DE212389C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE212389C DE212389C DENDAT212389D DE212389DA DE212389C DE 212389 C DE212389 C DE 212389C DE NDAT212389 D DENDAT212389 D DE NDAT212389D DE 212389D A DE212389D A DE 212389DA DE 212389 C DE212389 C DE 212389C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- guaiacol
- acid
- sulfonic acid
- water
- sulfonic
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C309/00—Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 212389 KLASSE YIq. GRUPPE
F. HOFFMANN-LA ROCHE & CO. in BASEL.
und deren Salzen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. April 1908 ab.
Nach den Angaben der Patentschrift 188506,
Kl. 12 q, entstehen bei der Sulfurierung von Guajacol mit konzentrierter Schwefelsäure
zwei Sulfosäuren, deren Trennung den Gegenstand des Patents 188506 bildet.
Die in der genannten Patentschrift unter Vorbehalt als Guajacol-o-sulfosäure bezeichnete
Isomere der p-Säure hat sich nach eingehender Untersuchung als Guajacol-m-sulfosäure:
OH
S CL Η-*
(Paul, Berichte 39 [1906], S. 2773) erwiesen. Es wurde nun gefunden, daß man die Bildung
der Guajacol-p-sulfosäure von vornherein vermeiden kann, wenn man an Stelle von
Guajacol die Acidylguajacole sulfuriert. Die hierbei entstehenden Acidylguajacolsulfosäureri
werden nicht isoliert, sondern zwecks Darstellung der Guajacol-5-sulfosäure durch Verseifen
unmittelbar in letztere übergeführt. Man erhält ein Produkt, das frei von Guajacol-p-sulfosäure
ist, wie sich leicht mit Hilfe der in der Patentschrift 188506 angegebenen Reaktionen
nachweisen läßt. Die so entstandene SuIf0-säure ist die von Paul als Guajacol-m-sulfosäure
erkannte Säure, wie durch ihre Überführung in das i-Äthoxy^-methoxy-s-benzolsulfosäureamid
(Paul, Berichte 39 [1906], S. 2731) bewiesen wurde. Beim Arbeiten nach
vorliegendem Verfahren erübrigt sich somit die in der Patentschrift 188506 beschriebene
Trennung der Guajacol-5-sulfosäure von der ρ-Säure.
Fein gepulvertes Guajacolcarbonat (Bull. Soc. Chimique, 3 ser., Bd. 11 [1894], S. 704;
vgl.' auch Patentschriften 58129 und. 99057, Kl. 12) wird unter Rühren allmählich in konzentrierte
Schwefelsäure von 66° Be. eingetragen, worauf man so lange weiter rührt, bis eine Probe sich klar in Wasser löst. Das
Sulfurierungsgemisch wird hierauf mit Wasser verdünnt und die gebildete Guajacolcarbonatsulfosäure
(schmilzt bei I15 bis 117° unter
Kohlensäureabspaltung, zerfließt an feuchter Luft und entwickelt beim Erwärmen ihrer
wässerigen Lösung Kohlensäure) durch Erhitzen auf dem Dampfbade verseift. (Falls während
der Sulfurierung die Temperatur über 6o° steigt, beginnt bereits dort die Kohlensäure-Abspaltung.)
Aus der erhaltenen Lösung wird die überschüssige Schwefelsäure durch Bariumcarbonat
oder Calciumcarbonat beseitigt und die Guajacol-5-sulfosäure oder ihre Salze in
üblicher Weise isoliert. ■
1,0 kg Acetylguajacol (Freyß, Chem. Centralbl.
1899, L, S. 835) wird in 1,0 kg Essigsäureanhydrid gelöst und zu dieser Lösung
unter Kühlung 1,0 kg konzentrierte Schwefelsäure von 66° Be. allmählich zugefügt. Nach
etwa einstündigem Stehen löst sich das Re-
aktionsprodukt klar in Wasser (die entstandene Acetylguajacolsulfosäure konnte nicht in
reinem Zustande isoliert werden); es wird zweckmäßig mit der gleichen Menge Wasser
verdünnt und behufs Entfernung der Essigsäure so lange mit Wasserdampf behandelt,
bis das Destillat nicht mehr sauer reagiert. Hierauf wird die Flüssigkeit etwas eingeengt,
mit Bariumcarbonat neutralisiert, das ausgefallene
Bariumsulfat abfiltriert und die Mutter-, lauge eingedampft. Man erhält so das Bariumsalz
der Guajacol-5-sulfosäure, das aus Wasser leicht umkristallisiert werden kann. An Stelle
des fertigen Acetylguajacols kann man natürlieh auch mit Vorteil unmittelbar das Acetylierungsgemisch
des Guajacols verwenden.
Beispiel III.
1,0 kg Benzoylguajacol (Patentschriften 55280
und 57941, Kl. 12) wird mit der gleichen Gewichtsmenge
Essigsäureanhydrid versetzt und unter Kühlung 1,0 kg konzentrierte Schwefelsäure
von 66° Be. zugefügt. Nach etwa zweistündigem Stehen ist die Sulfurierung unter
Bildung der Benzoylguajacolsufosäure beendet. (Diese Säure ist so zerfließlich, daß ihre Reindarstellung
auf große Schwierigkeit stößt; ihr Kaliumsalz bildet farblose, feinnadelige, in
Wasser leicht lösliche Kristalle). Das Reaktionsprodukt wird mit der doppelten Menge
Wasser verdünnt und der Benzoylrest durch Erwärmen auf dem Dampfbade abgespalten.
Die Hauptmenge der hierbei entstehenden Benzoesäure kann aus der abgekühlten Lösung
durch Filtration entfernt werden, während ihr noch gelöst gebliebener Anteil zusammen mit
der Essigsäure am einfachsten mit Wasserdampf ausgeblasen wird. Die weitere Verarbeitung
geschieht wie unter Beispiel II beschrieben. .
An Stelle der Schwefelsäure von 66° Be. kann auch Monohydrat oder schwach rauchende
Schwefelsäure zur Sulfurierung verwendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Guajacol-5-sulfosäure(0H:0.CHs:S03H = 1:2:5;und deren Salzen, darin bestehend, daß man Acidylguajacole mit oder ohne Zusatz von wasserbindenden Mitteln sulfuriert, die entstandenen Acidylguajacol-5-sulfosäuren verseift und nach Entfernen der überschüssigen Schwefelsäure und gegebenenfalls der aus der Hydroxylgruppe des Guajacols abgespaltenen Säuren die Guajacol-5-sulfosäure bzw. deren Salze in bekannter Weise isoliert.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE212389C true DE212389C (de) |
Family
ID=474125
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT212389D Active DE212389C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE212389C (de) |
-
0
- DE DENDAT212389D patent/DE212389C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1445506C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem a-Aminobenzylpenicillin | |
| DE212389C (de) | ||
| CH637404A5 (de) | Verfahren zur herstellung von 17-alpha-pregnenderivaten. | |
| DE269701C (de) | ||
| DE254715C (de) | ||
| DE922709C (de) | Verfahren zur Herstellung von Oximen | |
| DE48722C (de) | Verfahren zur Darstellung von O-Nitrobenzaldehyd aus O-Nitrobenzylchlorid | |
| EP0066770B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxybenzoesäure | |
| DE610317C (de) | Verfahren zur Herstellung von Dichloressigsaeure | |
| DE1114177B (de) | Verfahren zur Herstellung von Milchsaeure | |
| DE544887C (de) | Verfahren zur Darstellung von Dimethylolaceton und seinen Homologen | |
| DE962527C (de) | Verfahren zur Herstellung von Oxyhydroperoxyden | |
| DE81297C (de) | ||
| DE840994C (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Amidabkoemmlingen | |
| DE319368C (de) | Verfahren zur Darstellung von Paraldehyd | |
| DE167458C (de) | ||
| DE82816C (de) | ||
| DE281363C (de) | ||
| DE960275C (de) | Verfahren zur Herstellung von aromatischen Carbonsaeuren | |
| DE98760C (de) | ||
| DE610926C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aminoalkylsulfonsaeuren | |
| DE215050C (de) | ||
| DE91202C (de) | ||
| AT144023B (de) | Verfahren zur Darstellung eines basischen Aluminiumsalzes der Acetylsalicylsäure. | |
| DE354696C (de) | Verfahren zur Darstellung von Tropinmonocarbonsaeure |