DE192147C - - Google Patents
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- DE192147C DE192147C DENDAT192147D DE192147DA DE192147C DE 192147 C DE192147 C DE 192147C DE NDAT192147 D DENDAT192147 D DE NDAT192147D DE 192147D A DE192147D A DE 192147DA DE 192147 C DE192147 C DE 192147C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D43/00—Looms with change-boxes
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 192147 KLASSE 86 c. GRUPPE
RICHARD HAASE in CHEMNITZ.
Schützenwechsel für Webstühle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. April 1906 ab.
Es sind bereits Schützenwechsel für mechanische Webstühle bekannt geworden, bei denen
die Umschaltung der Schützenzellen dadurch erfolgt, daß eiri oder zwei Mitnehmerzähne
oder Riegel im Wechselrad verschoben werden.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schützenwechsel dieser Art, und zwar
bestehen die hauptsächlich neuen Merkmale
ίο gegenüber bekannten Einrichtungen in der
Vorrichtung zur Verschiebung des an beiden Enden zu Zähnen ausgestalteten Riegels im
Wechselrad mittels eines Exzenters, welcher nach vollbrachter Umstellung an der Drehung
des Wechselrades teilnimmt und in der Vorrichtung zur Sperrung des Wechselrades, wenn
eine Umschaltung der Schützenzellen nicht erfolgt, mittels einer Sperrklinke, welche
durch eine mit. Hubdaumen versehene Scheibe gesteuert wird.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Äusführungsbeispiel des neuen Schützenwechsels,
und zwar ist Fig. 1 eine Gesamtansicht. Fig. 2 zeigt die Hauptteile in umgeschalteter
Stellung. Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Wechselrades, wobei die Sperrklinke 24 nach A-B (Fig. 1) geschnitten ist.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach C-D (Fig. 3) in größerem Maßstabe, Fig. 5 ein Schnitt nach
A-B (Fig. 1) und Fig. 6 eine Oberansicht, wobei der Zahnkranz 5 sowie die Teile 11,
12, 13 zum besseren Verständnis weggelassen sind.
Das auf der Hauptwelle 1 sitzende, nur zum Teil verzahnte Antriebrad 2 ist mit
einer Hemmscheibe 3 versehen, die an der entsprechend geformten Scheibe 4, an welche
der Zahnkranz 5 und das Kreisexzenter 27 angegossen sind, anliegt und diese vor einer
Uberdrehung sichert. Im Zahnkranz 5 führt sich ein an beiden Enden zu Zähnen ausgebildeter
Riegel 6. Ferner befindet sich auf der Nabe 7 des Wechselrades 5 eine Scheibe 8,
*an welche das Exzenter 9 angegossen ist, drehbar angeordnet. Wird Scheibe 8 um α
(Fig. 2) gedreht, so wird der Riegel 6 durch Exzenter 9 um Zahnhöhe verschoben und
bewirkt den Eingriff mit dem Antriebrad 2. Drücker 11 wird durch Feder 12 gegen den
mit Röllchen versehenen und in der Scheibe 8 befestigten Bolzen 13 gepreßt und hält so
die Scheibe 8 in ihrer jeweiligen Stellung zum Wechselrad 5.
Wirkt der auf der Hauptwelle 1 befestigte Hubdaumen 21 auf den Winkelhebel 19, so
schwingt der mit letzterem durch Zugstange 18 verbundene Hebel 17 mit dem Wendehaken
IO aus. Je nachdem der letztere durch die bekannte, in Fig. 1 schematisch gezeichnete
Wechselkarte 29 gehoben oder gesenkt wird, bewirkt sie Rechts- bzw. Linksdrehung
der Scheibe 8 oder läßt diese in ihrer Lage. Hierdurch wird der Riegel 6 entweder zum
Eingriff mit dem Antriebrad 2 vorgeschoben (Fig. 2) oder er verbleibt in seiner ausgerückten
Stellung (Fig. 1).
Im ersteren Falle gelangt der Hubdaumen 14 in den Bereich des Fühlers 26 und drückt
die Sperrklinke 24 in die Höhe, wodurch deren Knagge 25 aus der Rast der Scheibe 4
gehoben wird. Beim Rückgang des Winkelhebels 19 kommt die Sperrklinke 24 auf den
Steg 20 desselben zu liegen. Das Wechselrad 5 wird jetzt durch das Antriebrad 2 mitgenommen
und bewirkt durch Kreisexzenter' 27 und Exzenterring 28 die Umschaltung der
Schützenzellen 16.
Bleibt dagegen der Riegel 6 in seiner ausgerückten Stellung (Fig. 1), so bleibt die
Sperrklinke 24 mit ihrer Knagge in der Rast der Scheibe 4 und der Steg 20 drückt beim
Rückgang auf die Sperrklinke 24. Das Antriebrad 2 dreht sich jetzt, ohne das Wechselrad
5 mitzunehmen.
Da die Hebung des Wendehakens 10 das Kreisexzenter 27 stets· auf die Hochstellung
bringt, die Senkung des Wendehakens dagegen stets die Tiefstellung des ersteren zur
Folge hat, so ist die für einfache Kartenbesteckung und leichtes Ablesen derselben
vorhandene Bedingung, daß gleiche Kartenformen gleiche Schützenzellen zur Bahn bringen,
erfüllt.
Je nach der Anzahl der Schützenzellen werden ein oder mehrere Wechselräder auf
gemeinschaftlicher Welle 15 angeordnet und deren Hubhöhen auf bekannte Weise summiert.
Der neue Schützenwechsel eignet sich für Webstühle jeder Art und gestattet sehr hohe
Tourenzahlen, da er vollkommen zwangläufig arbeitet. Da hier ferner nicht, wie dies bei
verschiedenen anderen Wechselsystemen der Fall ist, die Sperrung des Wechselrades durch
Federn erfolgt, sondern durch oben beschriebene Sperrvorrichtung, vollzieht sich der
Wechsel der Schützenzellen leicht und stoßfrei.
Claims (2)
1. Schützenwechsel für Webstühle, bei welchen die Verstellung der Schützenzellen
durch einen im Wechselrad rechtwinklig zur Drehungsachse verschiebbaren Mitnehmerzahn eingeleitet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verschiebung dieses Mitnehmerzahnes (6) durch ein 45'
durch einen Wendehaken (10) gesteuertes Exzenter (9) erfolgt, welches nach vollbrachter
Umstellung an der Drehung des Wechselrades (5) teilnimmt.
2. Schützenwechsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sperrklinke
(24), welche durch eine mit Hubdaumen (14) versehene Scheibe (8) eingestellt
wird, das Wechselrad (5) sperrt, wenn eine Umschaltung der Schützenzellen
nicht erfolgt, und dasselbe freigibt, wenn dessen Eingriff mit dem Antriebrad (2) hergestellt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192147C true DE192147C (de) |
Family
ID=455491
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192147D Active DE192147C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192147C (de) |
-
0
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