DE197894C - - Google Patents
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- DE197894C DE197894C DENDAT197894D DE197894DA DE197894C DE 197894 C DE197894 C DE 197894C DE NDAT197894 D DENDAT197894 D DE NDAT197894D DE 197894D A DE197894D A DE 197894DA DE 197894 C DE197894 C DE 197894C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M5/00—Manual exchanges
- H04M5/08—Manual exchanges using connecting means other than cords
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Sub-Exchange Stations And Push- Button Telephones (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21«: GRUPPE
BERTIL BRANDER in HALENSEE. b. BERLIN.
Die Erfindung betrifft ein Fernsprechsystem für solche Privatzentralen, welche sowohl zur
Herstellung der Verbindungen einer Anzahl Nebenstellenleitungen mit den Amtsleitungen
als zum Verbinden der Neben- und Privatstellen untereinander dienen.
Die Erfindung hat den Zweck, die Herstellung der Verbindungen der Nebenstellen
mit dem Amte zu beschleunigen und unnutzes Warten sowie unnütze wiederholte Anrufe
von Seiten der Nebenstellen beim Besetztsein
der Amtsleitungen zu verhindern. Jede Nebenstelle hat nach diesem Schaltsystem stets zwei getrennte Leitungen, welche
mit je einem Anrufsignal in der Privatzentrale ausgerüstet sind. Von diesen Leitungen
wird die eine immer nur für Gespräche über die Amtsleitungen benutzt, während die andere
lediglich für Privaigespräche verwendet wird.
Ruft der Teilnehmer an einer Nebenstelle die Privatzentrale über die Nebenstellenleitung
an, so wird diese Leitung, ohne abzufragen, von der Privatzentrale direkt mit einer Amtsleitung verbunden, während ein Anruf über
die Privatleitung in üblicher Weise telephonisch beantwortet wird. Im Falle des Besetztseins
sämtlicher Amtsleitungen wird ein Summer oder ähnliches Signalorgan an die
Nebenstellenleitungen angeschlossen, wodurch ein Teilnehmer an einer nicht mit dem Amte
verbundenen Nebenstelle (bei Anruf über die Nebenstelienleitung) sofort nach dem Abnehmen
des .'Fernhörers ein das Besetztsein sämtlicherAmtsleitungen bezeichnendes Signal
bekommt. Da nach diesem Schaltsystem kein Gespräch zwischen den Nebenstellen und der
Privatzentrale über die Nebenstellenleitungen stattfindet, können die sonst üblichen Abfragevorrichtungen
für diese Leitungen weggelassen werden.
In der Zeichnung ist ein nach dieser Erfindung
ausgeführtes Schaltsystem veranschaulicht. Es wird bei dieser Schaltung vorausgesetzt,
daß die Amtsleitungen in ein Amt mit Zentralbatteriesystem einlaufen, und daß
sämtliche Sprechapparate für dieses System eingerichtet sind. '
Die Amtsanschlußleitungen 1,2 sind in üblicher Weise an ihre Anrufrelais 5, 6 angeschlossen·,
deren Anker, die Stromkreise für die Amtsanruflampen 3, 4 schließen. Ebenso
sind die Leitungen 1,2 in bekannter Weise durch Parallelabzweigungen mit den äußeren
Kontaktfedern der Amtsverbindungsschalter 11, 12, 13, 14 verbunden. In ähnlicher Weise
sind die Amtsleitungen mit den Schaltern 15, ι'6 verbunden, welche zum Anschließen des
Abfrageapparates 30 an die Ämtsleitungen dienen. Die Amtsschlußrelais 7, 8 liegen wie
gewöhnlich in dem einen Amtsleitungszweig, und die Amtsschlußlampen 9, 10 sind auch
in bekannter Weise geschaltet. Jedoch wird das Ausschalten der Lampen 9, 10 durch
einen für die ganze Reihe von Ämtsverbindungsschaltern 11, 13 bzw. 12, 14 ! gemeinsamen
Schalter 17 bzw. 18 bewirkt. Die lange
Feder dieses Schalters bewegt sich (in Ver-vbindung mit einer mechanischen SperrvorL
richtung der Schalter) beim Eindrücken des Druckknopfes irgendeines Schalters der
Reihe nach links und schließt dadurch die Schlußlampe 9 bzw. 10 an den Pluspol einer
gemeinsamen Batterie 60. Gleichzeitig wird der Kontakt der langen Feder des Schalters
17, 18 mit einer Leitung 19 aufgehoben.
Zwischen dem Pluspol der Batterie 60 und der Leitung 19, also parallel mit den beiden
Ruhekontakten der Schalter 17, i8, ist ein
Selbstunterbrecher 27 von relativ hohem Widerstand eingeschaltet.
In dem Schema sind zwei Nebenstellen N und zwei Privatstellen P gezeigt. Die Nebenstellen
N haben je einen Apparat 35, 36 und eine Leitung 31, 32 für den Verkehr über
die Amtsleitungen 1, 2 und je einen Apparat 2,7, 38 und eine Leitung 33, 34 für die Hausgespräche.
Die Nebenstellenleitungen 31, 32 sind in üblicher Weise an die langen Federn
der hintereinander geschalteten Amtsverbindungsschalter angeschlossen und sind weiter
über die Anruf signale 25, 26 mit der Zentralbatterie 60 verbunden. Es fehlen also hier
die sonst üblichen Abfragevorrichtungen (Klinke oder Schalter) für die Nebenstellenleitungen.
Die Privatleitungen 33, 34 der Nebenstellen N sowie die Leitungen 43, 44
der Privatstellen P sind in bekannter Weise über ihre Abfrageklinken 39, 40 bzw. 47, 48
und Anruf signale 41, 42 bzw. 49, 50 an die Zentralbatterie 60 angeschlossen. Zur Herstellung
der Privatverbindungen dienen in bekannter Weise angeordnete Stöpselpaare 51,
52. Diese sind mit Sprech- und Rufumschalter versehen, welche jedoch der Einfachheit wegen
aus der Zeichnung weggelassen sind. Nach der Zeichnung sind getrennte Sprechapparate
für die Nebenstellen- urtd Privatleitungen vorgesehen; es ist aber selbstverständlich, daß
das vorliegende System derart mit dem Janussystem verbunden werden kann, daß an den
Nebenstellen ein gemeinsamer Apparat mittels eines Janusschalters für die beiden getrennten
Leitungen benutzt wird.
Die Schaltvorgänge und Stromläufe des Systems sind folgende:
Wünscht ein Teilnehmer an einer Nebenstelle N eine Verbindung mit einer Amtsleitung,
so nimmt er seinen Fernhörer vom Haken, z. B. an dem Apparat 35. Dabei
fließt Strom von dem Pluspol der Batterie 60 über die parallel geschalteten Ruhekpn-,
takte der Schalter 17, 18, welche den Selbstunterbrecher
27 kurzschließen, das Anrufsignal 25 (Lampe, Klappe o. dgl.), die unteren Ruhekontakte der Amtsverbindungsschalter
II, 12, den Apparat 35, die oberen Ruhekontakte
der Amtsverbindungsschalter 12, 11 und zurück zum Minuspol der Batterie 60.
Der Beamte in der Zentrale verbindet nun sofort (ohne mit dem Anrufenden zu sprechen)
mittels eines der Amtsverbindungsschalter 11, 12 die Leitung 31 mit einer freien Amtsleitung i, 2, und der Anruf wird also gleich
über diese Leitung an das Amt weitergegeben. Beim Drücken des Knopfes des Schalters 11 bzw. 12 werden gleichzeitig die
langen Federn des Schalters 17 bzw. 18 nach außen bewegt. Diese Bewegung kann durch
einen der bekannten, gleichzeitig zur Verriegelung der übrigen Schalter in derselben Reihe
dienenden (oder anderen beliebigen) Mechanismen geschehen. Die Amtsschlußlampe 9
oder 10 wird dadurch an den Pluspol der Batterie 60 angeschlossen, weil der Arbeitskontakt des Schalters 17 bzw. 18 geschlossen
ist. Das Amtsschlußrelais 7, 8 schließt in bekannter Weise nach Gesprächsbeendigung
durch Loslassen seines Ankers den Stromkreis für die Amtsschlußlampe 9 bzw. 10,
und die Verbindung wird durch Herausziehen des Schalters 11 bzw. 12 wieder aufgehoben.
■ Sollte beim Abheben des Fernhörers am Apparat 35 keine Amtsleitung frei
sein, so befinden sich beide Schalter 17, 18
in der Linksstellung, der Kurzschluß für den Selbstunterbrecher 27 ist aufgehoben, und der
Strom von der Batterie 60 muß die Wicklung und den Unterbrechungskontakt des Selbstunterbrechers 27 passieren, um über die
Anruflampe 25 an die Leitung 31 zu gelangen. Der Widerstand der genannten Wicklung
ist nun so bemessen, daß der Strom nicht mehr genügt, das Anrufsignal 25 zum Ansprechen zu bringen. Der Anker des
Selbstunterbrechers kommt aber in Bewegung und verursacht ein Summen in dem Fernhörer
des Apparates 35, wodurch der Teilnehmer sofort benachrichtigt wird, daß alle Amtsleitungert besetzt sind.
Wünscht der Teilnehmer eine Privatverbindung, oder will er z. B. zwecks Vorbereitung
einer Amtsverbindung die Zentrale sprechen, so nimmt er den Fernhörer vom Haken des Apparates 37, wobei das Anrufsignal
41 anspricht. Die Zentrale meldet sich nun nach Stöpseln der Klinke 39 und stellt
in üblicher Weise die Verbindung her. Der Anruf und die Herstellung der Verbindungen
unter den Privatstellen P vollziehen sich selbstverständlich in derselben Weise.
Das Amt ruft die Zentrale mittels Wechselstromes, der durch das Anrufrelais 5 bzw. 6
fließt, an.
Aus dem oben Gesagten geht hervor, daß die Herstellung einer Verbindung zwischen
einer Nebenstelle und dem Amte nach dem neuen System bedeutend schneller vor sich
geht als bei älteren Nebenstellensystemen, da das Abfragen der Zentrale fortfällt, während
der Teilnehmer an der Nebenstelle gleich
beim Abnehmen des Fernhörers erfährt, ob eine Amtsleitung frei ist. Ein weiterer Vorteil
des Systems ist, daß der Zentralumschalter durch Fortfall der Abfragevorrichtung
für die Nebenstellenleitungen vereinfacht werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Fernsprechschaltung für Privatzentralen ίο mit getrennten Nebenstellen- und Privatleitungen sowie mit getrennten Anrufzeichen für diese Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daß beim Erscheinen der zu den Privatleitungen (33, 34, 43,44) gehörigen Anruf zeichen (41, 42, 49, 50) von der Privatzentrale (C) diese Anrufe in üblicher Weise telephonisch beantwortet werden, hingegen beim Erscheinen der zu den Nebenstellenleitungen (31, 32) gehörigen Anruf zeichen (25, 26) diese Anrufe, ohne abzufragen, von der Privatzentrale in an sich bekannter Weise direkt an das Amt (über Amtsleitungen I, 2) weitergegeben werden, während beim Besetztsein sämtlicher Amtsleitungen (1, 2) ein Selbstunterbrecher (27), Summer oder ähnliches Signalorgan an die Anrufsignale (25, 26) der Nebenstellenleitungen (31, 32) angeschlossen ist, wodurch ein Teilnehmer an einer nicht mit dem Amte verbundenen Nebenstelle sofort nach dem Abnehmen des Fernhörers ein das Besetztsein sämtlicher Amtsleituiigen bezeichnendes Signal bekommt, zu dem Zwecke, die Verbindungen der Nebenstellen mit dem Amte zu beschleunigen sowie Zeitverlust und unnütze wiederholte Anrufe von Seiten der Nebenstellen zu verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedrückt in der reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE197894C true DE197894C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT197894D Active DE197894C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE197894C (de) |
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0
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