DE20692C - Neuerungen an Oelpressen - Google Patents

Neuerungen an Oelpressen

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DE20692C
DE20692C DENDAT20692D DE20692DA DE20692C DE 20692 C DE20692 C DE 20692C DE NDAT20692 D DENDAT20692 D DE NDAT20692D DE 20692D A DE20692D A DE 20692DA DE 20692 C DE20692 C DE 20692C
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DE
Germany
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cage
walls
press
oil
innovations
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Application number
DENDAT20692D
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English (en)
Original Assignee
P. DUBARD BRENOT FILS und E. DUBARD BRENOT FILS in Paris
Publication of DE20692C publication Critical patent/DE20692C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/26Permeable casings or strainers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 58: Pressen.
Neuerungen an Oelpressen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1882 ab.
Bekanntlich erfolgt das Auspressen von OeI-samen in hydraulischen Pressen mit Hülfe von Prefssäcken oder Prefstüchern, in welche das vorher zerkleinerte, auszupressende Material eingepackt wird.
Diese Art der Auspressung hat infolge der raschen Abnutzung der zur Verwendung kommenden Prefstücher oder Prefssäcke seine grofsen Unzuträglichkeiten, denen abzuhelfen Zweck der vorliegenden ,Erfindung ist.
Die Erfindung besteht in der Anwendung eines Korbes oder Käfigs aus Metall an Stelle der erwähnten Prefstücher etc.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι die Ansicht einer mit dem Metallkorb versehenen Presse mit geöffnetem Korb;
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch den Käfig nach der Linie 1-2 in Fig. 3 in vergröfsertem Mafsstabe;
Fig. 3· ein Schnitt nach der Linie 3-4 in Fig. 2.
Fig. 4 bis 8 sind Einzelansichten der Verschlufsvorrichtung.
Bei dem neuen Metallkorb oder Käfig werden die Zwischenräume, welche bei den Prefstüchern ,durch die Maschen des Gewebes gebildet werden und den Abflufs des ausgepreisten Oeles gestatten, durch die schwachen Entfernungen eiserner, neben einander angeordneter Stäbe ersetzt. Um die einzelnen Schichten des auszupressenden Oelsamens zu trennen, bedarf es nur metallener Platten, welche mit einer Hülle aus Haaren und Wolle versehen sind.
Dieser Metallkäfig läfst sich direct bei jeder jetzt bestehenden Oelpresse anwenden, und man kann mit Hülfe desselben Preiskuchen von der nämlichen Form erzeugen wie bei Anwendung von Prefstüchern etc. Man kann in demselben den Oelsamen einem weit höheren Druck aussetzen als bei Anwendung der Prefstücher etc., welche bei Ueberschreitung eines gewissen Druckes platzen würden.
Infolge dessen kann man das ganze OeI-quantum mit einer einzigen Pressung erhalten, während früher deren zwei nothwendig waren.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Prefskorb in einer gewissen Höhe zwischen den Säulen der Presse aufgehängt und gleitet auf diesen mit Hülfe der hakenförmigen Führungen a, welche sich auf Zapfen stützen, die in die Säulen selbst eingeschraubt sind. Er kann sich mithin nach Belieben längs der vier Säulen auf- und abwärts bewegen. Zwischen den Kopf desselben und den Deckel der Presse läfst sich der obere Prefsklotz, der sich in Führungen an dem Deckel der Presse bewegt, einschieben. Wenn der Prefskorb gefüllt oder, entleert werden soll, wird dieser Klotz mit Hülfe einer vorn an demselben angebrachten Handhabe, Fig. i, zurückgeschoben.
Wenn , der Käfig sich auf seinem tiefsten Stande befindet, reicht der untere Prefsklotz, der fest mit dem Kolben der Presse verbunden ist, ungefähr t cm in denselben hinein und bildet sozusagen den Boden des Käfigs.
Wenn der Käfig gefüllt ist und die Presse in Bewegung gesetzt wird, steigt der untere Prefsklotz in dem Käfig in die Höhe und prefst den , Inhalt desselben gegen den oberen Prefsklotz.
Im weiteren Verlauf der Pressung drückt der zusammengepresste Inhalt des Käfigs gegen die Wände desselben, was zur Folge hat, dafs sich endlich der Käfig mit nach oben bewegt und sich einige Centimeter weit über den oberen Pressklotz schiebt, während das ausgepreiste OeI abläuft.
Wenn dann am Ende der Operation der Prefskolben und mit diesem der untere Prefsklotz zurückgehen, fällt auch der Käfig wieder zurück, bis er wieder mit den Führungen a an die in die Säulen eingeschraubten Anschläge aufschlägt.
Per Käfig wird alsdann vorn geöffnet und die Prefskuchen aus demselben herausgenommen, worauf eine neue Quantität Oelsamen eingefüllt und ausgepreist wird.
Der Prefskäfig selbst besteht aus den beiden Seitenwänden A und der Rückenwand B, sämmtlich aus Schmied- oder Gufseisen. Die Seitenwände sind durch Scharniere mit der Rückenwand B verbunden. Vorn endigen die Seitenwände A in die Scharniere C1 und C2, um welche sich die Theile, welche den vorderen Verschlufs des Käfigs bilden, drehen.
Der vordere Verschlufs des Käfigs besteht aus ebenso viel Theilen als Prefskuchen in der Presse gebildet werden sollen. In der Zeichnung sind deren sechs angegeben.
Jeder Theil besteht aus den beiden Hauptstücken C und D, Fig. 3 und 4, welche sich um die Scharniere C1 und C2 drehen.
In Fig. 3 sind diese Stücke in geschlossenem und in Fig. 4 in geöffnetem Zustande dargestellt.
Das Stück C hat die Gestalt eines Keiles mit einem Ansatz k auf der hinteren Seite. Dieses Stück legt sich bei geschlossenem Käfig, Fig. 3, an die Vorderseite des Käfigs an, und auf die Rückseite des Stückes C wird alsdann das Stück D angelegt, so zwar, dafs sich der hintere Ansatz k in die Spalte legt, welche das Stück D in der Mitte bildet. Dieses Stück besteht nämlich aus zwei von einander abstehenden Schienen e, Fig. 5, welche sich um die Achse C2 drehen und vorn durch den Schraubenbolzen f mit einander verbunden sind.
Die beiden Stücke C und D werden dadurch verschlossen gehalten, dafs man den mit dem kleinen Daumen h verschlossenen Hebel G, der sich um den Schraubenbolzen / dreht, aus der in Fig. 4 gezeichneten Lage in die in Fig. 3 gezeichnete dreht, wodurch sich der Daumen h in einen Einschnitt des Ansatzes k einlegt.
Der Verschlufs wird noch weiter vervollständigt durch die Sicherheitsstange E, Fig. 7, welcher sich in der in Fig. 3 dargestellten Weise der ganzen Länge des Käfigs nach gegen die Hebel G anlegt und unten durch den hakenförmigen Hebel F in dieser Stellung festgehalten wird. Oben trägt diese Stange einen Ring, der sich in das obere Ende der Gelenkachse C2 einhakt.
Diese Stange ist derart eingerichtet, dafs sie sich auch noch als Werkzeug für andere Zwecke verwenden läfst. Sie ist unten bei / zugeschärft, so dafs man mit Hülfe derselben die Prefskuchen in dem Käfig losstemmen kann. Oben trägt sie das Querstück m, mit Hülfe dessen man zwei Haken G auf einmal aus ihrer geschlossenen Stellung drehen kann, wenn sich dieselben eingeklemmt haben . sollten.
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, sind die Stücke C an der dem Käfig zugekehrten Seite mit Einschnitten und Kanälen versehen, durch welche das OeI abfliefsen kann.
Im Innern des Käfigs befindet sich an jeder der drei Seiten AAB eine Metallwand mit Filteroberfläche.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, werden diese Wände einfach durch Zusammensetzung von einfachen T-Eisen und von Eisenstäben auf viereckigem Querschnitt gebildet.
Zwischen den einzelnen Stäben sind schmale Zwischenräume gelassen, welche dem OeI den Abflufs gestatten.
Die Stäbe werden durch ein T-Eisen n, Fig. 2, oben zusammengehalten.
Dieses Eisen liegt in entsprechenden Rinnen, die am Kopfende der Stäbe eingeschnitten sind, und wird dort, wo sich die viereckigen Stäbe befinden, jeweils mit Schrauben an diese angeschraubt.
Am Fufs der Stäbe liegt eine viereckige Querstange 0, gegen welche jene sich anlegen und mit der sie durch Schrauben verbunden sind. Diese Stange 0 ist aufsen ihrer ganzen Länge nach mit einer Kante q aus Flacheisen versehen, deren Zweck weiter unten beschrieben wird.
Wie ersichtlich, ist es auf diese Weise möglich, im Falle der Beschädigung eines T-Eisens dieses zu ersetzen; man braucht nur die entsprechende Schraube p zu lösen, das beschädigte Eisen herauszunehmen, ein neues einzusetzen und mit der Schraube / an ο festzuschrauben.
Wie' aus Fig. 2 ersichtlich, endigen die Seitenwände des Käfigs unten in Aussparungen, vor welche die Flacheisen r befestigt sind.
In diesen Aussparungen ruhen die an die Filterwände angeschraubten Kanten q, welche, wenn die Wände an ihrer Stelle sind, von den Kanten r an ihrem Platz gehalten werden.
Um die Filterwände oben im Käfig zu halten, befinden sich auf den Käfigwänden die Platten^ welche durch Schrauben S an den Wänden A
und durch die Mutterscheiben der Gelenkachsen b an den Wänden B befestigt sind.
Diese Platten sind von der inneren Kante mit kleinen Zapfen / versehen, welche sich in Löcher in den Stangen, welche die Filterwände bilden, einlegen.
Wie man sieht, braucht man also blos die Platten H zu lösen, um sofort die entsprechende Filterwand aus dem Käfig herausheben zu können.

Claims (1)

  1. Patent-An Sprüche:
    An Oelpressen:
    . Der Käfig AAB, dessen Wände durch Gelenk b b mit einander verbunden sind und welcher durch die Haken a a a a an den Säulen der Presse geführt wird.
    . Der Käfig A A B in Verbindung mit den vorderen Verschlüssen C und D.
    . Die aus T-Eisen und viereckigen Eisen gebildeten Filterwände.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT20692D Neuerungen an Oelpressen Active DE20692C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2677921A1 (fr) * 1991-06-24 1992-12-24 Henry Michel Presse semi-continue pour l'extraction de l'huile d'olive ou autres oleagineux.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2677921A1 (fr) * 1991-06-24 1992-12-24 Henry Michel Presse semi-continue pour l'extraction de l'huile d'olive ou autres oleagineux.

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