DE2000585B2 - Verfahren zur herstellung von polymerisationskatalysatoren und deren verwendung - Google Patents
Verfahren zur herstellung von polymerisationskatalysatoren und deren verwendungInfo
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Description
oder Vanadiumoxyhalogeniden gemeinsam mit einem und Zinkhalogeniden erhaben, indem metallorgawasserfreien
Magnesium- oder Zinkhalogenid während nische Verbindungen der Formel RMgX und RZnX,
einer ausreichenden Zeit und unter solchen Bedin- worin R ein Kohlenwasserstoffrest, beispielsweise ein
gungen mahlt, daß das Magnesium- oder Zinkhalo- Alkyl- oder Arylrest, und X ein Halogenatom ist,
genid in die aktive Form überführt wird. 5 nach bekannten Verfahren zersetzt werden. Es ist
Im allgemeinen hängt die Mahldauer von den auch möglich, die metallorganischen Verbindungen
Mahlbedingungen und vom Mahlwirkungsgrad der in die aktiven Magnesium-und Zinkhalogenide durch
verwendeten Mühle ab. Es hat sich gezeigt, daß die Behandlung mit einer stöchiometrischen Menge oder
Mahldauer mcht mit der Feinheit der Teilchen des einer über der stöchiometrischen Menge liegenden
gemahlenen Produkts in Wechselbeziehung gebracht 10 Menge einer halogenierten Verbindung, wie wasserwerden
kann. Beispielsweise ist für die Umwandlung freiem gasförmigem Chlorwasserstoff, umzuwandeln,
des Ausgangsgemisches in eine sehr aktive Kata- Ein weiteres brauchbares Verfahren zur Herstellung
lysatorkomponente eine Mahldauer von etwa 1 Stunde der aktiven Magnesium- und Zinkhalogenide besteht
erforderlich, wenn das gemeinsame Mahlen in einer darin, daß man «iie normalen Halogenide in einem
mit Porzellankugeln gefüllten Schleudermühle vor- 15 organischen Lösungsmittel, wie einem Alkohol, Äther
genommen wird. Kürzere Zeiten von beispielsweise oder Amin, löst, das Lösungsmittel schnell abdampft
15 Minuten oder noch weniger sind bei Mühlen er- und dann das Lösungsmittel durch Erhitzen des
forderlich, die eine besonders intensive Mahlwirkung Halogenids unter vermindertem Druck auf Temauszuüben
vermögen, beispielsweise bei Kugelschwing- peraturen, die über 100=C und im allgemeinen zwimühlen,
die mit Stahlkugeln gefüllt sind. 20 sehen 100 und 40O0C liegen, völlig entfernt. Wasse?-
Das gemeinsame Mahlen wird vorzugsweise in freies MgCl2 ist in der aktiven Form nach dieser
Abwesenheit von inerten Verdünnungsmitteln durch- Methode aus seinen Lösungen in CH3OH hergestellt
geführt, wobei das Titan- oder Vanadiumoxyhalo- worden.
genid in einer Menge von weniger als 15 Gewichts- Die Komponenten der Katalysatoren gemäß der
prozent des Trägers verwendet wird. 25 Erfindung, die aus der Titanverbindung und dem
Die Katalysatorkomponenten, die aus den aktiven aktiven Träger bestehen, enthalten die Titanverbin-Magnesiumoder
Zinkhalogeniden und den Titan- dung, die als aktive, an den Träger gebundene Ver-
und Vanadiumoxyhalogeniden bestehen, können auch bindung oder in bestimmten Fällen in Form einer
durch einfaches Mischen des Oxyhalogenide des Über- abtrennbaren physikalischen Phase vorliegen kann,
gangsmetalls mit voraktiviertem Magnesium- oder 30 in Mengen, die von sehr niedrigen Werten, wie 0,01
Zinkhalogenid hergestellt werden. In diesem Fall Gewichtsprozent, bezogen auf den Träger, bis zu
wird jedoch das Halogenid vorzugsweise als Sus- höheren Werten von beispielsweise 30°/0 oder mehr
pension in einem inerten Lösungsmittel zugemischt. variieren können. Vorzugsweise liegt die Menge der
Die Suspensionen werden vorzugsweise einer Wärme- Titanverbindung zwischen 0,5 und 10 Gewichtsprobehandlung
bei Temperaturen oberhalb von Raum- 35 zent, bezogen auf das Magnesium- bzw. Zinkhalotemperatur,
beispielsweise bei 75 bis .1OOX, während genid.
einer Zeit unterworfen, die genügt, um das Titan- Als Titan- oder Vanadiumoxyhalogenid werden
bzw. Vanadiumoxyhalogenid zu fixieren. vorzugsweise TiOCl2, TiOBR2, Ti2O3Cl2. Ti2Cl6O.
Es erwies sich ferner als möglich, die auf das Mg- TiOCl, VOCl2, VOBr2 und VOCl3 verwendet. Von
oder Zn-Halogenid aufgebrachte Katalysatorkompo- 4° den aktiven Formen der Magnesium- bzw. Zinknente
durch Erhitzen des inaktiven wasserfreien halogenide werden die von MgCl2, MgBr2 und ZnCl2
Magnesium- oder Zinkhalogenids in Gegenwart des bevorzugt.
Ti- oder V-Oxyhalogenids mit einem Überschuß Die metallorganischen Verbindungen oder Hydride
(bezogen auf das wasserfreie Magnesium- oder Zink- von Metallen der Gruppen I, II oder III des Perihalogenid)
eines inerten halogenierten Lösungsmittels, 45 odischen Systems werden vorzugsweise aus folgenden
wie CHCl3, oder einer Flüssigkeit wie Titan- oder Verbindungen gewählt:
Vanadiumtetrahalogenid, insbesondere TiCl4, auf ver- Aluminiumtriäthyl, Diäthylaluminiumchlorid, Alumihältnismäßig
hohe Temperaturen, die im allgemeinen niumtriisobutyl, Diisobutylaluminiumchlorid, Äthylüber
etwa 70 bis 8O0C liegen, und anschließendes aluminiumsesquichlorid, Diäthylaluminiumhydrid, Di-Kühlen
des Gemisches und Abtrennen des Magne- 5° isobutylaluminiumhydrid, Diäthylaluminiumbromid,
sium- oder Zinkhalogenids vom Gemisch herzustellen. Lithiumaluminiumtetraisobutyl, Lithiumbutyl und Ma-Bei
TiCl4 wird diese Maßnahme vorzugsweise beim gnesiumdiäthyl.
Siedepunkt des Tetrachlorids durchgeführt. Das Molverhältnis der metallorganischen Verbin-
Siedepunkt des Tetrachlorids durchgeführt. Das Molverhältnis der metallorganischen Verbin-
Voraktiviertes Magnesium- oder Zinkhalogenid dung oder des Hydrids zum Titantetrahalogenid ist
kann in verschiedener Weise hergestellt werden. Eine 55 nicht entscheidend wichtig. Für die Polymerisation
dieser Methoden besteht darin, daß man das wasser- von Äthylen liegt das Al-Ti-Molverhältnis vorzugsfreie
Magnesium- oder Zinkhalogenid einer mecha- weise zwischen 50 und 1000.
nischen Behandlung, beispielsweise einem Mahlen, Die Katalysatoren gemäß der Erfindung sind beunterwirft,
die im wesentlichen unter den gleichen sonders vorteilhaft für die Polymerisation von Äthylen
Bedingungen durchgeführt werden kann, die bereits 60 und seinen Gemischen mit höheren «-Olefinen, ζ. Β.
für das gemeinsame Mahlen des Gemisches aus dem Propylen und Buten-1, insbesondere in bezug auf
Oxyhalogenid des Übergangsmetalls und des Magne- die Ausbeute des gebildeten Polymeren,
sium- bzw. Zinkhalogenids genannt wurden. Vorzugs- Die Polymerisation mit den Katalysatoren gemäß
sium- bzw. Zinkhalogenids genannt wurden. Vorzugs- Die Polymerisation mit den Katalysatoren gemäß
weise wird zum Mahlen eine Kugelmühle verwendet, der Erfindung wird in üblicher Weise in einer Flüssigdie
in Abwesenheit von inerten Lösungsmitteln eine 65 phase in Gegenwart oder Abwesenheit von inerten
intensive Mahlwirkung auszuüben vermag. Lösungsmitteln oder in der Gasphase durchgeführt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfin- Die Polymerisationslemperatur kann zwischen —80
dung werden sehr aktive Formen von Magnesium- und +200°C liegen. Vorzugsweise wird zwischen 50
und 1000C bei Normaldruck oder erhöhtem Druck
gearbeitet
Das Molekulargewicht des gebildeten Polymeren kann nach bekannten Mathoden eingestellt werden,
beispielsweise durch Einbeziehung eines Alkylhalogenids, einer metallorganischen Verbindung von
Cadmium oder Zink oder von Wasserstoff in das Poljmerisationsgemisch. Die Aktivität des Katalysators
gemäß der Erfindung wird durch die Anwesenheit der Molekulargewichtsregler wenig beeinflußt.
Bei der Polymerisation von Äthylen ist es beispielsweise möglich, das Molekulargewicht des Polyäthylens
innerhalb eines Bereichs von in der Praxis brauchbaren, in Tetralin bei 135 0C bestimmten
Grenzviskositäten zwischen etwa 1,5 und 3,0 dl/g einzustellen, ohne daß die Polymerausbeute auf einen
Wert sinkt, unter dem es notwendig sein würde, das Polymere nach beendeter Polymerisationsreaktion
von Katalysatorresten zu reinigen.
Dai gebildete Polyäthylen ist ein im wesentlichen
lineares, hochkristallines Polymeres, das eine Dichte von 0,96 g/cm3 oder mehr hat. Es läßt sich leicht verarbeiten,
insbesondere durch Spritzgießen. Im allgemeinen ist es leichter verarbeitbar als Polyäthylen, das
mit Hilfe üblicher sogenannter Ziegler-Katalysatoren hergestellt wird. Der Titangehalt des Polyäthylens
liegt im allgemeinen unter 20 Gewichtsteilen pro Million Gewichtsteile, so daß Behandlungen zur
Reinigung nicht erforderlich sind.
In den folgenden Beispielen beziehen sich die Prozentsätze auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben.
In einen mit Rührer und am Boden mit einer Filterplatte
versehenen Autoklav aus Glas wurden 300 ml TiCl4 und 40 g TiOCl8 gegeben. Die Temperatur
wurde auf 1350C gebracht, worauf 26 g wasserfreies
MgCl2, das zunächst in der inaktiven Form vorlag, eine Oberfläche von 1 m*/g hatte und kein Mg(OH)Cl
enthielt, zugesetzt wurden. Nach einer Reaktionszeit von 1 Stunde bei 135° C wurde das überschüssige
TiCl4 abfiltriert. Das im Autoklav zurückbleibende feste Piodukt wurde mehrmals bis zum vollständigen
Verschwinden der Titanverbindungen in der Waschflüssigkeit mit Cyclohexan gewaschen.
Das Produkt wurde dann aus dem Autoklav entnommen und bei 100° C unter vermindertem Druck
getrocknet. Die Analyse des getrockneten Produkts ergab 0,29% Ti und 67,5% Cl.
0,37 g dieses Produkts wurden zur Polymerisation von Äthylen unter folgenden Bedingungen verwendet:
In einen Autoklav aus nichtrostendem Stahl, der ein Fassungsvermögen von 1,81 hatte und vorher mit
trockenem Stickstoff gespült worden war, wurden 1000 ml technisches n-Heptan und dann 2 g Al(iC4H9)3
gegeben. Die Temperatur wurde auf 750C gebracht,
worauf eine Suspension von 0,37 g der katalytischen Komponente in 90 ml n-Heptan zugesetzt wurde.
Unmittelbar anschließend wurden 3 Atmosphären Wasserstoff und 10 Atmosphären Äthylen aufgedrückt.
Die Temperatur stieg auf etwa 85 0C und wurde während der Polymerisation bei 85 ± 5°C
gehalten. Der Gesamtdruck wurde durch kontinuierliches Nachdrücken von Äthylen konstant gehalten.
Nach 2 Stunden wurde die Suspension aus dem Katalysator entnommen. Das Polymere wurde abfiltriert
und unter vermindertem Druck bei 1000C getrocknet Hierbei wurden 290 g Polyäthylen erhalten,
das eine Greezviskosität von 2,3 dl/g hatte, gemessen in Tetralin bei 135 0C. Die Polymerausbeute
betrug 270 000 g/g TL
In eine mit Porzellankugeln gefüllte Schleudermühle
wurden 50 g wasserfreies MgCl2 und 1 g TiOCl2 gegeben,
worauf 2 Stunden gemahlen wurde. Die Analyse des gemahlenen Gemisches ergab 0,57% Ti und
72,0% CL Das Röntgenspektrum des gemahlenen Produkts zeigte eine Verbreiterung der Beugungslinie
von höchster Intensität die im Spektrum von MgCl2 des normalen Typs bei d = 2,56 A erscheint.
0,14 g dieses Produkts wurden zur Polymerisation von Äthylen unter den im Beispiel 1 genannten Bedingungen
verwendet. Nach 4 Stunden wurden 158 g Polymerisat erhalten, das eine Grenzviskosität (η) von
2,2 dl/g in Tetralin bei 1350C hatte. Die Polymer-
ao ausbeute betrug 198 000 g/g Ti.
In eine Kugelmühle des in Beispiel 2 genannten 1 yps wurden 50 g wasserfreies MgCl2, das eine
Oberfläche von 1,5 m2/g hatte, und 7 g TiCl3 gegeben.
Während der Einführung der Reaktionsteilnehmer wurde die Luft zugelassen. Nach einer Mahldauer
von 1 Stunde wurde das Produkt entnommen. Die Analyse ergab 3,7% Ti. Das gemahlene Produkt
hatte eine Oberfläche von 15 m2/g.
Äthylen wurde unter Verwendung von 0,045 g dieses gemahlenen Produkts unter den in den vorstehenden
Beispielen genannten Bedingungen polymerisiert. Nach 2 Stunden wurden 102 g Polymerisat
erhalten, das eine Grenzviskosität von 2,4 dl/g hatte, gemessen in Tetralin bei 135° C. Die Polymerausbeute
betrug 61 200 g'g Ti.
B e 1 s ρ 1 e 1 4
In einer Kugelmühle des ir den vorstehenden Beispielen genannten Typs wurden 50 g wasserfreies
MgCl2 mit 8,6 g des Produkts gemahlen, das die Zusammensetzung Ti2Cl6O hatte und durch Um-Setzung
von TiCl3 bei O0C mit der stöchiometrischen
Sauerstoffmenge erhalten worden war. Äthylen wurde unter Verwendung von 0,1 g dieses gemahlenen
Produkts unter den gleichen Bedingungen wie in den vorstehenden Beispielen polymerisiert. Nach 2 Stunden
wurden 280 g Polymerisat erhalten, das eine Grenzviskosität von 2,6 dl/g hatte, bestimmt in
Tetralin bei 1350C.
B e i s d i e 1 5
Das bei diesem Versuch verwendete MgCl2 wurde
hergestellt, indem in Äther gelöstes C2H5MgCl mit
wasserfreiem gasförmigem Chlorwasserstoff, den man durch die Lösung perlen ließ, bis zur Ausfällung von
MgCl2 umsetzte, das dann abfiltriert und bei 2000C
unter vermindertem Druck getrocknet wurde. Das Produkt hatte eine Oberfläche von 142m2/g, und
sein Röntgenpulverdiagramm zeigte eine deutliche
Verbreiterung der Beugungslinie bei el— 2,56 Ä.
In einen 250-ml-Kolben, der mit einem Rührer
versehen war, wurden 9,25 g dieses Produkts, 0,14 g TiOCl2 und 50 ml n-Heptan gegeben. Die Suspension
wurde 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt, worauf das Lösungsmittel abgedampft wurde. Äthylen wurde
7 8
unter den in den vorstehenden Beispielen genannten genannten Bedingungen polymerisiert. Nach 2 Stunden
Bedingungen unter Verwendung von 0,073 g des wurden 280 g eines Polymeren erhalten, das eine
so erhaltenen Produkts polymerisiert. Nach 2 Stunden Grenzviskosität von 2,3 dl/g hatte,
wurden 110 g Polyäthylen erhalten, das eine Grenz- . .
viskosität von 2,3 dl/g hatte. 5 Beispiel»
. . Das bei diesem Versuch verwendete MgCl2 wurde
Beispiel 6 erhalten, indem von einer Lösung von 15 g MgCl2,
In einer mit Stahlkugeln gefüllten Kugelschwing- das eine Oberfläche von 1 m2/g hatte, in CH3OH
mühle wurden 12 g TiOCl8 und 83 g wasserfreies das Lösungsmittel schnell abgedampft und der
MgCl2 des in Beispiel verwendeten Typs gemeinsam io Alkohol anschließend durch Erhitzen des Produkts
18 Stunden gemahlen. Das Röntgenspektrum des ge- auf 3000C unter vermindertem Druck vollständig
mahlenen Produkts zeigte eine Verbreiterung der entfernt wurde. Das hierbei erhaltene MgCl2 hatte
Beugungslinie von höchster Intensität, die im Spek- eine Oberfläche von 32 m2/g. Sein Röntgenspektrum
trum von MgCl2 des normalen Typs bei d = 2,56 Ä zeigte eine deutliche Verbreiterung der Beugungslinie,
erscheint. Äthylen wurde dann unter den in den vor- 15 die im Spektrum von MgCl2 des normalen Typs bei
stehenden Beispielen genannten Bedingungen mit d = 2,56 A erscheint.
0,0344 g des gemahlenen Produkts polymerisiert. In einen 250-ml-Kolben, der mit einem Rührer ver-
Hierbei wurden 250 g Polymerisat erhalten. sehen war, wurden 9,25 g dieses Produkts, 0,14 g
. 17 Ti2Cl6O und 50 ml n-Heptan gegeben. Die Suspension
Beispiel/ 20 W11nJ6 \ stunde bei Raumtemperatur gerührt, worauf
In einer Schleudermühle wurden 7,1 g MgBr2, das das Lösungsmittel abgedampft wurde,
zunächst in der inaktiven Form vorlag, und 0,512 g Äthylen wurde unter den gleichen Bedingungen wie
TiOBr2 gemeinsam 3 Stunden gemahlen. Das ge- in den vorstehenden Beispielen unter Verwendung
mahlene Produkt hatte eine Oberfläche von 27 m*/g. von 0,05 g des erhaltenen Produkts polymerisiert.
Äthylen wurde unter Verwendung von 0,051 g dieses as Hierbei wurden 150 g Polyäthylen erhalten, das eine
Produkts unter den in den vorstehenden Beispielen Grenzviskosität von 2,1 dl/g hatte.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Polymerisa- und III. Gruppe des Periodischen Systems umsetzt,
tionskatalysatoren, wobei man ein Hydrid oder 5 Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß
eine metallorganische Verbindung von Metallen es möglich ist, Polymerisationskatalysatoren mit
der Gruppen I, II oder HI des Periodischen wertvollen Eigenschaften, insbesondere mit sehr hoher
Systems mit dem Reaktionspiodukt umse it, das katalytischer Aktivität nach einem Verfahren hererhalten
wird, indem man ein Titan- oder Vana- zustellen bei dem man ein Hydrid oder eine metalldiumoxyhalogenid
mit einer wasserfreien Verbin- io organische Verbindung von Metallen der Gruppen I,
dung eines Metalls der Gruppe Π des Periodischen Π oder ΙΠ des Periodischen Systems mit dem ReSystems
in Berührung bringt, dadurch ge- aktionsprodukt umsetzt, das erhalten wird, indem
kennzeichnet, daß man als Metallverbin- man ein Titan- oder Vanadiumoxyhalogenid mit einer
dung ein vor oder während des Kontaktierens in wasserfreien Verbindung eines Metalls der Gruppe II
die aktive Form übergeführtes Magnesium- oder 15 des Periodischen Systems in Berührung bringt und
Zinkhalogenid verwendet, wobei als aktive Form das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Metalleine
solche zu verstehen ist, bei der die bei den verbindung ein vor oder während des Kontaktierens
normalen Magnesium- oder Zinkhalogeniden im in die aktive Form übergeführtes Magnesium- oder
Röntgenpulverdiagramm vorhandene Beugungs- Zinkhalogenid verwendet, wobei als aktive Form eine
linie höchster Intensität durch einen verbreiterten 20 solche zu verstehen ist, bei der die bei den normalen
Lichthof ersetzt und/oder deren Oberfläche größer Magnesium- oder Zinkhalogeniden im Röntgenals
3 m2/g, vorzugsweise größer als 10 mz/g, ist. pulverdiagramm vorhandene Beugungslinie höchster
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Intensität durch einen verbreiterten Lichthof ersetzt
zeichnet, daß man das Titan- oder Vanadium- und/oder deren Oberfläche größer als 3 m2/g, voroxyhalogenid
in Mengen von weniger als 15%, 25 zugsweise größer als 10 m*/g ist.,
bezogen auf das Magnesium- oder Zinkhalogenid, Die aktivsten Formen der Magnesium- oder Zinkverwendet,
halogenide sind dadurch gekennzeichnet, daß ihre
3. Verwendung von Katalysatoren nach An- Röntgenpulverdiagramme eine deutliche Verbreitespruch
1 und 2 zur Polymerisation von Äthylen rung der Beugungslinie von höchster Intensität zeigen
und dessen Gemischen mit höheren x-Olefinen 30 und/oder daß sie eine Oberfläche von mehr als 15 m2 g
und/oder Diolefinen. haben. Im Falle von wasserfreiem Magnesiumchlorid
ist das Röntgenpulverdiagramm vieler aktiver Formen
dadurch gekennzeichnet, daß die Beugungslinie, die
im Spektrum für das normale inerte MgCl2 die
35 höchste Intensität hat und bei einem Zwischen-
In der britischen Patentschrift 1 085 679 werden ebenenabstand (d) von 2,56 Ä erscheint, weniger
für die Polymerisation von Olefinen Katalysatoren intensiv ist und an ihrer Stelle ein verbreiterter Lichtbeschrieben,
die aus dem Produkt der Reaktion einer hof im «/-Bereich von 2,56 bis 2,95 Ä auftritt,
metallorganischen Verbindung der Gruppe I, II oder Das Röntgenpulverdiagramm vieler aktiver Formen
metallorganischen Verbindung der Gruppe I, II oder Das Röntgenpulverdiagramm vieler aktiver Formen
III des Periodischen Systems mit dem Produkt be- 40 von Magnesiumbromid ist ebenfalls dadurch gekennstehen,
das durch Umsetzung eines flüssigen Halo- zeichnet, daß die Beugungslinie, die im Spektrum
genids eines Übergangsmetalls mit einem wasser- für das normale inerte MgBr2 die höchste Intensität
freien Hydroxychlorid eines zweiwertigen Metalls hat und bei einem Zwischenebenenabstand d von
erhalten wird, wobei als Hydroxychlorid auch das 2,93 A erscheint, weniger intensiv ist und an ihrer
des Magnesiums Mg(OH)Cl verwendet werden kann. 45 Stelle ein verbreiterter Lichthof im rf-Bereich von
Die Umsetzung erfolgt in einem Überschuß des 2,80 bis 3,25 Ä erscheint.
flüssigen Halogenids, das dann entfernt wird. Das Die erfindungsgemäß hergestellten Polymerisations-
hierbei erhaltene feste Produkt wird mehrmals mit katalysatoren zeichnen sich gegenüber den bekannten
dem flüssigen Halogenid des Übergangsmetalls ge- Katalysatoren durch eine größere Aktivität aus, so
waschen, um die aus Oxyhalogeniden des Übergangs- 50 daß pro Gramm eingesetztem Titan bessere Ausbeuten
metalls bestehenden Nebenprodukte der Reaktion erzielt werden, und zwar stehen sich beispielsweise
möglichst weitgehend zu entfernen. Wenn der Kata- 49 000 bis 125 000 g Polyäthylen/g Titan bei bekannten
lysator unter Verwendung von TiCl4 als eines der Katalysatoren erfindungsgemäß 270 000 g PoIy-Ausgangsmaterialien
hergestellt wird, besteht das äthylen/g Titan gegenüber. Diese größere Aktivität
Nebenprodukt der Reaktion überwiegend aus TiOCl2. 55 hat aber weitere Vorteile insofern, als bei Verwendung
In der britischen Patentschrift wird die Entfernung dieser Katalysatoren Polymerisationsprodukte erder
Oxyhalogenide des Übergangsmetalls als un- halten werden, die nur so geringe Mengen Katalybedingt
erforderlich angesehen, da die ziemlich satorreste enthalten, daß es nicht notwendig ist, diese
niedrige Aktivität des Katalysators, der diese Oxy- Katalysatorreste bei Beendigung der Polymerisation
halogenide enthält, der Anwesenheit dieser Verbin- 60 aus dem Polymeren zu entfernen. Demgegenüber
düngen zugeschrieben wird, die als katalytisch kaum müssen bei Verwendung der weniger aktiven Kataaktiv
oder sogar als Gifte für den Katalysator an- lysatoren gemäß dem Stande der Technik die Katagesehen
werden. lysatorreste aus dem Polymeren entfeint werden,
Weiterhin wurde schon vorgeschlagen, Polymeri- d. h., das Polymere ist weiteren Reinigungsverfahren
sationskatalysatoren dadurch herzustellen, daß man 65 zu unterwerfen, bevor es den späteren Verwendungen
wasserfreie Magnesium- oder Zinkhalogenide in zugeführt werden kann.
einer aktiven Form mit einem Titan- oder Vanadium- Bevorzugt werden erfindungsgemäß die Katalysa-
halogenid, in dem das Metall eine Wertigkeit von toren so hergestellt, daß man Gemische von Titan-
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