DE386035C - Presse zur Auspressung von Fluessigkeit - Google Patents

Presse zur Auspressung von Fluessigkeit

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DE386035C
DE386035C DEH71298D DEH0071298D DE386035C DE 386035 C DE386035 C DE 386035C DE H71298 D DEH71298 D DE H71298D DE H0071298 D DEH0071298 D DE H0071298D DE 386035 C DE386035 C DE 386035C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/04Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Presse zur Auspressung von Flüssigkeit. Die Erfindung bezieht sich auf Pressen zur Entfernung von Flüssigkeit aus flüssigkeitshaltigen Stoffen, wie Papiermasse, Wollstoff, Filz, Faserstoffen und ähnlichen Industrieprodukten, weiter Rohwolle, Schlamm, Fischrückstände, Früchte und andere Vegetabilien sowie Rückstände von solchen, Ölsaaten, Nüsse, Palmkerne, Copal, zerkleinerte Zuckerrüben und Zuckerrohr, Holzstoff u. dgl. m. Es handelt sich um Pressen, bei denen quer durch das in der Druckkammer befindliche Preßgut ein Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsstrom geleitet werden kann. Derartige Pressen, mit denen das Preßgut zunächst zusammengepreßt wird, damit alsdann im kontinuierlichen Arbeitsgang der Dampf usw. zur Wirkung gebracht und nach dessen Abstellung sofort fertiggepreßt werden kann, sind erfindungsgemäß folgendermaßen ausgebildet: Die Druckkammer, die am besten ringförmig gestaltet ist, hat zwei Filterflächen, eine größere und eine kleinere. Durch die erstere werden die ausgepreßte Flüssigkeit und der hindurchgeleitete Dampf usw. gedrückt, durch die zweitgenannte entweicht einerseits Flüssigkeit, anderseits tritt durch sie der Dampf usw. in das unter Druck stehende Gut ein. Weiter reichen die Wandungen und die Dampfeinlaßvorrichtungen der inneren Preßzylinder nicht bis an den Pressenkopf, sondern belassen einen Zwischenraum zwischen ihrem oberen Ende und dem Kopf, der einen Druckausgleich ermöglicht.
  • Dieser Aufbau der Presse ermöglicht bei einfacher und haltbarer Ausführung eine zweckmäßige und wirtschaftliche Durchführung des eingangs erwähnten Preßverfahrens.
  • In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen der Presse dargestellt. Abb. i und 2 zeigen Schnitt und Ansicht der einen, Abb. 3 einen Schnitt durch die zweite Ausführungsform, Abb. q. einen Querschnitt nach Linie IV-IV der Abb. 2 und Abb. 5 einen senkrechten Schnitt durch die mittlere Dampfdüse.
  • Die Ausführungsform nach Abb. i und 2 ist verhältnismäßig einfach. Hierin ist i ein hydraulischer Zylinder, 2 der Widder, 3, 3 die verschiedenen Kolbenstangen auf dem letzteren und q., 4 ein ringförmiger Kolben, der auf den Stangen befestigt ist. Der Preßzylinder 5 sitzt auf einer Platte 6 auf, die von Säulen 7 getragen wird. Diese letzteren haben nach oben verjüngte Ansätze, die durch Augen 8 am Preßzylinder gehen und den Kopf 9 tragen. Die Innenwände des Zylinders sind mit Längsnuten 51 versehen, die aus Abb. q. deutlicher ersichtlich sind, und über diesen ist ein Drahtfilter 52 mit einer Maschenweite von vier bis fünf auf den Quadratzentimeter oder mehr befestigt. Das Filtergazegeflecht kann aus Eisen, Nickel oder Bronze sein. Gemäß der Ausführungsform (Abb. 4) ist das Filter 52 mit einem starken Schutzgitter 53 versehen. Dieses bildet zugleich die Führungsfläche für den Kolben, es besteht beispielsweise aus einer gelochten Stahlplatte von ungefähr 3,2 cm Dicke mit Löchern von etwa 3,2 cm Durchmesser.
  • Zwischen dem Zylinder und dem Kopf kann ein,Deckel io angeordnet sein, der während der Preßarbeit fest auf den Zylinder niedergedrückt ist. Die Einrichtungen zur Entfernung dieses Peckels werden später noch näher beschrieben werden.
  • In der Mittelachse des Zylinders 5 ist das Dampfrohr ii vorgesehen, das an der Bodenplatte 6 mittels einer Kappe 12 festgeschraubt ist. Es trägt an seinem oberen Ende einen kegelförmigen Aufsatz i3, der sowohl als Filter wie als Dampfdüse dient. Der Aufsatz kann aber auch zylindrisch anstatt kegelförmig sein. In der Schraubkappe 12 ist ein Loch vorgesehen, in das ein Rohr 131 eingeschraubt wird. Fieses dient zugleich zur Entleerung von Flüssigkeit, die in den Aufsatz 13 eintritt, als auch zur Einleitung von Dampf.
  • Auf der Oberseite der Platte 6, unter den Mündungen der Zylindernuten 51, ist ein ringförmiger Kanal 14 vorgesehen, der durch ein Rohr 15 entleert werden kann. Eie Flüssigkeit, die durch das Filter 52 in die Nuten 51 eintritt, fließt also durch das Rohr 15 ab. Die Verstopfung des Filters wird durch eine Pumpe 40 verhindert, die Wasser durch ein Rohr 31 und eine Ringnut 39 auf die Rückseite der Filterfläche pumpt, so daß diese gespült wird.
  • Der kegelförmige Aufsatz 13 des Dampfrohres ii ist in Abb. 5 in vergrößertem Schnitt gezeichnet. Hieraus ist ersichtlich, daß der Aufsatz aus einer Düse 16 besteht, die mit einem Drahtsieb 17 versehen ist. Das Sieb wird durch eine gelochte Kappe 18 aufgepreßt, die Kappe ihrerseits durch eine Schraube i9 festgehalten.
  • Der Deckel 1o ist mit Rollen 2o versehen, die auf Schienen 2i (Abb. i und 2) laufen. Die Schienen sind an Hängern 22 am Kopf 9 befestigt. Wenn der Kopf durch entsprechende Verstellung der Muttern 23 etwas angehoben wird, so kann man, wie namentlich aus Abb. 2 ersichtlich, den Kopf io seitlich aus dem Zylinder herausziehen. In dem Pressenkopf ist eine große Öffnung 36 vorgesehen, durch die hindurch die Presse gefüllt wird.
  • Die Presse wird in der nachstehend beschriebenen Weise betrieben : Der Deckel io wird nach seitwärts ausgerollt, das Preßgut in den Zylinder eingefüllt und dieser, nachdem der Deckel wieder zurückgerollt ist, mit Hilfe der Muttern 23 dicht verschlossen. Der Kolben wird nun durch hydraulischen Druck vorgesehen, bis ein zweckmäßig großer Teil von kalter Flüssigkeit ausgepreßt ist. Während dieses Vorganges tritt die ausgepreßte Flüssigkeit teilweise durch die äußere Filterschicht 52 und teilweise durch das Filter 17 im Aufsatz 13. Durch die Röhren 15 und 131 läuft die Flüssigkeit ab.
  • Nach dem ersten Preßvorgang wird die hydraulische Presse abgestellt, und der Druck fällt nun allmählich so lange, bis Lampf von entsprechendem Überdruck durch das Rohr 131 eingeleitet wird. Dieser Dampf tritt aus den Öffnungen des Aufsatzes 13 heraus, erhitzt die Masse und dringt, soweit er nicht nach dem Hindurchtritt durch die Masse kondensiert ist, durch das Zylinderfilter 52 hindurch, um mit dem Kondensationswasser aus dem Rohr 15 auszutreten. Bei Benutzung von Dampf ist es wirtschaftlich, ihn vollkommen zu kondcnsierrn und den Vorgang zu unterbrechen, wenn der Dampf als solcher zu entweichen beginnt.
  • Nach dem Dämpfen wird der Kolben 4 erneut vorgeschoben, bis der erwünschte Grad der Pressung erreicht ist. Alsdann wird der Deckel io entfernt und der Preßkuchen durch völliges Vorschieben des Kolbens ausgestoßen.
  • In der Abb.3 ist eine Presse für größere Leistungen dargestellt, in der jedoch das Dampfrohr ii genau wie in Abb. i und 5 ausgeführt ist. Diese größere Presse ist mit drei konzentrischen Kolben versehen, die mit 4, 4' und 4" bezeichnet sind und in entsprechend angeordneten ringförmigen Druckzylindern arbeiten. Nuten 51, die durch Siebe 52 abgedeckt sind, sind wie bei der ersten Ausführungsform in den inneren und äußeren Zylinderwandungen vorgesehen, zwischen diesen Wandungen ist das eine, ringförmig ausgebildete Dampfeinlaßrohr 24 angeordnet. Das letztere besitzt eine ringförmige Kappe 25, in der wie nach Abb. 5 die Siebe angebracht sind. Diese Kappe kann natürlich wiederum zylindrisch verlaufende Seitenwandungen habe, anstatt nach oben verjüngt zu sein. Der Dampfeinlaßring ist mit einer ringförmigen Leitung 26 versehen, in die der Dampf durch untere Röhren 27 geleitet wird. Diese sind am einfachsten an den Dämpfungsring angegossen. Die Kappe 25 ist durch Schrauben 28 befestigt. Kappen 12' auf den Rohren 27 sind in derselben Weise vorgesehen wie die Kappe 12 in Abb. i. Das Rohr 29 erfüllt denselben Zweck wie das Rohr 131 in Abb. i, ein Hahn 31 dient zum Ablassen der Flüssigkeit aus dem Preßgut, während der Hahn 3o den Dampfeinlaß regelt.
  • Die Filterflächen sind zweckmäßig überall durch Gitter 53 gemäß Abb. 4 geschützt, an denen der Kolben entlang gleitet. Der innere Zylinder 37 wird auf geeignete Weise befestigt, beispielsweise durch Y-förmige Bolzen 32, und wird durch Kanäle 33 entwässert, die an ein Ablaßrohr 34 angeschlossen sind, ebenso wie das Rohr 15 in AL-b. r.
  • Auch bei dieser größeren Ausführungsart ist wieder eine Pumpe 4o mit Rohr 41 und Ringnut 42 vorgesehen, die zur äußeren Spülung des Filters dienen. Bei dem inneren Zylinder dienen diesem Zweck die Nuten 43, 43 und die Leitung 44.
  • Der innere Filterzylinder 37 wird nicht vom Kopf g' getragen, sondern befindet sich mit seinem oberen Ende in einem gewissen Ab-, stand davon. Das ermöglicht den Druckausgleich, solange die Hasse noch flüssig ist. Aus demselben Grunde reicht auch der I'ampfeinlaßring 24 nicht ganz bis an den Kopf g'.
  • Selbstverständlich könnte an Stelle des ebenen Kopfes g' nach Abb. 3 auch ein ausfahrbarer oder sonstwie abnehmbarer E eckel angeordnet werden, wie er in Abb. i dargestellt ist.

Claims (2)

  1. PATENT -ANSPRÜCHE: i. Presse zur Auspressung von Flüssigkeit aus flüssigkeitshaltigen Stoffen (außer Torf) mit Einrichtungen zur Eirdurclileiturg eines Gas- oder Flüssigkeitsstromes durch die in der Druckkammer befindliche Masre, dadurch gekennzeichnet, daß die gegebenenfalls ringförmig ausgebildete Druckkammer (5) sowohl mit einer Filterfläche (52) versehen ist, durch die die ausgepreßte Flüssigkeit und das hindurchgeleitete Gas gedrtckt wird, als auch mit einer zweiten kleineren Filterfläche (17), durch die einerseits Flüssigkeit entweicht und anderseits ein Gas- oder Flüssigkeitsstrom eingelassen wird.
  2. 2. Presse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen (37) und die Gaseinlaßvorrichtungen (24) der inneren Preßzylinder nicht bis an den Pressenkopf (g') reichen, sondern ein Zwischenraum zwischen ihrem oberen Ende und dem Kopf verbleibt zur Ermöglichung des Druckausgleichs.
DEH71298D 1915-03-13 1916-11-24 Presse zur Auspressung von Fluessigkeit Expired DE386035C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2015169377A1 (en) * 2014-05-08 2015-11-12 Royal Duyvis Wiener B.V. Method of and press for separating cocoa mass into cocoa butter and cocoa cake

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2015169377A1 (en) * 2014-05-08 2015-11-12 Royal Duyvis Wiener B.V. Method of and press for separating cocoa mass into cocoa butter and cocoa cake
US10869490B2 (en) 2014-05-08 2020-12-22 Royal Duyvis Wiener B.V. Method of and press for separating cocoa mass into cocoa butter and cocoa cake

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