AT237478B - Verfahren zum Erweichen von Holz zum Vorbereiten der Herstellung holzgefaßter Minen - Google Patents

Verfahren zum Erweichen von Holz zum Vorbereiten der Herstellung holzgefaßter Minen

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  Verfahren zum Erweichen von Holz zum Vorbereiten der Herstellung holzgefasster Minen 
Es ist bekannt, dass bei längerem Erwärmen von Holz auf Temperaturen oberhalb 105 C eine ther- mische Zersetzung des Holzes stattfindet. Diese Zersetzung verläuft umso schneller, je höher die ange- wendete Temperatur ist. Die Zersetzung wird bei trockenem Holz durch Abgabe flüchtiger Bestandteile und leicht zersetzlichen Zellinhaltes eingeleitet. In der gleichen Zeit beginnen bereits eine gewisse
Zersetzung und Pyrolyse der Cellulose ; es erfolgt zunächst eine Entwicklung von Gasen bei 150 C, die zunächst langsam einsetzt und dann immer schneller fortschreitet. Bei etwa 2000C fängt bereits eine starke Zersetzung des Holzes an, die bei etwa 2750C ihren Höhepunkt erreicht und bei   noch höheren  
Temperaturen, bei denen oxotherme Prozesse ablaufen, wieder abnimmt. 



   Untersuchungen haben nun ergeben, dass bei Erhitzen des Holzes auf eine Temperatur zwischen
200 und 2300C die Zersetzung des Holzes in der Weise verläuft, dass es nach einiger Zeit ausreichend erweicht, d. h. weich und leicht schnitzbar wird, so dass es für die Herstellung von Blei-, Tinten- und/oder Farbstiften, auch zur Fassung anderer Stoffe in Holz, etwa von Gummiseelen zum Radieren, geeignet, seine Struktur aber noch erhalten ist. Die Dauer der Erhitzung bis zur Erreichung der ge- wünschten Erweichungsstufe hängt im einzelnen von der verwendeten Holzart, von den Abmessungen des Holzes und von seinem Feuchtigkeitsgehalt ab. 



   Es ist auch schon bekanntgeworden, die Erweichung des Holzes zum Vorbereiten der Herstellung holzgefasster Minen aus Graphit, Farbmassen, Gummi usw. durch eine Imprägnierung mit Paraffin, Ölen, Fetten Wachs oder Lösungen von sulphurierten Ölen, Fetten und Fettalkoholen durchzuführen. 



   Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass sich besonders vorteilhafte Ergebnisse dadurch erreichen lassen, dass man sowohl ein Erhitzen auf hohe Temperaturen als auch ein Imprägnieren mit Paraffin durchführt. 



   Demgemäss kennzeichnet sich das erfindungsgemäss vorgeschlagene Verfahren zum Erweichen von Holz zum Vorbereiten der Herstellung holzgefasster Minen durch Einbringen des Holzes in geschmolzenes Paraffin und nachfolgendes Abkühlen dadurch, dass die Schmelze während der Behandlung auf eine Temperatur von 200 bis 2300C gebracht wird. 



   Auf diese Weise behandeltes Holz zeichnet sich gegenüber nach bekannten Verfahren für die Bleistiftherstellung vorbereitetem Holz dadurch aus, dass es unter voller Erhaltung der Holzstruktur besonders weich ist und sich deshalb leicht abschnitzen lässt. Erhitzung auf hohe Temperatur und Imprägnierung mit Paraffin verleihen dem Holz eine hohe Dimensionsstabilität, da die durch den hygroskopischen Charakter des Holzes bedingten Quell- und Schrumpfeigenschaften des Holzes stark vermindert werden. Durch die Verbesserung der Eigenschaften wird die Neigung des Holzes, sich zu verziehen, wesentlich vermindert. Eine weitere vorteilhafte Wirkung der Behandlung besteht darin, dass eine erleichterte Bearbeitbarkeit eintritt, so dass derart behandeltes Holz nach dem Hobeln eine besonders glatte Oberfläche aufweist. 



   Setzt man dem Paraffin einen Farbstoff zu, so wird auch dessen feine Verteilung mit einheitlicher Durchfärbung des Holzes erzielt. 



   Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens ergibt sich aus dem nachfolgenden Beispiel, wobei zu erwähnen ist, dass sich dieses Verfahren besonders erfolgreich bei pinus mercusii und jungem Teakholz (tectona grandis) durchführen lässt. 



   Beispiel : Aus   luftrockenem Holz   werden Stücke von   19 cm Länge, 6, 5   cm Breite und 2 cm Dicke hergestellt, die vorzugsweise noch gehobelt werden. In einem Eisenkessel wird Paraffin geschmolzen und 

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 auf eine Temperatur von 200 bis    2300C   erhitzt. Nachdem das Paraffin diese Temperatur erreicht hat, werden die Holzstücke eingetragen. Von dem Holz steigen sofort lebhaft Luftblasen auf, doch hört der Vorgang nach einiger Zeit auf, da die Porenluft dann ihre grösste Ausdehnung erreicht hat. Das Holz wird beispielsweise ein bis zwei Stunden in dem heissen Paraffin belassen, dann rasch herausgenommen und an der Luft abgekühlt, wobei das an der Oberfläche haftende Paraffin absorbiert wird.

   Nach dem Abkühlen werden die Holzstücke in bekannter Weise in Stäbe geschnitten, gehobelt und sind dann fertig für die Fertigung von Holzfassungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Erweichen von Holz zum Vorbereiten der Herstellung holzgefasster Minen durch Einbringen des Holzes in geschmolzenes Paraffin und nachfolgendes Abkühlen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelze während der Behandlung auf eine Temperatur von 200 bis 2300C gebracht wird.
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