DE212641C - - Google Patents

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DE212641C
DE212641C DE1904212641D DE212641DA DE212641C DE 212641 C DE212641 C DE 212641C DE 1904212641 D DE1904212641 D DE 1904212641D DE 212641D A DE212641D A DE 212641DA DE 212641 C DE212641 C DE 212641C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/10Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 212641 KLASSE 12o. GRUPPE Π.
Zusatz zum Patente 209417 vom 3. März 1904.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. März 1904 ab. Längste Dauer: 2. März 1919.
Weitere Versuche mit dem Verfahren des Hauptpatentes haben ergeben, daß die dort als notwendig angegebene Verwendung giößerer Mengen Wassers, sowie die Erhitzung' über den Siedepunkt der angewandten Lösungen auch gestattet, die Alkalien nicht allein in Form von Hydroxyden, sondern auch in einer ganzen Reihe ihrer Verbindungen, sowie statt der Alkalien auch Erdälkalien mit Vorteil anzuwenden.
Die von der Eiünderin zuerst beobachtete große Affinität des Kohlenoxydgases zu überhitztem Wasser bewirkt, wie im Hauptpatent . angegeben, eine intermediäre Bildung von freier Ameisensäure, welche imstande ist, aus Verbindungen mit schwächeren Säuren, wie z. B. Kohlensäure, diese zu verdrängen und so direkt Formiate zu bilden.
Auch aus Alkaliverbindungen mit stärkeren Säuren ist in indirekter Weise in einer einzigen Operation die Formiatdarstellung möglich, so bei Natriumsulfat, indem man dieses in wässeriger Lösung, gemischt mit der äquivalenten Menge Kalkmilch in überhitztem Zustand mit Kohlenoxyd behandelt. In glatter Reaktion entsteht Natriumformiat und Gips. Natürlich kann man auch zuerst Erdalkaliformiate herstellen und diese mit Sulfaten umsetzen.
Das durch vorliegendes Verfahren ermöglichte Resultat ist neu und überraschend.
Berthelot hat allerdings im Jahre 1856 (Ann. de chim. et de phys. [3], 46, S. 480) schon nachgewiesen, daß Kohlenoxyd ■ mit feuchtem Alkalicarbonat reagiert; er hat bei 220° in Glaskolben gearbeitet; daraus geht ohne weiteres hervor, daß er zum Anfeuchten seiner Masse nur so viel Wasser anwandte, als zur Reaktion nötig war
{KzC0s CO +H2O = 2HCOOK + CO2)
4°
und in das Molekül des Formiates eintrat, sonst hätte er einen Druck von 20 und mehr Atm. zu erwarten gehabt, welchen ein Glaskolben nicht aushält.. Er hat also im Gegensatz zu vorliegendem Verfahren nicht mit ; wässeriger Carbonatlösung gearbeitet und natürlich auch nicht über dem Siedepunkt einer solchen. Er hat in 10 bis 15 Stunden wenige Prozente seines Carbonates umgewandelt; bei vorliegendem Verfahren wird bei Benutzung der im Hauptpatent beschriebenen Arbeitsweise, wenn statt der Natronlauge von 200Be. eine Sodalösung von 40 Prozent verwandt und die Kohlensäure von Zeit zu Zeit abgeblasen wird, in längstens 2 Stunden eine vollständige Umwandlung der Soda in Formiat erreicht. Ein derartiger Erfolg ist nach Berthelot unmöglich.
Das gleiche gilt für die Erdalkalien. Da hat Berthelot nur bei gewöhnlicher Temperatur und mit Alkohol Versuche angestellt (Ann. de chim. et de phys. 3,. 61 [1861], S. 467), weil er einen Versuch mit Wasser

Claims (1)

  1. für aussichtslos hielt. Bei vorliegendem Verfahren ist die Umwandlung in 3 bis 4 Stunden beendet. Noch besser, beinahe so gut, wie mit Ätzkali, geht die Reaktion bei Verwendung .von Sulfaten und Erdalkalien.
    Die Herbeiführung einer innigen Berührung ist ebenso wichtig wie beim Hauptpatent. Die Vorteile liegen in der Möglichkeit der Verwendung billigerer Ausgangsmaterialien.
    Bei solchen Substanzen, welche sich in Wasser schwer lösen, ist die Gegenwart von so viel Wasser nötig, daß eine vollständige Suspension des Körpers stattfindet.
    Bei dem beschriebenen Verfahren kommt zu den im Hauptpatent angegebenen Vorteilen noch der große, daß man mit weit billigerem Ausgangsmaterial arbeitet.
    Pa τ ε ν τ - A ν s γ r υ c η :
    Weitere Ausbildung des durch das Hauptpatent 209417 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Formiaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalien durch Alkalisalze, gegebenenfalls im Gemisch mit Erdalkalihydroxyden, oder durch Erdalkalihydroxyde allein ersetzt werden, und die . Reaktion oberhalb des Siedepunktes der betreffenden Lösung bzw. Suspension vorgenommen wird.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckereI.
DE1904212641D 1904-03-07 1904-03-07 Expired - Lifetime DE212641C (de)

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AT44374D AT44374B (de) 1904-03-07 1909-03-13 Verfahren zur Darstellung von Formiaten.

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