DE21371C - Neuerungen an Kohlenbrennern für elektrische Lampen - Google Patents

Neuerungen an Kohlenbrennern für elektrische Lampen

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DE21371C
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C. WETTER in London
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K1/00Details
    • H01K1/02Incandescent bodies
    • H01K1/04Incandescent bodies characterised by the material thereof
    • H01K1/06Carbon bodies

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  • Gas Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung besteht in dem Verfahren, Kohlenbrenner für elektrische Lampen aus Haar zu bereiten und zu erzeugen.
Ein geeignetes Verfahren zur Herstellung der Haarbrenner besteht darin, dafs man den Haarbüschel, am besten Menschenhaar, zunächst in ein alkalisches Bad von genügender Stärke bringt und das Haar so lange in dem Bade läfst, dafs die Fettbestandtheile aus demselben gänzlich entfernt werden. Man kann jedoch auch verdünnte Schwefelsäure oder andere schwache Säuren, welche auf die fettigen Theile des Haares einwirken, die Structur des Haares jedoch nicht angreifen, anwenden, anstatt die Haare mit Alkalien zu behandeln. Endlich kann man einen grofsen Bestandteil des Fettes oder Oeles aus dem Haar dadurch entfernen, dafs man dasselbe hinreichend lange einer mäfsigen Hitze aussetzt.
Nach Entfernung der Fettbestandtheile kann man die Haarbüschel ausgestreckt auf eine Platte aus Glas oder andere glatte Oberfläche legen und dieselben so lange liegen lassen, bis sie völlig getrocknet sind. Zu diesem Zweck kann man die Enden der Haare mittelst eines geeigneten Klebmaterials oder selbst durch die von den Alkalien oder Säuren, mit denen das Haar behandelt war, herrührende Feuchtigkeit auf der Unterlage befestigen. Durch das Trocknen der Haarbüschel in gespannter und schwach gestreckter Lage wird verhindert, dafs die Haare sich während des Carbonisirens krümmen.
Nachdem die Haarbüschel auf diese Weise getrocknet sind, werden dieselben in passende Formen mit Vertiefungen oder Kanälen gebracht, welche die Gestalt der zu erzeugenden Kohlenbrenner besitzen. Alsdann carbonisirt man durch Erwärmen der Formen auf die geeignete Temperatur in der für das Carbonisiren von Brennern für Incandescenzlampen bekannten Weise.
Nach Beendigung der Carbonisation ist das Haar für die Benutzung in Lampen fertig und können die Enden in irgend welcher Art mit den Zuleitungsdrähten der Lampe verbunden werden.
Es ist festgestellt worden, dafs das menschliche Kopfhaar sich besser eignet ' als das der Thiere. Das Haar der Chinesen gab bei den Versuchen die besten Resultate. Diese Erscheinung mag vielleicht dem Umstände zugeschrieben werden, dafs das Haar der Chinesen, so weit es sich feststellen liefs, gröber und rauher war als das Haar anderer Menschenracen; ferner zeigt dies Haar besonders gleichmäfsige Querschnitte.
Es mag noch darauf hingewiesen werden, dafs man für die Brenner der Incandescenzlampen· alle möglichen Materialien vorgeschlagen und angewendet hat, jedoch wird von diesen Materialien keines in grofser Menge in dem Zustande vorgefunden, dafs es die geeignete Form für die Kohle schon besitzt, weshalb ein grofser Theil der Fabrikationskosten auf die Arbeit kommt, welche nothwendig ist, um das Material durch Schneiden, Formen, Zertheilen mittelst Stempel oder anderer Vorrichtungen in die für die Brenner erforderliche Form zu bringen. Es liegt daher bei Benutzung von Haaren zur Herstellung von Brennern für Incandescenzlampen ein Häuptvortheil darin, dafs dieses Material in grofser Fülle und in allen möglichen
Querschnittsformen zu haben ist, ohne dafs es nöthig wäre, eine Vorbereitung oder Zertheilung des Materials zu dem Zwecke vorzubereiten, demselben die für die Herstellung der Kohlenbrenner nöthige Form zu geben. Das Haar der Individuen einer und derselben Race unterscheidet sich schon ganz bedeutend in seiner Stärke; noch' gröfser ist aber der Unterschied in der Stärke des Haares der verschiedenen Racen angehörenden Individuen.
Kohlenbrenner, welche in geeigneter Weise aus Haar hergestellt wurden, sind in Bezug auf Dichtigkeit allen anderen Kohlen, in Bezug auf ihre Form den meisten, wenn nicht ebenfalls allen anderen Kohlen überlegen. Werden derartige Brenner aus geeignetem Material angefertigt, was immer leicht erhalten werden kann, so sind sie in ihrer ganzen Länge höchst gleichmäfsig in ihrer Structur und im Durchmesser und bekommen weniger leicht Risse und Fehler während des Carbonisirens. Dies ist vor allem dem Umstand zuzuschreiben, dafs sie nur einen höchst geringen Procentsatz kieselartiger Bestandtheile enthalten ini Vergleich mit Holzfasern oder den meisten vegetabilischen oder mineralischen Producten, aus denen man bisher derartige Kohlenbrenner anfertigte.
Haarkohlen sind, wenn sie in geeigneter Weise angefertigt. werden, wesentlich zäher, biegsamer und viel dauerhafter als Kohlen aus anderem Material; sie können mit gröfster Leichtigkeit in die erforderliche Form gebogen werden, selbst wenn sie in geradem Zustande carbonisirt wurden.
Aufser der höheren Dichtigkeit der Haarkohlen, der Reinheit, Biegsamkeit, Dauerhaftigkeit 'und der grofsen Auswahl an geeignet gestaltetem Haar für alle möglichen verschiedenen Stärken und Formen, wobei man nicht nothwendig hat, das Material irgendwie mechanisch zu zertheilen etc., ist noch ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vortheil mit der Anwendung des Haares zur Herstellung der Brenner verbunden, welcher Vortheil in der rohrartigen Gestalt des Haares liegt, infolge dessen die gleiche Masse Kohlen eine bedeutend gröfsere strahlende Oberfläche darbietet, wie ein massiver Cylinder.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Das Verfahren, Haarbrenner für Incandescenzlampen herzustellen, bestehend in der Entfernung der OeI- und Fettbestandtheile aus dem Haar und Carbonisiren oder Verkohlen desselben.
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