender Formel:

Claims (1)

  1. 2S Gummi arabicum i/i, 500 g Mangarichlorür i/i in Gummi, 340 ecm Diazolösung, 24 g Natriumbichromat, 55 g Natriumacetat. Diazolösung: 49 g p-Nitranilin, 190 g heißes Wasser, 133 g Salzsäure 21 °, 350 g kaltes Wasser, kühlen auf je il dieses Ansatzes, 100 ecm Nitritlösung 4/10.
    ;■- Die zum Reinmachen des Papps dienende 2,prozentige Schwefelsäure wird zweckmäßig mit Rhodankalium versetzt, um auf der Faser * niedergeschlagene Manganoxyde zu entfernen. / : Für Perrotinedruck fügt man der Reserve, um deren Druckfähigkeit zu erhöhen, zweckmäßig etwas Chinaclay zu.
    . Patent-ÄnspkIuch:
    . Verfahren zur Herstellung weißer und bunter Reserven unter Indigo auf Baumwollgewebe, dadurch gekennzeichnet, daß man auf der mit Alkalien bzw. Naphtolen und Alkali in bekannter Weise vorbereiteten Faser verdickte Lösungen von Manganosalzen unter Zusatz geringer Mengen von ; Oxydationsmitteln sowie gegebenenfalls der zur Illuminierung erforderlichen Substanzen aufdruckt und die Reserven nach dem Ausfärben in der Indigoküpe im sauren Reduktionsbade entfernt.
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