DE198376C - - Google Patents

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DE198376C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • D06B5/12Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
    • D06B5/16Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through yarns, threads or filaments

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 198376 KLASSE Ba. GRUPPE
B. SPIEGLER & SÖHNE in "WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1907 ab.
Beim Färben und Bleichen im Packsystem ist das gleichmäßige Verteilen und Durchdringen der Flotten oder Gase durch alle Teile des zu behandelnden' Stoffes Bedingung für ein gleichmäßiges Durchfärben oder Durchbleichen. Es ist aber bekannt, daß der Erfüllung dieser Bedingung insbesondere die zwischen den zu behandelnden Stoffen und ' den Wandungen des Packraumes freibleibenden Hohlräume hindernd im Wege stehen, da die Flotten oder Gase dort leicht Durchgang finden und der beabsichtigten Durchdringung des Päckgutes ausweichen können. Aus diesem Grunde werden diese Zwischenräume bisher mit Gegenständen ausgefüllt, die dem Eindringen der Flüssigkeiten oder Gase einen ähnlichen Widerstand entgegensetzten wie die zu behandelnden Stoffe selbst. Zum Ausfüllen verwendet man zumeist Faserstoffe, Garnabfälle, Sand, Sägespäne u. dgl.
Der angestrebte Zweck kann dadurch wohl
erreicht werden, doch ist dieses Verfahren ziemlich kostspielig, weil die Ausfüllmittel, welche einen Teil des Färbe- oder Bleichmittels absorbieren, entweder nicht oft wieder verwendet werden können oder die Reinigung viel Arbeit macht, auch nehmen sie viel Platz in der Färbevorrichtung ein, wodurch der für das zu behandelnde Gut übrigbleibende Raum vermindert wird.
Gemäß vorliegender Erfindung werden während des Einschichtens des Gutes in. den Packraum an jenen Stellen, bei welchen sich diese schädlichen Räume bilden, über oder in die letzteren zweckentsprechend geformte, mit öffnungen versehene Staukörper eingesetzt, die dem Ein- bzw. Durchdringen der Flüssigkeiten oder Gase einen ähnlich starken Widerstand entgegensetzen wie die zu behandelnden Güter selbst, wodurch ein gleichmäßiges Verteilen der Flotten im ganzen Duchflußquerschnitt des Packraumes und daher auch ein gleichmäßiges Durchdringen derselben durch das ganze zu behandelnde Gut erzielt wird.
In den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung ist beispielsweise ein mit eingeschichteten Bobinen gefüllter, den Packräum bildender Behälter im Querschnitt und in Oberansicht dargestellt, wobei in die schädlichen Räume ebene, durchlochte Bleche als Staukörper eingesetzt sind. Die Fig. 3 und 4 zeigen einen der hierbei verwendeten Blechstreifen in größerem Maßstabe. Fig. 5 veranschaulicht einen Teil eines Packbehälters mit in den schädlichen Räumen angeordneten durchlochten Winkelblechen.
Die zu behandelnden Gespinste, welche in vorliegendem Falle, wie dies am häufigsten vorkommt, in Form von Bobinen 1 aufgewickelt sind, werden in dem den Packraum bildenden Behälter 2 reihenweise aufgeschichtet. Hierbei entstehen zwischen der Behälterwand und den benachbarten Bobinen Hohlräume 3.
Beim Einschichten der Bobinen werden nun in diese Hohlräume, gegebenenfalls dieselben überdeckend, Staukörper eingesetzt, welche bei der Anordnung nach den Fig. 1 und 2 aus flachen, durchlochten Blechstreifen 4
bestehen. Diese Einlagen hindern das beispielsweise in der Richtung des Pfeiles 5 in den Packraum eindringende Färbe- oder Bleichmittel, die erwähnten schädlichen Hohlräume 3 leichter zu durchdringen als das zu behandelnde Gut selbst und dem letzteren zum großen Teil auszuweichen. Die Durchlochungen in den Blechen sind nämlich so gewählt, daß die letzteren dem durchfließenden Färbe- oder Bleichmittel einen ähnlichen Widerstand. entgegensetzen . wie das zu behandelnde Gut selbst, so daß dieses Mittel den ganzen Durchflußquerschnitt des Packraumes in gleichmäßiger Stromdichte durchziehen muß.
In manchen Fällen, insbesondere dann, wenn diese schädlichen 'Räume größer ausfallen wie dies in der Packsystemfärberei oft der Fall ist, werden vorteilhaft im Winkel gebogene durchlochte Bleche 6 (Fig. 5) als Staukörper verwendet, welche Winkelbleche leichter in Stellung gehalten werden und auch widerstandsfähiger sind als ebene Bleche.
Die Einlagen können statt aus Blech aus irgendeinem anderen geeigneten Stoff hergestellt werden und auch andere Formen erhalten, die sich nach der Form der abzuschließenden oder zu überdeckenden Hohlräume und nach dem Widerstand richten, den diese Staukörper aushalten sollen, um
; von dem Flottenstrom nicht verbogen oder verschoben zu werden.
Damit die Flotten nicht durch die zwischen den Einlagen und der Packraumwandung vorhandenen Fugen hindurchströmen und daselbst freien Durchgang finden können, ist es von Vorteil, diese Fugen mittels eines geeigneten Dichtungsmaterials zu verlegen oder zu verdecken.
Das beschriebene neue Verfahren und die hierzu dienende Vorrichtung bietet die Vorteile, daß die Staukörper, wenn dieselben aus entsprechendem Material hergestellt sind, immer wieder verwendet werden können, so daß kein Verlust an Ausfüllungsmaterial entsteht·; daß die Staukörper im Packraum viel weniger Platz einnehmen als die bisher verwendeten Ausfüllmittel, so zwar, daß der Packraum für Bleich- und Farbgüter besser ausgenutzt werden kann; daß eine Ersparnis an Färbe- oder Bleichmittel erzielt wird, da dasselbe nicht wie bisher durch die Ausfüllmittel absorbiert wird, und daß schließlich das Packen selbst vereinfacht wird.'

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur gleichmäßigen Verteilung der Flotten oder Gase beim Färben und Bleichen von aufgewickelten Gespinsten im Packsystem, dadurch gekennzeichnet, daß während des Einschichtens des Färbe- oder Bleichgutes in den Packraum an denjenigen Stellen, bei welchen sich schädliche Hohlräume bilden., über oder in die letzteren zweckentsprechend geformte, mit Öffnungen versehene Staukörper eingesetzt werden, welche dem Ein- bzw. Durchdringen der Flotten oder Gase einen ähnlich starken Widerstand entgegensetzen wie das zu behandelnde Gut selbst.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Überdecken der schädlichen Räume dienenden Staukörper als flache oder winkelförmige gebogene Schienen aus Blech oder anderem festen Stoff ausgebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in Der
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