DE2016354B2 - Verfahren zur Verbesserung von photoleitfähigem Zinkoxid - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung von photoleitfähigem ZinkoxidInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung von photoleitfähigem Zinkoxid bezüglich seines
Dunkelabfalls bei niedriger Gradation, bei dem Zinkoxidpulver mit einer Wasser und ggf. Äthanol
und/oder Methanol enthaltenden Flüssigkeit befeuchtet und dann getrocknet wird.
Bei einem gewöhnlichen elektrophotographischen Verfahren erfolgen nacheinander eine gleichmäßige
elektrostatische Aufladung einer elektrophotographisch lichtempfindlichen Schicht, eine bildmäßige Belichtung
dieser Schicht und eine Entwicklung des so erzielten elektrostatischen latenten Bildes mit Hilfe von Toner.
Dabei ist es im allgemeinen sehr schwierig, die Eigenschaften der betreffenden lichtempfindlichen
Schicht zu modifizieren, und zwar derart, daß diese Schicht für die Reproduktion von kontinuierlich
getönten Bildern geeignet ist.
Im Vergleich zu photographischem Papier mit einer Silberhalogenidemulsion, bei der verschiedene Charakteristiken ohne weiteres erzielbar sind, die von
einem weichen Ton bis zu einem harten Ton oder von Nr. 1 bis Nr. 5 reichen, zeichnet sich elektrophotographisch lichtempfindliches Material in dem charakteristischen Belichtungsdiagramm, in welchem der Logarithmus der Belichtung in bezug auf das festgehaltene
Potential oder die entwickelte Dichte aufgetragen ist, durch einen kurzen linearen Bereich und durch hohe
Steilheit aus. Es ist ferner bekannt, daß diese Eigenschaften durch das Verhältnis von Bindemittel zu
photoleitendem Material oder durch die Mischbedingungen nicht viel modifiziert werden können, solange
die lichtempfindliche Schicht aus einem in einem Bindemittel dispergierten photoleitfähigen Pulver besteht.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Regulierung der Wiedergabeskala von elektrophotographisch
lichtempfindlichen Schichten angegeben worden, wie z.B. die Herstellung der lichtempfindlichen Schicht
durch Mischen von nicht sensibüisiertem Zinkoxid, farblichtempfindlichem Zinkoxid und einem BindemitteL Mit Hilfe dieses Materials wurden zwei lichtemp
findliche Zinkoxidschichten von unterschiedlicher Lichtempfindlichkeit hergestellt, wobei eine Schicht
eine durchgehende Schicht war, während die andere Schicht entsprechend einem Punktmuster hergestellt
ίο war (siehe hierzu die US-Patentschrift Nr. 30 03 870). Es
ist aber auch möglich, eine Vielzahl von lichtempfindlichen Schichten einander zu überlagern, die in
unterschiedlichem Maße lichtempfindlich gemacht sind (siehe hierzu die britische Patentschrift Nr. 9 67 690).
is Aus dem älteren deutschen Patent 19 16 761 ist ein
Verfahren zur Herstellung von photoleitfähigem Zinkoxidpulver mit hoher Empfindlichkeit und hoher
Stabilität bekannt Dabei wird auf Zinkoxid aus einer wäßrigen Kadmiumsalzlösung, die Sulfidionen enthält
oder entwickelt, !Cadmiumsulfid in sehr fein verteilter
Form ausgefällt, aus der Mutterlauge abgetrennt und in Luft getrocknet Gegebenenfalls kann das Wasser in der
Aufschlämmung durch ein organisches Lösungsmittel ersetzt werden, wodurch die Trocknungsstufe entfällt
2r, Den Verfahren nach dem Stand der Technik haften
jedoch erhebliche Nachteile an, wie die Notwendigkeit der Verwendung einer Vielzahl von lichtempfindlichen
Schichten oder eine mehrfach auftretende Neuverteilung des sensibilisierenden Farbstoffs zwischen dem
j» farblichtempfindlichen und dem nicht empfindlichen
Zinkoxid.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein photoleitfähiges Zinkoxid für ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial zu schaffen, das bezüglich
r, seines Dunkelabfalls und seiner Gradation verbesserte
Eigenschaften aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren der eingangs genannten Gattung, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß das befeuchtete
4M Zinkoxidpulver auf eine Temperatur zwischen 400 und
700° C erhitzt wird.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird das Zinkoxidpulver in der Flüssigkeit dispergiert und
dann von der Dispersion abgetrennt. Gemäß einer
j anderen Ausführungsform werden 100 Gewichtsteile
Zinkoxidpulver in 300 bis 600 Gewichtsteilen Flüssigkeit dispergiert.
Vorzugsweise wird das Zinkoxidpulver so lange getrocknet, bis es an seiner Oberfläche zwischen 5,0 und
->o 20 Gewichtsprozent Wasser adsorbiert enthält.
Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird das getrocknete Zinkoxidpulver wenigstens 30
Minuten lang auf eine Temperatur zwischen 400 und 700° C erhitzt.
ν-, In der Praxis werden vorzugsweise die folgenden
Verfahrensschritte durchgeführt:
1. Gleichmäßige Dispersion: Hierbei wird zum Beispiel durch ein Gasoxidationsverfahren erzeug-
bo tes Zinkoxidpulver gleichmäßig in Wasser, Methanol oder in einer Mischung daraus dispergiert.
Wenn Zinkoxid nur in Methanol dispergiert wird, muß das Zinkoxid Wasser enthalten.
2. Trocknung: Aus der unter 1. hergestellten Disperhr. sion werden die Feststoffe unter Bildung einer
Paste abgetrennt, die Zinkoxidpulver und Flüssigkeit enthält, die durch Trocknung der Paste
teilweise entfernt wird.
3. Erwärmung: Das unter 2. erhaltene Pulver wird einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur
zwischen 400 und 700° C unterzogen.
Zinkoxidpulver läßt sich bekanntlich leichi in Wasser
oder Methanol dispergieren; die Dispersion ist dabei in Methanol besonders leicht Durch Ausführung des unter
1. ausgeführten Verfahrensschrittes kann Zinkoxidpulver in einem fein zerteilten Zustand homogen in d»r
verwendeten Flüssigkeit dispergiert werden.
Der unter 7, bezeichnete Verfahrensschriit braucht
dabei nicht notwendigerweise von dem unter 3. aufgeführten Verfahrensschritt getrennt ausgeführt zu
werden, vielmehr können beide Verfahrensschritte gemeinsam ausgeführt werden. Im praktischen Betrieb
sollte der unter 2. bezeichnete Verfahrensschritt jedoch zweckmäbigerweise vor dem unter 3. bezeichneten
Verfahrensschritt ausgeführt werden. Der auf der Oberfläche des gemäß dem unter 2. bezeichneten
Verfahren getrockneten pulverförmigen Materials vorhandene Wassergehalt ändert sich gewöhnlich mit der
Änderung des Wasseranteils in der Lösungsmittelmischung, die bei dem unter 1. genannten Verfahren
verwendet wird. Da Zinkoxid durch Wasser und Methanol leicht benetzt wird und in diesen Flüssigkeiten
leicht dispergiert, ist das in dem Pulver nach Ausführung
des Trockenvorgangs gemäß 2. enthaltene Wasser gleichmäßig auf der Oberfläche der Zinkoxidteilchen
verteilt.
Aus diesem Grund werden Methanol und Wasser als Dispersionsmittel im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt verwendet Die Bedingungen, wie die
Temperatur oder die Zeitspanne, während der der unter
2. bezeichnete Verfahrensschritt ausgeführt wird, sind nicht kritisch; die Trocknung kann einfach bei einer
Temperatur ausgeführt werden, die nicht 150° C übersteigt, um einen Teil der Flüssigkeit abzuführen. Zu
Beginn der unter 3. bezeichneten Wärmebehandlung sollte das Zinkoxid zweckmäßigerweise gleichmäßig
über seine Oberfläche verteiltes Wasser enthalten, und zwar in einer Menge von 5 bis 20 Gewichtsprozent des
Zinkoxids. Die Dunkelabfallwerte verringern sich, wenn der Wassergehalt 20% übersteigt, während die Abnahme des Gamma-Wertes verringert ist, wenn dieser Wert
kleiner als 5% ist
Das in dem Zinkoxid enthaltene Wasser kann zwischen 5,0 und 20 Gewichtsprozent geändert werden,
und zwar durch die Trocknungsbebandlung gemäß dem unter 2. bezeichneten Verfahren. Es ist jedoch sehr
schwierig, die Zusammensetzung der Flüssigkeit anzugeben, die zur Sicherstellung der obenerwähnten
Bedingung erforderlich ist, da nämlich der Wassergehalt vom Gewicht der Flüssigkeit abhängt, ferner vom
Gewicht des Zinkoxids sowie von der Trocknungsbedingung etc. Es ist nun empirisch als zweckmäßig ermittelt
worden, daß die Flüssigkeit zumindest 10 Gewichtsprozent Wasser in bezug auf die zu behandelnde
Zinkoxidmenge enthält Die normalerweise verwendete Flüssigkeitsmenge beträgt 300 bis 600 Gewichtsteile auf
100 Gewichtsteile Zinkoxid, und die Wassermenge sollte zweckmäßigerweise zwischen 10 und 100
Gewichtsteilen liegen, wenn die Menge der verwendeten Flüssigkeit 300 Teile beträgt. Dagegen sollte die
Wassermenge vorzugsweise zwischen 10 und 200 Gewichtsteilen liegen, wenn die Menge der verwendeten Flüssigkeit 600 Teile beträgt. Vorzugsweise enthält
die Flüssigkeit zumindest 50 Gewichtsprozent Methanol oder Äthanol bezogen auf das Gewicht des Zinkoxids,
und zwar mit Rücksicht aut die Befeuchtung der Oberfläche des Zinkoxids. In der Praxis ist das Gewicht
des verwendeten Äthanols oder Methanols gleich oder größer dem bzw. als das Gewicht des Zinkoxids. Der
übrige Anteil der Flüssigkeit kann andere flüchtige Lösungsmittel enthalten, wie z. B. Ketone, und zwar
Azeton, Methyläthylketon etc Vorzugsweise enthält die Flüssigkeit zu 80 Gewichtsprozent oder zu einem noch
höheren Anteil Wasser und Methanol oder Äthanol. ίο Dies erfolgt unter dem Gesichtspunkt praktischer
Erwägungen, wie der Kosten, der Anforderungen an die
Trocknung etc. Die unter 3. bezeichnete Wärmebehandlung kann bei einer Temperatur zwischen etwa 400 und
700° C ausgeführt werden, und zwar mit Hilfe eines
Γ) elektrischen Ofens oder durch irgendeine andere
Heizeinrichtung. Normalerweise erfolgt die Wärmebehandlung 30 Minuten lang oder länger in einer
oxidierenden Atmosphäre, die vorzugsweise Luft oder Sauerstoff enthält
Eine Erwärmungstemperatur über 700° C führt zu Ausfällen bzw. Fehlern in dem Kristallgitter des
Zinkoxids. Dies wiederum führt zu einer Verschlechterung der Lichtempfindlichkeit und der Dunkelabfallwerte der aus dem behandelten Zinkoxid hergestellten
r> lichtempfindlichen Schicht und zur Sinterung des Zinkoxids. Dies führt zu einem Anstieg zu einer
verminderten Dispersibilität bei der Herstellung von lichtempfindlichen Schichten aus diesem Material.
Demgemäß sollte die Temperatur bei der Wärmebe-
Zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeicnnungsmaterials kann gemäß der Erfindung hergestelltes Zinkoxidpulver mit einem filmbildenden isolierenden Bindemittel dispergiert werden. Das Zinkoxid-
r, pulver kann dabei in dem Bindemittel gleichmäßig dispergiert werden. Die erzielte Mischung wird dann auf
einen Träger aufgebracht, der auf seiner Oberfläche eine elektrisch leitende Schicht aufweist. Das erfindungsgemäße Verfahren bringt den Vorteil mit sich, daß
•40 die Wahl des als Bindemittel verwendeten Polymerisats
sowie des Dispersionsverfahrens und anderer Herstellbedingungen bei diesem Verfahren praktisch die gleiche
ist wie bei dem nicht bearbeitetes Zinkoxid verwendenden gewöhnlichen Verfahren. Ferner kann das erfin-
A". dungsgemäß erhaltene Zinkoxid für Farblicht empfindlich gemacht werden, indem der Überzugslösung ein
sensibilisierender Farbstoff hinzugesetzt wird.
Lichtempfindliche Schichten, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Zinkoxid ent-
■)ii halten, zeichnen sich durch ausgezeichnete Dunkelabfalleigenschaften und durch niedrige Gamma-Werte
aus, d. h., die Neigung der Schwärzungskurve, die den Logarithmus der Belichtung gegenüber dem Festhaltepotential oder der entwickelten Dichte aufzeigt, ist
V) verringert. Diese beiden Kennwerte, nämüch ein
niedriger Gamma-Wert und ein ausgezeichnetes Dunkelabfallverhalten, konnten bei den bisher bekannten
Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichem Material kaum gleichzeitig erzielt werden.
hi) Obwohl der Gamma-Wert durch Durchführung des
unter 3. oben bezeichneten Wärmevorgangs ein wenig verringert werden kann, ohne daß die unter 1. und 2.
oben bezeichneten Verfahrensschritte auszuführen sind, ist eint derartige Absenkung jedoch weitaus kleiner als
h', sie erzielt wird, wenn die unter 1. bis 3. oben
bezeichneten Verfahrensschritte gemäß der Erfindung ausgeführt werden.
Die Eigenschaften der gemäß der Erfindung herge-
stelltes Zinkoxid enthaltenden lichtempfindlichen Schicht, und insbesondere die Gammawerte dieser
Kennlinie scheinen stark von dem Wassergehalt nach Ausführung der unter 2. bezeichneten Trockenverfahrens
abzuhängen. Die Gamma-Werte nehmen dabei ab, wenn der Wassergehalt zunimmt Dieses Verhalten ist
jedoch durch eine merkliche Verschlechterung der Dunkelabfalleigenschaften begrenzt, die festzustellen
sind, wenn der Wassergehalt in dem Zinkoxidpulver über 20% liegt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
kann der Wassergehalt nun durch geeignete Veränderung des in der unter 1. verwendeten Lösungsmittelmischung
verwendeten Wassergehalts, durch geeignete Änderung der Temperatur und durch geeignete
Änderung der Trockenzeitspanne etc. beliebig gewählt werden.
Somit kann also eine lichtempfindliche Schicht mit einem willkürlichen niedrigen Gamma-Wert dadurch
gebildet werden, daß der Wassergehalt des Zinkoxids vor der Wärmebehandlung geregelt wird. Eine solche
Regelung ist bei anderen Verfahren technisch sehr schwierig zu erreichen. Gemäß diesen Verfahren wird
Zinkoxidpulver in einer Atmosphäre bei hoher Temperatur und hoher Feuchtigkeit gehalten, oder es dringt
Wasserdampf oder ein feuchtes Gas in eine Schicht aus Zinkoxidpulver ein. Diese Verfahren sind technisch
kompliziert und erfordern eine spezielle Trockenvorrichtung für die Gewinnung von Pulver mit gleichmäßig
verteiltem Wasseranteil. Das erfindungsgemäße Verfahren bringt demgegenüber erhebliche Vorteile mit
sich, indem ein gleichmäßig über die Zinkoxidschicht verteilter Wassergehalt erzielt wird. Demgemäß kann
das erfindungsgemäße Verfahren als ein praktisches Verfahren zur Herstellung von Zinkoxidpulver mit
einem erwünschten Wassergehaltwert betrachtet werden.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird die Verringerung des Gamma-Wertes nicht nur durch den
Wassergehalt gesteuert, sondern scheinbar auch durch den unter 2. oben bezeichneten Verfahrensschritt
beeinflußt, gemäß dem die eine Flüssigkeit und in der dispergiertes Zinkoxidpulver enthaltende Paste getrocknet
wird. Durch geeignete Wahl der Trockenbedingungen für den unter 2. bezeichneten Trockenvorgang
läßt sich ein Wassergehalt erzielen, der niedriger ist als der von nicht bearbeitetem Zinkoxid. Dabei hat
sich jedoch auch in einem solchen Fall gezeigt, daß der Gamma-Wert einer mit Hilfe des den niedrigen
Wassergehalt besitzenden Zinkoxids hergestellten lichtempfindlichen Schicht geringer ist als der einer
lichtempfindlichen Schicht, die aus nicht bearbeitetem Zinkoxid hergestellt ist Dies dürfte wahrscheinlich auf
die durch Ausführung des unter 2. bezeichneten Verfahrensschrittes erfolgende Rekristallisation von
Ionen zurückzuführen sein, die in geringem Maße in dem Dispergierungslösungsmittel gelöst sind. Dadurch
haften die Zinkoxidteilchen aneinander.
Die Verfahren der Sensilibisierung auf Farblicht können bei dem gemäß der Erfindung hergestellten
Zinkoxid angewandt werden. Dabei ist es jedoch notwendig, bei Anwendung dieser Verfahren sorgfältig
vorzugehen, da gewisse Farbstoffe ihre Affinität gegenüber Zinkoxid nach der Wärmebehandlung
verlieren. Als hierfür typische Beispiele einer solchen Eigenschaft sei Erythrosin genannt, das durch das einer
Wärmebehandlung unterzogene Zinkoxid kaum absorbiert wird.
Anhand nachstehend aufgeführter Beispiele wird die Erfindung im folgenden näher erläutert werden. Die
jeweils angegebenen Anfeile sind Gewichtsanteile, sofern lichts anderes ausgeführt ist.
B e i s ρ i e 1 1
Gleichmäßige Dispersion: 200 Teile Zinkoxidpulver wurden in einer Flüssigkeit, enthaltend 640 Teile
Methanol und 200 Teile Wasser, unter Ultraschallbewegung dispergiert, wodurch eine homogene Zinkoxiddi-ο
spersion gebildet wurde.
Trocknung: Die so erhaltene Dispersion wurde einem Zentrifugaltrennvorgang unterzogen, um eine Zinkoxidpulver
und Flüssigkeit enthaltende Paste zu bilden, die dann in einem Trockenofen bei einer Temperatur von
r, 5O0C über Nacht (ca. 16 Stunden lang) getrocknet
wurde.
Wärmebehandlung: Das in der beschriebenen Weise erzielte; getrocknete Pulver wurde in einem elektrischen
Muffelofen erwärmt, wobei die Ofentemperatur um 4°C pro Minute erhöht wurde. Sodann wurde das Pulver auf
eine konstante Temperatur zwei Stunden lang in einer statischen Atmosphäre erwärmt Die Werte der
konstanten Temperaturen wurden mit 3000C, 400° C,
500° C, 600° C und 700° C gewählt
2> Herstellung einer Überzugslösung: 100 Teile des in der vorstehend beschriebenen Weise behandelten
Pulvers, 60 Teile Styrolalkydharzlösung, 40 Teile Polyisozyanatlösung und 130 Teile Butylazetat-Xylol
(1 :1)-Mischung wurden etwa 10 Minuten lang in einer j» Homof;enisiereinrichtung gemischt
Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht: Die in der zuvor beschriebenen Weise hergestellte Überzugslösung wurde auf eine mit Papier überzogene
Aluminiumfolie aufgetragen und dann 16 Stunden lang ii oder über eine noch längere Zeitspanne hinweg auf eine
Temperatur von 500C erwärmt Auf diese Weise wurde
der Überzug getrocknet und ausgehärtet, wobei eine Trockenschichtdicke von 5 bis 6 Mikron erzielt wurde.
Messung der Kennwerte: Das in der vorstehend beschriebenen Weise hergestellte lichtempfindliche
Material wurde zwei Tage lang im Dunkeln gelagert, mit Hilfe einer Koronaentladung negativ elektrostatisch
aufgeladen und dann bezüglich Dunkelabfallwerte gemessen. Ein anderer Teil der Probe wurde in Proben
zerschnitten. Sodann wurden die Lichtabfallwerte gemessen, indem diese Proben durch das von Wolframlampen
abgegebene Licht in unterschiedlicher Weise belichtet wurden. Nimmt man hierbei an, daß die Größe
des zurückgehaltenen Potentials gleich
V1J
K,
100%
ist, worin V0, V0', Vl und Vd Potentiale bedeuten, und
zwar vor der Belichtung, vor der Dunkelabfallmessung, 1 Sekunden nach der Belichtung während einer bestimmten
Zeitspanne durch Beleuchtungslicht / und 1 Sekunden nach dem Beginn des Dunkelabfalls, so kann
die als Schwärzungskurve bezeichnete Kennlinie durch Auftragen des zurückbleibenden Potentialwerts auf der
Ordinate des log 1/lt auf der Abszisse erhalten werden.
Die einer 100%igen Potentialzurückhaltung auf der Ordinate entsprechende Länge ist gleich 2 0 auf der
Abszisse. Zwei parallele gerade Linien mit einem Abstand von 0,1, gemessen durch log 1/lt, wurden so
gezogen, daß zwischen diesen Linien die betreffende Kurve lag. Die Steigung bzw. Neigung dieser Linien
wurde als Gamma-Wert verwendet
In der Zeichnung ist die Abhängigkeit der Gamma-Werte
von der Temperatur der Wärmebehandlung aufgezeigt Dabei ist das bei einer lichtempfindlichen
Schicht, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandeltes Zinkoxid enthält (Kurve A) feststellbare
Verhalten mit dem entsprechenden Verhalten einer lichtempfindlichen Schicht verglichen, die ohne die
Ausführung der Dispersions- und Trocknungsschritte erwärmtes Zinkoxid verwendet (Kurve B)
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist die Abnahme des Gamma-Wertes bei steigender Temperatur der
Wärmebehandlung bei dem nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelten Zinkoxidpulver ausgeprägter.
Dies wird besonders deutlich, wenn die Temperatur 5000C beträgt oder diesen Wert übersteigt
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß der Wasseranteil in der
Flüssigkeit derart verändert wurde, daß Zinkoxidproben mit verschiedenem Wassergehalt erhalten wurden.
Die Erwärmung wurde zwei Stunden lang bei einer Temperatur von 6000C durchgeführt In der nachstehend
angegebenen Tabelle sind der Wassergehalt des Zinkoxids nach Ausführung des Trocknungsschrittes
und die entsprechende Veränderung des Gamma-Wertes einer lichtempfindlichen Schicht aufgeführt die mit
Hilfe des behandelten Zinkoxids hergestellt ist Die Tabelle läßt zum Vergleich ferner den Gamma-Wert
erkennen, der bei Verwendung von Zinkpulver erzielt wird, bei dem nicht die Dispersions- und Trocknungsschritte gemäß der Erfindung ausgeführt werden. Wie
aus der betreffenden Tabelle hervorgeht nimmt der Gamma-Wert ab, wenn der Wassergehalt zunimmt
Damit wird der Vorteil der Erfindung deutlich, der darin besteht daß niedrige Gamma-Werte im Vergleich zu
den bisher bekannten Verfahren erzielt werden.
Wassergehalt in Zinkoxid nach Ausführung des Trocknungsschrittes und Gamma-Wert einer aus diesem
Zinkoxid hergestellten lichtempfindlichen Schicht (Erwärmung: 600°C, zwei Stunden)
Wassergehalt
Gamma-Wert
0,18% (nicht behandelt)
0,16%
0,20%
1,50%
10,9%
0,16%
0,20%
1,50%
10,9%
2,5
2,1
2,0
1,9
1,4
2,1
2,0
1,9
1,4
Beispie!
Gemäß diesem Beispiel wurden 1000 Teile Zinkoxid in 4000 Teilen Wasser dispergiert und nach einem
Verfahren bearbeitet das dem bei den zuvor betrachteten Beispielen beschriebenen Verfahren entspricht. Die
Erwärmung wurde zwei Stunden lang bei einer Temperatur von 500° C durchgeführt
Von dem so behandelten Zinkoxidpulver wurden 700 Teile in 50 Teilen einer Styrol-Alkydharz-Lösung
dispergiert, und zwar in einer Porzellankugel-Mühle während einer Dauer von 10 Stunden. Am Ende dieses
Verfahrensschrittes wurde die Dispersion zu 50 Teilen einer Polyisozyanat-Lösung hinzugegeben. Diese Lösung
diente als Härtungsmittel. Ferner wurde eine sensibilisierende Farbstofflösung hinzugegeben, die aus
0,14 Teilen eines blauen Triphenylmethanfarbstoffs (CI.
Nr. 42 090), 0,28 Teilen Eosin und 0,35 Teilen Fluoreszein in 50 Teilen Äthanol bestand. Diese Mischung
wurde dann ca. 20 Minuten lang durchgemischt Sodann wurden ein Überziehvorgang und eine Messung nach
einem Verfahren ausgeführt, das dem unter Beispiel 1 erläuterten Verfahren entspricht Die erzielte lichtempfindliche
Schicht zeigte zufriedenstellende weiche Kennwerte bei einem Gamma-Wert von 1,4.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Verbesserang von photoleitfähigem Zinkoxid bezüglich seines Dunkelabfalls bei
niedriger Gradation, bei dem Zinkoxidpulver mit einer Wasser und gegebenenfalls Äthanol und/oder
Methanol enthaltenden Flüssigkeit befeuchtet und dann getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das befeuchtete Zinkoxidpulver
auf eine Temperatur zwischen 400 und 700°C erhitzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zinkoxidpulver in der Flüssigkeit
dispergiert und dann von der Dispersion abgetrennt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß 100 Gewichts teile Zinkoxidpulver in
300—500 Gewichtsteilen Flüssigkeit dispergiert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zinkoxidpulver so lange getrocknet wird, bis es an seiner Oberfläche zwischen 5,0
und 20 Gewichtsprozent Wasser absorbiert enthält
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das getrocknete Zinkoxidpulver
wenigstens 30 Minuten lang auf eine Temperatur zwischen 400 und 7000C erhitzt wird.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| EF | Willingness to grant licences | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |