DE4424940C2 - Verfahren zur Bearbeitung von Holzwerkstücken - Google Patents
Verfahren zur Bearbeitung von HolzwerkstückenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27F—DOVETAILED WORK; TENONS; SLOTTING MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bearbeitung von Holzwerkstücken, insbe
sondere von Rahmenhölzern von Tür- und Fensterrahmen, die auf Holzbearbei
tungsmaschinen hergestellt werden.
Unter den verschiedenen Tür- und Fensterrahmen aus Holz sind auch Rahmen für
Fensterscheiben unterschiedlicher Abmessungen zu finden, die als Oberlicht oder Giebel
fenster eingesetzt werden, um ein besseres natürliches Licht zu erlauben. Diese
Fensterrahmen sind üblicherweise nicht quadratisch. Um sie an schräg abfallende
Dächer angrenzend einsetzen zu können, müssen die Holzwerkstücke, aus denen
sie zusammengesetzt sind, in diesem Fall derart bearbeitet werden, daß sie ent
sprechend der Dachschräge schräg verlaufen.
Es ist z. B. aus der AT 311 030 A bekannt, daß die Maschinen, mit denen derartige Holzwerkstücke hergestellt
werden, mehrere Arbeitsstationen aufweisen, die voneinander beabstandet ange
ordnet sind und durch entsprechende Transportführungen für die Holzwerkstücke,
beispielsweise Schlitten usw., miteinander verbunden sind. Diese Transportführun
gen bilden zusammen eine horizontale Vorschubstrecke. Über diese Transportfüh
rungen werden die Holzwerkstücke zunächst entlang einer Ablängstation geführt,
die ein erstes Werkzeug aufweist, das normalerweise aus einer Kreissäge mit hori
zontaler Achse besteht und mit welchem das Holzwerkstück abgelängt wird. An
schließend wird das Holzwerkstück an eine zweite Station weitertransportiert, die
ein höheneinstellbares Werkzeug mit vertikaler Achse aufweist, wobei dieses
Werkzeug zur Bearbeitung der Seitenlänge des Werkstückes dient, die die geringe
re Seitenlänge hat. Nach dieser Bearbeitung wird das Holzwerkstück an eine weite
re Station geleitet, welche üblicherweise im rechten Winkel zu der vorangehenden
Station angeordnet ist. In dieser Station ist ein ebenfalls in der Höhe verstellbares
Werkzeug angeordnet, das zur Längsprofilierung des Holzwerkstückes entlang der
Seite mit der größeren Länge dient.
Die vorbeschriebene Maschine ist für derartige Holzwerkstücke ausgelegt, die für
Standardausführungen von Tür- und Fensterrahmen dienen. Im Falle einer Bear
beitung von Werkstücken mit abgeschrägten Stoßflächen, beispielsweise Rahmen
hölzern für Giebelfenster, ist eine automatische Bearbeitung der entsprechenden
Holzwerkstücke mit der zuvor beschriebenen Maschine nicht möglich. Hier wird
vom Bediener der Maschine das Holzwerkstück um seine Längsachse entspre
chend dem Winkel gekippt, der der einzustellenden Schrägung entspricht.
Hieraus folgen jedoch einige Nachteile. Zunächst ist aufgrund der Schrägstellung
des Werkstücks für die Bearbeitung ein größerer Platzbedarf insbesondere beim
Einführen des Werkstücks wie auch beim Herausführen des Werkstücks notwendig.
Darüber hinaus ist der Bedienungsaufwand einer derartigen Maschine höher, wo
durch die Bearbeitungszeit für die Bearbeitung des Holzwerkstücks ansteigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von einer zuvor beschriebenen Maschine,
ein Verfahren zur Bereitstellung eines abgeschrägten Holzwerkstückes an die Hand
zu geben, wobei eine automatisierte Abschrägung des Holzwerkstückes in der Ma
schine möglich ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmalskombination des An
spruchs 1 gelöst. Eine bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich aus
dem auf den Anspruch 1 zurückbezogenen Unteranspruch 2.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus einem in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigen:
Fig. 1 Einen Rahmen mit Rahmenhölzern in einer schematischen Frontalan
sicht, die nach dem betreffenden Verfahren nach der vorliegenden Erfin
dung bearbeitet wurden;
Fig. 2 eine Maschine zur Bearbeitung von Holzwerkstücken, welche das erfin
dungsgemäße Verfahren anwendet, in einer Draufsicht;
Fig. 3 ein Detail der Maschine gemäß Fig. 2 in vergrößerter Darstellung und
Figur eine Prinzipdarstellung, die die Bearbeitungsrichtung des Holzwerk
stücks bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Bearbeitung von Holzwerkstücken 2, welche
Rahmenhölzer Tr und Tn von Holzrahmen I bilden (Fig. 1), ist mittels Maschinen
durchführbar, die eine Anzahl von Bearbeitungsstationen enthalten, die in einem
Abstand und in einem Winkel zueinander angeordnet sind. Die Bearbeitungsstatio
nen sind durch erste Transportmittel 1 für die Holzwerkstücke 2 selbst (vgl. Fig. 2)
miteinander verbunden. Diese als solche bekannten Transportmittel 1 enthalten
eine Auflagefläche 10, welche den beweglichen Teil eines Transportsystems mit
mindestens zwei gesteuerten Achsen X, Y bildet, die üblicherweise rechtwinklig
zueinander verlaufen und allgemein eine horizontale Ebene bilden. Die Auflageflä
che 10 ist mit Spannmitteln 11 versehen, so daß das Holzwerkstück 2 aufgespannt
werden kann. Diese Mittel 11 werden praktisch aus wenigstens einem Paar von
Greifzangen 12 gebildet, die an einem Ende geöffnet werden können und dazu die
nen, das Holzwerkstück 2 oder mehrere nebeneinanderliegende Holzwerkstücke 2
einzuspannen. Die Auflagefläche 10 kann über Mittel 13, die beispielsweise aus
Führungen 13a und 13b gebildet sind, verschwenkt werden. Die Führungen werden
durch mechanische Mittel, die als solche bekannt sind und daher hier nicht näher
dargestellt werden müssen, betätigt, so daß diese Führungen in den Richtungen X,
Y bewegt werden.
Die Holzwerkstücke 2 werden in den Arbeitsstationen bearbeitet, die entlang einer
mit dem Pfeil A bezeichneten Vorschubstrecke vorgesehen sind, und zwar in nach
stehender Reihenfolge:
Zunächst wird das Holzwerkstück 2 in X-Richtung in einer ersten Station 3 abge längt. Die Station 3 weist ein entsprechendes erstes Werkzeug, eine Kreissäge 4, auf, die mit ihrer Betriebsachse um einen Winkel α im Verhältnis der obengenann ten X-Richtung geneigt ist, wie in Fig. 2 dargestellt. In einer zweiten Bearbeitung wird in einer zweiten Station 5 das Holzwerkstück 2 entlang seiner Stirnseite 2f, die eine geringere Abmessung aufweist, in Querrichtung bearbeitet. Diese Bearbeitung wird auch als Zapfenschneiden bezeichnet. Die Station 5 weist ein Werkzeug 6 mit vertikaler Achse (Z-Richtung) auf und ist in der Höhe einstellbar. Anschließend er folgt ein Übergang des Holzwerkstückes 2 von den ersten Transportmitteln 1 an sich anschließende zweite Transportmittel 7, die dazu bestimmt sind, den Transport des Werkstückes bis zu einer dritten Bearbeitung, d. h. der Längsprofilierung, zu übernehmen.
Zunächst wird das Holzwerkstück 2 in X-Richtung in einer ersten Station 3 abge längt. Die Station 3 weist ein entsprechendes erstes Werkzeug, eine Kreissäge 4, auf, die mit ihrer Betriebsachse um einen Winkel α im Verhältnis der obengenann ten X-Richtung geneigt ist, wie in Fig. 2 dargestellt. In einer zweiten Bearbeitung wird in einer zweiten Station 5 das Holzwerkstück 2 entlang seiner Stirnseite 2f, die eine geringere Abmessung aufweist, in Querrichtung bearbeitet. Diese Bearbeitung wird auch als Zapfenschneiden bezeichnet. Die Station 5 weist ein Werkzeug 6 mit vertikaler Achse (Z-Richtung) auf und ist in der Höhe einstellbar. Anschließend er folgt ein Übergang des Holzwerkstückes 2 von den ersten Transportmitteln 1 an sich anschließende zweite Transportmittel 7, die dazu bestimmt sind, den Transport des Werkstückes bis zu einer dritten Bearbeitung, d. h. der Längsprofilierung, zu übernehmen.
Diese zweiten Transportmittel 7 für das Holzwerkstück 2 bestehen in vereinfachter
Darstellung aus einer Führungsschiene 14, die im Verhältnis zu den ersten Trans
portmitteln 1 unter einem feststehenden Winkel angeordnet ist. Die Führungsschie
ne 14 dient für das Holzwerkstück 2 als Anschlag. Weiterhin weisen die zweiten
Transportmittel 7 eine Rollenbahn 15 mit einer oberen Vorschubvorrichtung 15 s
(beispielsweise Förderer mit gummierten Rollen) auf, die zur horizontalen Führung
der Holzwerkstücke 2 dienen, so daß das Längsprofil gegriffen wird, d. h. die läng
ste Seite des Werkstückes 2, und zwar in einer dritten Station 8, die ein entspre
chendes Werkzeug 9 mit vertikaler Achse Z aufweist, das ebenfalls in der Höhe
einstellbar ist.
Wie sich aus den Fig. 2 und 3 ergibt, kann die Arbeit des Ablängens der Stirn
seite 2f mit schrägem Profil durch eine Bewegung der ersten Mittel in Richtung L
ausgeführt werden, wobei sich L als Resultierende der Bewegung entlang der Ach
sen X und Y ergibt. Das Werkzeug, also die Kreissäge 4, ist zur maßgerechten
Ablängung des schräggestellten Profils an der Stirnseite 2f mit ihrer Schneidkante
Pf schräg angeordnet und zwar entsprechend der Schrägstellung α der Stirnseite
2f.
Außerdem ist die Bearbeitung der obengenannten Stirnseite 2f des Holzwerkstücks
2 mit dem schrägen Profil in der zweiten Phase der Querbearbeitung unter der Be
wegung der ersten Mittel, d. h. der Auflagefläche 10, in Richtung L vorgesehen, die
durch die Resultierende der gesteuerten Bewegung in X- und Y-Richtung bestimmt
wird, so daß ein Vorschub des Holzwerkstücks 2 bis an die Station 5 parallel zu
oder übereinstimmend mit dem gewünschten Neigungswinkel α der Stirnseite 2f
ermöglicht wird.
Praktisch gesehen erfolgen die Herstellungsphasen des Holzwerkstücks 2 in fol
gender Reihenfolge: Das Holzwerkstück 2 bzw. je nach Abmessung oder Bearbei
tungszyklen auch mehrere der Holzwerkstücke 2 werden auf der Auflagefläche 10
positioniert und eingespannt. Sie werden dann in den Richtungen X und Y vorge
schoben, so daß die Kopfseite des Holzwerkstücks 2 an bzw. unter die Säge 4 po
sitioniert wird, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Die Säge befindet sich bereits bezo
gen auf die Richtung X in der um den Winkel α geneigten Stellung und wird abge
senkt, wenn das oder die abzulängenden Holzwerkstücke 2 unterhalb der Kreissä
ge 4 angehalten werden.
Nach dem Ablängen der Stirnseiten 2f wird die Kreissäge 4 wieder hochgehoben,
während die Auflagefläche 10 mit den Holzwerkstücken 2 zu der zweiten Station 5
zum Zapfenschneiden weiterläuft.
Während die Auflagefläche 10 sich entlang der Vorschubstrecke A (die mit der
Richtung X übereinstimmt) weiterläuft, wird das Holzwerkstück 2 an dem zweiten
Werkzeug 6 positioniert, um so das Zapfenschneiden an dessen Kopfseite (vgl.
Abb. 3) ausführen zu können, und zwar entlang der Richtung L, die sich aus der
Resultierenden L der beiden Richtungen X und Y ergibt und die mit der an der
Stirnseite 2f des Werkzeuges 2 hergestellten Profil übereinstimmt.
Sobald die Auflagefläche 10 in der Betriebsposition des Endanschlags zum Zap
fenschneiden angekommen ist, gibt sie das Holzwerkstück 2 an die Rollenbahn 15
frei, die nun die Weiterleitung desselben übernimmt (im Fall der Fig. 2 in Richtung
Y) um die Längsprofilierung des Holzwerkstücks 2 zu ermöglichen. Dieser Vorgang
ist nur schematisch dargestellt, da er als solcher bereits bekannt ist.
Diese Reihenfolge der Arbeitsgänge erlaubt, wie auch der Fig. 4 zu entnehmen ist,
eine rationelle und bequeme Bearbeitung des Holzwerkstücks 2, da dieses im Ver
hältnis zu seiner Ausgangsposition niemals versetzt oder gedreht wird. Daher ist es
auch möglich, alle Arbeitsgänge, wie beispielsweise das Einlegen und Entnehmen
des Holzwerkstückes, zu automatisieren. Natürlich muß bei der Herstellung der
kopfseitigen Profile der Arbeitswinkel im Falle der Bearbeitung von Holzwerkstüc
ken 2, die miteinander zusammengesteckt werden sollen, umgekehrt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zum Bearbeiten von Rahmenschenkeln aus Holz, mit einer Maschine,
die mehrere beabstandete Bearbeitungsstationen aufweist, wobei die Werkstü
cke in einer horizontalen Ebene x, y geführt und wie folgt bearbeitet werden:
Führen eines Werkstücks zu einer ersten Station in einer ersten Richtung (x) , die der Längsstreckung des Werkstücks entspricht,
Abschneiden des Werkstücks mit einer Kreissäge, deren Achse um einen Winkel α in der x, y-Ebene geneigt ist, wobei das Werkstück in α-Richtung verschoben wird,
Verschieben des Werkstücks in x-Richtung zu einer zweiten Station,
Fräsen des Werkstücks an dessen Stirnseite, wobei das Werkstück in α- Richtung verschoben wird,
Zuführen des Werkstücks in x-Richtung zu einer dritten Station, und
Profilfräsen des Werkstücks in dessen Längsachse.
Führen eines Werkstücks zu einer ersten Station in einer ersten Richtung (x) , die der Längsstreckung des Werkstücks entspricht,
Abschneiden des Werkstücks mit einer Kreissäge, deren Achse um einen Winkel α in der x, y-Ebene geneigt ist, wobei das Werkstück in α-Richtung verschoben wird,
Verschieben des Werkstücks in x-Richtung zu einer zweiten Station,
Fräsen des Werkstücks an dessen Stirnseite, wobei das Werkstück in α- Richtung verschoben wird,
Zuführen des Werkstücks in x-Richtung zu einer dritten Station, und
Profilfräsen des Werkstücks in dessen Längsachse.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stirnseite
des Werkstücks in der zweiten Station Zapfen gefräst werden.
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|---|---|---|---|
| IT93BO000347A IT1264191B1 (it) | 1993-08-03 | 1993-08-03 | Metodo per la lavorazione di pezzi in legno. |
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Families Citing this family (1)
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| DE3717411A1 (de) * | 1987-05-23 | 1988-12-08 | Okoma Maschf Gmbh | Holzbearbeitungsmaschine |
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- 1993-08-03 IT IT93BO000347A patent/IT1264191B1/it active IP Right Grant
-
1994
- 1994-07-14 DE DE4448035.0A patent/DE4448035B4/de not_active Expired - Lifetime
- 1994-07-14 DE DE4424940A patent/DE4424940C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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| IT1264191B1 (it) | 1996-09-23 |
| DE4424940A1 (de) | 1995-02-09 |
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