DE14499C - Oelpresse - Google Patents
OelpresseInfo
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- DE14499C DE14499C DENDAT14499D DE14499DA DE14499C DE 14499 C DE14499 C DE 14499C DE NDAT14499 D DENDAT14499 D DE NDAT14499D DE 14499D A DE14499D A DE 14499DA DE 14499 C DE14499 C DE 14499C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B9/00—Presses specially adapted for particular purposes
- B30B9/02—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
- B30B9/04—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams
- B30B9/06—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams co-operating with permeable casings or strainers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 58: Pressen.
L. D. TRANNIN in PARIS. Oelpresse.
Die nachstehend beschriebenen Neuerungen erstrecken sich auf Pressen zum Ausdrücken
ölhaltiger und anderer Substanzen.
Zum leichteren Verständnifs sei eine specielle Oelpresse vorausgesetzt. Dieselbe besteht aus
einem rectangulären Behälter a, Fig. ι und 2, der jedoch auch von jeder anderen Form, beweglich
oder feststehend, sein kann.
Dieser Behälter ist mit doppelten Seitenwandungen versehen, welche die Dampf kammern ax
bilden. Durch die Oeffnungen a2 kann der
Dampf eintreten und durch die unteren a% das Condensationswasser abfliefsen. An seinen Enden
ist der Behälter, Fig. i, bei a4 und a5 offen.
Durch «4 tritt der Prefskolben h einer hydraulischen
Presse oder eines sonstigen Motors in denselben ein, während an der Oeffnung a5 die
feststehende Vorlage c angebracht ist.
In dem Verticalschnitt, Fig. i, findet man Querleisten a6 nach Art der Gitterstäbe in einer
Reihe angeordnet, welche in den Seiten wan düngen
fest gelagert sind.
Um das Hinabfallen der in den Trichter a1
eingebrachten Substanzen zu erleichtern, ist der Rücken dieser Leisten zugespitzt. In dem
Theil α sammeln sich diese Substanzen an. Dieser enthält in seinem Innern eine Reihe von Platten d,
welche mit verticalen Schlitzen dl versehen sind,
Fig. 6.
In diese Schlitze werden Metallstreifen d2, Fig. 7, eingeschoben, welche mit einem lampendochtartigen
Gewebe umhüllt sind. Diese Gewebe stellen eine Capillarwirkung zwischen den Abtheilungen dz, Fig. i., und den Streifen d2 her.
Es wird ferner in dem oberen Theil des Behälters α ein mit Zähnen e\ Fig. 5, versehener
Schieber e angeordnet.
Diese Zähne treten unter die von den Querleisten a6 gebildeten horizontal liegenden
Schlitze as, Fig. 1 und 3, derart, dafs, wenn
man mittelst des in dem Auge α2 befindlichen
Bolzens den Schieber hin- und herbewegt, die Schlitze as dadurch geöffnet oder geschlossen
werden. Es kann dabei also das Hinabfallen der in den Trichter a7 eingebrachten Substanzen
bewirkt oder verhindert werden.
Denkt man sich nun die Abtheilungen ds mit
zu pressenden Substanzen angefüllt und die Schlitze as durch den Schieber geschlossen,
Fig. ι und 2, so werden durch das Eindringen des Kolbens b in den Behälter α diese Substanzen
eine, Pressung erleiden, welche sich auch auf die Platten d überträgt.
Hierbei wird die ausgepreiste Flüssigkeit durch die Schlitze f der Bodenplatte des Behälters a
dringen, auf welcher Platte ein perforirtes, mit einem Filtrirtuch überzogenes Blech liegt. Ferner
wird auch das OeI oder die ausgepreiste Flüssigkeit durch die Umhüllung des Metallstreifens d2
dringen.
An dem unteren Theil des Behälters α befindet sich ein Sammelreservoir g mit Abflufsrohr.
- Nur wenn der Apparat sich in der in Fig. 1
gezeichneten Position befindet, tritt das in das untere Reservoir g des Behälters α hinten einmündende
Rohr h über die feststehende Vorlage c; dieses Rohr h ist mit einer Luftpumpe
verbunden, damit man durch Absaugen von Luft aus der unteren Kammer g die Wirkung
der Pressung verstärken kann. Die Platten d
stehen durch Glieder di, welche nach Art der
Scheerenflifse je zwei unter sich, durch Bolzen verbunden sind, mit einander in Verbindung,
Fig. 9 und io, und von den beiden Endplatten besteht die eine mit dem Prefskolben b, die
andere mit der feststehenden Vorlage c aus einem Stück. Durch diese so hergestellte Verbindung
können die Abtheilungen d% vergröfsert oder verkleinert werden, indem die Platten d
sich von einander entfernen oder einander sich nähern. Man nehme z. B. nach Fig. ι und 9
an, der Kolben b stehe an seinem äufsersten Ende und beginne seine Vorwärtsbewegung in
das Gehäuse hinein, die Platten d hätten ihren Maximalabstand von einander, der Schieber e
schliefse oben ab, und die Abtheilungen d3 seien mit zu pressender Substanz angefüllt.
Schiebt man bei dieser Stellung den Kolben in das Gehäuse hinein, so wird er an der feststehenden
Vorlage c einen festen Widerstand finden. Die eingefüllten Substanzen werden
infolge dessen eine Pressung erleiden und die Platten d allmälig in die in Fig. 10 dargestellte
Position kommen, so dafs die Glieder dA nicht
mehr, wie in Fig. 9, in gerader Linie, sondern unter einem Winkel zu einander stehen, wie
in Fig. 10 gezeigt ist.
Alsdann zieht man den Behälter α zurück, wobei er mittelst T-förmiger Schienen über
Führungsrollen i fortrollt, welche auf Schwellen/ gelagert sind. Die Platten d stehen nun einander
genähert, sind aber mit dem Kolben b, sowie der feststehenden Vorlage c in steter
Verbindung. Jetzt läfst man den Kolben wieder eine Bewegung in der Richtung aus dem
Gehäuse heraus machen; die Glieder dl bekommen dadurch wieder die Stellung wie in
Fig. 9. Dies hat zur Folge, dafs die durch das Pressen gebildeten Oelkuchen gelöst und
bequem herausgenommen werden können.
Nunmehr bringt man den Behälter a an seinen Ausgangspunkt zurück, so dafs er wieder
an der feststehenden Vorlage c anliegt. Man öffnet durch Zurückziehen des Schiebers e die
Oeffnungen «8; die in den Trichter a1 eingebrachten
Substanzen fallen hierbei wieder in die Abtheilungen ds und der Vorgang wiederholt
sich, wie beschrieben.
Behufs Führung des Behälters α und Abstützung der Platten und Kuchen bringe man
Führungsstangen m an, welche durch die feststehende Vorlage c gehen. Diese Stangen sind
auf einem Theil ihrer Länge gezahnt, und ihre Zähne stehen mit den Zahnrädern η in Eingriff. Durch Drehung dieser Zahnräder bewirkt
man die Vor- und Rückwärtsbewegung des Behälters a.
Uebrigens kann man auch hydrostatischen Druck und jede andere motorische Kraft zur
Pressung in Anwendung bringen.
Man kann auch mit der beschriebenen Anordnung ein Zählwerk in der Weise combiniren,
dafs jedesmal, wenn der Behälter α bei der Operation mit dem Zählwerk in Berührung
kommt, dies registrirt wird, und dafs man auf diese Weise am Schlufs der Prefsperiode bestimmen
kann, wie viel Flüssigkeit producirt worden.
Sollten sich bei der Pressung Oelkuchen an den Wänden des Behältes α festsetzen, so verfahre
man wie folgt:
Man setze einen Prefsbehälter a, wie in Fig. 2, voraus, bei dem aber die innere Wand aus
zwei Theilen, einem feststehenden a11 und einem
beweglichen <z12 hergestellt ist.
Zwischen diesen beiden Theilen lasse man einen freien Spielraum as, in welchen durch
das Rohr alü, Fig. 15, Wasser unter hydraulischem
Druck eingeführt wird. Der in dem Raum a9 herrschende Wasserdruck wird den
auf die Oelkuchen in der Kolbenrichtung ausgeübten Druck compensiren, und infolge dessen
werden die beweglichen Platten a12 eine Art
Gleichgewichtslage annehmen. Nach beendigter Pressung hebe man durch Ablassen von Wasser
den Druck in dem Raum a9 auf, wodurch die beweglichen Wände #12 nach aufsen hin zur
Seite gerückt und nun mit grofser Leichtigkeit die Prefskuchen entfernt werden können.
Selbstverständlich kann man, statt Wasser in den Zwischenräumen α9 zu comprimiren, auch
jedes andere passende mechanische Hülfsmittel zum Zweck der Ablösung der Kuchen in Gebrauch
nehmen.
So z. B. könnte man eine Reihe von Messern anbringen, welche in einem geeigneten Augenblick
in die Prefsnähte der Kuchen hineinschlagen und so die Abtrennung bewirken.
Zwischen dem Behälter α und der feststehenden Vorlage c ist ein gewisser Zwischenraum
erforderlich, um die Platten d placiren zu können. Ein beweglicher Gufsblock cl, Fig. 14,
füllt diesen Zwischenraum aus. Eine mit Gegengewicht versehene Kette geht quer durch
die feststehende Vorlage über eine Rolle m. Die Kette ist mittelst eines Hakens in der Mitte
der letzten Platte d befestigt, um das vollständige Auseinanderrücken der Platten d zu
bewirken und nach Möglichkeit die Herausnahme der Kuchen zu erleichtern, nachdem die
Pressung stattgefunden und der Kolben zurückgezogen worden ist.
An Stelle der Platten d kann man auch solche nach Fig. 11, 12 und 13 verwenden.
Sie werden aus Metallstäben r zusammengesetzt, die man mit Längsnuthen r1 und Quernuthen ?'2
versieht. Ueber die zusammengelegten Stäbe breite man einen gewebeartigen Stoff r3 aus,
der durch einen Rahmen rl ringsum auf den
Stäben festgehalten wird.
Die beim Pressen ausgedrückten Flüssigkeiten durchdringen dann den Stoff rs und gelangen
nachher in das untere Sammelbassin g. Die Platten sind entweder massiv oder gestatten
das Filtriren der Flüssigkeiten durch darin angebrachte Fugen oder Oeffnungen. Ihre äufsere
Form ist im übrigen dem Innern des Behälters a, in dem sie verschoben werden, angepafst.
Sie können aus polirten oder unpolirten, verzinnten, verzinkten oder vernickelten Metallstangen
gleichen Calibers zusammengesetzt sein; sie können auf der einen Seite mit kleinen
Vorsprüngen versehen sein, so dafs, wenn sie zusammengesetzt werden, sie sich nur an den
Vorsprüngen berühren und so Durchgangskanäle bilden, wie sie bei den gelochten oder geschlitzten
Blechen der Filterpressen, deren Stelle sie ersetzen sollen, üblich sind. Die Stangen können also auch auf beiden Seiten
der Länge nach ausgehöhlt sein. und können durch Löthen oder sonstwie mit einander verbunden,
oder auch nur einander genähert, vertical liegende Kanäle bilden, durch welche die Flüssigkeiten nach unten fliefsen und dann
durch die mit einem Filtrirstoff überzogene gelochte Platte in das Sammelbecken g gelangen
können. Auch sind Platten, wie in Fig. 16, 17,
18, 19, 20, 21 und 22 u. s. w. verwendbar.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Die beschriebene Oelpresse in Combination mit einer Luftpumpe, welche durch das Rohr h aus dem Sammelbecken g Luft absaugen kann, um dadurch die Wirkung der mechanischen Pressung zu erhöhen.
- 2. Die Anordnung eines oberen Schiebers e an dem Prefsbehälter a, durch dessen Verschiebung die gitterartigen, oberen Schlitze des Behälters geöffnet oder geschlossen werden, um während des Pressens den letzteren allseits luftdicht verschliefsen und ein erfolgreiches Absaugen der darin enthaltenen Luft vornehmen zu können, wodurch das Austreiben der Flüssigkeit aus den der Pressung unterworfenen Substanzen befördert wird.
- 3. Die Anordnung von Wänden β12 im Innern des Prefsbehälters, die in der Breitenrichtung desselben sich verschieben lassen, an dessen Ober- und Unterwand dicht schliefsend geführt sind, um nach dem Pressen durch Vergröfserung der inneren Breite des Prefsbehälters das Abtrennen der Kuchen von den Wänden zu erleichtern.
- 4. Eine solche Oelpresse in Combination mit einer feststehenden Vorlage c, so dafs die verschiebbaren Platten d stets mit dem Kolben b und der feststehenden Vorlage durch die Verbindeglieder d* in Verbindung bleiben, während der Behälter α über den Platten auf Rollen i verschoben werden' kann durch Drehung der Zahnräder n, welche in die Zahnstangen m des Behälters eingreifen, so dafs dadurch die Platten freigelegt und die Oelkuchen herausgenommen werden können.2- In Combination mit diesem Behälter ein Zählwerk, das die Zahl der Verschiebungen und das Fabrikationsquantum registrirt.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14499C true DE14499C (de) |
Family
ID=291579
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14499D Active DE14499C (de) | Oelpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14499C (de) |
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0
- DE DENDAT14499D patent/DE14499C/de active Active
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