DE207133C - - Google Patents
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- DE207133C DE207133C DENDAT207133D DE207133DA DE207133C DE 207133 C DE207133 C DE 207133C DE NDAT207133 D DENDAT207133 D DE NDAT207133D DE 207133D A DE207133D A DE 207133DA DE 207133 C DE207133 C DE 207133C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M23/00—Treatment of fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, characterised by the process
- D06M23/04—Processes in which the treating agent is applied in the form of a foam
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P1/00—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
- D06P1/96—Dyeing characterised by a short bath ratio
- D06P1/965—Foam dyeing
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06Q—DECORATING TEXTILES
- D06Q1/00—Decorating textiles
- D06Q1/02—Producing patterns by locally destroying or modifying the fibres of a web by chemical actions, e.g. making translucent
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 207133 KLASSE 29 b. GRUPPE
GEBR. SCHMID in BASEL.
Es ist bekanntlich bereits versucht worden, die natürliche Rohseide dadurch zu verstärken,
daß ihre Schale, d. h. die Umhüllung aus Seidenleim oder Sericin, von der die Fibroinseele
umgeben ist, durch Behandlung mit Formaldehyd erhärtet wird (vgl. z. B. die
Patentschrift 87288). Diese Versuche hatten aber nicht den erhofften Erfolg, weil die so
behandelte Rohseide einerseits selbst nach der Abkochung mit Seifenlauge nicht mehr hinreichend geschmeidig war und andererseits gefärbt
ein stumpfes Aussehen zeigte, indem sie ihres Glanzes verlustig ging.
Um nun diese Ubelstände zu beseitigen, wird gemäß vorliegender Erfindung die Sericinumhüllung
der natürlichen Rohseide unter an sich bekannter Benutzung von Formaldehyd
zu ihrer Erhärtung in ihren Oberflächenschichten, die bei Erhärtung vermittels Form-'
20 aldehyd besonders schwammig werden und infolgedessen beim Färben die Erzielung glänzender
Nuancen verhindern, losgelöst und dadurch gleichzeitig dünner gemacht, so daß die
so behandelte Seide trotz der vermittels Formaldehyd erhaltenen Festigung geschmeidig
bleibt und gefärbt ein seidenglänzendes Aussehen aufweist. Diese Behandlung der Seide
kann in folgender Weise durchgeführt werden: Es wird die Sericinumhüllung der natürliehen
Seide vermittels Formaldehyd nicht nur an der Oberfläche, sondern bis tief hinein erhärtet
und die Seide dann dem Entbastungsverfahren gemäß Patentschrift 179229 unterworfen, d. h. mit Seifenschaum in Gegenwart
von Wasserdampf und Luft während einer mehr oder weniger laugen Zeit derart behandelt,
daß die erhärtete Sericinumhüllung mehr oder weniger tief erweicht und löslich gemacht wird, ohne jedoch die Erweichung
oder Löslichmachung der der Fibroinseele nächstliegenden inneren Sericinschichten herbeizuführen,
worauf die so behandelte Seide behufs Entfernung der löslich gemachten äußeren Sericinschicht oder Sericinschichten
gewaschen wird.
Dieses Verfahren kann auch dahin abgeändert werden, daß die natürliche Rohseide
gemäß Patentschrift 179229 derart teilweise entbastet wird, daß nur die Oberflächenschichten
der Sericinumhüllung entfernt werden, worauf sie mit Formaldehyd behandelt wird, um die in dünner Schicht übriggebliebene,
an der Fibroinseele haftende Sericinhülle zu erhärten; gegebenenfalls kann dann
die so behandelte Seide von neuem der Behandlung gemäß Patentschrift 179229 unterworfen
werden, um die erhärtete Sericinschicht noch dünner zu gestalten.
Mag in der einen oder anderen Weise verfahren werden, man erhält immer eine gefestigte
und verstärkte natürliche Seide, deren Sericinumhüllung in der Schichtdicke verringert
auftritt und erhärtet ist, indem hierbei die auf der Fibroinseele bleibende, erhärtete Sericinumüllung
gewissermaßen zu einer fibroinähnlichen Masse verdichtet erscheint, die gefärbt ein glänzendes Aussehen aufweist. Ferner
zeigt derartige Seide eine erhöhte Affinität zu den üblichen Beschwerungsstoffen, so daß sie
stärker beschwert werden kann. Endlich wird die erhärtete und gewissermaßen zu Seidensubstanz
verdichtete Sericinumhüllung beim
Färben eine Schutzhülle für die Fibroinseele bilden, so daß der Nerv der Seide geschont
wird und diese überhaupt ein weniger flaumiges Aussehen zeigt.
Zur Erläuterung der Erfindung diene folgendes Beispiel:
Die Rohseide wird in Form von Fäden, Geweben, Abfällen usw. in eine Formaldehydlösung,
deren Formaldehydgehalt ι bis 5 Prozent vom Gewicht der Seide darstellt, eingetaucht
und während χ/2 bis 3 Tagen darin
gelassen, um ihre Sericmumhüllung vollkommen erhärten zu lassen. Man kann hierauf die
Seide zum Trocknen bringen, wenn dies erwünscht ist. Mag die mit Formaldehyd be-.
handelte Seide getrocknet worden sein oder nicht, sie wird dann dem Entbastungsverfahren
gemäß Patentschrift 179229 unterworfen,
d. h. mit Seifenschaum in Gegenwart von Luft und Wasserdampf behandelt, und
zwar während einer Zeitdauer, die zwischen einigen Minuten und 45 oder mehr Minuten
wechseln kann, je nach der Natur der Seide oder der Stärke der Einwirkung des Formas aldehyds oder je nachdem die erhärtete Sericinumhüllung
bis mehr oder weniger tief hinein löslich gemacht werden soll. Hierauf wird die so behandelte Seide mit Wasser gewaschen,
um die löslich gemachten Sericinteile zu entfernen.
Man erhält auf diese Weise eine Seide mit erhärteter und verdichteter und in der Dicke
verringerter Sericinumhüllung, die auf jeden Fall von der oder von den äußeren Schichten,
die sie vor der Behandlung aufwies und die die eingangs erwähnten Ubelstände im Gefolge
haben, befreit ist.
Der in diesem Beispiel beschriebene Arbeitsvorgang läßt sich auch für den Fall anwenden,
daß die Rohseide vor ihrer Behandlung mit Formaldehyd teilweise nach dem Verfahren der
Patentschrift 179229 entbastet wird.
Die nach dem neuen Verfahren erhältliche Seide kann als Ersatz für die heutzutage verwendete
entbastete Seide dienen, da sie gefärbt ein vollkommen seidenglänzendes Aussehen
aufweist und eine genügende Geschmeidigkeit besitzt.
Claims (2)
1. Verfahren zum Verstärken von natürlicher Seide, dadurch gekennzeichnet, daß
die Seide, deren Sericinumhüllung in bekannter Weise mittels Formaldehyd erhärtet
worden ist, mit Seifenschaum in Gegenwart von Wasserdampf und Luft derart behandelt wird, daß die erhärtete
Sericinumhüllung nur bis zu einer gewissen Tiefe erweicht oder löslich gemacht wird, um die Loslösung ihrer äußeren Oberflächenschicht
bzw. Oberflächenschichten zu bewirken und die Seide trotz der erhaltenen Festigung geschmeidig zu machen, sowie
ihr in gefärbtem Zustand ■ ein seidenglänzendes Aussehen zu erhalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dahin abgeändert, daß die Rohseide in an sich
bekannter Weise vermittels Seifenschaum in Gegenwart von Luft und Wasserdampf derart teilweise entbastet wird, daß nur
die Oberflächenschicht oder Oberflächenschichten der Sericinumhüllung entfernt werden, und daß darauf die Seide mit
Formaldehyd behandelt wird, um die in dünner Schicht übriggebliebene, an der Fibroinseele haftende Sericinhülle zu erhärten,
worauf sie gegebenenfalls behufs weiteren teilweisen Entbastens einer erneuten
Behandlung mit Seifenschaum unterworfen wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE207133C true DE207133C (de) |
Family
ID=469257
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT207133D Active DE207133C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE207133C (de) |
-
0
- DE DENDAT207133D patent/DE207133C/de active Active
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