DE200652C - - Google Patents

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DE200652C
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drive pulley
cutting
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boreholes
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C25/00Cutting machines, i.e. for making slits approximately parallel or perpendicular to the seam
    • E21C25/54Slitting by unguided cutter cables or cutter chains, or by unguided tools drawn along the working face by cables or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200652 KLASSE 5 b. GRUPPE 9. '
ALFRED BUSCH in FRIEDENSHÜTTE, O.-S.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. August 1907 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum gleichzeitigen Schrämen und Schlitzen mittels endlosen Schneidseiles, das in an sich bekannter Weise in vorher hergestellte Bohr-
' 5 löcher eingeführt wird.
Das neue Verfahren besteht darin, daß in den Ecken der Ortswand Bohrlöcher bis auf die Tiefe der herzustellenden Schräme und Schlitze getrieben werden und dann das
ίο Schneidseil, das über eine während der Schräm- und Schlitzarbeit am Platze bleibende Antriebsscheibe und über Rollen, die nach allen Seiten beweglich in vorschiebbaren Gabeln sitzen, geleitet ist, gleichzeitig in alle Bohrlöcher bis zu deren halben Tiefe eingeführt wird, so daß es also von der Antriebsscheibe in das erste Bohrloch hinein und heraus, über die Ortswand in das zweite Bohrloch hinein und wieder heraus usw. und schließlich aus dem letzten Bohrloch heraus zur Antriebsscheibe zurückläuft, worauf die Rollengabeln unter Bewegen des Seiles durch die Antriebsscheibe entsprechend der Schrämarbeit vorgeschoben werden.
Die Ausführung des Verfahrens gestaltet sich des näheren wie folgt:
i. Beim Streckenbetrieb.
a) Unter der Annahme, daß eine 2 m breite und 2 m hohe Strecke fortgetrieben wird.
Es werden in der Ortswand vermittels
einer von Hand oder mit Betriebskraft (Elektrizität, Druckluft usw.) angetriebenen Bohrmaschine vier Löcher von etwa 70 mm Durchmesser und 1,5 bis 2,5 m Tiefe gebohrt, und zwar in den vier Ecken der Ortswand, so daß die Bohrlöcher ungefähr die Eckpunkte eines Quadrates von 2 m Grundlinie darstellen. Die Richtung der Bohrlöcher ist rechtwinklig zur Ortswand, also parallel zu den Stößen der Strecke. Zur Herstellung der Bohrlöcher wird man sich zweckmäßig zweier Spannsäulen (üblicher Konstruktion) bedienen, welche in der Strecke wagerecht oder senkrecht aufgestellt sind. Nach Fertigstellung der Bohrlöcher wird unter Verwendung der Spannsäulen in sämtliche vier Bohrlöcher gleichzeitig ein Drahtseil ohne Ende eingeführt unter Zuhilfenahme von vier Metallstäben, welche an ihrem in das Bohrloch einzuführenden Ende eine sich leicht um die senkrechte wie wagerechte Achse drehbare Rolle tragen. Die Metallstäbe werden vermittels Spindelführung mit den Spannsäulen fest verbunden, derart, daß sie vermittels einer Kurbel bis zur Sohle der Bohrlöcher vorgeführt werden können. In einiger Entfernung vor dem Ortsstoß steht (u. U. auf einem Grubenwagen montiert) eine maschinelle Vorrichtung: ein genügend stark bemessener Motor (Elektro-, Druckluft-,Spiritus-, Benzin- usw. Motor), welcher das Seil vermittels einer sich drehenden Antriebsscheibe in einer schnellen Bewegung in einer Richtung fortführt. Von der Antriebsscheibe wird das Seil zunächst in das eine Bohrloch auf der Sohle, von diesem zu dem senkrecht darüberliegenden Bohrloch an der Firste, von da zu dem zweiten Bohrloch an der Firste, von da zu dem senkrecht darunterliegenden Bohrloch
an der Sohle und von diesem wieder zur Antriebsscheibe geführt. Unter der Voraussetzung, daß die Bohrlöcher 2 m tief sind und daß die Antriebsscheibe so weit vom 5 Ortsstoß entfernt steht, daß das Seil von dem Austritt aus dem einen Bohrloch an der Sohle bis zum Eintritt in das andere Bohrloch an der Sohle eine Länge von 5 m hat, würde beim Beginn des Treibens das Seil in jedes Bohrloch etwa Y2 m tief einzuführen sein und müßte alsdann eine Länge von 5 + 1+2 (Streckenhöhe) + 1+2 (Streckenbreite) + 1+2 (Streckenhöhe) + 1 = 15 m haben.
Die nötige Spannung des Seiles ist durch abwechselndes Vorführen der Metallstäbe in der Spindelführung durch Kurbeldrehung von Hand zu erreichen, ohne daß die Antriebsscheibe in irgendeiner Weise verrückt zu werden braucht. Durch das gespannte Seil werden nach Beendigung des Treibens zwei 2 m tiefe Schlitze, und an den beiden Stoßen ein 2 m tiefer Schräm unter der Firste hergestellt sein, und zwar ohne Verrückung der Antriebsscheibe, da sich die Länge des Seiles verteilt wie folgt: 5 + 2 (Tiefe des Schrames) + 2 + 2 + 2 (Streckenhöhe und -Breite) + 2 (Tiefe des Schrames) = 15 m.
b) Bei Strecken anderer Abmessungen kann
die Vorrichtung sinngemäße Änderung finden. Auch ist es nicht nötig, sich auf ein Schräm und zwei Schlitze zu beschränken, man kann vielmehr durch andere Anordnung bzw. durch Anordnung von mehr als vier Bohrlöchern neben den zwei Schlitzen und dem Schräm an der Firste einen Schräm an der Sohle herstellen oder die Streckenstöße statt wie vorstehend angenommen quadratisch in gewölbeartiger Weise zuführen.
2. Beim Abbau.
Die Vorrichtung kann auch beim Abbau selbst in mächtigen Flözen zur Herstellung von Schlitz und Schräm in beliebiger Anordnung verwendet werden, unter der Voraussetzung, daß man anstatt der Spannsäulen der Höhe des Abbaues entsprechende Stempel verwendet. Denn die Bewegung der Vorrichtung ist völlig stoßfrei, so daß ein richtig eingebühnter Stempel den Gegendruck gegen das Seil aufnehmen kann, ohne daß man hierbei Gefahr läuft, daß das Hängende in Unruhe gerät.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum gleichzeitigen Schrämen und Schlitzen mittels endlosen Schneidseiles, das in vorher hergestellte Bohrlöcher eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ecken der Ortswand Bohrlöcher bis auf die Tiefe der -herzustellenden Schräme und Schlitze getrieben werden und dann das Schneidseil, das über eine während der Schräm- und Schlitzarbeit am Platze bleibende Antriebsscheibe und über Rollen, die nach allen Seiten beweglich in vorschiebbaren Gabeln sitzen, geleitet ist, gleichzeitig in alle Bohrlöcher bis zu deren halben Tiefe eingeführt wird, so daß es also von der Antriebsscheibe in das erste Bohrloch hinein und heraus, über die Ortswand in das zweite Bohrloch hinein und wieder heraus usw. und schließlich aus dem letzten Bohrloch heraus zur Antriebsscheibe zurückläuft, worauf die Rollengabeln unter Bewegen des' Seiles durch die Antriebsscheibe entsprechend der Schrämarbeit vorgeschoben werden.
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