DE195063C - - Google Patents

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DE195063C
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firing pin
approach
pin
spiral
engages
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/02Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher gebräuchlichen mechanischen Zeitzünder haben den Nachteil, daß ihre tatsächlichen Sprengpunkte von den vorher bestimmten wesentlich abweichen, was seine Ursache darin hat, daß entweder die Einstellskalen auf einem zu kleinen Umfang untergebracht sind öder bei Verwendung von Schrauben zur Einstellung nur ganze Umdrehungen der Schrauben oder doch größere
ίο Teile der Umdrehungen in Betracht gezogen werden können, wozu sich bei einzelnen durch die Drehung des Geschosses wirkenden Zündern noch der Umstand gesellt, daß dem die Zündung bewirkenden Teil nach seiner Auslösung erst die erforderliche lebendige Kraft mitgeteilt werden muß, damit der Zünder überhaupt wirken kann.
Die Erfindung bezieht sich auf einen mechanischen Zeitzünder, bei welchem ein Ansatz des Schlagbolzens in eine mit dem Stellrade verbundene, mit Bezug auf den Ansatz einstellbare Spiralführung oder Schraubenführung eingreift, welche den unter Federdruck stehenden oder infolge der Drehung des Geschosses der Fliehkraft ausgesetzten Schlagbolzen so lange gespannt oder festhält, bis die Führung aus der Bahn des Ansatzes tritt, worauf der Schlagbolzen losschnellen kann.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen den Zeitzünder im Längsschnitt und in Ansicht in einer Ausführungsform,
Fig. 3 bis 7 Einzelheiten.
Fig. 8 ist eine andere Ausführungsform,
Fig. 9 -eine Einzelheit dieser Ausführungsform.
Fig. 10 zeigt eine weitere Ausführungsform des mechanischen Zeitzünders,
Fig. 11 die Sicherung des Laufwerkes.
Der Zünder besteht aus einem Zünderkörper i, auf dem ein Ring 2 aufgeschraubt ist. dessen nach innen gebogener Rand 3 den Flansch der Zünderhaube 4 umgreift, wodurch diese drehbar, aber unverschiebbar gelagert ist.
Im oberen Teil der Haube 4 ist das Laufwerk untergebracht, an dessen Hauptachse 5 ein oder mehrere Flügel 6 befestigt sind. Die Hauptachse 5 reicht lose durch eine Bohrung der Haube 4, nimmt also an der Geschoßdrehung nicht teil, da der Flügel 6 infolge des Luftwiderstandes in seiner Anfangslage festgehalten wird. Durch die Verdrehung des Geschosses mit dem Zünder gegenüber der Hauptachse 5 wird das Laufwerk angetrieben, das mittels einer geeigneten Räderübersetzung das letzte Rad, das Stellrad 7, dreht.
Das Stellrad ist möglichst groß gewählt und mit einer Stellscheibe 8 verbunden, die eine spiralförmig verlaufende Rippe, Leiste, Führungsnut 9 o. dgl. besitzt.
Auf dem Boden des Zünderkörpers 1 ruht der Schlagbolzen 10 mit der Zündpille. Der Schlagbolzen trägt einen Arm 11, dessen aufwärts gebogenes Ende 12 an der spiralförmig gewundenen Führungsleiste 9 anliegt, wodurch der Schlagbolzen in seiner äußersten Stellung gehalten wird. Der Arm 11 kann an seinem Ende auch mehrere Ansätze 12 tragen (Fig. 7), deren jeder an einer Führung der spiralförmigen Leiste 9 anliegt, um eine
60
bessere Führung des Schlagbolzens io zu er- i reichen. j
Beim Abfeuern des Geschosses wird durch j die Geschoßdrehung das Laufwerk und somit ! die Stellscheibe 8 angetrieben, wodurch die Führungsleiste g schließlich die Bahn des am I Schlagbolzen sitzenden Führungsstiftes 12 freigibt, so daß der Schlagbolzen infolge der Wirkung der Fliehkraft gegen den am. Gehäuse ι befestigten Zündstift 13 schnellt.
Wird der Führungsstift 12 des Schlagbolzens 10 auf das vordere Ende der spiralförmigen Führungsleiste 9 eingestellt, dann j muß die Stellscheibe 8 mehrere Umdrehungen ausführen, bis der Schlagbolzen 10 freigegeben wird.
Je näher der Stift 12 dem Ende der Führungsleiste 9 eingestellt wird, desto kleiner wird die zur Freigabe des Schlagbolzens erforderliche Drehung der Stellscheibe und um so früher wird die Wirkung des Schlagbolzens 10 eintreten.
Die Einstellung des Stiftes 12 des Schlagbolzens 10 kann dadurch vorgenommen werden, daß der Deckel 4 des Gehäuses verdreht wird. Um den Zünder einstellen zu können, ist an dem Zünderkörper 1 eine längs Schraubenwindungen aufgetragene Teilung angeordnet, vor welcher sich ein Zeiger 14 bewegt, dessen Ende in eine schraubenförmig gewundene Nut 15 des Zünderkörpers 1 ein-■ greift (Fig. ι und 3). Der Zeiger 14 reicht ■ durch einen Schlitz der Haube 4, wird daher bei Verdrehung des Deckels mitgenommen und zeigt die Einstellung des Zünders auf der Teilung des Zünderkörpers 1 an. Um ein unbeabsichtigtes Losschnellen des Schlagbolzens 10 zu verhindern, trägt . dieser einen zweiten Arm 16, der eine Bohrung besitzt, in die ein Sperrstift 17 eingreift und dadurch den Schlagbolzen an einer unbeabsichtigten Verschiebung hindert. Der Sperrstift 17 sitzt auf einem Block 18 aus spezifisch schwerem Material, der in einer Bohrung 19 des Zünderkörpers verschiebbar angeordnet ist. Der Block 18 wird in seiner Führung 19 dadurch festgehalten, daß in der Bohrung ein Zylinder aus dünnem Blech angeordnet ist, dessen oberer Rand 20 schräg abwärts gebogen ist und den sich gegen den Rand stützenden Block 18 an seiner Verschiebung hindert.
Beim Abfeuern des Geschosses bleibt der Block 18 infolge seiner Trägheit in der Bohrung zurück, der Blechrand 20 wird abgebogen und der Schlagbolzen 10 entsichert. Nachdem dann die Stellscheibe 8 die erforderliche Drehung ausgeführt hat, gibt sie den Ansatz 12 frei, so daß der Schlagbolzen 10 gegen den Zündstift 13 schnellt.
Die Zündpille wird entzündet, die Flamme schlägt durch den Feuerleitungskanal 21 und bewirkt die Zündung der Sprengladung des Geschosses. Die als Spirale ausgebildete Führungsleiste 9 kann je nach Bedarf eine (Fig. 6) oder mehrere Windungen (Fig. 4) besitzen.
Die Sicherung des Laufwerkes erfolgt durch einen gabelförmigen Sperrstift 40 (Fig. 11), dessen Zinken den Flügel 6 umgreifen und dadurch dessen Verdrehung und die Bewegung des Laufwerkes und Deckels hindern, während die Auslösung des Sperrstiftes durch den Stoß der Pulvergase auf das Geschoß in bekannter Weise erfolgt.
Bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform befindet sich am Stellrad 7 eine Mutter 30. Der Zündstift 13 ist an dem Stellrade 7 befestigt und reicht in das Innere der .Mutter 30. Der konzentrisch zur Stellmutter 30 angeordnete Schlagbolzen 10 trägt an seiner äußeren Umfläche einen in das Gewinde der Mutter 30 eingreifenden Ansatz 31 und einen Zahnkranz 32 (Fig. 8).
Durch Drehung des Laufwerkes wird der Zahn 31 des Schlagbolzens nach der der Einstellung entsprechenden Zahl der Umdrehungen der Mutter 30 an das Ende des Gewindes gelangen, worauf infolge der Wirkung einer ihn beeinflussenden Feder 33 der Schlagbolzen gegen den Zündstift geschleudert wird. Je nachdem der Schlagbolzen 10 mehr oder weniger eingeschraubt ist, wird seine Freigabe und somit die Zündung später oder früher, also in größerer oder geringerer Entfernung erfolgen. Zur entsprechenden Einstellung des Schlagbolzens 10 greift in seinen äußeren Zahnkranz 32 ein Kegelrad 34 ein, das 'durch ein Kegelrad 35 gedreht wird, auf dessen Achse ein Zeiger 27 sitzt. Der Zeig*er spielt auf einer Skala und zeigt die jeweilige Stellung des Schlagbolzens an.
Fig. 10 zeigt eine der Ausführungsform nach Fig. 8 ähnliche Konstruktion, nur ist in diesem Falle der Schlagbolzen exzentrisch zur Mutter 30 angeordnet und in einem Rohr 36 geführt, das einen Schlitz 37 besitzt, durch welchen ein auf dem Schlagbolzen angeordneter Führungsstift 38 reicht, der in die Gewindegänge an der inneren L'mfläche der Mutter 30 eingreift.
Bei Verdrehung der Mutter 30 infolge der Wirkung des Laufwerkes gelangt der Stift 38 des Schlagbolzens an das Ende des Gewindes, der Schlagbolzen wird dadurch frei, schnellt infolge der Wirkung der Feder 39 gegen den Zündstift und veranlaßt die Zündung.
Je nachdem der Schlagbolzen- höher oder tiefer eingestellt ist, erfolgt seine Freigabe und damit die Zündung später oder früher. Um die Einstellung des Schlagbolzens 10 vorzunehmen, wird die Haube 4 mit dem Lauf-
werk und der Stellmutter 30 verdreht und diese Verdrehung mittels eines Zeigers 14 auf einer Skala abgelesen.
Der Zeitzünder kann in manchen Einzelheiten abgeändert werden, ohne an dem Wesen der Erfindung etwas zu ändern; so kann beispielsweise der Flügel 6 auch unterhalb eines mit Ausschnitten versehenen Deckels, wie Fig. 8 zeigt, angeordnet werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Mechanischer Zeitzünder, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ansatz des Schlagbolzens in eine mit dem Stellrad verbundene Spiral- oder Schraubenführung eingreift, deren Ende in bezug auf den Ansatz einstellbar ist, zum Zwecke, durch die Spiral- oder Schraubenführung den unter Feder- oder Fliehkraftwirkung stehenden Schlagbolzen so lange gespannt zu halten, bis dieser aus der Bahn des Ansatzes tritt, worauf der Schlagbolzen losschnellen kann.
  2. 2. Mechanischer Zeitzünder nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz des Schlagbolzens in Gewindegänge einer Stellmutter eingreift, und daß der Schlagbolzen an seiner äußeren Umfläche einen Zahnkranz trägt, der durch eine von außen zu handhabende Räderübersetzung angetrieben werden kann, um die Einstellung des Schlagbolzens vornehmen zu können, die durch einen auf der Antriebswelle sitzenden Zeiger, der mit einer Skala am Zünderkörper zusammenwirkt, von außen abgelesen werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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