DE5173C - Gegliederte oder Charnier-Diaphragmen bei hydraulischen Pressen - Google Patents

Gegliederte oder Charnier-Diaphragmen bei hydraulischen Pressen

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DE5173C
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diaphragms
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SOCIETE ANONYME DES ATELIERS DE LA DYLE in Louvain
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30—PRESSES
    • B30B—PRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00—Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/26—Permeable casings or strainers
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    • B30B9/06—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams co-operating with permeable casings or strainers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

1877.
Klasse 58.
SOCIETE ANONYME DES ATELIERS DE LA DYLE in LC Gegliederte oder Scharnier-Diaphragmen bei hydraulischen Pressel
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. August 1877 ab.
Das wesentlichste der vorliegenden Construction beruht in der Anordnung eigenthümlich construirter Filtrirschichten oder Diaphragmen, deren eine Anzahl unter einander durch Scharniere verbunden in einer hierzu eigens construirten Presse angeordnet sind, sowie in der Anordnung der Presse selbst und der zur Handhabung derselben.
Die Scharnier-Diaphragmen sind in Fig. 4 und S der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Jedes Diaphragma besteht:
a) Aus einem rostartigen Gestell aus eisernen, hölzernen oder sonstigen widerstandsfähigen Stäben, welche in einem eisernen Ringe von rechteckigem Querschnitt, der grofse Ring genannt, u, gefafst sind. Dieser grofse Ring hat unten eine tiefe Kehlung oder Einbiegung ul, um den Saft austreten zu lassen, damit derselbe von dort zum Ausflufs g am Prefscylinder gelange. Dieses ganze Gestell nennt der Erfinder die Seele.
Auf beiden Seiten dieser Seele wird ein sogenanntes Aufnahmeblech ν befestigt, welches weiter nichts, als ein einfaches rundes, etwa 2 mm starkes Blech ist, auf welches ein kleiner Ring zur Befestigung des darüber liegenden gelochten Bleches aufgeschraubt oder genietet ist. Im Innern dieses Ringes sind senkrecht nach unten laufende Stäbe v1 von gleicher Höhe und etwa 8 mm Breite angeschraubt, die oben mit dem Ring verbunden sind, unten jedoch nicht bis an den Ring heranreichen, so dafs der durch die Oeffnungen des darüber liegenden gelochten Bleches eindringende Saft zwischen diesen Stäben v1 hinabfliefst und, da dieselben nicht ganz heruntergehen, unten freien Durchgang zur Oeffhung u1 findet.
Das darüber liegende gelochte Blech ta hat Löcher von 2 bis 3 mm Durchmesser in senkrechten Reihen, jedoch nicht an den Stellen, wo sich die Stäbe »'befinden. Der Saft dringt also durch die Löcher des gelochten Bleches in das Diaphragma ein, fliefst zwischen je zwei Stäben vl nach unten und rinnt unten an der Peripherie des Ringes bis zur Oeffnung x, von wo er zum Ausflufs gelangt. Jedes Diaphragma ist auf beiden Seiten gleich und zwar in der oben beschriebenen Weise gestaltet.
Ueber die so gestalteten Diaphragmen wird ein mehr oder weniger dichtes Gewebe aus vegetabilischem oder animalischem Stoff gelegt j der Erfinder hat hierbei das beste Resultat dann erreicht, wenn der Schufs des Gewebes aus reinen Haaren bestand. Auch kann man Metallgewebe anwenden; es waren die damit erzielten Resultate aber weniger befriedigend. Dieses Gewebe wird durch einen kleinen, auf das Aufnahmeblech geschraubten Ring festgehalten.
Die mit irgend welchem filtrirenden Stoff bedeckten Diaphragmen können ausgewaschen werden, ohne dafs man sie aus dem Prefscylinder herauszunehmen braucht, indem man vermittelst der Presse einen Strahl kalten oder warmen Wassers hindurchschickt, was je nach der Natur der Tücher und der zu behandelnden Stoffe mit den verschiedensten Agentien, besonders zur Verhütung der Fäulnifs mit schwefligsaurem Kalk versetzt werden kann.
Die Diaphragmen an sich sind sauber abgedreht, so dafs sie möglichst genau in den Cylinder L passen.
Die in Fig. 4 dargestellten Scharniere aus Bronce, durch welche die einzelnen Diaphragmen mit einander verbunden werden, bestehen aus drei Theilen, nämlich: einem Befestigungsstück, einem positiven und einem negativen Theil.
Das Befestigungsstück dient zur Entleerung der Flüssigkeiten und hat in der Mitte eine Oeffnung 23 von etwa 2 cm Durchmesser, welche mit der Einbiegung u' am grofsen Ring communicirt. Das Befestigungsstück ist mittelst Schwalbenschwanz und Schrauben am Diaphragma angebracht; die Schrauben sind mit versenkten Köpfen im Broncestück eingelassen. Der positive und negative Theil 21 und 22 sind mit dem Befestigungsstück durch einen Stahlbolzen verbunden.
Diese Scharniere sind derartig gestaltet, dafs wenn auch die Diaphragmen sich berühren, die inneren Theile dennoch nicht an einander stofsen. Aufserdem aber ist das Innere der positiven und negativen Scharniertheile ausgehöhlt, so dafs die Säfte hindurchfliefsen können.
Die an der Seite liegenden Scharniere sind im ganzen ähnlich den eben beschriebenen, der grofse Ring ist aber nicht an diesen Stellen eingebogen wie bei ul, und es kann daher ein
Ausflufs von Saft an diesen Stellen nicht stattfinden.
Die Scharniere gleiten und werden an.ihrer gesammten Oberfläche geführt in Bronceplatten, die im Innern der Saftrinnen liegen und welche man vermittelst Stellschrauben, die durch den gufseisernen Aufnahmecylinder hindurchgehen, von aüfsen adjustiren kann.
Alle durch Scharniere verbundenen Diaphragmen werden vom Cylinder L aufgenommen, in welchem die Pressung vor sich geht. Derselbe hat oben die halsartigen Ansatzöffnungen Px, welche im Augenblick, wo der Druck erzeugt werden soll, mit Holzstücken P verschlossen werden.
Wie man am Querschnitt des Aumahmecylinders Fig. 3 sieht, sind drei Auslaufrinnen 0 und ov vorhanden. Die untere 0 dient zum Abflufs der Säfte, während die beiden anderen 01 nur zur' Führung der Diaphragmen-Scharniere dienen.
Der Aufnahme- bezw. Prefscylinder L ist an dem einen Ende fest verschlossen durch das Kopfstück R, am anderen Ende dagegen wird er durch das bewegliche Kopfstück T, welches drei nach aufsen vorstehende, in -die Rinnen 0 und 0' eindringende und genau passende Fortsätze (Nasen) K trägt. Eine Gummidichtung oben rings um das Kopfstück 1 und die Fortsätze KK verhindert das Zurücklaufen der Flüssigkeit und zwingt sie, sich durch das am Ende der Rinne ο angebrachte Auslaufloch g zu entleeren.
Die Bewegung des beweglichen Kopfstückes / zum Pressen bezw. Zusammendrücken der Diaphragmen im Prefscylinder L geschieht durch die an diesem Ende befindliche hydraulische Presse, deren Cylinder A mit dem Aufnahmecylinder L durch die Zugstangen G verbunden ist.
Im Innern des hydraulischen Prefsstempels B befindet sich eine starke Schraube C zur Erzeugung des anfänglichen Druckes, für welche eine Mutter D aus Metall in den Kopf des Prefsstempels B eingelassen und durch die Führungstraverse E mit ihm fest verbunden ist. Diese Führungstraverse hat den Zweck, den Kopf des Prefsstempels stets in horizontaler Lage zu erhalten und ist zu diesem Behufe durch vier Bolzen am Prefsstempelkopf befestigt. Ihre Enden gleiten zwischen zwei Schienen, welche mit den Zugstangen G . der hydraulischen Presse durch eine Traverse verbunden sind.
Auf der Mutter D der Schraube C befinden sich zwei Riemscheiben F, eine feste und eine lose. Auf der losen läuft der Riemen, während der hydraulische Druck wirkt, und er wird auf die feste übergeführt, welche auf die Mutter D fest aufgekeilt ist, um einen vorläufigen leichten Druck auszuüben und um die Schraube C in den . hydraulischen Stempel B eindringen zu lassen, je nach der Drehungsrichtung, welche die feste Rolle F erhält.
Die Beschickung der Presse geschieht durch die halsförmigen . Oeffnungen P\ Die zu pressenden Stoffe füllen die Beschickungsräume L zwischen den Diaphragmen M an. Wenn dann diese Räume angefüllt sind, so drückt man die ganze Reihe Holzstopfen P, welche vermittelst eines Bleches und T-Eisens mit einander verbunden sind, in die Oeffnungen hinein, gleichviel ob mittelst Schrauben- oder Hebelkraft oder sonstwie.
Ist der Cylinder so beschickt, so giebt man vermittelst der Schraube C vorläufig leichten Druck, indem man den Riemen von der losen auf die feste Rolle F gehen läfst. Der durch die Schraube vollführte Gang darf 50 bis 60 cm nicht überschreiten. Wenn dann dieser Druck vollendet ist, so rückt man die hydraulischen Pumpen ein, um die letzte Pressung durch Vorrücken mittelst des Prefsstempels B zu vollenden.
In einem beliebigen Moment des Druckes kann man Wasser in die zu pressende Masse einpressen, indem man es in den Aufnahmecylinder L durch Dampfdruck oder eine Pumpe und zwar mit Hülfe eines Dreiwegehahnes, welcher an dem Entleerungsloche g angebracht ist, drückt. Auf diese Weise kann man die Diaphragmen in dem Aufnahmecylinder waschen. Man läfst dann die Schraube C in den hydraulischen Kolben zurücktreten. Die Presse ist so angeordnet, dafs, wenn der hydraulische Kolben so weit als möglich aus dem Cylinder herausgetreten und die Schraube G gänzlich in denselben zurückgetreten, der Raum zwischen der Platte /und der äufseren Fläche des Aufhahmecylinders L gleich etwa 5 cm ist.
Dann bringt man eine Eisenstange in diesen Raum, welche der Platte / als Stützpunkt dient, läfst den hydraulischen Prefsstempel in den Cylinder zurücktreten; ebenso die Schraube in den Stempel, welche ihre frühere Stellung in dem Prefsstempel wieder einnimmt, wodurch dann der nöthige freie Raum zum Herausnehmen der Diaphragmen entsteht.
Ist der Druck ausgeübt, die Pressung vollendet und die geprefste Masse an den Wänden des Aufhahmecylinders zusammen- und angedrückt, so bietet dieselbe der rückgängigen Bewegung einen sehr grofsen Widerstand dar.
Behufs Erzielung von Dampfersparnifs sind zwei Dampfcylinder angeordnet, um die Diaphragmen nach erfolgter , Pressung aus dem Cylinder zu stofsen, ein gröfserer und ein kleinerer. Der gröfsere α dient dazu, die Adhäsion der geprefsten Massen an der Cylinderwand zu überwinden. Ist dies geschehen, so wird mit dem kleineren Kolben b weiter gearbeitet. Man öffnet dann den Hahn 0; der Dampf drückt auf das Ventil c, geht durch das Rohr d und gelangt hinter den Kolben a, welcher sich in Bewegung setzt, den Kolben b vorstofsend und mit ihm sämmtliche Diaphragmen. Ist der Kolben beinaheam Ende seines Laufes angelangt, so macht er das Ventil f frei, wel-
ches dem Dampf Zutritt gewährt zum Raum zwischen beiden Kolben vermittelst der Röhren g und h. Man schliefst dann den Hahn ο und öffnet leicht den Ausflufs q und den Hahn n; der Dampf drückt auf die Ventile / und i, geht durch h und bringt den Kolben a an seine frühere Stelle, der ohne Stofs anlangt und dem Dampf Austritt durch das Ventil c gewährt; dann setzt sich der Kolben b in Bewegung bis an das Ende des Cylinders, um zuletzt den Dampf durch das Ventil j austreten zu lassen.
In diesem Moment und wenn der kleine Kolben b sich in dieser Stellung befindet, sind alle Diaphragmen aus dem Cylinder L gedrückt und werden getragen von den hierzu angewendeten (nicht dargestellten) Trägern. Man schliefst dann den Hahn n, öffnet den Ausflufs r und den Hahn m und regulirt ihn je nach der Geschwindigkeit, mit der die Diaphragmen wieder in den Cylinder eintreten und ihre alte Stellung einnehmen sollen.
Da die Scharniere in Bezug auf ihren Oeffnungswinkel durch Ansätze am Verbindungsstück mit dem Diaphragma begrenzt sind, so bleibt zwischen den Diaphragmen stets genau der gleiche Zwischenraum und man kann, nachdem sie wieder an Ort und Stelle sind, die Stücke P herausnehmen und wieder beschicken wie vorher.
Die Verbindung der einzelnen Diaphragmen mit einander kann ebenso gut besonders bei verticalen Anordnungen durch in einander eindringende Röhren geschehen.

Claims (6)

Patent-An Sprüche:
1. Das Pressen von Stoffen in nicht durchbohrten Cylindern zwischen auf beiden Seiten filtrirenden Diaphragmen.
2. Die Verlängerung des hydraulischen Prefsstempels durch Anordnung einer durch irgend welche Elementarkraft in demselben zu bewegenden Schraube.
3. Das Waschen der auf den Diaphragmen befindlichen Filtrirtücher ohne Demontage durch Anwendung von Druck mit kaltem oder heifsem Wasser, sei es mit oder ohne Zusatz chemischer Agenden.
4. Das Aussüfsen der Kuchen zwischen den Diaphragmen mittelst kaltem oder heifsem Wasser ohne Demontage der ganzen Anordnung durch die wie oben erläuterten gesammten Anordnungen der Diaphragmen und durchbohrten Scharniere, welche zwischen den beiden Bronceplatten in der Höhlung des Aufnahmecylinders gleiten.
5. Die Anwendung von Filtrirtüchern aus reinem Haar oder solchen, deren Schufs mindestens Haar, die Kette aber beliebig sein kann.
6. Die gesammte Construction der Scharnier-Diaphragmen des Prefs- bezw. Aufnahmecylinders und der Presse sowie der übrigen Theile zur Handhabung derselben in ihrer ganzen Zusammensetzung, und im wesentlichen so, wie oben beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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