DE21104C - Vorrichtung zum Anhalten scheu gewordener Pferde - Google Patents

Vorrichtung zum Anhalten scheu gewordener Pferde

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DE21104C
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Germany
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DENDAT21104D
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Original Assignee
J. GOUDET und G. DURO-ZAD in Lyon
Publication of DE21104C publication Critical patent/DE21104C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/13Devices for preventing bolting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S6: Pferdegeschirr.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 20. Juli 188a ab.
Unsere Erfindung bezweckt das Anhalten scheu gewordener Pferde vermittelst eines auf die Nasenlöcher derselben ausgeübten Druckes, ganz in derselben Weise, wie man einen solchen Druck oft mit der Hand ausübt, wenn man hinter dem scheuen Thier herläuft; der Unterschied liegt nur darin, dafs hier diese Wirkung ganz auf mechanischem Wege erzielt wird, und zwar entweder vom Kutschersitz oder vom Innern des Wagens oder von der Erde aus, und dafs man diesen Druck nach Belieben durch Zug an einem Riemen verstärken oder vermindern kann.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Vorrichtung ersetzt den Nasenriemen. Wie dieser ist er an beiden Seitenzügeln durch Schnallen aa, Fig. 1, befestigt, so dafs sich die Vorrichtung vor der Nase des Thieres befindet, Fig. 2 und 3.
Diese setzt sich zusammen aus zwei Peloten bb aus Gummi oder anderer geeigneter Masse, die an den Enden einer Blattfeder c befestigt sind, welch letztere an der Innenseite und auf Mitte des Nasenriemens festsitzt.
Diese Feder ist mit Leder überzogen, damit sie das Thier nicht verletzen kann. An die Enden der Feder greifen mit ihrem einen Ende zwei mit Scharnierstücken versehene Hebel dd an, welche durch Oeffnungen in dem Nasenriemen hindurchtreten und deren andere Enden auf der Vorderseite des Riemens gegen einander gerichtet sind und flache Augen e tragen. Eine in das Scharnier eingebrachte Schraubenfeder hält diese Hebel geschlossen, d. h. gegen die Vorderseite des Nasenriemens anliegend, so lange die Blattfeder c sich an das Innere desselben anlegt. Wie Fig. 2 zeigt, sind in dieser Stellung der Theile die Peloten b b von einander abgerückt und liegen zur Seite der Nase des Pferdes, ohne dasselbe zu · belästigen.
Die zum Anhalten dienenden Zugriemen sind an den Ringen e e befestigt und gehen durch zwei andere Ringe //, welche an der Seite des Nasenriemens festsitzen. Diese beiden Riemen vereinigen sich über dem Rücken des Thieres, und das Ende der vereinigten Riemen wird von dem Kutscher oder dem Reiter in der Hand gehalten. Wenn man an diesem Riemen zu ziehen beginnt, so drehen sich anfangs die genannten Hebel an der Blattfeder c, bis endlich eine am Ende angebrachte Nase gegen die Blattfeder stöfst. Wenn man zu ziehen fortfährt, biegt sich infolge dessen die Blattfeder auf ihrer Mitte durch, und die beiden Peloten rücken plötzlich gegen einander in dem Mafse, wie die Hebel in das Innere des Nasenriemens hineinrücken, wie dies Fig. 3 darstellt. Diese Bewegung hat die Wirkung, dafs dadurch die Nasenlöcher des Pferdes zugedrückt werden, was das Thier mehr oder minder am Athmen hindert, so dafs es gezwungen wird, stehen zu bleiben.
Der beschriebene Apparat hat die Vortheile, dafs er am Geschirrzeug keine einzige Hülfseinrichtung nöthig macht, und ferner, dafs er plötzlich oder allmälig, je nach dem Fall, mit voller Sicherheit und ohne eine Verletzung des
Pferdes befürchten zu müssen, in Thätigkeit gesetzt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Anhalten scheu gewordener Pferde, im wesentlichen aus zwei Peloten b b bestehend, die an den Enden einer an der Innenseite des Nasenriemens befestigten Blattfeder c so angeordnet sind, dafs durch mehr oder minder starkes Anziehen eines Hülfsriemens mittelst der Hebel d eine mehr oder minder starke Annäherung derselben gegen einander behufs Zudrückens der Nasenlöcher des Thieres hervorgebracht wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT21104D Vorrichtung zum Anhalten scheu gewordener Pferde Active DE21104C (de)

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