DE193C - Buttermaschine - Google Patents
ButtermaschineInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J15/00—Manufacturing butter
- A01J15/16—Details; Accessories
- A01J15/24—Beaters for butter churns
Landscapes
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- Dairy Products (AREA)
Description
1877.
asse 34.
ANTON BOHLKEN in VAREL a. d. Jade. Butter-Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1877 ab. Längste Dauer: 13. März 1891.
Die mikroskopisch kleinen Butterkügelchen, die in der Milch oder dem. Rahm vorhanden
sind, sind in Eiweifshüllen eingeschlossen, und es müssen diese Hüllen zerstört werden, um
den Butterkügelchen bei entsprechender Temperatur das Aneinanderbacken zu ermöglichen.
In dieser Buttermaschine soll die Milch nicht blos gründlich durcheinander gewirbelt oder
geschlagen werden, sondern sie soll von einer verhältnifsmäfsig grofsen Höhe herunterfallen,
damit bei diesem Fallen und dem heftigen Gegeneinanderschlagen der Milch an sich selbst,
diese Eiweifshüllen platzen, bezvv. zerstört werden.
Durch die Centrifugalkraft wird die Milch nach aufsen geschleudert, und da sie an den
Wänden des Fasses einen Widerstand findet, so mufs sie an den Wänden des Fasses in die
Höhe steigen. An den hölzernen Knaggen KK wird die Strömung abgelenkt und die Milch
stürzt in deutlich von einander zu unterscheidenden Strömen nach der Mitte zusammen.
Bei einer Buttermaschine für 25 Liter Inhalt stürzen die Milchströme ca. 16 Zoll hoch herunter
und es werden bei dem heftigen Aufschlagen auf den Boden des Fasses, gegen die Axe, Flügel oder auch der Milchströme gegeneinander,
die Hüllen der Butterkügelchen sehr rasch zerstört.
Versuche haben ergeben, dafs das Buttern in dieser Maschine stets in Zeit von 8 bis 15
Minuten, aber selbst unter wohl vorkommenden schwierigen Verhältnissen in höchstens 20 Minuten
beendet war, wozu in demselben Falle auf einer anderen Karne 2 — 3 Stunden nöthig
waren.
Diese Buttermaschine besteht aus dem sehr einfachen Fasse F, auf dessen Boden ein Spurlager
zur Führung für die stehende Welle W befestigt ist; im oberen Theile des Fasses sind
die Knaggen KK und darüber der prismatische Ring r r angebracht, an welchem die Milch abgelenkt
wird. Das Fafs steht auf dem Fufse des eisernen oder hölzernen Bocks und kann behufs Reinigung leicht heruntergenommen
werden. Der Bock B trägt oben eine horizontale Vorgelegwelle V mit Schwungrad S, welches
zugleich als Kurbel dient. Auf der Vorgelegwelle V befindet sich das grofse konische
Rad R α und dieses greift in den Trieb T ein,
welcher auf der Welle W sitzt. Das obere Lager für die Welle W ist so eingerichtet, dafs
es leicht geöffnet und die Welle W herausgehoben werden kann. An der stehenden Welle
ist ein Doppelflügel Fl befestigt.
Im Sommer wird bei oben offenem Fasse gebuttert oder es wird dasselbe mit einem einfachen
Holzdeckel bedeckt. Für die Winterarbeit wird das Abkühlen der Milch im Fasse
durch einen doppelten Blechdeckel, der also ähnlich wie eine Wärmflasche eingerichtet und
mit heifsem Wasser gefüllt ist, verhütet. Die Buttermaschine kann, in jeder beliebigen Gröfse
ausgeführt, ebensowohl für Maschinen-, Göpelwie Handbetrieb eingerichtet werden. Diese
Buttermaschine hat den Vorzug, dafs sie sehr leicht geht, dafs sie sehr rasch buttert und dafs
das Buttern stets bei um einige Grade niederer Temperatur, als in anderen Kamen geschehen
kann, was wesentlich zur Güte der Butter beiträgt.
Bei dieser Construction, wobei die Milch also von beträchtlicher Höhe herunterstürzt, wird
der gröfstmögliche Procentsatz Butter aus dem Rahm gewonnen. Es werden 18 Stunden alte
unabgerahmte Milch, auch süfser Rahm ebensowohl, wie saurer Rahm gleich gut gebuttert, was
durch andauernde Versuche constatirt ist. Sie unterscheidet sich von anderen auch mit
Flügeln ausgerüsteten Buttermaschinen wesentlich dadurch, dafs die Flügel hier bis nahezu an
die Wände des Fasses reichen und lediglich den Zweck haben, die Milch nach aufsen zu schleudern,
wo sie an den Wänden in die Höhe steigen mufs.
Der Flügel ist deshalb verhältnifsmäfstg niedrig und die Knaggen KK und darüber der
Holzring rr als Ablenker über dem Flügel angebracht. Das Fafs ist verhältnifsmäfsig sehr
hoch, weil die Milch hoch in die Höhe steigen und von da (an den Knaggen KK und
dem Ring rr abgelenkt) hoch herunterstürzen soll.
Es hat sich sogar herausgestellt, dafs auch süfse Milch, frisch von der Kuh weg, - mit
gleich gutem Erfolge in dieser Katarakt-Buttermaschine gebuttert werden kann, und damit ist
das lang angestrebte Problem, süfse Milch zu buttern, gelöst.
Für die Süfsmilch-Butterei wird die Maschine mit schwererem Schwungrad und event, grofse
Maschinen für Riemen- bezw. Göpelbetrieb eingerichtet. Die Zeichnung bezieht sich auf eine
100 Liter-Katarakt-Buttermaschine.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE193T | 1877-07-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193C true DE193C (de) |
Family
ID=70960979
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE193DA Expired - Lifetime DE193C (de) | 1877-07-07 | 1877-07-07 | Buttermaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193C (de) |
-
1877
- 1877-07-07 DE DE193DA patent/DE193C/de not_active Expired - Lifetime
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