DE194136C - - Google Patents

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DE194136C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0071Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
    • C09B67/0077Preparations with possibly reduced vat, sulfur or indigo dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■— JVl 194136 KLASSE 22 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1907 ab.
Für die Verküpbarkeit des Indigos und der übrigen Küpenfarbstoffe sowie der sogenannten Schwefelfarbstoffe, fernerhin für die Verwendung mancher dieser Farbstoffe als Körperfarben und die rationelle Ausnutzung vieler schwer- oder unlöslicher Farbstoffe, wie z. B. des Alizarins in den Färbebädern, ist es von großer Wichtigkeit, die Farbstoffe in möglichst fein verteilter Beschaffenheit zu erhalten. Dieses Ziel wird bei der gebräuchlichen Art der Abscheidung der Küpenfarbstoffe, z. B. durch Einblasen von Luft in die Lösung ihrer Leukoverbindungen oder Hydroverbindungen oder bei anderen Farbstoffen durch Ausfällen ihrer Lösungen mit Säuren, Kochsalz, u. dgl. häufig nicht in befriedigender Weise erreicht.
Es hat sich nun gezeigt, daß es gelingt, die genannten Farbstoffe direkt in äußerst feiner Form zu erhalten, wenn man die Lösungen der Farbstoffe bzw. ihrer Leuko- oder Hydroverbindungen mittels eines Zerstäubers in feine Tröpfchen überführt und in dieser Form mit dem zweckmäßig gleichfalls zerstäubten Fällungs- oder Oxydationsmittel bzw. mit Luft in Berührung bringt. Die Zerstäubung kann entweder mittels eines Dampf-, ■ Luft- oder sonstigen Gas- oder Flüssigkeitsstrahles ausgeführt werden. Der Zerstäuber bewirkt eine Verteilung der Lösung der Leukoverbindung bzw. der Farbstofflösung und des Fällungsmittels in Tröpfchen minimalster Größe, aus welchen sich der betreffende Farbstoff in feinen Partikelchen ausscheidet.
Von besonderer Bedeutung ist das vorliegende Verfahren für die Herstellung von fein verteiltem Indigo. Je feiner die Verteilung desselben ist, um so größer ist die dem Reduktionsmittel dargebotene Oberfläche und um so leichter und rascher erfolgt die Verküpung. Es hat daher auch seither schon nicht an Bemühungen gefehlt, den Indigo in möglichst feine Form zu bringen. So ist in dem Patent 121450 ein Verfahren beschrieben, welches darin besteht, daß dem Indigo durch Überführung in ein Sulfat und Wiederabscheidung mit Wasser eine feine Form verliehen wird. Man erhält danach allerdings ausgezeichnete Produkte, doch ist hierbei die Einschiebung einer besonderen Operation in den Fabrikationsgang notwendig. Dagegen gelingt es nach dem vorliegenden Verfahren, direkt bei der Fabrikation unter Verwendung der Lösungen der Phenylglycin- oder Phenylglycincarbonsäureschmelze den Indigo in der gewünschten feinen Form zu erhalten. An Stelle der aus den Schmelzen erhaltenen Indoxyllösungen können natürlich auch Indigoweißlösungen verwendet werden. Man gewinnt auf diese Weise Produkte, welche sich selbst in den in bezug auf die Verteilung des Indigos äußerst empfindlichen Gärungsküpen mit großer Leichtigkeit ohne jede Vorbehandlung lösen.
Ähnliche Vorteile bezüglich der leichten Verküpbarkeit oder Löslichkeit erreicht man auch bei den anderen Küpenfarbstoffen und den sogenannten Schwefelfarbstoffen; dabei lassen sich sowohl die Lösungen der Leuko-
Verbindungen wie diejenigen der gefärbten Hydroverbindungen benutzen. Auch bei der Verwendung der Farbstoffe als Körperfarben, z. B. beim Bläuen von Zucker oder Färben von Papier mit Indanthrenfarben usw., bietet die auf die vorbeschriebene Weise erzielte feine Form dieser Farbstoffe wesentliche "Vorteile.
Beispiel.
80 Teile einer Phenylglycincarbonsäureschmelze werden in 1000 Teilen kochendem Wasser gelöst, die erhaltene Lösung wird mit der Saugröhre des Zerstäubers in Verbindung gesetzt und horizontal über die Ausmündung der Saugröhre ein kräftiger Luft- oder Dampfstrom geleitet. Die zerstäubte Flüssigkeit wird, erforderlichenfalls unter Luftzufuhr, in eine weite Kammer eingeblasen, an deren Boden und Wänden der ausgeschiedene Indigo sich .absetzt.
Selbstredend kann die zerstäubte Farbstofflösung auch z. B. mit flüssigen Oxydationsmitteln in geeignete Berührung gebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von fein verteilten, leicht verküpbaren bzw. leicht lösliehen Farbstoffen, darin bestehend, daß man die Lösungen der Farbstoffe bzw. ihrer Leuko- oder Hydroverbindungen mittels eines Zerstäubers in feine Tröpfchen überführt, und in dieser Form mit dem zweckmäßig gleichfalls zerstäubten Fällungs- oder Oxydationsmittel bzw. mit Luft in Berührung bringt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE845336C (de) * 1950-07-18 1952-07-31 Schroers Co Textilausruest Verfahren zur Erzeugung hochdisperser Pulverformen von Kuepenfarbstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE845336C (de) * 1950-07-18 1952-07-31 Schroers Co Textilausruest Verfahren zur Erzeugung hochdisperser Pulverformen von Kuepenfarbstoffen

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