DE83163C - - Google Patents

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DE83163C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B1/00Devices for lowering persons from buildings or the like
    • A62B1/06Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices
    • A62B1/08Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices with brake mechanisms for the winches or pulleys
    • A62B1/10Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices with brake mechanisms for the winches or pulleys mechanically operated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 61: Rettungswesen.
Die Vorrichtung dient dazu, bei Feuersgefahr Personen aus höheren Stockwerken mittelst eines Rettungskorbes herniederzulassen und ist so eingerichtet, dafs sie von einer Person bedient werden kann, und dafs beim Niederlassen mehrerer Personen hinter einander die letzte sich selbst ohne Gefahr herunterlassen kann. Zweckmäfsig wird die Vorrichtung in einem auf Rollen ruhenden Kasten oder Schrank untergebracht, um sie bequem an das Fenster führen zu können, durch das die Rettung geschehen soll. Bei der dargestellten Ausführung sitzt die Vorrichtung auf einem Brett, das zugleich den Deckel des Fahrkastens bildet, so dafs es nur nöthig ist, den Deckel mit der Vorrichtung umzuklappen, um sie gebrauchsfertig zu machen. Der hinter dem Fenster stehende Kasten dient dann als Halt, nöthigenfalls kann er noch durch Haken oder dergl. sicher befestigt werden.
Die Vorrichtung besteht aus einer in der Längsrichtung ihrer Trommel verschiebbaren Winde, welche in der einen Endstellung durch ein Sperrwerk festgehalten und in der anderen Endstellung mit einem Bremswerk verkuppelt wird, welch letzteres dazu dient, die Geschwindigkeit der Seilabwickelung beim Herniederlassen des Rettungskorbes zu regeln, ferner aus einem drehbaren Auslader und aus einer Auslösevorrichtung für den angehängten Rettungskorb.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht der gesammten Anordnung, Fig. 2 eine Oberansicht derselben, Fig. 3 eine Vorderansicht mit theilweisem Schnitt nach I-I der Fig. 4, Fig. 4 einen Horizontalschnitt nach II-II der Fig. 3, während die Fig. 5 bis 7 Einzeltheile veranschaulichen.
Die Winde A (Fig. 1 bis 4) ist mit der Grundplatte η des Windengestells verschiebbar zwischen Führungen b b einer Grundplatte a angebracht; ihre Trommel ist einerseits mit einem. Sperrrad c und andererseits mit dem Kuppelungsrad d ausgerüstet. Dieses Rad d, welches hier als konisches Zahnrad ausgeführt ist, greift in ein entsprechendes Hohlrad d1 ein, welches als Bremsrad / ausgebildet ist. In der in Fig. 3 gezeigten Stellung der Winde ist die Trommel durch Eingreifen der Kuppelungsrä'der d dl mit der Bremse Z verkuppelt und das Sperrwerk c1 ausgelöst. In dieser Stellung kann die Last herniedergelassen werden. Die Stellung der Trommel, welche durch die punktirten Linien des Kuppelungsrades d und des rechten Lagerbockes der Trommel angedeutet ist, gestattet das Aufwinden des Seiles oder der Kette unter Mitwirkung des Sperrwerkes c mit Hülfe des Vorgeleges ff1 und der Kurbel e.
Um die Winde in der zum Niederlassen des Rettungskorbes dienenden Stellung (Fig. 1 bis 4) festzuhalten, ist eine besondere Feststellvorrichtung angebracht. Diese besteht aus den beiden durch Oeffnungen im Gestell greifenden und um Zapfen ^1 drehbaren federnden Sperrhaken q (Fig. 4), welche nach Verschieben der Winde in die linke Endstellung hinter Winkel nl der Platte η greifen. Durch Niederdrücken der aufserhalb der Gestellwand ρ befindlichen Griffe #2 der Sperrhaken q wird die Winde freigegeben und kann nun wieder nach rechts
verschoben werden, was zweckmäfsig selbstthätig durch eine Feder r bewirkt wird. Durch einen an der unbeweglichen Grundplatte a drehbaren Hebel m und eine an das Gestell oder die Platte der Winde bei o1 angreifende Stange ο kann die Verschiebung nach links behufs Verkuppeins der Windetrommel mit der Bremse bewerkstelligt werden.
Die Winde ist auf einem Rahmen gelagert, auf welchem zwei Ausleger u drehbar befestigt sind, die durch Zugstangen u1 und Ketten u2 in ihrer Gebrauchslage gehalten werden. Die Ausleger tragen eine Welle t, über welche das von der Windetrommel kommende Seil zum Rettungskorb geführt wird.
Der Rettungskorb wird seitlich von der Vorrichtung aufgehängt, wo das Einsteigen nicht behindert ist. Zweckmäfsig hängt der Korb mit seinem Gehänge an Haken hl ft1, die an einer am Gebäude befestigten Stange h angebracht sind. Die Stange h kann über die ganze Breite des Fensters gehen, so dafs sie den Auslegern u mit als Stütze, sowie zur Erleichterung des Besteigens des Rettungskorbes als Haltestange dient. An der Stange h ist ferner eine Vorrichtung angebracht, die dazu dient, das Gehänge des Korbes aus den Haken h1 auszuheben, so dafs der Korb frei an dem Seil oder der Kette der Windetrommel hängt, also niedergehen kann. Der Korb mufs natürlich vorher bereits mit dem Seil der Trommel durch einen Karabinerhaken oder dergl. verbunden sein.
Die Aushebevorrichtung, die in Fig. 5 in gröfserem Mafsstabe gezeichnet ist, besteht aus einem Hebel, dessen von der Wand abgerichteter Army schräg nach abwärts und nach der Mitte der Welle t hin gerichtet ist, während der andere Arm γλ nach rückwärts führt und mittelst einer an dem unbeweglichen Arm χ geführten Kette oder auf andere Art sich niederziehen läfst. Das Gehänge des Korbes ruht mit einer Rolle E auf jenen beiden Haken ft1; der Hebely greift zwischen diesen beiden Haken unter die Rolle; sein Drehpunkt j/"2 befindet sich ferner in solcher Lage, dafs beim Hinterziehen des hinteren Armesy1 des Hebelsyyl mittelst der KetteyB der vordere Arm die Rolle E hebt. Dann gleitet der Korb infolge seiner Schwere mit der Rolle E über den schrägen Arm y des Hebels yyl abwärts, bis er frei über der Welle t niederhängt.
Die Benutzung der Rettungsvorrichtung erfolgt in der Weise, dafs das Windwerk in der in Fig. ι angegebenen Lage in der Fensteröffnung angebracht wird. Die Vorrichtung mufs gebrauchsfertig sein, so dafs es nicht etwa erst im Augenblick der Gefahr nöthig ist, das Seil auf die Trommel aufzuwickeln. Auch mufs die Trommel nach links gezogen sein, in welcher Lage die Sperrklinken q (Fig. 4) dafür sorgen, dafs die Scheibe d mit der Bremsscheibe d11 verbunden bleibt. Während des Aufstellens der Vorrichtung oder vorher wird der Rettungskorb an seine Haken gehängt und man hat dann nur noch den Haken des Windeseils am Gehänge des Korbes zu befestigen, worauf eine oder mehrere Personen in den Korb steigen und niedergelassen werden können. Durch die Bremse erfolgt das Niederlassen allmählich und ohne weitere Bedienung. Nach dem Niederlassen können die zurückgebliebenen Personen durch einfaches Ausrücken der Klinken q das Bremswerk ausschalten und das Sperrwerk c einschalten und mittelst der Kurbel e das Wiederaufwinden des Rettungskorbes und darnach die nächste Rettung bewirken. Natürlich mufs hierbei wieder mittelst des Hebels m für Ausschaltung des Sperrwerkes und Einschaltung des Bremswerkes gesorgt werden. Auch die letzte Person kann sich selbst retten, da die Vorrichtung zur Aushebung des Korbes (Fig. 5) sich selbst vom Korbe aus bedienen läfst.
Wichtig ist, dafs stets entweder die Bremse oder das Sperrwerk eingeschaltet ist. Beide Vorrichtungen können verschiedenartig ausgeführt sein. Nach der Zeichnung ist die Bremsscheibe / am Umfange gewellt und gegen diese Reibungsbahn werden federnde Bremsrollen w geprefst. Das Sperrwerk, das in Fig. 6 und 7 in gröfserem Mafsstabe gezeichnet ist, wird dadurch aus- und eingerückt, dafs die an dem verschiebbaren Gestell H der Winde durch eine Feder ft4 nach aufsen gehaltene Klinke h bei Bewegung des Windewerkes nach rechts durch einen federnden Anschlag K, der an dem unbeweglichen Gestell befestigt ist, eingerückt wird. Bei der Verschiebung der Trommel nach links drückt die Feder ft4 die Klinke zurück.
Beispiele sein.
Die ganze Vorrichtung ist auf dem Deckel G1 des Kastens G angeordnet; beim Nichtgebrauch wird der Deckel einfach um Scharniere G2 zurückgeklappt, so dafs die Vorrichtung in dem geschlossenen Kasten am Deckel hängt, wie in Fig. 1 punktirt angegeben. Dabei werden die Auslegerarme u dicht an die Vorrichtung herangeklappt. Der Kasten ruht zweckmäfsig auf Rollen, so dafs er sich leicht vor das Fenster rollen läfst. In einem unteren Fache desselben kann vortheilhaft der zusammenlegbare Rettungskorb, der übrigens beliebig ausgeführt sein kann, Platz finden. Die Vorrichtung ist zweckmäfsig an dem Deckel G1 mit ihrem Gestell verschiebbar und läfst sich je nach der Breite des Fensterbrettes mehr oder weniger auf den Führungen G3 nach vorn bewegen und mittelst der Schrauben V feststellen.
Diese Anordnungen sollen indessen nur

Claims (1)

  1. Je nachdem eine oder mehrere Personen in dem Rettungskorbe niedergelassen werden sollen, mufs natürlich die Bremsscheibe mehr oder weniger stark gebremst werden. Dies geschieht bei der dargestellten Ausführung (Fig. i) durch mehr oder weniger starkes Anziehen der auf die Federn der Bremsrollen wirkenden Schrauben Z. Letztere können zweckmäfsig mit Anzeigevorrichtungen verbunden sein, wodurch sieh unmittelbar ablesen lä'fst, für welche Last die Schrauben eingestellt sind.
    Patenτ-Ansprüche:
    i.; Eine Vorrichtung zur Rettung aus Feuersgefahr, dadurch gekennzeichnet, dafs die Windetrommel (A) in Parallelführungen (b) in der Achsenrichtung mittelst Hebel (m) oder dergl. ohne Ein- oder Ausschaltung des Vorgeleges verschiebbar und in den beiden Endlagen feststellbar ist, wobei die Trommel (A) je nach der Richtung ihrer Verschiebung einerseits mit einer beständig unter Bremswirkung stehenden Bremsscheibe (d1 I) verkuppelt oder von dieser gelöst wird, andererseits die Aus- oder Einrückung
    ι eines Sperrwerkes (c hs) veranlafst, so dafs je nach der Stellung der Trommel die Last unter der Gegenwirkung der Bremse frei sinken kann oder das Vorgelege nur in einer Drehrichtung sich bethätigen läfst. In Verbindung mit der im Anspruch ι gekennzeichneten Vorrichtung eine Vorrichtung zum Abheben des Rettungskorbes von dem an der Wand des Hauses befestigten Haken (hx) und zum allmählichen Ueberführen des Korbes zum freien Hang am Windeseil, bestehend in einem Hebel (yy1), dessen Drehpunkt hinter den Haken (hl) gelegen ist, so dafs beim Niederbewegen des hinteren Armes (y1) des Hebels der schräg nach abwärts führende vordere Arm (y) das Gehänge vom Haken abhebt. An der im Anspruch ι gekennzeichneten Vorrichtung die Ausführung der Bremsscheibe (I) mit gewelltem Rande, gegen welchen durch Federn Druckrollen (w) geprefst werden, wobei die Federn je nach der Gröfse der Last mehr oder weniger stark angezogen werden und mit Anzeigevorrichtungen verbunden sein können.
    Die Anordnung der durch die Ansprüche ι bis 3 gekennzeichneten Vorrichtung auf der Unterseite des Deckels (G1) eines Kastens (G), der auf Rollen ruhen kann, wobei die ganze Vorrichtung durch Umklappen des Kastendeckels (G1) über das Fensterbrett gebrauchsfertig gemacht wird.
    Hierzu·^ Blatt Zeichnungen.
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