DE19166C - Neuerungen an feuersicheren Theatervorhängen - Google Patents

Neuerungen an feuersicheren Theatervorhängen

Info

Publication number
DE19166C
DE19166C DENDAT19166D DE19166DA DE19166C DE 19166 C DE19166 C DE 19166C DE NDAT19166 D DENDAT19166 D DE NDAT19166D DE 19166D A DE19166D A DE 19166DA DE 19166 C DE19166 C DE 19166C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
curtain
fireproof
vestibule
stage
innovations
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT19166D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. BOZEK in Prag und L. A. RIEDINGER in Augsburg
Publication of DE19166C publication Critical patent/DE19166C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C2/00Fire prevention or containment
    • A62C2/06Physical fire-barriers
    • A62C2/18Sliding dampers

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Curtains And Furnishings For Windows Or Doors (AREA)

Description

SSSS!2Sri?5
Λ« i1
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Januar 1882 ab.
Das Niederlassen der 'schweren, feuersicheren Vorhänge, welche bei ausbrechenden Bühnenbränden das Prosceniumsportal zu schliefsen und dadurch Bühne und Zuschauerraum von einander zu trennen haben, erfolgt bis jetzt mittelst einer Reibungsbremse an der Auszugsvorrichtung des Vorhanges, und kann deshalb nur von einem einzigen Platze, nämlich dem Standpunkt der Winde aus, bewirkt werden, wobei die Einwirkung auf die letztere so lange zu dauern hat, bis der Vorhang gänzlich herabgelassen ist.
Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, das Niederlassen solcher Vorhänge von verschiedenen Punkten der Bühne und des Zuschauerraumes aus, und zwar durch blofses einmaliges Anziehen eines Handgriffes zu veranlassen und Vorsorge zu treffen, dafs der infolge dessen ohne jedwede fernere Beihülfe sinkende Vorhang gegen das Ende seiner Abwärtsbewegung genügend verzögert werde, damit er sich nicht mit heftigem Stofs auf die Bühne aufsetzen kann. Gleichzeitig soll sich der Vorhang an seinen Rändern selbstthätig abdichten.
Der angegebene Zweck soll dadurch erreicht werden, dafs auf eine Getriebwelle der zum Heben des Vorhanges dienenden Winde ein entsprechend grofser Windfang W, Fig. 1 und 2, entweder fest oder lose aufgesetzt wird. Im ersteren Falle müssen sich die Flügel des Windfanges um Gelenke umlegen lassen, damit der Windfang beim Heben des Vorhanges kein Hemmnifs bilden kann; im letzteren Falle mufs durch irgend eine Sperrklinkenkupplung K, Fig. 1 und 2, der Windfang W so mit der Welle verbunden werden, dafs er beim Heben stehen bleiben kann, während er beim Sinken des Vorhanges zur hemmenden Rückbewegung gezwungen ist, dafs sonach mit der Rückdrehung des Windfanges zugleich das Sinken des Vorhanges gehindert ist. Zur Sperrung des Windfanges dient entweder ein um eine Achse sich drehender Fanghebel F mit Ueberfallgewicht, Fig. ι und 4, oder ein verschiebbarer Stift S, Fig. 3, oder eine bewegliche Stütze T, Fig. 3, an die sich der Windfang,, welcher sich beim Sinken des Vorhanges in der Richtung des Pfeiles, Fig. 1 und 3, dreht, anlegt.
Das Entfernen der Sperrvorrichtung hat das Sinken des Vorhanges zur Folge. Um dies von verschiedenen Punkten der Bühne und des Zuschauerraumes zu ermöglichen, sind nach denselben von der Sperrvorrichtung aus Drahtoder Kettenzüge (ähnlich Glockenzügen) geleitet. In Fig. 6 und 7 ist die Anordnung solcher Züge, welche nach verschiedenen, sowohl innerhalb der Bühne als im Zuschauerraum links und rechts gelegenen Punkten führen, angegeben; der Draht A ist mit der Zugkette Z, Fig. ι, an der Winde selbst verbunden. Anziehen in der Pfeilrichtung, Fig. 6 und 7, an irgend einem Zuge bewirkt das Auslösen der Sperrung. Die Züge selbst sind nicht zugänglich, nur-das mit einem Handgriff versehene Ende jedes Zuges kann erfafst werden, nachdem eine Glasscheibe, hinter welcher der Griff liegt, zertrümmert wird.
Statt der Draht- oder Kettenzüge können auch elektrische Auslösungen zur. Anwendung gelangen.
Der gröfste Theil des Vorhanggewichtes wird durch Gegengewichte G G, Fig. 5, ausbalancirt.
Zum Heben dienen die Drahtgurte DD, Fig. S, welche sich über einander auf die Rolle R auflegen und die Gurte D1 , welche einerseits auf die mit R verbundene Rolle R1, andererseits auf die Trommel der Winde, Fig. 1, aufgewickelt sind. Beim Sinken des Vorhanges verringert sich der. wirksame Durchmesser der Rolle R und der Windentrommel, während sich der Durchmesser von R1 vergröfsert.
Dieser Aenderung in den Uebersetzungsverhältnissen entspricht eine Verzögerung der Abwärtsbewegung des Vorhanges. Schliefslich sind die Gurte DD von R ganz abgewickelt, und da ihre Befestigungspunkte auf R einander gegenüber liegen, so halten sich ihre Spannungen das Gleichgewicht und der Vorhang bleibt schliefslich frei hängen, ohne dafs sich seine Unterkante auf die Bühne selbst aufzusetzen braucht.
Als besondere Sicherheitsvorrichtung ist noch an der Winde eine selbstthätige Bandbremse angebracht. Wenn beim Sinken des Vorhanges die Gurte D1, Fig. 1, sich von der Windentrommel abwickeln, so nähert sich den letzteren die an dem Gurt anlaufende Laufrolle L, die von einem Arm des mit einem Gewicht belasteten Bremshebels H getragen wird; dieser sinkt und zieht das Bremsband B immer mehr und mehr an. Vor dem Aufwinden des Vorhanges wird der Bremshebel gehoben und arretirt, der Arretirungsstift wird durch den freiwerdenden Windfang abgezogen.
Neben dem beweglichen Vorhang hinter der Prosceniumssofitte wird stets noch ein fester, kurzer Vorhang angebracht (Sofitte). Wird diese Sofitte etwas schräg gelegt, Fig. 8, so legt sich die Kopfleiste des Vorhanges V an dieselbe dicht an. Im letzten Theil der Abwärtsbewegung des Vorhanges gelangen überdies Keilstücke, welche an seinen Rändern auf der Bühnenseite angebracht sind, gegen die an der Prosceniumsmauer festgelagerten Rollen PP, Fig. 8. Dadurch wird der in einem Falz laufende Vorhang nach vorn gedruckt und auch seitlich abgedichtet.

Claims (5)

Patent-An sprüche:
1. Die Anwendung eines Windfanges (event. Ventilators) bei der Hebevorrichtung des Vorhanges als selbstthätige Bremse.
2. Das Freimachen der Sperrvorrichtung des Windfanges durch Draht-, Seil- oder Kettenzüge oder durch elektrische Auslösungen von verschiedenen Punkten der Bühne und des Zuschauerraumes.
3. Die Anwendung derDoppelzwischenrollei?./?,, Fig. 5, und der selbsttätigen Bandbremse.
4. Das Schräglegen der feuersicheren Prosceniumssofitte.
5. Die Anbringung von Keilen und Rollen zum Andrücken des Vorhanges gegen beiderseits angebrachte Schlagleisten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT19166D Neuerungen an feuersicheren Theatervorhängen Active DE19166C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19166C true DE19166C (de)

Family

ID=296000

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT19166D Active DE19166C (de) Neuerungen an feuersicheren Theatervorhängen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19166C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2628041C3 (de) Fassadenseilaufzug
DE19166C (de) Neuerungen an feuersicheren Theatervorhängen
DE11035C (de) Vorrichtungen zur Rettung aus Feuersgefahr
DE125997C (de)
DE845919C (de) Herausstellbarer Rolladen
DE233010C (de)
DE124805C (de)
DE240582C (de)
DE95032C (de)
DE31999C (de) Rouleau
DE77025C (de) Verstellbare Arbeitsbühne für Baugerüste
DE227244C (de)
DE545317C (de) Hochziehbarer Rundhorizont
DE78226C (de) Selbsttätige Bremsvorrichtung für Handaufzüge mit gespanntem Zugseil
DE221002C (de)
DE83163C (de)
DE273696C (de)
DE574689C (de) Einseilgreifer mit Fangglocke
DE74324C (de) Galerie-Rettungs-Vorrichtung. ^_ Frl
DE5600C (de) Zugvorrichtung für Vorhänge
DE118146C (de)
DE24883C (de) Sicherheitsvorrichtung bei Theaterbühnen-Bränden
DE196011C (de)
DE169342C (de)
DE136249C (de)