DE201429C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B7/00—Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
- A23B7/02—Dehydrating; Subsequent reconstitution
- A23B7/0215—Post-treatment of dried fruits or vegetables
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Description
| ix | |
| 7 1- ff (7 | |
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 201429 KLASSE 53 c. GRUPPE
CARL EMIL SCHULER in ULM a. D.
Verfahren zur Veredelung von Dörrfriichten.
Man hat die Erfahrung gemacht, daß das alljährlich aus den Balkanstaaten in großen
Mengen nach Deutschland eingeführte Dörrobst, namentlich die Backpflaumen, sehr wenig haltbar sind. Die Fruchte überziehen
■ sich nach wenigen Monaten mit einer weiß-ί
grauen Schicht von Pilzen und verfallen ι einer Zersetzung. Es rührt dies daher, daß
das Dörren im Produktionslande mit sehr
ίο wenig Sorgfalt vorgenommen wird. Die Früchte werden dort nicht gereinigt, ein
Ausscheiden beschädigter, zerdrückter angefaulter Früchte findet nicht statt. Das Dörren
der Früchte geschieht meist in freier Luft, seltener mittels besonderer Dörrvorrichtungen.
Außerdem sind die zur Verwendung kommenden Vorrichtungen von ungenügender Beschaffenheit
und werden nicht sorgfältig gehandhabt, so daß ein Teil der Früchte allzu feucht bleibt. Unter diesen Umständen ist
es begreiflich, daß die von einer Schmutzschicht überzogenen, angefaulten und ungenügend
getrockneten Früchte einer langsamen Zersetzung unterliegen müssen. Dieser Zersetzungsprozeß teilt sich auch den guten
Früchten, die beim Verpacken und Verladen
* mit den schlechten in innige Berührung kommen, mit, so daß nach kurzer Frist der
ganze Vorrat von Backpflaumen o. dgl. jene bekannte weißgraue unappetitliche Färbung
annimmt. Außerdem erhalten die Pflaumen *inen bitterlichen, unangenehmen Geschmack,
überhaupt eine vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet wohl nicht ganz einwandfreie
Beschaffenheit, wodurch der Verkauf swert der Ware ganz bedeutend beeinträchtigt
wird.
Selbst durch die Anwendung größter Vorsicht bei der Verpackung und Lagerung
konnte der Zersetzungsprozeß nicht hintangehalten werden. Man hat nun bereits versucht,
das Aussehen derartiger getrockneter Früchte dadurch zu verbessern, daß man sie
erst mit Dampf oder heißem Wasser behandelte und hierauf der Einwirkung sterilisierender
heißer Luft aussetzte. Ein noch besseres und frischeres Aussehen und eine noch größere Haltbarkeit wird durch das
den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren erzielt, bei dessen Anwendung
die Früchte ihr frisches, appetitliches Aussehen, ihre Süßigkeit und ihr natürliches
Aroma unbegrenzte Zeit beibehalten.
Das auf der bekannten sterilisierenden Wirkung von Alkohol oder Alkoholdämpfen
und Glyzerin beruhende Verfahren vollzieht sich folgendermaßen: Die in gedörrtem Zustand
aus dem Produktionsland bezogenen Früchte werden zunächst sorgfältig sortiert, angefaulte oder beschädigte Früchte werden
ausgeschieden. Alsdann werden die guten Früchte mit warmem Wasser in geeigneten
Gefäßen, beispielsweise Trommeln, gründlich gereinigt, worauf sie in einem geeignet eingerichteten
Ofen gleichmäßig getrocknet werden.
Haben die Früchte den gewünschten Grad von Trockenheit erreicht, so kommen sie in
eine Trommel, in welcher sie unter stetigem Umdrehen bei einer Temperatur von etwa
4O° C. der Einwirkung von feinstem Sprit,
dem 5 Prozent reines Glyzerin zugesetzt sind, ausgesetzt werden. Der heiße Sprit dringt
in die Runzeln und Falten der getrockneten Früchte ein und tötet die durch mechanische
Reinigung nicht vollkommen zu beseitigenden Milben- und Pilzkeime.
Schließlich werden die Früchte wieder durch einen heißen Luftstrom getrocknet,
ίο dessen Temperatur nicht unter 400 C. betragen
darf. Hierbei verdunstet jede Spur des zur Verwendung gekommenen Sprits, während
das dem Sprit beigemengte Glyzerin sich als feiner Überzug auf den Früchten niederschlägt,
die dadurch ein ganz besonders frisches Aussehen erhalten, während gleichzeitig
auch ihre Haltbarkeit erhöht wird. Eine noch wirksamere Vernichtung der Milben- und Pilzkeime kann erzielt werden, wenn
statt erhitzten flüssigen Sprites Spritdämpfe von etwa 900 C in die Trommel eingeleitet
werden. Die Spritdämpfe dringen leichter ■ und sicherer in die Falten und Rinnen der
eingeschrumpften Früchte ein als der flüssige Sprit, so daß ihre Einwirkung eine energischere
ist. Nach der Einwirkung der Alkoholdämpfe werden die Früchte mit der Glyzerinlösung behandelt und dann wie vorher
beschrieben getrocknet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Veredelung von Dörrfrüchten, welche im Bedarfsfalle mit heißem Wasser gewaschen und in be- i kannter Weise mittels heißer Luft getrocknet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die getrockneten Früchte zweckmäßig in einer rotierenden Trommel der Einwirkung von mit Glyzerin versetztem Alkohol oder von Alkoholdämpfen und einer Glyzerinlösung ausgesetzt und hierauf . wieder getrocknet werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201429C true DE201429C (de) |
Family
ID=463990
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201429D Active DE201429C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201429C (de) |
-
0
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