DE2104658B2 - Vorrichtung zum aufbringen eines pulverfoermigen auftragsmittels auf gegenstaende - Google Patents
Vorrichtung zum aufbringen eines pulverfoermigen auftragsmittels auf gegenstaendeInfo
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen eine« pulverförmigen Auftragsmittels auf Gegenstände,
v/ie Kühlschrankgehäuse od. dgl., mit mindestens einer in einem elektrostatischen Feld um eine
wenigstens annähernd vertikal angeordneten Achse J5
rotierenden Sprühscheibe, deren jeder eine Leitung (Rohr oder Schlauch) für das Zuführen des Aaftragsmittels
zugeordnet ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art werden pulverförmige Auftragsmittel der rotierenden Scheibe
durch ein Rohr zugeführt, das mit seinem Endabschnitt etwa senkrecht zur Scheibe verläuft und in geringem
Abstand von deren Oberfläche endet. Dies ist bei Verwendung von heute gebräuchlichen, sehr reaktionsfähigen
piulverförmigen Auftragsmitteln insofern nachteilig, als diese zu Aggeomerationen neigenden Stoffe
auf der Sprühscheibe aufsintern, d. h. Verkrustungen bilden und die Austrittsöffnung des Zuführungsrohres
verstopfen können. Ganz abgesehen davon ist die Verteilerwirkung einer glatten Scheibe für das Pulver-Luft-Gemisch
verhältnismäß gering; das pulverförmige Auftragsmittel wird über den Scheibenumfang ungleichmäßig
verteilt.
Es sind auch Vorrichtungen der eingangs genannten Art bekannt, die eine gleichmäßige Rundumverteilung
des Auftragsimittels ergeben, dafür aber einen beträchtlichen
baulichen Aufwand erfordern, und, was die Verwendung der obengenannten, heute gebräuchlichen
Auftragsmittel angeht, zumindest unbefriedigend arbeiten werden. So hat eine bekannte Vorichtung statt der ^
Sprühscheibe ein Gebläserad, dessen einzelnen Kammern das Auftragsmittel über innerhalb der Radweüe
angeordnete senkrechte Leistungen zugeführt wird. Bei einer solchen Anordnung ist mit Sicherheit mit
Verkrustungen an den Kammerwandungen und an der ^ unteren Scheibe des Gebläserades zu rechnen. Bei einer
anderen bekannten Vorrichtung dient zum Antrieb der SDriJhscheibe (bzw. einer Schleuderscheibe) eine kleine
Luftturbine. Antriebsmittel für diese ist Druckluft, die; zugleich als Träger für das Auftnsgsmittel dient, so daß
also die Teilchen des Auftragsmittels zwangsläufig auf die Schaufeln des Turbinenrads aufprallen werden. Auch
in diesem Falle ist. zumindest bei Verwendung der obengenannten Auftragsmittel, ein sicherer Betrieb
nicht möglich. Nach heutiger Kenntnis sind Prallstellen der erwähnten Art unbedingt zu vermeiden. Endlich ist
es bekannt, bei einer ausschließlich für flüssiges Auftragsmittel zu verwendenden Sprühscheibe dieser
das Auftragsmittel durch eine schräg auf die Scheibenfläche zulaufende Leitung mit einer der Scheibenfläche
ganz nahe gegenüberliegenden öffnung zuzuführen. Diese Leitung ist unter einem Winkel von etwa 30°
geneigt, verläuft annähernd tangential zur Scheibenachse und ist gegen den Scheibenrand gerichtet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die beschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine
Vorrichtung zu schaffen, die mit einfachen Mitteln und
einwandfreie Verteilung pulverförmigen zum Aufsintern neigende Auftragsmittel ermöglicht.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß auf der Sprühscheibe radial angeordnete Flügel sitzen
und die zum Zuführen des zum Aufsintern neigenden Auftragsmittels vorgesehene Leitung mit ihrem der
zugehörigen Sprühscheibe zugekehrten Endabschnitt: im zentralen Bereich der Sprühscheibe unter einem
Winkel zwischen 5 bis 30° gegen die Scheibenebene geneigt und annähernd tangential zur Antriebswelle
verläuft, wobei die Austrittsöffnung der Leitung mit geringem Abstand von den Flügeln angeordnet und
wenigstens annähernd gegen den Rand der Sprühscheibe gerichtet ist.
Die gemäß der Erfindung auf der Sprühscheibe sitzenden Flügel führen im Raum oberhalb der
Sprühscheibe zu einer »Verwirbelung«, die sich der vorwiegenden radialen Luftströmung überlagert und
dazu führt, daß das zugeführte Auftragsmittel nicht ausschließlich auf der Sprühscheibe nach außen gleitet
— wie dies bei einer Sprühscheibe ohne Flügel der Fall wäre —, sondern über dieser eine deutlich sichtbare
Pulverwolke mit merklicher axialer Erstreckung (etwa entsprechend der doppelten Höhe der Flügel) bildet.
Die solcherart zustande kommende Verteilung der Teilchen des Auftragsmittels über ein größeres Volumen
bringt es mit sich, daß die durchschnittliche Verweildauer eines Teilchens im Bereich der Sprühscheibe
sehr viel größer ist als sie es bei einer glatten Sprühscheibe wäre, mit der Folge, daß die Teilchen der
Drehbewegung der Sprühscheibe bzw. der Bewegung der von letzterer mitgenommenen angrenzenden
Luftschicht wesentlich länger, d. h. über einen wesentlich größeren Drehwinkel folgen können, bis sie den
Rand der Sprühscheibe erreichen und diese damit verlassen. Die erfindungsgemäße Anordnung führt also
zu einer ganz wesentlich gleichmäßigeren Verteilung des Pulverstromes nach außen. Die praktische Erfahrung
zeigt, daß sich mit der erfindungsgemäßen Anordnung eine befriedigende gleichmäßige Verteilung
des Pulvers über den gesamten Umfang der Sprühscheibe erreichen läßt, während bei glatter Sprühscheibe eine
Gleichmäßigkeit bestenfalls innerhalb eines Zentriwinkels
von 60° zu erzielen ist.
Die erwähnte Aufteilung des Pulverstroms über ein größeres Volumen führt auch noch dazu, daß ein
Teilchen des Auftragsmittels die Wahrscheinlichkeit des Auftreffens auf andere Teilchen oder auf die Sprühscheibe
selbst, und damit die Tendenz zur Bildung von
Agglomerationen sehr verringert werden.
Durch die Erfindung wird mit denkbar einfachen Mitteln die Verarbeitung der heute üblichen Auftragsmitiel
möglich gemacht.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß das Leitungsende als Düse mit einer
schlitzförmigen Austrittsöffnung ausgebildet ist.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Vorrichtung mit einer Sprühscheibe zum
Aufbringen eines Auftragsmittels auf Kühlschrankge- ,0 häuse dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung,
r i g. 2 einen Schnitt der Sprühscheibe in größerem Maßstab.
Die Vorrichtung zum Aufbringen eines pulverförmigen Auftragsmittels auf Gegenstände hat eine Sprühscheibe
10, die an einer Nabe U befestigt ist. Diese Nabe (11) sitzt am einen Ende einer Welle 12, die an
ihrem anderen Ende mit einem Elektromotor 13 gekuppelt i:>t. Der Elektromotor 13 für den Antrieb der
Sprühscheibe 10 ist an einer Hubvorrichtung 14 angeordnet, durch welche der Elektromotor 13 samt
Welle 12 und Sprühscheibe 19 in vertikaler Richtung auf und ab bewegbar ist. Die Hubvorrichtung 14 ist
innerhalb einer schlingenförmig ausgebildeten Laufschiene 15 für zu besprühende Gegenstände, z. B.
Kühlschrankgehäuse 16, angeordnet, die entlang der Laufschiene 15 bewegt und durch eine Vorrichtung 17
15
25 gedreht werden können.
Die Welle 12 erstreckt sich in einem an der Hubvorrichtung 14 befestigten Isolierstoff rohr 18, an
dem eine als Schlauch ausgebildete, aus Polytetrafluoräthylen bestehende Leitung 19 zum Zuführen des mit
Hilfe von Luft geförderten pulverförmigen Auftragsmittels
befestigt ist. Der Schlauch 19 ist mit seinem der Sprühscheibe 10 zugekehrten im zentralen Bereich der
Scheibe verlaufenden Endabschnitt unter einem Winkel von etwa 20° gegen die Ebene der Sprühscheibe 10
geneigt und an seinem Ende als Düse mit einer z. B. schlitzförmigen Austrittsöffnung 20 ausgebildet, die
zweckmäßigerweise gegen den Rand der Sprühscheibe 10 gerichtet ist und annähernd tangential zur Welle 12
verläuft. Auf der Sprühscheibe 10 sitzen radial verlaufende Flügel 21 zum Verwirbeln des Auftragsmittels.
Die Austrittsöffnung 20 des Schlauches 19 ist mit geringem Abstand von den Flügeln 21 angeordnet.
Zwischen der Sprühscheibe 10 und dem Kühlschrankgehäuse 16 ist ein elektrostatisches Feld 22 aufgebaut.
Beim Zuführen des pulverförmigen Auftragsmittels auf die rotierende Sprühscheibe 10 wird die Auftreffgeschwindigkeit
infolge der Luftverwirbelung durch die Flügel 21 vermindert und dadurch das Aufsintern von
Auftragsmittel auf der Sprühscheibe 10 vermieden. Zusätzlich erzeugen die rotierenden Flügel 2! eine
bezüglich der Scheibe radiale Luftströmung, welche die Wirkung des elektrostatischen Feldes 22 auf das
' Auftragsmittel unterstützt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Vorrichtung zum Aufbringen eines pulverförmigen Auftragsmittels auf Gegenstände, wie Kühlschrankgehäuse od. dgl., mit mindestens einer in einem elektrostatischen Feld um eine wenigstens annähernd vertikal angeordnete Achse rotierenden Sprühscheibe, deren jeder eine Leitung (Rohr oder Schlauch) für das Zuführen des Auftragsmittels zugeordnet ist, gekennzeichnet durch die Kombination der Merkmale, daß auf der Sprühscheibe (10) radial angeordnete Flügel (21) sitzen und die zum Zuführen des zum Aufsintern neigenden Auftragsmittels vorgesehene Leitung (19) mit ihrem ,5 der zugehörigen Sprühscheibe (10) zugekehrten Endabschnitt im zentralen Bereich der Sprühscheibe (W) unter einem Winkel zwischen 5 bis 30° gegen die Scheibenebene geneigt und annähernd tangential zur Antriebswelle (12) verläuft, wobei die Austrittsöffnung (20) der Leitung (19) mit geringem Abstand von den Flügeln (21) angeordnet und wenigstens annähernd gegen den Rand der Sprüihscheibe (10) gerichtet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 2J zeichnet, daß das Leitungsende als Düse mit einer !schlitzförmigen Austrittsöffnung (20) ausgebildet ist.
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