DE266554C - - Google Patents

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DE266554C
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ratchet wheel
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DENDAT266554D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/02Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means
    • F42C9/04Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means by spring motor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
266554 KLASSE 721 GRUPPE
CARL PUFF in SPANDAU.
Mechanischer Zeitzünder. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1911 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf mechanische Zeitzünder mit einer langen, außen angeordneten Einteilung, um ein genaueres Einstellen der Zündzeit zu ermöglichen oder längere Zeiten einstellen zu können. Insbesondere handelt es sich hierbei um solche Zünder, bei denen das äußere Stellorgan zur Erzielung einer langen Einteilung beim Einstellen der Zündzeit mehr als einmal um seine Längsachse
ίο gedreht wird und dabei auch eine entsprechende Lageänderung der Sperr- und Auslösemittel für die Zündorgane herbeiführt.
Das wesentlich Neue der Erfindung besteht darin, daß beim Einstellen der Zündzeit die auf den äußeren Stellorganen, Stellkappe, Stellring, Stellscheibe o. dgl., angebrachte Teilung oder Stellmarke nach einmaliger Umdrehung des Stellorgans mit diesem gegenüber einem anderen Zünderteile verstellt werden kann oder einen oder mehrere Zünderteile mit verstellt, welche die Fortsetzung der Teilung tragen.
Mechanische Zeitzünder, bei denen beim Einstellen der Zündzeit das äußere Stellorgan mehr als einmal um seine Längsachse bzw. um den Zünderumfang gedreht werden kann, sind an sich schon bekannt. Bei diesen bekannten Zündern wird jedoch die Drehung oder die Verstellung des äußeren Stellorgans auf einen Zeiger übertragen, der auf eine spiral- oder schraubenförmige Einteilung eingestellt wird. Diese Übertragung der Verstellung und Bewegung auf einen dritten Teil, den Zeiger, hat Ungenauigkeiten im Gefolge, die beim unmittelbaren Einstellen eines mit Teilung versehenen Ringes oder einer Kappe auf einen anderen feststehenden Zünderteil, z. B. den Zünderteller, vermieden werden. Der Zeiger bewegt sich in einem nach außen zu offenen Längsschlitz des Zünders, durch den Verunreinigungen und Störungen des Zünders eintreten können.
Der Zeiger selbst bildet einen außen freiliegenden und leicht verletzbaren Teil, bei dessen geringster Beschädigung bereits Ungenauigkeiten in der eingestellten Zündzeit hervorgerufen werden. Durch die vorliegende Erfindung werden diese Übelstände beseitigt.
In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen in sieben Figuren dargestellt. Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Zünders im Längsschnitt, Fig. 2 in Ansicht. Fig. 3, 4 und 5 zeigen einen Querschnitt nach A-B in Fig. 1. Fig. 6 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel des Zünders im Längsschnitt und Fig. 7 in Ansicht.
Nach diesen Ausführungsbeispielen ist auf dem feststehenden Zünderteller α die Stellkappe b drehbar- angeordnet und wird z. B. durch Schrauben S1 gehalten, die in eine Rille des Zündertellers α eingreifen.
Nach Fig. 1 greift die Stellkappe b mit einer Nase b2 in die Zahnlücke , des Sperrades c, welches drehbar auf der Scheibe d befestigt ist. Das Sperrad c greift unter den Kopf des Schlagbolzens e und hält ihn in dieser Lage fest (Fig. 1/3 und 4). Erst nach bestimmten Vorgängen, z. B. nach Ablauf eines Uhrwerks" oder eines andern Laufwerks o. dgl., wird das Sperrad c unter dem Kopf des Schlagbolzens e weggedreht, so daß er über einen Ausschnitt des Sperrades c gelangt (Fig. 5) und unter dem
Druck der Schlagfeder f mit seiner Spitze in das Zündhütchen g getrieben wird und dieses entzündet.
Die Scheibe d sitzt drehbar auf einem Zapfen h, der durch den Zünderteller α reicht und hinten durch die Kopfschraube A1 im Zünderteller a festgehalten wird. Über der Scheibe d sitzt auf dem Zapfen h das ohne nähere Bezeichnung erkennbare Laufwerk, dessen Zahnscheibe i
ίο mit der Scheibe d durch den Stift dx gekuppelt ist. Unter der Scheibe d sitzt die Feder k, die mit einer Vorspannung mit einem Ende am Hals der Scheibe d und mit dem andern Ende an der Stellkappe b befestigt ist. Die Feder k ist zum Drehen des Laufwerks bestimmt.
Der Zapfen h ist ausgebohrt und nimmt die Aufschlagzündung auf. Die Nadel I ist in den Zapfen h eingeschraubt. Der Zündbolzen m sitzt lose im Zapfen h und wird durch die Sperrfeder 0 und die Sperrhülse y festgehalten. Die zweite, durch die Sperrfeder 0 festgehaltene Sperrhülse η hat eine Nase %, die in den Schaft der drehbaren Scheibe d und in den feststehenden Zünderteller α eingreift, in einer Längsnut beider Teile gleiten kann und in der dargestellten Lage die Scheibe d am Drehen verhindert.
Nach links hat die Sperrhülse η zwei weitere Nasen, von denen die untere, n2, den Schlagbolzen e festhält und die obere, n3, gabelartig so auf der Schlagbolzenfeder f sitzt, daß sie beim Verschieben nach hinten die Feder f spannt.
Arbeiten des Zünders nach Fig. 1 bis 5:
Das Einstellen der Stellkappe b erfolgt beispielsweise nach der Einteilung (Fig. 2) derart, daß die obere auf der Stellkappe b befindliche Einteilung von 0 bis 30 auf die am Zünderteller α befindliche Stellmarke I und von 30 bis 60 die obere Stellmarke II auf die untere, am Zünderteller -a befindliche Einteilung eingestellt wird.
Zum Einstellen der Zeitzündung von ο bis 30 wird die Stellkappe b nur einmal um ihre Achse gedreht, beim Einstellen auf die Teilung von . 30 bis 60 entsprechend mehr gedreht.
Wie schon gesagt, steht die Nase b2 der
■ Stellkappe b in Eingriff mit dem Sperrad c.
Dreht man nun beim Einstellen des Zünders die Stellkappe b in der Pfeilrichtung (Fig. 3), . so wird das Sperrad c durch die Nase b2 mitgedreht und schiebt sich dabei weiter unter den Kopf des Schlagbolzens e. Beim weiteren Drehen der Stellkappe b kommt die Nase b2 mit dem Sperrad c erneut in Eingriff, welches sich nunmehr noch weiter unter den Kopf des Schlagbolzens e schiebt (Fig. 4). Damit nun der Schlagbolzen e vom Sperrad c frei werden und z. B. die Stellung in Fig. 5 einnehmen kann, muß sich das Sperrad c wieder um dasselbe Maß und um ein Plus zurückdrehen. Dies geschieht nach dem Schuß durch die Feder k, welche beim Drehen und Einstellen der Stellkappe b gespannt worden ist. Die Stellkappe wird durch eine beliebige Einrichtung festgehalten oder beim Schuß festgeschossen, so daß sie sich nach dem Einstellen und nach dem Schuß nicht mehr selbsttätig verstellen kann.
Beim Schuß schießt sich die Sperrhülse η ηο mit der Nase M1' zurück, die ..Nase M1 kommt außer Eingriff mit dem Schaft der Scheibe d, so daß diese durch die Feder k gedreht werden kann. Die Scheibe d setzt die Zahnscheibe i in Drehung und somit das Laufwerk in Gang, welches z. B. durch einen Windfang ft reguliert wird.
Beim Zurückschießen der Sperrhülse η verschieben sich auch die Nasen n2 und n3 nach rückwärts. Die Nase n2 gibt hierbei den Schlag- 80 " bolzen e frei, während die Nase n3 die Schlagbolzenfeder f spannt. Der Schalgbolzen e wird bei diesem Vorgange immer noch mit seinem Kopf durch das Sperrad c (Fig. 1, 3 und 4) festgehalten, welches sich nunmehr mit der Scheibe d unter dem Druck der Feder k in der stillstehenden Stellkappe b in der Pfeilrichtung (Fig. 5) dreht. Hat sich nun die Scheibe d mit dem Sperrad c so weit gedreht, daß der erste Zahn des Sperrades c gegen die Nase b2 der Stellkappe b stößt, so wird das Sperrad c (Fig. 4) um einen Zahn rückwärts gedreht. Nach der zweiten Umdrehung wird der zweite Zahn des Sperrades c rückwärts und, weil die Feder k Vorspannung hat, um ein kleines Maß weiter gedreht, wobei sich das Sperrad c unter dem Kopf des Schlagbolzens e ganz wegschiebt, so daß dieser frei wird (Fig. 5) und durch die Schlagbolzenfeder f in das Zündhütchen g getrieben wird, dessen Feuer die Sprengladung entzündet.
Im Ruhezustande, beim Transport oder wenn der Zünder nur im Aufschlage verfeuert werden soll, kann er auf die größte Entfernung eingestellt sein, so daß er nicht früher zünden kann, als nach Ablauf der ganzen Flugzeit, für die der Zeitzünderschuß ebenso lang bemessen ist, wie der Aufschlagschuß.
Während beim Einstellen des Zünders nach Fig. ι bis 5 die Stellkappe b allein mehr als einmal um ihre Achse gedreht wird, sind beim Zünder nach den Fig. 6 und 7 außer der Stellkappe b noch mehrere Ringe bs, bit b& vorgesehen.
Die Einteilung ist hier beispielsweise auf den drei Ringen b3, δ4, b5 und auf dem feststehenden Zünderteller α angebracht.
Die Stellmarke I befindet sich auf der Stellkappe b und wird auf die Einteilung 0 bis 15 auf bz eingestellt. Ist die Stellkappe b einmal herumgedreht, so nimmt eine an ihr befestigte Nase q, welche an eine Nase am Ringe b3 an-
stößt, diesen Ring bs mit, dessen Marke II auf die am Ring bi angebrachte Einteilung 15 bis 30 eingestellt wird. In ' derselben Weise erfolgt die Einstellung weiter auf die Einstellungen am Ring δ5 und dem Zünderteller a.
Mit diesen Einteilungen übereinstimmend sind im Zünder Scheiben r, rx,'r2 und rz angeordnet, die durch die Stellkappe b und in gleicher Weise hintereinander mitgedreht werden, wie die äußeren Ringe b3, S4 und δ5.
Auf der unteren Scheibe r3 ist ein in gleicher Weise wie in Fig. 1 bis 5 wirkendes Sperrad c mit Schlagbolzen e und Feder f angeordnet.. Die Nase ax sitzt hierbei jedoch am feststehenden Zünderteller a. Die Feder k sitzt völlig gespannt in einem Gehäuse und hat das Bestreben, die Scheiben r bis rs rückwärts zu drehen. Beim Schuß wird die Feder k durch nicht besonders dargestellte Einrichtungen frei, dreht die vorher mit der Stellkappe b eingestellten Scheiben r bis rs rückwärts, bis das Sperrad c in der oben beschriebenen Weise den Schlagbolzen e zur Zündung freigibt. Zum Drehen der Scheiben r bis r3 mit der Stellkappe b dienen zwei Arme s, die gegen zwei Arme t der oberen Scheibe f stoßen und diese daher beim Drehen der Stellkappe b mitnehmen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Mechanischer Zeitzünder, bei dem das äußere Stellorgan zur Erzielung einer langen Einteilung beim Einstellen der Zündzeit mehr als einmal um seine Längsachse gedreht werden kann und dabei auch eine entsprechende Lageänderung der Sperroder Auslöseorgane v für die Zündorgane herbeiführt, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem äußeren Stellorgane angebrachte Teilung oder Stellmarke nach einmaliger Umdrehung des Stellorgans mit diesem gegenüber einem anderen Zünderteile verstellt werden kann oder einen oder mehrere Zünderteile mit verstellt, die ohne Unterbrechung die Fortsetzung der Teilung tragen.
  2. 2. Zeitzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einstellen des mit Teilstrichen oder Stellmarke versehenen Stellorgans, z.B..der Stellkappe (b), eine an ihm befestigte Nase (b2) das Sperrorgan, z. B. das Sperrad (c), nach etwa der ersten Umdrehung der Stellkappe (b), entgegen der Auslöserichtung, auf einer zunächst feststehenden Scheibe (d) dreht, und daß nach dem Freiwerden beim Schuß diese Scheibe (d) durch eine Feder (k) gedreht wird, wobei das Sperrad (c) bei jedesmaliger Umdrehung der Scheibe (d) wieder in Eingriff mit der an der feststehenden Stellkappe (b) sitzenden Nase (b2) kommt, welche das Sperrad (c) wieder so weit rückwärts dreht, daß es den Schlagbolzen (e) freigibt.
  3. 3. Zeitzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß statt der einen Scheibe (d) mehrere Scheiben (r bis rs) vorgesehen sind, die durch die Stellkappe (b) und mit dieser in Verbindung stehende Ringe (bs bis b6) gedreht und nach auf diesen Ringen und dem Zünderteller (a) aufgebrachter Einteilung eingestellt werden können, und daß eine dieser Scheiben, z. B. die untere Scheibe (rs), das Sperrad (c) trägt, welches den Schlagbolzen (e) auslöst, wenn das Sperrad (c) durch die am feststehenden Zünderteller (a) angeordnete Nase genügend weit rückwärts gedreht worden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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