AT26844B - Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel. - Google Patents

Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel.

Info

Publication number
AT26844B
AT26844B AT26844DA AT26844B AT 26844 B AT26844 B AT 26844B AT 26844D A AT26844D A AT 26844DA AT 26844 B AT26844 B AT 26844B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
firing pin
screw
mechanical time
time fuse
nut
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Eduard Thomas
Original Assignee
Eduard Thomas
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eduard Thomas filed Critical Eduard Thomas
Application granted granted Critical
Publication of AT26844B publication Critical patent/AT26844B/de

Links

Landscapes

  • Air Bags (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel. 



   Die bisher allgemein angewendeten mechanischen Zeitzünder haben den Nachteil, dass ihre tatsächlichen Sprengpunkte von den vorherbestimmten so beträchtlich abweichen, dass deren Streuung zwei   bis dreimal grosser   sind, als bei Brennzündern. Diese Streuung der   Sprengpunkte,   die den Wert der Zünder wesentlich herabdrückt, ist eine notwendige Folge der konstruktiven Ausbildung der bekannten Zünder. Bei diesen   Ziindern   ist das   Übersetzungsverhältnis   des Laufwerkes ein derartiges, dass nach einer grösseren Anzahl von Geschossumdrehungen (beispielsweise 2500) eine einmalige Umdrehung (um   StQO) des letzten   Laufwerkrades, des Tempierrades, erfolgt.

   Der längste Umfang des Tempierrades, auf 
 EMI1.1 
 HO mm), weshalb die   Vorrückung   des Tempierrades bei den anfänglichen Entfernungen für je   100   Schritte etwa drei bis vier Bogengrade   (03     mm) beträgt   und selbst bei den grössten Entfernungen für je 100 Schritte erst auf sechs   bis sieben Bogengrade (O'ss-0'7 mm)   steigt. Daraus ist die Schwierigkeit zu erkennen, auf einem so   kleinen Umfang,   wie er 
 EMI1.2 
 nicht erzielt werden und die bei der praktischen Anwendung auftretende beträchtliche   Streuung   ist eine notwendige Folge der   hiedurch   bedingten ungenauen Einstellung. 



   Der der geringen Länge der Tempierskala anhaftende Fehler wird auch dadurch nicht   behoben,   dass die Skala auf den Umfang des Zündkörpers übertragen wird (der etwa 
 EMI1.3 
   Führung   für einen Ansatz des Schlagbolzens besitzt, mittels dessen der Schlagbolzen so lange in seiner gespannten Stellung verbleibt. Ins der Ansatz von dem Ende der Führung nach allenfalls   mehrmaliger     Umdrehung   der Tempierscheibe abgeleitet und gegen den Ziindstift schnellt.

   An Stelle der Tempierscheibe kann auch eine Schraubenmutter angeordnet sein, in deren Gewindegängen ein auf dem Schlagbolzen befestigter Zahn oder Schraubengang eingreift oder es kann mit dem Laufwerk eine Tempierschranbe   zwÅangl1iufig ver-   bunden werden, deren Muttergewinde in den   Schlagbolzen   vorgesehen ist. 
 EMI1.4 
 gegenstandes dargestellt.

   Fig. 1 und 2 zeigen den Zeitzünder im Längsschnitt bezw. in Ansicht in einer   Ausführungsform,   Fig. 3-7 veranschaulichen Einzelheiten, Fig.   R     und''   stellen eine zweite Ausführungsform im Längsschnitt bezw. in Seitenansicht dar, Fig.   1 I)   
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 ist, dessen nach inne gebogener Rand 3 den Flansch der Zünderhaube 4 umgreift, wodurch dieser drehbar aber unverschiebbar gelagert ist. 



   Im oberen Teil der Haube 4 ist das Laufwerk untergebracht, an dessen Hauptachse 5 ein oder mehrere Flügel 6 befestigt sind. Die Hauptachse 5 reicht lose durch 
 EMI2.2 
 Verdrehung des Geschosses mit dem Zünder zu der Hauptachse 5 wird der Antrieb des Laufwerkes bewirkt und derart mittels einer geeigneten Räderübersetzung das letzte Rad,   das Tempierrad   7, angetrieben. 



   Das Tempierrad ist   möglichst   gross gewählt und mit einer Tempierscheibe 8 (Fig. 4 und 5) verbunden, die eine spiralförmig verlaufende Rippe, Leiste, Führungsnut 9 oder dgl. besitzt. 



   Auf dem Hoden des Zünderkörpers 1 ruht der Schlagbolzen 10 mit der Zündpille, der einen Arm 11 trägt, dessen nach aufwärts gebogenes Ende 12 an der   spiralförmig   gewundenen Führungsleiste 9 anliegt, wodurch der Schlagbolzen in seiner gespannten Stellung gehalten wird. Der Arm 11 kann an seinem Ende auch mehrere Ansätze 12 tragen (Fig. 7), deren jeder an einer Windung der spiralförmigen Leiste 9 anliegt, um eine bessere Führung dos Schlagbolzens 10 zu erreichen. 



   Beim Abfeuern des Geschosses wird durch die Drehung desselben das Laufwerk und somit   die Tempierscheibe S   angetrieben, durch deren   Verdrehung schliesslich   der Führungsstift 12 des Schlagbolzens an das Ende der Führungsleiste 9 gelangt ; der Schlagbolzen   10   wird freigegeben und schnellt infolge der Wirkung der Fliehkraft gegen den am Gehäuse 1   hefestigt. en Zündstift 13.   



   Wird der Führungsstift 12 des   Schlagbolzens. M   an das vordere Ende der spiral-   förmigen Führungsleiste ss   eingestellt, dann muss die   Tempierscheibe   8 mehrere Umdrehungen ausführen, bis der Schlagbolzen 10 freigegeben wird. 



   Je näher der Stift 12 dem Ende der Führungsleiste 9 eingestellt wird, desto kleiner wird die zur Freigabe des Schlagbolzens erforderliche Umdrehung der Tempierscheibe und um so früher wird die   Wirkung   des Schlagbolzens 8 eintreten. 



   Die entsprechende Einstellung des Stiftes 12 des Schlagbolzens 10 kann dadurch vorgenommen werden, dass der Deckel 4 des Gehäuses verdreht wird. Um den Zünder zu 
 EMI2.3 
   und   zeigt die Tempierung auf der Skala des   Zünderkörpers J an.   Um ein unbeabsichtigtes   Lossr. hneHn   des Schlagbolzens 10 zu verhindern, trägt dieser einen zweiten Arm 1 ( ; der eine   Bohrung   besitzt, in die ein Sperrstift 17 eingreift und derart den Schlagbolzen an einer unbeabsichtigten Verschiebung hindert.

   Der Sperrstift 17 sitzt auf einem   Block t, 9   aus spezifisch schwerem Material, der in einer Bohrung 19 des Zünderkörpers verschiebbar   ange'ordnet   ist.   Der Block 18   wird in seiner Führung 19 dadurch festgehalten, dass innerhalb derselben ein Zylinder aus   dünnem   Blech angeordnet ist, dessen oberer Rand 20   schriig nach abwärts gebogen   ist und den sich gegen den Rand stützenden Block   18 an   seiner Verschiebung hindert. 



   Beim Abfeuern des Geschosses bleibt der Block 18 infolge seiner Trägheit in der Bohrung zurück, der Blechrand 20 wird abgebogen und der Schlagbolzen 10 freigegeben, der nunmehr nur durch den längs der Führungsleiste 9 der Tempierscheibe 8   geführten   Ansatz   12   in seiner Lage festgehalten, nach vollkommener Verdrehung der Scheibe freigegeben wird und gegen   ZUndstift   13 schnellt. 



   Die Ziindpille wird entzündet und die Flamme schlägt durch den Feuerleitungskanal 21 und bewirkt die Zündung der Sprengladung des Geschosses. Die als Spirale ausgebildete Führungsleiste 9 kann je nach Bedarf eine (Fig. 6) oder mehrere Windungen (Fig. 4) besitzen. 



   Die Sicherung des Laufwerkes erfolgt durch einen gabelförmigen Sperrstift 40 (Fig. 15), dessen Zinken den Flügel 6 umgreifen und derart eine Verdrehung desselben und somit 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 mit dem Muttergewinde   für   die   Tempierschraube   versehenen Schlagbolzen   10,   der bei seiner Verschiebung in einem Rohr 26 geführt ist, indem er mittels Ansätzen 27 durch Schlitze   26/     des Rohres 26   greift. Je nachdem die Schraube vollständig oder nur teilweise in den Schlagbolzen eingeschraubt ist, wird das Ausschrauben durch das Laufwerk mehr oder weniger Zeit erfordern und daher die Zündung später oder früher erfolgen.

   Um die Einstellung der Schraube genau vornehmen zu können, sitzt auf der Welle 24 ein Zeiger 27, der   t sich längs einer Skala   an der Haube 4 bewegt und Teile einer Umdrehung anzeigt, während die Zahl der vollen Umdrehungen mittels eines Zählwerkes angegeben wird. 



   Die   Zählscheib 28   trägt an der Rückseite eine Anzahl Stifte 29 (Fig. 10 und 11) an der Vorderseite, in entsprechenden Abständen die die Zahl der Umdrehungen anzeigenden Ziffern. Bei jeder Umdrehung der Welle 24 verdreht ein auf dieser sitzender Zapfen 29' die   Zähtscheibe ; M   um eine Teildrehung und es wird die   nächstfolgende   Ziffer durch eine öffnung der Skalenplatte in der Haube sichtbar (Fig. 9). 



   An Stelle das Muttergewinde in den Schlagbolzen zu verlegen und eine Tempierschraube anzuordnen, kann auch die Mutter 30 in dem Tempierrad 7 vorgesehen sein, wie Fig. 12 veranschaulicht. Der Zündstift 13 ist an dem Tempierrade 7 befestigt und reicht in das Innere der Mutter 30. Der konzentrisch zur Tempiermutter 30 angeordnete Schlagbolzen 10 trägt an seiner äusseren Umfläche einen in das Gewinde der Mutter 30 eingreifenden Ansatz 31 oder einen Schraubengang und einen Zahnkranz 32 (Fig. 12). 



   Durch Betätigung des Laufwerkes wird der Zahn 31 des Schlagbolzens nach der der Tempierung entsprechenden Zahl der Umdrehungen der Mutter 30 an das Ende des Gewindes gelangen, worauf infolge der Wirkung einer ihn beeinflussenden Feder 33 der Schlagbolzen gegen den Zündstift emporgeschleudert wird Je nachdem der Schlagbolzen 10 mehr oder weniger eingeschraubt ist, wird die Freigabe desselben und somit die Zündung   spater   oder früher, also in grösserer oder geringerer Entfernung erfolgen. Zur entsprechenden Einstellung des Schlagholzens 10 greift in dessen äusseren Zahnkranz 32 ein Kegelrad 34 ein, das durch ein Kegelrad 35 betätigt wird, auf deren Achse ein Zeiger 27 sitzt, welcher auf einer Skala einspielt, um die jeweilige Stellung des Schlagbolzens ablesen zu können. 



   Fig. 14 zeigt eipe der Ausführungsform nach Fig. 12 ähnliche Konstruktion, nur ist in diesem Falle der Schlagbolzen exzentrisch zur Mutter 30 angeordnet und in einem Rohr 36 geführt, das einen Schlitz 37 besitzt, durch welchen ein auf dem Schlagbolzen angeordneter Führungsstift 3S reicht, der in die Gewindegänge an der inneren   Umfl. Iche   der Mutter 30 eingreift. 



     Bei Verdrehung   der Mutter   3n   infolge der Wirkung des Laufwerkes gelangt der Stift   8R   des Schlagbolzens an das Ende des Gewindes, der Schlagbolzen wird dadurch frei und schnellt infolge der   Wirkung   der Feder 3. 9 gegen den Zündstift 13 und veranlasst die Zündung. 



   Je nachdem der Schlagbolzen höher oder tiefer eingestellt ist, erfolgt die   Freigabe     desselben nod   damit die   Zündung später   oder früher. Um die entsprechende Einstellung 
 EMI3.2 
   mutter. W verdreht   und diese Vordrehung mittels eines Zeigers 14 auf einer Skala ab-   nlpscl1, der. sw,   vie die Skala der Ausführungsform der Fig. 2 vollkommen entspricht. 



     Der Zeitzünder kann   in manchen   Einzelheiten abgeändert   werden, ohne an dem   Wesen der Erfindung etwas zu ändern   ; so kann beispielsweise das bei der   Ausführungs-   
 EMI3.3 
 
PATENT-ANSPRÜCHE : ]. Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem   Tcmpierrade ein Körper (Scheibe, Zylinder   oder dgl.) verbunden ist. der eine in Spiralwindungen verlaufende Führung (Führungsleiste,   Schraubengänge   oder   dgl.)   für den Schlagbolzen besitzt, der dadurch während der Drehung des   Tempierkörpers   so   ango   in seiner gespannton   I.

   age gehalten   wird, bis dessen geführter Teil an das Ende der Führung gelangt, worauf der Schlagbolzen freigegeben und die Zündung bewirkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem drehbaren, das Laufwerk enthaltenden Deckel ein Zeiger zwanglaufig ver- bundes ist, der in einer in Schraubenwindungen verlaufenden Führung des Zündergelhäuses gleitet und auf einer, nm Zündkörper tiings einer Schraubenlinie angeordneten Skala f'in- spielt, zum Zwecke, die Einstellung des Schlagbolzen durch Verdrehung des Deckels genan vornehmen zu können. <Desc/Clms Page number 4>
    3. Mechanischer Zeitzünder mit Windfluügel nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz des Schlagbolzens in Gewindegänge einer Tempiermutter eingreift und an seiner äusseren Umfäche einen Zahnkranz trägt, der durch eine von aussen zu betätigende Ruderühersetzong angetrieben werden kann, um die Einstellung des Schlagbolzens vor- EMI4.1 Skala am Zünderkörper einspielt, von aussen abgelesen werden kann.
    4. Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Laufwerk eine Tempierschraube zwangläufig verbunden ist, deren Muttergewinde sich im Schlagbolzen befindet, der bei Verdrehung des Laufwerkes so lange in seiner gespannten Lage festgehalten wird, bis die Tempierschraube aus der Mutter ausgeschraubt ist.
    5. Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Welle der Tempierschraube ein Zählwerk zwangläufig verbunden ist, um die Anzahl der Umdrehungen der Welle der Tempierschraube und somit deren Einstellung ersichtlich zu machen.
AT26844D 1905-11-25 1905-11-25 Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel. AT26844B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT26844T 1905-11-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT26844B true AT26844B (de) 1906-12-27

Family

ID=3538642

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT26844D AT26844B (de) 1905-11-25 1905-11-25 Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT26844B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69511906T2 (de) Abfeuervorrichtung für eine pyrotechnische Ladung mit einem Zünderkopf, insbesondere für Handgranateur, mit drei Funktionsweisen
DE2046890C3 (de) Verschluß für Schuhe, insbesondere Skischuhe
AT26844B (de) Mechanischer Zeitzünder mit Windflügel.
DE913754C (de) Laufwerk fuer Drallgeschosszuender mit einer Detonationssicherung
DE1646335B2 (de) Elektrisch zu zuendende schaltelemente fuer mechanische betaetigung
DE460557C (de) Mechanischer Zuender fuer Artilleriegeschosse
DE671254C (de) Mechanischer Zeitzuender mit Uhrwerk, Sperr- und Ausloesevorrichtung
EP0046906A2 (de) Sicherungsvorrichtung für einen Drallgeschosszünder
DE195063C (de)
DE459888C (de) Mechanischer Zuender fuer Artilleriegeschosse
DE441353C (de) Zuender fuer Fallgeschosse
DE1478005B2 (de) Zeitzuender fuer drallgeschosse
DE1114124B (de) Zeitzuender
DE334395C (de) Mechanischer Zeitzuender
DE69003927T2 (de) Vorrichtung für Geschosse.
DE479139C (de) Gestell fuer das Uhrwerk von mechanischen Zeitzuendern fuer Artilleriegeschosse
AT110055B (de) Mechanischer Zeitzünder für Artilleriegeschosse.
DE443843C (de) Mechanische Zuender fuer Artilleriegeschosse
DE113756C (de)
AT158897B (de) Geschoß.
DE586571C (de) Uhrwerkszeitzuender mit Sicherung der Nullstellung des Steuerorgans
DE264755C (de)
DE647283C (de) Aufschlagzuender, insbesondere fuer Wurfgeschosse und Handgranaten
DE566087C (de) Wasserbombe
AT79395B (de) Mechanischer Zeitzünder.