DE1903552C3 - Verfahren zur Reinigung von gesättigten aliphatischen Alkoholen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von gesättigten aliphatischen Alkoholen

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DE1903552C3 DE1903552A DE1903552A DE1903552C3 DE 1903552 C3 DE1903552 C3 DE 1903552C3 DE 1903552 A DE1903552 A DE 1903552A DE 1903552 A DE1903552 A DE 1903552A DE 1903552 C3 DE1903552 C3 DE 1903552C3
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von gesättigten aliphatischen Alkoholen mit höchstens C-Atomen, welche niedriger und höher siedende Verunreinigungen enthalten, durch die Kombination von extraktiver Destillation mit Wasser als Extraktionsmittel und anschließender Destillation.
Die wasserlöslichen gesättigten aliphatischen Alkohole werden hauptsächlich nach den folgenden drei Verfahren hergestellt:
1. Verkokung oder trockene Destillation von Holz zu Methanol.
7. Vergärung geeigneter Materialien zu Äthanol oder n-Propan, und
3. verschiedenen Synthesen, die zu Methanol, Äthanol IV Proo?no! oder !sc*nroniino! f'ihren.
Die bei diesen Verfahren anfallenden rohen Produkte eruhalten neben dem gewünschten Alkohol zahlreiche organische Nebenprodukte oder Verunreinigungen. Zur Gewinnung des gewünschten Alkohols in konzentrier ter und gereinigter Form aus dem rohen, den betreifenden Alkohol enthaltenden Gemisch sind bereits verschiedene Verfahren bekannt. Im allgemeinen erfolgt die Auftrennung durch Destillation oder durch kombinierte Destillation, Extraktion und Adsorp-
tion. Die Gewinnung von Äthanol geschieht gewöhnlich nach dem Barbet-Verfahren. Dieses besitzt jedoch bekanntlich verschiedene Nachteile, so daß immer noch Bedarf nach einem einfachen Gewinnungsverfahren für Äthanol und andere wasserlösliche, gesättigte, aliphati sehe Alkohole besteht, bei dem der Alkohol mit höherer Reinheit anfällt und das im Vergleich zu den bekannten Methoden mit verringerten Kosten arbeitet.
Die Reinigung von Alkoholen aus rohen, Alkohol enthaltenden Gemischen durch extraktive Destillation in Wasser als Extraktionsmittel ist z. B. aus folgenden Druckschriften bereits bekannt:
DE-AS 10 99 518, 11 06 744, 1136 319, 1142 590, 10 64 936, Ii 04 933, 1219 011, 12 83 216;
DE-PS 9 17 061, 9 25 289;
GB-PS 6 70 229, 6 96 040, 7 15 191; FR-PS 5 60 720, 9 17 263, 9 75 923, 11 46 584; US-PS 25 51 593; IT-PS3 89 156.
»Verfahrenstechnische Berichte der Farbenfabriken Bayer-Leverkusen« vom 10. Juli 1954, S. 978 (Nr. 1227).
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, ein neues Verfahren zur Reinigung von gesättigten, aliphatischen Alkoholen zu schaffen, das besonders im Hinblick auf die Konzentration und Reinheit des gewonnenen Alkohols und die Betriebskosten gegenüber dem bekannten Verfahren beträchtliche Vorteile aufweist. Insbesondere soll in einem relativ einfachen.
mehrstufigen Destillationssystem mit einer minimaler, Anzahl von Destillationstürmen und einer minimalen Menge von Hilfseinrichtungen aus einem rohen Alkohol enthaltenden Gemisch in hoher Ausbeute ein wasserlöslicher, gesättigter, aliphatischer Alkohol als hochwerti- ges Produkt mit einem niedrigeren Gehalt an Verunreinigungen als bisher erhalten werden. Schließ lich soll das Verfahren nur einen relati" geringen Energiebedarf besitzen. Diese Aufgabe wird durch das im Patentanspruch 1 angegebene Verfahren gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich von den Verfahren, wie sie in den oben genannten Druckschriften beschrieben werden, durch folgendes:
In der DE-AS 10 64 936 wird ein Verfahren zur Reinigung von Methanol durch kontinuierliche Destilla tion in zwei Kolonnen beschrieben. Das Verfahren wird so durchgeführt, daß das Rückflußverhältnis in der ersten Kolonne und die Verweilzeit im Sumpf der zweiten Kolonne auf bestimmte Weise regulier; werden. Bei dem Verfahren dieser Druckschrift wird aber keine EMrnktkmsdestiHation durchgeführt. Außerdem werden keinerlei Minweise gegeben, wie man das Methanol, das in dem Rcinigungsstrom des /weiter, Destillationsturms enthalten ist. gewinnen kann. Sonn:
wird bei diesem Y'-rf; Iren kein dritter Dcstülations-■■irm verwendet.
In der DFAS 110-5 433 wird ein Verfuhren zur Reinigung ;ül\U" ·ι aliphaiischcr Alkohole aus huiner-
ten Carbonylierungsreaktionsgemischen von C2- bis CVOlefinen mittels einer Reihe von an sich bekannten Destillationsstufen beschrieben. Dieses Verfahren bezieht sich insbesondere auf die Abtrennung von Butyläthern von Butanolen, d. h. Q-AIkoholen. Dieses Verfahren betrifft insbesondere die Destillation von CU- und höheren Alkoholen, wohingegen das erfindungsgemäße Verfahren die Gewinnung von Alkoholen mit höchstens 3 C-Atomen betrifft Bei dem bekannten Verfahren wird weiterhin keine Extraktionsdestillation durchgeführt, und es finden sich in dieser Druckschrift auch keine Hinweise, daß man Nebenströme, die die Verunreinigungen enthalten, entnehmen kann, noch wird darin erwähnt, daß man in einem dritten Destillationsturm primären Alkohol isolieren kann.
In der DE-AS 12 19 011 v/ird ein Verfahren zur Reinigung und Entwässerung von Alkanolen mit 3 bis 5 C-Atomen durch azeotrope Destillation beschrieben. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dagegen eine Extraktionsdestillation. Bei dem bekannten Verfahren erhält man Alkohole mit einem geringen Wassergehalt im unteren Teil des Destillationsturms. Dieses Verfahren unterscheidet sich daher von dem erfindungsgemäßen Verfahren wesentlich, bei dem man eine Extraktionsdestillation durchführt und Wasser zufügt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren enthalten die Bodenströme am meisten Wasser, d. h. man zieht am Boden des ersten Destillationsturms einen verdünnten wäßrigen Strom, der den Alkohol in Konzentrationen von etwa 5 bis etwa 10 Gewichtsprozent enthält, ab. Wie bereits erwähnt, arbeitet man bei dem bekannten Verfahren gerade umgekehrt, d. h., man gewinnt im unteren Teil des Destillationsturms praktisch wasserfreien Alkohol.
Die DE-AS 12 83 216 betrifft ein Verfahren zur Reinigung von η-Alkoholen mit 4 bis 5 C-Atomen. Dieses Verfahren umfaßt ebenfalls eine azeotrope Destillation, bei der der Wassergehalt in dem Destillationsturm von oben nach unten abnimmt. Auch hier erhält man als Bodenstrom eine konzentrierte Alkohollösung. Im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Extraktionsdestillation als Hauptreinigungsstufe durchgeführt.
In der DE-PS 9 17 061 wird ein System beschrieben, welches drei Kolonnen umfaßt. Die Anordnung und die Funktion dieser Kolonnen ist aber vom anmeldungsgemäßen Verfahren ganz unterschiedlich.
Gemäß dieser Entgegenhaltung werden Verunreinigungen nur in der ersten Kolonne abgezogen. Aus der Abb. 1 geht hervor, daß ein die Verunreinigungen enthaltender Strom über Kopf an der Kolonne abgezogen wird und daß die abgetrennten Verunreinigungen durch die Leitung 5 entfernt werden. In Abb. 2 ist eine weitere Entfernung für die Verunreinigungen durch die Leitung 5' vom oberen Teil E3 der Kolonne vorgesehen. Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden die über Kopf abgezogenen, Verunreinigungen enthaltenden Ströme aus der ersten und zweiten Kolonne und der Verunreinigungen enthaltende Seitenstrom aus der zweiten Kolonne jeweils in die dritte Kolonne eingeführt, in welcher die Verunreinigungen konzentriert und deren Alkoholanteil gewonnen und in die erste Kolonne rückgeführt wird; konzentrierte Niedrigsiedcr werden über Kopf der dritten Kolonne entfernt und durch die Leitung 56 (Fig. 1) oder Leitung 79 (Fig. 2) gewonnen und konzentrierte hochsiedende Verunreinigungen werden als Seitenströme aus der dritten Kolonne durch die Leitungen 58 und 59 Dem dortigen Fließbild kann man entnehmen, daß die Entfernung der niedrigsiedenden Verunreinigungen durch Abziehen über Kopf an der Rektifizierkolonne erfolgt aber es sind keine Vorkehrungen vorgesehen, einen unteren Seitenstrom aus der Rektifizierkolonne zur Entfernung der hochsiedenden Verunreinigungen abzuziehen. Infolgedessen sammeln sich hochsiedende Verunreinigungen in der Nähe des Bodens an, an dem die Zufuhr des zu reinigenden
ίο Alkohols erfolgt und die Gewinnung eines Alkohols hoher Reinheit ist nicht möglich.
DE-PS 9 25 289 betrifft die Herstellung von hochgradigem Alkohol nach dem Verfahren der DE-PS 917 061, wobei aber nicht ein Gärungsalkohol, sondem ein synthetisch gewonnener Alkohol gereinigt werden soll. Hinsichtlich der Entfernung der Hochsieder stellt diese Druckschrift eine gewisse Verbesserung gegenüber dem Hauptpatent 9 17 061 dar, weil ein Seitenstrom in der Rektifizierkolonne vorgesehen ist Da aber nicht vorgesehen ist, den Alkohol aus diesem Seitenstrom zu gewinnen, leidet darunter die Ausbeute an Alkohol.
In der GB-PS 6 70 229 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem auch eine Extraktionsdestillationsstufe durchgeführt wird und in ähnlicher Weise wie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Verdünnung stattfindet. Jedoch unterscheidet sich dieses bekannte Verfahren von dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch, daß dieses mehrere Stufen umfaßt.
In der GB-PS 6 96 040 wird ein Verfahren zur Trennung von n-Propylalkohol von sekundärem Butylalkohol beschrieben, bei dem man eine Extraktionsdestillation durchführt. Bei diesem Verfahren wird jedoch Diäthylbenzol als Extraktionsdestillationsmittel verwendet und nicht Wasser, wie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren. Dieses organische Extraktionsmittel ist nicht so wirksam wie das Wasser des erfindungsgemäßen Verfahrens, um andere Verunreinigungen aus den Alkoholen abzutrennen. Bei dem Verfahren dieser Patentschrift werden ebenfalls keine zweiten oder dritten Destillationstürme verwendet, und es werden keine Hinweise gegeben, wie man den primären Alkohol in reiner Form erhalten kann.
Die GB-PS 7 15 191 betrifft insbesondere die Trennung von Aceton aus Methanol in einer Beschikkungsmischung, die andere Verunreinigungen enthält. Bei dem Verfahren dieser Patentschrift werden zwei getrennte Extraktionsdestillationsstufen verwendet, um die zwei Produkte wirksam zu trennen. Das Verfahren unterscheidet sich von dem erfindungsgemäßen Verfahren wesentlich, da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Reinigung des primären Alkohols nur eine Extraktionsdestillationsstufe erforderlich ist. Bei dem bekannten Verfahren werden weiterhin keine Nebenströme oder Überkopfströme verwendet, um in dem zweiten Turm einen sehr reinen Alkohol zu erhalten. Weiterhin finden sich keinerlei Hinweise, daß man einen Destillationsturm verwenden kann, um den Alkoholgehalt des Nebenstroms und der Kopfströme zu konzentrieren und wiederzugewinnen und den gewonnenen Alkohol wieder in den Extraktionsdestillationsturm zurückzuführen.
In der FR-PS 5 60 720 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem eine Destillation zusammen mit einer
fi5 Flüssigkeits-Flüssigkeits-Extraktion verwendet wird, um den Alkohol aus einem unreinen Strom, der rohen Alkohol enthält, abzutrennen und zu gewinnen. Bei diesem Verfahren wird das PrinziD der vorliegenden
Erfindung, nämlich eine Extraktionsdestillation, nicht verwendet. Außerdem erhält man bei dem bekannten Verfahren den primären Alkohol nicht in reiner Form.
In der FR-PS 9 17 263 wird eine Kombination von Destillation und Flüssigkeits-Flüssigkeits-Extraktion beschrieben, so daß auch dieses Verfahren dem erfindungsgemä on Verfahren fernliegt.
Bei dem Verfahren der FR-PS 9 75 923 wird zwar eine ähnliche Extraktionsdestillation durchgeführt wie gemäß der vorliegenden Erfindung, doch sind bei dem bekannten Verfahren keine Maßnahmen vorgesehen, um niedrigsiedende Verunreinigungen und hochsiedende Alkohole und öle zu konzentrieren und zu entfernen. Weiterhin finden sich in dieser Druckschrift keine Hinweise, welche Maßnahmen man ergreifen muß, um den Alkohol aus den verschiedenen Kopfströmen und Nebenströmen zu gewinnen, und wie man solchen wiedergewonnenen Alkohol in den Extraktionsdestillationsturm zurückführen kann. Die Konzentration der Verunreinigungen und die Wiedergewinnung des primären Alkohols daraus ist aber ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Bei dem Verfahren der FR-PS 11 46 584 wird eine Vorrektifizierungsstufe verwendet, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht verwendet wird und die unnötig ist und relativ nutzlos. Bei diesem Verfahren wird der gereinigte Alkohol, d. h. das gereinigte Äthanol, aus dem ersten Destillationsturm in einer Konzentration von 85 bis 95 Gewichtsprozent entnommen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren jedoch wird der Alkohol wesentlich verdünnter und wesentlich reiner am Boden des Destillationsturms entnommen. Bei dem bekannten Verfahren wird keine Extraktionsdestillation durchgeführt und daher müssen zur Entfernung der Verunreinigungen mehrere Verfahrensschritte durchgeführt werden. Dabei sind vier Destillationstürme insgesamt erforderlich. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man jedoch den primären Alkohol in sehr reiner Form erhalten, wobei man nur drei Destillationstürme verwenden muß.
In der US-PS 25 51 593 wird ein Extraktionsdestillalionsverfahren beschrieben, das zwar mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gewisse Ähnlichkeiten hat, doch werden bei dem bekannten Verfahren nicht die wesentlichen Verbesserungen erzielt, die man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält
Bei dem Verfahren der US-PS 25 51 593 wird das Alkoholprodukt (wie Äthanol), wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, am oberen Teil des Destillationsturms 25 am Punkt 30 entnommen. Dieses Alkoholprodukt enthält überschüssige Mengen an sowohl niedrigsiedenden als auch an hochsiedenden Verunreinigungen. Bei dem Verfahren der US-PS 25 51 593 sind keine Maßnahmen vorgesehen wie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, um diese Verunreinigungen zu entfernen. Wie aus F i g. 1 der vorliegenden Anmeldung ersichtlich ist, wird das Produkt aus dem zweiten Destillationsturm 22 unterhalb des oberen Teils am Punkt 24 entnommen, während eine Fraktion, die niedrigsiedende Verunreinigungen enthält am Kopf am Punkt 26 entnommen wird, und ein Strom mit hochsiedenden Verunreinigungen wird an den Stellen 36 und 37 aus dem zweiten Destillationsturm entnommen. Alle diese Ströme werden in den Konzentrationsturm 42 geleitet der bei dem Verfahren der US-PS 25 51 593 nicht vorgesehen ist Bei dem Verfahren der US-PS 25 51 593 wird in den Konzentrationsturm 13 nur der Oberkopfstrom 8 von dem oberen Teil des Extraktionsturms i geleitet
Weiterhin ist aus Fig. 1 der genannten US-PS ersichtlich, daß im wesentlichen das gesamte Äthanol, das in einem typischen Überkopfstrom 8 vorhanden ist. nur als Teil eines wäßrigen Azeotropdestillats niedriger ■s Qualität (Spalte 6, Zeile 2) isoliert wird, das offensichtlich verworfen wird, und dadurch geht der Alkohol, der darin enthalten ist, verloren oder er wird als Brennstoff oder Produkt niedriger Qualität gewonnen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der
ίο Alkohol, der nicht nur in dem Überkopfstrom 41 des Extraktionsturms (1) vorhanden ist, sondern ebenfalls der, der aus dem Destillationsturm 22 in Form der Ströme 34, 36 und 37 abgezogen wird, konzentriert und aus dem Konzentrationsturm 42 an der Stelle 57 entnommen und in den Extraktionsturm 58 recyclisiert. Um den Alkohol in reiner Form zu isolieren, wird der Strom mit dem Produktstrom 2t vereinigt und durch die Säule 22 geleitet und so kann man den Alkohol in reiner Qualität als Teil des Produktstroms 24 erhalten.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man Ausbeuten von 96,5 bis 99% an Alkohol (vgl. Tabelle II) und ein Produkt, das sehr rein ist und eine hohe Qualität besitzt (vgl. Tabelle I). Nach dem Verfahren der US-PS ist dies nicht möglich.
In der IT-PS 3 89 156 wird ein Verfahren beschrieben, um komplexe Mischungen aus Alkoholen, Ketonen und Aldehyden der Fischer-Tropsch-Reaktion von Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Anwesenheit eines Katalysators zu trennen. Dabei werden sechs Destillations- und Rektifizierungsstufen verwendet wobei man zuerst in Reihen und dann parallel arbeitet. An keiner Stelle wird in dieser Patentschrift das erfindungsgemäße Verfahren, dem das Prinzip einer Extraktionsdeslillation zugrunde liegt auch nur erwähnt. Man erhält auch keinesfalls so reinen Alkohol wie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren. Außerdem sind die Ausbeuten an Alkohol wesentlich niedriger als bei dem erfindungsgemäßen Verfahren.
In den »Verfahrenstechnischen Berichten der Farbenfabriken Bayer-Leverkusen« vom 10.7.54, S. 978 (Nr. 1227), findet sich ein kurzes Referat einer Arbeit von Carlson, Smith und Mοrre 11 in Industrial Engineering Chemistry (Standard Oil Development Company). Dieses Referat bezieht sich auf das Verfahren, wie es in der US-PS 25 51 593 beschrieben ist und betrifft daher das ältere Verfahren. Die Alkoholprodukte besitzen nicht die gleich hohe Qualität wie die Produkte, die man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält Weiterhin ist es gemäß dem bekannten Verfahren nicht möglich, den primären Alkohol vollständig in reiner Form zu gewinnen.
Der genannte Artikel befaßt sich hauptsächlich mit Meßwerten, die man verwenden kann, um Extraktiondestillationssysteme zu bauen. Das einzige Fließschema, das in dieser Arbeit angegeben ist zeigt zwei Fraktioniertürme, die einer Extraktionsdestillation vorgeschaltet sind, und außerdem die Verwendung eines Alkoholrektifizierturms. Dieses Fließschema ähnelt in keiner Weise dem erfindungsgemäß verwendeten Fließschema, das dem erfindungsgemäßen Verfahren entspricht Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet man als ersten Turm einen Extraktionsdestillationsturm, als zweiten Turm einen Rektifizierungsturm und dann einen dritten Turm, um die Verunreinigungen zu konzentrieren und daraus den primären Alkohol zu gewinnen, der dann anschließend wieder in den ersten Turm recyclisiert wird, wobei er schließlich in Form eines reinen Produkts erhalten wird.
!η der DE-AS 10 99 518 wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Reinigung von Äthanol beschrieben. Bei diesem Verfahren wird insbesondere ein Waschwasserslrom verwendet, der vom Alkohol weitgehend befreit ist und der einen pH-Wert von 8 bis 12 besitzt. Dieser Waschwasserstrom wird derart am oberen Teil der ersten Kolonne eingeführt, daß er einen oder wenige Böden unterhalb der Eintrittsstelle des Rohpro dukts in die Kolonne eintritt. Das Verfahren der DE-AS 10 99 518 unterscheidet sich daher in wesentlichen Merkmalen von dem erfindungsgemäßen Verfahren, bei dem das Waschwasser in den oberen Teil des Extraktionsdestillationsturms eingeleitet wird und das Beschickungsmaterial, das den rohen Alkohol enthält, weiter unten in den Turm eingeführt wird. Die Zone zwischen dem Eintritt des Waschwassers am oberen Teil und dem Eintritt des Beschickungsmaterials, das den Alkohol enthält, am unteren Teil ist die wahre Extraktionszone, in der der Alkohol von dem rohen Beschickungsmaterial (zusammen mit Verunreinigungen) abgestreift wird und mit dem abfließenden Waschwasser extrahiert und gewaschen wird, so daß der Hauptteil davon als gereinigter Rohalkohol am Boden des Extraktionsdestillationsturms gewonnen wird. Zur gleichen Zeit werden die aufsteigenden Verunreinigungen durch Extraktion mit Wasser konzentriert, so daß sich in dem Produkt, das am Kopf abgenommen wird, eine größere Menge Verunreinigungen befindet und relativ wenig Äthanol. Bei dem Verfahren der DE-AS 10 99 518 wird dieses Waschen des Alkohols und die Konzentration der Verunreinigungen nicht erzielt, da das Produkt, das am Kopf abgenommen wird, aus dem gleichen Boden abgenommen wird, in den das Beschickungsmaterial eingeleitet wird. Daher befindet sich das Produkt, das abgenommen wird, im Gleichgewicht mit dem Beschickungsmaterial, und es enthält einen hohen Alkoholgehalt und keine maximale Konzentration der Verunreinigungen.
Bei dem bekannten Verfahren wird als dritter Turm ein zweiter Extraktionsdestillationsturm verwendet und dabei werden die Kopfströme aus dem ersten Turm weiterverarbeitet. Ohne Zweifel besitzt der Kopfstrom dieses Turms einen beachtlichen Alkoholgehalt, und es finden sich keine Hinweise, wie man diesen Alkohol gewinnen kann. Aus wirtschaftlichen Gründen kann man den Alkohol jedoch nicht verwerten.
In der DE-AS 1106 744 wird ein Verfahren beschrieben, das sich von dem erfindungsgemäßen Verfahren auf gleiche Weise unterscheidet wie das Verfahren der DE-AS 10 99 518. In Anspruch 1 der DE-AS 11 06 744 wird sogar ganz genau angegeben, daß das Waschwasser in gleicher Höhe wie das Rohprodukt, jedoch nicht oberhalb dieser Stelle eingeführt wird.
In der DE-AS 1136319 wird ein Verfahren zur Herstellung von Alkoholen durch katalytische Hydratation von Olefinen in der Gasphase über phosphorsäurehaltigen Katalysatoren beschrieben. Dieses Verfahren hat mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nichts zu tun. Das Verfahren der DE-AS 11 36 319 ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einer Apparatur durchführt, deren Innenwände mit Kohlenstoffsteinen ausgekleidet sind. Es liegt dem beanspruchten Verfahren daher sehr fern.
Schließlich wird in der DE-AS 11 42 590 ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung von Alkoholen durch katalytische Hydratation von Olefinen in der Gasphase beschrieben. Bei diesem Verfahren wird das Gasgemisch, das die Hydrutationsstufe verläßt, vor der Rückführung mit einem Lösungsmittel zur Abscheidung der Verunreinigungen gewaschen, und das lösungsmiiielgesättigte Gas wird durch Wasserwäsche vom '· LoMint"-mitte! befreit. Dieses Verfahren liegi dem beanspruchten Verfahren ebenfalls fern.
Der technische Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem Stand der Technik gemäß der FR-PS 9 75 923 und der US-PS 25 51 593 ergibt sich
ίο aus folgenden Ausführungen:
FR-PS9 75 923(= US-PS 26 38 440)
Bei diesem Verfahren wird zwar eine extrahierende Destillation in ähnlicher Weise wie beim erfindungsgemäßen Verfahren angewendet, wobei auch ein ähn licher Rektifizierungsturm eingesetzt wird, doch sind in der bekannten Anlage keine geeigneten Maßnah men bzw. Einrichtungen für die Entfernung der niedrigsiedenden Verunreinigungen und der hochsiedenden Alkohole und Öle in konzentriener Form mit einem
r derart niedrigen Alkoholanteil vorgesehen, daß man diese Verunreinigungen ohne Ausbeuteverlust an Alkohol entfernen kann. Es sind auch keine Maßnahmen bzw. Einrichtungen zur Wiedergewinnung des Alkoholgehaltes aus den verschiedenen Kopfströmen und Seitenströmen und für die Zurückführung eines solchen wiedergewonnenen Alkohols in den Turm für die extrahierende Destillation bei dem bekannten Verfahren vorgesehen.
Somit kann als Hauptvorteil des erfindungsgemäßen
3c Verfahrens gegenüber dem durch die FR-PS 9 75 923 gegebenen Stand der Technik die erfindungsgemäß erfolgende Konzentration von Verunreinigungen und Gewinnung des primären Alkoholprodukts daraus gesehen werden.
US-PS 25 51 593
Bei dem daraus bekannten Verfahren wird zwar ebenfalls eine extrahierende Destillation angewendet, doch liegen bei diesem bekannten Verfahren nicht die erfindungsgemäßen Verbesserungen des Gesamtdestillationsverfahrens vor. Der Produktalkohol (z. B. Äthanol), der bei dem bekannten Verfahren von dem Spitzenrektifizierungsturm 25 am Punkt 30 entnommen wird, enthält nämlich sehr große Mengen sowohl von niedrig- als auch hochsiedenden Verunreinigungen, da dort nicht die Maßnahmen gemäß der vorliegenden Erfindung angewendet werden, wobei das Produkt von dem Rektifizierungsturm 22 unterhalb der Oberseite beim Punkt 24 abgenommen wird, während eine niedrigsiedende Verunreinigungsspülung von der Oberseite am Punkt 34 und eine hochsiedende Verunreinigungsspülung von den Punkten 36 und 37 abgenommen wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden alle diese Spülströme in den Konzentrierungsturm 42 geleitet, was bei dem bekannten Verfahren nicht der Fall ist Vielmehr ist bei dem bekannten Verfahren nur eine einzige Beschickung für den Konzentrierungsturm 13 vorgesehen, nämlich der Kopfstrorn 8 von der Oberseite des Extraktionsturms 1.
Aus Fig. 1 der US-PS 25 51 593 ergibt sich ferner, daß der gesamte Äthanolgehalt der in dem typischen Überkopfstrom 8 vorhanden ist, nur als Teil des »wäßrigen azeotropischen Destillats« mit niedrigem Grad gesammelt wird (vgl. Spalte 6, Zeile 2) und offensichtlich verworfen wird. Der Alkoholgehalt geht daher verloren oder kann nur als Produkt mit niederem Grad oder als Brennstoff verwertet werden. Dagegen wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, wie sich
aus F i g. 1 ergibt, praktisch der ^esunne Alkoholgehalt. d. h. nicht nur derjenige, der in dem Überkoplstiom 41 des Extraktionsturms I \oihar.iien isi. Sonden; auen derjenige, der in den Spülströmen 34, 36 und 37 der Rektifizierungseinrichtung 22 vorhanden ist, konzen- > triert und von dem Konzentrierungsturm 42 am Punkt 57 entnommen und zu den» Beschickungsboden des Extraktionsturms 58 zurückgeführt, um eine Wiederverarbeitung und Wiedergewinnung des Alkoholgehalts als erstklassiges Produkt vorzunehmen, indem ein Durchlauf in dem Strom 21 durch die Rektifizierungseinrichtung 22 und eine Entfernung als Teil des Produktstroms 24 erfolgt.
Daher kann erfindungsgemäß eine Ausbeute an Alkohol von 96,5 bis 99% als qualitativ sehr hochwertiges Produkt erzielt werden. Dies ist nach dem Verfahren der US-PS 25 51 593 nicht möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist somit in technischer Hinsicht den Verfahren gemäß der FR-PS 9 75 923 und der US-PS 25 51 593 sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der prozentualen Alkoholmenge, die als Primärprodukt gewonnen wird, überlegen. Hinsichtlich der Wiedergewinnungsleistung und der Produktqualität können folgende Angaben gemacht werden:
a) Wiedergewinnungsleistung
Das Fließschema der FR-PS 9 75 923 (= US-PS 26 38 440) zeigt, daß die Überkopfabzüge von beiden Türmen, nämlich die organische Schicht von der Dekantierungseinrichtung 25 des ersten Turms und der Abzug des Polymeröls 18 von dem zweiten Turm, offenbar aus dem System abgenommen werden, ohne daß eine Wiedergewinnung des Alkoholgehalts erfolgt. Als Nettoergebnis wird daher, wie sich aus Spalte 4, Zeile 59 der US-F1S ergibt, nur eine Wiedergewinnung von 95% des Alkohols in der Beschickung erhalten.
Spalte 5, Zeile 16 der US-PS weist darauf hin, daß der Alkoholverlust in dem Überkopfprodukt von dem ersten Turm allein bereits 5,2% beträgt, obgleich aus Zeile 20 zu ersehen ist, daß bei Optimalbedingungen eine Verminderung auf 1% erzielt werden kann. Diese Feststellung muß aber nach den Erfahrungen der Anmelderin bezweifelt werden.
Eine ähnliche Situation liegt beim Fließschema der 4S US-PS 25 51 593 vor. Die Kopf produkte werden zwar nicht, wie beim Verfahren der US-PS 26 38 440, direkt verworfen, sondern zu einem zweiten Turm 13 geschickt, der auch als Analog zu dem erfindungsgemäß verwendeten Konzentrierungsturm für die Verunreinigungen angesehen werden kann, doch ergibt sich aus Spalte 6, Zeilen 1 bis 3 der US-PS 25 51 593, daß das Bodenprodukt des Turms i3 aus abgesireiftem Wasser besteht, da mit Ausnahme des Kopfstroms keine anderen Ströme vorliegen, die den Turm verlassen. Daraus ergibt sich aber, daß der gesamte Alkohol, der in den Turm 25 eingeleitet wird, in dem Kopfprodukt verlorengehen muß. Daraus kann geschlossen werden, daß bei dem bekannten Verfahren dieser Turm praktisch keine Vorteile bietet, und daß der Strom 18 dem Strom 17 des Verfahrens gemäß der US-PS 26 38 440 ähnlich sein muß. Dieser enthält aber eine erhebliche Menge an Alkohol. Somit erfolgt bei diesem bekannten Verfahren ein erheblicher Alkoholverlust an diesem Punkt
Demgegenüber ergibt das erfindungsgemäße Verfahren eine Wiedergewinnung des größten Teils des Alkohols in den Kopfprodukten des Extraktionsturms sowie in den verschiedenen anderen Spülströmen. Daraus ergibt sich als Nettoergebnis eine Wiedergewinnungsleistung von zwischen 96 und 99%.
b) Produktqualität
Die Produktqualität ist ungleich schwieriger zu diskutieren als die Wiedergewinnungsleistung, da nur sehr wenige Vergleichswerte vorliegen und da beide Patentschriften sich hauptsächlich mit lsopropanol befassen. Tabelle 11 der US-PS 26 38 440 beschreibt den Gehalt an Verunreinigungen (Aceton) für das Nebenstromprodukt aus der Konzentrierungskolonne als 0,08. 0,08,0,00,0,1 und 0,1% für die Versuche 4,6, 7.9 bzw. 11. Der Versuch 7 mit 0,00% könnte als ein ungewöhnlicher Fall angesehen werden, da er auf Kosten von zu hohen Kopfabzügen erzielt wurde (vgl. Tabelle I). In jedem Fall ergeben diese fünf Beispiele einen Mittelwert von etwa 0,07% Verunreinigungen. Demgegenüber zeigt Tabelle I der vorliegenden Anmeldung einen Mittelwert von nur 0,007% Verunreinigungen für die drei Beispiele.
Die Beispiele der US-PS 25 51593 nennen die Reinheit des Endprodukts nicht. Lediglich die Reinheit des verdünnten Alkohols von der Basis des Extraktionsturms wird angegeben.
Da jedoch bei diesem Verfahren in der Rektifizierungseinrichtung kein Abzug der Verunreinigungen erfolgt, kann angenommen werden, daß die Qualität der Endprodukte dieselbe ist wie an der Basis des Extraktionsturms. Beispiel 1 zeigt einen Verunreinigungswert (bezogen auf lsopropanol) von 0,1% an. Die weiteren Beispiele sind zwar nicht spezifisch, zeigen jedoch Verunreinigungsgrade von »nicht feststellbar« bis »keine nennenswerten Mengen feststellbar«. In Spalte 11, Zeile 11 wird das Ergebnis der extraktiven Destillation eines Äthanolbeschickungsstroms angegeben. Es wird eine Reinheit des Bodenprodukts von 99,5% angezeigt. Da dies auf wasserfreier Basis angegeben ist, sind die restlichen 0,5% Verunreinigungen. Dieser Verunreinigungsgrad ist aber noch erheblich höher als bei dem erstgenannten bekannten Verfahren, so daß das erfindungsgemäße Verfahren diesem Verfahren gegenüber noch günstiger ist.
Dazu kommt noch, daß bei dem Verfahren gemäß der US-PS 25 51 593 keine Abzüge von Kopf produkten oder ölen aus dem Rektifizierungsturm erfolgen. Es besteht daher keine Möglichkeit, den Alkohol weiter zu reinigen, nachdem erden Extraktionsturm verlassen hat. Gerade diese Maßnahmen werden aber bei dem erfindungsgemäßen Verfahren angewendet, so daß sich hieraus möglicherweise die höhere Reinheit der erfindungsgemäß erhaltenen Produkte erklärt.
Nachstehend soll das Verfahren der Erfindung an
Hand dci Figuren iiäiici eriäUiert werden. Es Zeigt
F i g. 1 ein Fließschema, das eine zur Gewinnung von Äthanol angewandte spezifische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens darstellt,
F i g. 2 ein Fließschema, das eine Abänderung des in F i g. 1 gezeigten Verfahrens darstellt.
Bei dem Verfahren der Erfindung ist eine Dreiturmoder Dreisäulen-Destillationsanlage vorgesehen, die aus einem Extraktionsdestillationsturm, einem Rektifizierungs- oder Alkoholkonzentrierungsturm und einem Konzentrierungsturm zur Konzentrierung der Verunreinigungen besteht. Diese üben die folgenden Funktionen aus:
1. Der rohe Alkohol wird in die Mitte des Extraktionsdestillationsturms eingespeist. Der Kopf des Turms wird mit Wasser beschickt. Der Turm wird so
betrieben, daß er die Hauptmenge der Verunreinigungen in einem vom Kopf abgenommenen Dampfstrom entfernt. Vom Boden des Turms wird ein Alkohol-Wasser-Gemisch mit Alkoholkonzentrationen von etwa 5 bis etwa 10 Gewichtsprozent entnommen, das nur noch geringe Mengen oder Spuren von Verunreinigungen enthält.
2. Das von dem Extraktionsdestillationsturm abgenommene Bodenprodukt wird einem Rektifizierungsturm zugeführt, der den gewünschten Alkohol vom Wasser abtrennt. Vom Kopf de:s Rektifizierungsturms wird konzentrierter und gereinigter Alkohol abgenommen. Vom Boden dieses Turms wird Wasser entfernt, welches entweder verworfen oder in den Extraktionsdestillationsturm zurückgeführt werden kann. Vom Kopf des Rektifizierungsturms wird ein Reinigungsstrom, der niedersiedende Verunreinigungen enthält, entfernt. Von einem Zwischenabschnitt des Rektifizierungsturms werden ein oder mehrere Reinigungsströme entfernt.
3. Das KoDfprodukt aus dem Extraktionsdestillationsturm und die verschiedenen Reinigungsströme aus dem Rektifizierungsturm werden in den Konzentrierungsturm überführt. In diesem erfolgt die Konzentrierung der Verunreinigungen. Der Turm wird so betrieben, daß von einem oberen Teil des Turms ein Alkoholstrom abgenommen wird, der zurückgeführt und mit der rohen Beschickung für den Extraktionsdestillationsturm vereinigt wird. Die niedersiedenden Verunreinigungen werden als Kopfprodukt gewonnen. Die hochsiedenden Verunreinigungen fallen am unteren Teil des Konzentrierungsturms an. Vom Boden des Konzentrierungsturms wird auch das abgetrennte Wasser abgezogen und verworfen oder in den ExtraktionsdestilSationsturm zurückgeführt.
Die Erfindung wird nachstehend in Zusammenhang mit der Gewinnung von Äthanol näher erläutert. Die vorliegende Erfindung ist aber gleichfalls auf die Gewinnung von Methanol, n-Propanol oder Isopropanol anwendbar.
In F i g. 1 stellt der erste Turm 10 den Extraktionsdestillationsturm dar. Dem Turm 10 wird an seinem Mittelabschnitt durch die Leitung 11 eine rohe. Äthanol enthaltende Beschickung zugeführt. Diese wird beispielsweise durch Fermentation erhalten oder sie stellt synthetisch erhaltenen rohen Alkohol dar. Bei der Aufarbeitung von durch Gärung enthaltenem Äthanol muß naturgemäß das Fermentationsgemisch zunächst einem herkömmlichen Vorturm oder Bierdestillierapparat (hier nicht gezeigt) zugeführt werden, in welchem der Alkohol und die flüchtigen Verunreinigungen von dem Korn oder den Feststoffen der Melasse, den Hefezellen und den anderen Bestandteilen des Brauansatzes abgetrieben werden. Das vom Vorturm entnommene Kopfprodukt wird dann dem Turm 10 durch die Leitung 11 zugeführt.
Am Kopf des Turms 10 wird durch die Leitung 12 Extraktionswasser zugeführt. Als Extraktionswasser wird hauptsächlich der zurückgeführte Strom verwendet, der auf die nachstehend beschriebene Weise erhalten wird. An der Basis des Turms 10 wird durch einen Wärmeaustauscher oder einen Aufwärmer 16 einem Teil des Bodenstroms, der durch die Leitungen 14 und 15 in die Basis des Turms zurückläuft. Wärme zugeführt. Der Wärmeaustauscher 16 wird durch die Leitung 17 mit Dampf beschickt der in direktem Wärmeaustausch mit dem umgeführten Bodenstrom steht. Der Turm 10 kann naturgemäß auch durch direktes Einleiten von Dampf an der Basis des Turms 10 beheitzt werden.
Die Menge des durch die Leitung 12 im Kopf des Turms 10 zugeführten Extraktionswassers und die Wärmezufuhr an der Basis des Turms 10 müssen so ausreichend bemessen sein, daß praktisch alle Verunreinigungen, nämlich sowohl die nieder siedenden als auch die höher siedenden, vom Kopt des Turms 10 durch die Leitung 18 abgenommen werden können. Durch die Gegenwart des Wassers in dem System werden die
"o normalen Flüchtigkeiten der verschiedenen Komponenten in bekannter Weise verändert, so daß die Verunreinigungen mit Siedepunkten oberhalb desjenigen des Äthanols am Kopf zusammen mit den nieder siedenden Verunreinigungen abdestilliert werden. Zur Erzielung der gewünschten Entfernung des Haupteils der Verunreinigungen am Kopf des Turms werden die relativen Mengen der Beschickung, des Extraktionswassers und der an der Basis des Turms zugeführten Wärme so einreguliert, daß durch die Leitung 14 eine verdünnte
ίο wäßrige Alkohollösung entnommen wird, in der nur noch wenig bzw. Spuren von Verunreinigungen vorliegen und die etwa 5 Gewichtsprozent bis etwa 10 Gewichtsprozent Alkohol enthält. Ein derartiger Alkoholgehalt ist für die Gewinnung eines Äthanolend-
2S produkts mit dem gewünschten Reinheitsgrad in einer nachfolgenden Verfahrensstufe vereinbar.
Der nicht umgeführte Teil des von der Basis des Turms 10 entnommenen Alkoholstroms wird durch die Leitung 14 mittels der Pumpe 13 und der Leitung 21 einem unteren Boden eines Rektifizierungsturms 22 zugeführt. In die Basis des Turms 22 wird direkt durch die Leitung 23 Dampf eingeleitet, um das in den Turm 22 mit überführte Wasser der Beschickung abzutrennen. Die Zeichnung zeigt zwar die direkte Einleitung von Dampf, doch kann zur Erzielung des gewünschten Trenneffekts die Basis des Turms 22 auch indirekt beheizt werden. Der abgetrennte Alkohol wird dann in dem Turm 22 auf die gewünschte Konzentration (die dem Azeotrop Äthanol-Wasser nahekommt) konzentriert. Durch die in der Nähe des Kopfes des Turms 22 angebrachte Leitung 24 wird konzentrierter Äthanol mit hoher Reinheit als Endprodukt entnommen. Dieser stellt das fertige Produkt des Verfahrens der Erfindung dar.
Eine Zone zur Konzentrierung von flüchtigen Fraktionen in dem Turm 22 oberhalb des Punkts der Entnahme des Äthanols durch die Leitung 24 ermöglicht die Ansammlung und Entfernung bei niedrigen Konzentrationen der nieder siedenden flüchtigeren Verunreinigungen oder »Kopfprodukte« vom Kopf des Turms 22 durch die Leitung 26. Die durch die Leitung 26 abgenommenen Dämpfe werden in einem durch die Leitung 2» mit Kühlwasser beschickten Kondensator 27 kondensiert. Das Kondensat fließt durch die Leitung 29 in den Kopf des Turms 22 zurück. Die unkondensierten flüchtigen Verunreinigungen werden durch die Leitung 31 aus dem Kondensator 27 entfernt und einem Abzugskondensator 32 zugeführt der durch die Leitung 30 entweder mit Kühlwasser oder einem Kühlmittel beschickt wird, je nachdem, wieweit man die flüchtigeren Verunreinigungen, wie Diäthyläther und Acetaldehyd (oder andere Verunreinigungen, wie Dimethyläther. Formaldehyd, Aceton bei anderen Alkoholgewinnungsanlagen) wiedergewinnen will. Das Kondensat aus dem Abzugskondensator 32 kann teilweise durch die mit der Leitung 29 in Verbindung stehende Leitung 33 in den Turm 22 zurückfließen. Der Rest jedoch wird als Reinigungsstrom durch die Leitung 34 zur weiteren
Behandlung, wie sie unten beschrieben wird, abgenommen. In manchen Fällen kann mr.n auf den Abzugskondensator 32 verzichten. In diesem Fall wird ein Teil des Kondensatstroms in der Leitung 29 als Reinigungsstrom entnommen. Durch die kontinuierlich und vorzugsweise stetig erfolgende Entfernung des Reinigungsstroms wird verhindert, daß sich die flüchtigen oder niedriger siedenden Verunreinigungen im nennenswerten Ausmaß an dem Punkt des Turms 22, wo der Äthanolstrom 24 entnommen wird, ansammeln. Dadurch kann durch die Leitung 24 Äthanol mit einer sehr geringen Konzentration an flüchtigen Verunreinigungen, die nur wenige ppm ausmachen, erhalten werden.
Das abgetrennte Wasser wird vom Boden des Turms 22 durch die Leitung 19 abgenommen und durch die Pumpe 20 auf dem Weg über die Leitung 12 in den Kopf des Turms 10 zurückgeleitet. Ein Teil des entnommenen Wassers wird durch die Leitung 25 abgelassen und verworfen.
Zusätzlich zu dem Reinigungsstiom, der durch die Leitung 34 am Kopf von dem Rektifizierturm 22 entnommen wird, werden gleichfalls ein oder mehrere Zwischenreinigungsströme, die höher siedende Verunreinigungen enthalten, von einem Mittelabschnitt des Turms 22 zwischen der Zufuhrleitung 21 und der Leitung 24 für die Entnahme des Äthanols abgeführt. Die geeigneten Entnahmepunkte des Reinigungsstroms der höher siedenden Verunreinigungen können in bekannter Weise durch Berechnungen der jeweiligen Bodenzusammensetzung gewählt werden, um im Turm 22 die Akkumulierungspunkte der höher siedenden Verunreinigungen einschließlich der aus diesen höher siedenden Verunreinigungen mit Wasser gebildeten Azeotrope zu bestimmen. Für solche höher siedenden Verunreinigungen sind höhere Alkohole, wie Butyl- und Amylalkohole, sowie verschiedene Aldehyde, Ketone, Ester und Kohlenwasserstoffe typisch. Da sich die verschiedenen höher siedenden Verunreinigungen in dem Turm 22 an verschiedenen Zwischenboden konzentrieren können, wird die Abnahme mehrerer Reinigungsströme bevorzugt, damit die Entfernung dieser Verunreinigungen kontinuierlich und vorzugsweise mit stetigen Geschwindigkeiten gewährleistet wird und eine Akkumulierung dieser Stoffe vermieden werden kann.
In F i g. 1 ist die Abnahme dieser Reinigungsströme der höher siedenden Verunreinigungen von zwei verschiedenen Böden des Turms 22 durch die Leitung 36 und durch die Leitung 37, die sich mit der Leitung 36 vereinigt, veranschaulicht. Dadurch, daß auf diese Weise die Akkumulierung der höher siedenden Verunreinigungen in dem Turm 22 vermieden wird, werden die Mengen dieser Verunreinigungen, die in dem Turm 22 in die Gegend der Entnahmeleitung 24 für das Äthanol gezwungen werden, auf einem Minimum gehalten, so daß der durch die Leitung 24 entnommene Produktalkohol nur sehr wenig höher siedende Verunreinigungen (üblicherweise als Fuselöle bezeichnet) enthält; beispielsweise weniger als 30 ppm und in manchen Fällen nur 10 ppm.
Vorzugsweise sollte die Menge jedes durch die Leitungen 34 und 36 entnommenen Reinigungsstroms etwa 0.1 bis etwa 5 Gewichtsprozent des aus der Leitung 24 abgenommenen Äthanolstroms betragen.
Der oben durch die Leitung 18 vom Kopf des Extraktionsdestillationsturms 10 abgenommene Strom aus den Verunreinigungen, der sowohl die nieder siedenden als auch die höher siedenden Verunreinigungen enthält, wird in einem durch die Leitung 39 mil Kühlwasser versorgten Kondensator 38 kondensiert Das anfallende Kondensat strömt durch die Leitung 41 und wird in den unteren Teil des Konzentrierungsturm! 42 eingespeist. Gleichermaßen werden die mehrerer Reinigungsströme der höher siedenden Verunreinigungen von dem Turm 22 durch die Leitung 36 dem unterer Teil des Turms 42 zugeführt Darüber hinaus wird der von dem Turm 42 entnommene obere Reinigungsstrom
ίο der die nieder siedenden Verunreinigungen enthält durch die Leitung 34 in den oberen Teil des Turms 42 eingebracht. Der Basis des Turms 42 wird durch die Leitung 43 Dampf direkt zugeführt. Wie bei den Türmen 10 und 22 kann jedoch die Basis des Turms 42 auch aul indirekte Weise erhitzt werden. Der Betrieb des Turms 42 wird so reguliert, daß das Äthanol und die Verunreinigungen von dem Wassergehalt der verschiedenen, dem Turm zugeführten Beschickungen abgetrennt werden, so daß von der Basis des Turms 42 durch die Leitung 44 praktisch alkoholfreies Wasser entnommen und verworfen werden kann. Gewünschtenfalls kann das ganze abgezogene Wasser oder ein Teil desselben, wie wie durch die gestrichelte Leitung 45 gezeigt, zur Leitung 12 zurückgeführt werden und dann in den Turm 10 zui ückgeleitet werden.
In dem Turm 42 werden die flüchtigeren oder nieder siedenden Verunreinigungen als Kopfprodukte in der Nähe des Kopfes des Turms konzentriert und oben durch die Leitung 46 entfernt und in einen durch die Leitung 48 mit Kühlwasser versehenen Kondensator 47 überführt. Das erhaltene Kondensat fließt durch die Leitung 49 in den Kopf des Turms 42 zurück. Die nicht kondensierten Bestandteile des aus dem Turm 42 abgenommenen Stroms werden von dem Kondensator 47 durch die Leitung 51 zu einem Auslaßkondensator 52 geleitet. Dieser wird durch die Leitung 43 entweder mit Kühlwasser oder einem geeigneten Kühlmittel versorgt, je nachdem, ob die flüchtigeren Verunreinigungen, die vorstehend bereits im Zusammenhang mit der Behandlung des Kopfprodukts des Turms 22 beschrieben wurden, gewonnen werden sollen oder nicht. Das Kondensat des Auslaßkondensators 52 wird durch die Leitung 54 abgenommen und kann gewünschtenfalls teilweise mit dem Rückfluß von der Leitung 49, der dem Kopf der Säule 42 zugeführt wird, kombiniert werden. Der Rest dieses Kondensats wird durch die Leitung 56 als Kopfnebenprodukt entnommen. Auch bei diesem Turm kann man in manchen Fällen auf den Auslaßkondensator 52 verzichten. In diesem Fall kann ein Teil des Kondensats in der Leitung 49 als Kopfnebenprodukt entnommen werden.
Der Äthanolgehalt der verschiedenen dem Turm 42 zugeführten Verunreinigungsströme konzentriert sich in dem oberen Teil des Turms 42 und wird durch die Leitung 57 entnommen. Dieser Strom wird mittels der Pumpe 50 und der Leitung 55 in die Zufuhrleitung 11 zurückgeführt und wird auf diese Weise mit der rohen Alkoholbeschickung vereinigt und zur Gewinnung seines Alkoholgehalts und zur erneuten Abtrennung der Verunreinigungen daraus in den Extraktionsdestillationsturm 10 zurückgeleitet. Vorzugsweise sollte der durch die Leitungen 57 und 55 zurückgeführte Alkoholstrom etwa 60 Gewichtsprozent bis etwa 90 Gewichtsprozent Äthanol enthalten und mindestens
80 Gewichtsprozent des Äthanolgehalts der gesamten Äthanol enthaltenden Ströme, die in den Turm 42 eingespeist werden, bilden.
Im Turm 42 konzentrieren sich die höher siedenden
Verunreinigungen in einem Zwischenabschnitt des Turms, der zwischen dem Zugabepunk: des Hauptverunreinigungsstroms, der durch die Leitung 41 eingebracht wird, und dem Punkt der Entfernung des umzuführenden Äthanolstroms durch die Leitung 57 s liegt. Diese Verunreinigungen werden vorzugsweise von mehreren Abschnitten des Turms, z. B. durch die Leitung 58 und 59, die sich mit der Leitung 58 vereinigt, abgenommen. Die Konzentration der höher siedenden Verunreinigungen in dem vereinigten Strom, der durch die Leitung 48 entnommen wird, ist genügend hoch, daß der vereinigte Reinigungsstrom einem hier nicht gezeigten Wäscher zugeführt werden kann und dort mit überschüssigem Wasser oder einer wäßrigen Salzlösung in Kontakt gebracht werden kann. Die höher siedenden 1S Verunreinigungen, die aus Alkoholen, Estern, Aldehyden, Ketonen und Kohlenwasserstoffen bestehen, sind in dem Waschwasser oder der Salzlösung unlöslich und scheinen als eine ölartige Schicht ab. Diese kann abdekantiert werden und verworfen oder zur Gewin- ao nung von Nebenprodukten weiter aufgearbeitet werden. Die Wasserschicht von der Dekantierung wird in den Extraktionsdestillationsturm 10 zur Gewinnung des darin enthaltenen Alkohols und zur erneuten Abtrennung jeglicher darin gelöster Verunreinigungen zurück- a5 befördert.
Wie bereits beschrieben, kann entweder das abgetrennte Wasser, das von dem Boden des Rektifizierungsturms 22 durch die Leitung 19 abgenommen wird, oder das abgetrennte Wasser, das vom Boden des Konzentrierungsturms 22 durch die Leitung 44 abgenommen wird, oder beide Ströme durch die Leitung 12 und hierauf zum Kopf des Extraktionsdestillationsturms 10 zurückgeführt werden. Die Temperatur dieser umgeführten Wasserströme kann durch geeignete, hier nicht gezeigte. Kühl- oder Heizeinrichtungen so eingestellt werden, daß in dem Turm 10 ein maximaler Extraktionseffekt mit einem minimalen, von einer internen direkten Kontaktkondensation herrührenden Rektifierungseffekt erzielt wird. Beispielsweise kann 4< > das umgeführte Wasser, wenn notwendig, auf Temperaturen von etwa 5° F bis etwa 500F unterhalb der Sättigungstemperatur des Wasserdampfes bei dem am Kopf des Extraktionsdestillationsturms 10 herrschenden Druck eingestellt werden; vorzugsweise von etwa 10°F bis etwa 30° F unterhalb dieses Wertes.
Es hat sich gezeigt, daß mittels des oben beschriebenen mehrstufigen Destillationssystems durch die Leitung 24 ein Athanolprodukt mit einem niedrigeren Gehalt an Verunreinigungen als es bisher bei Verwendung bekannter Alkoholdestillations- und Raffinierungsanlagen wie des Barbet-Verfahrens möglich war, erhalten werden kann. Überdies werden diese Ergebnisse bei einem wesentlici. niedrigeren Dampfverbrauch als bei herkömmlichen Systemen erzielt. Die oben beschriebenen Grundzüge sind auch auf die Behandlung anderer Ausgangsprodukte zur Gewinnung anderer wasserlöslicher, gesättigter, aliphatischer Alkohole, nämlich Methanol und der Propanole, geeignet.
In F i g. 2 ist eine weitere Gestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Diese benutzt dasselbe allgemeine Fließschema wie gemäß Fig. 1, doch werden die einzelnen Türme bei verschiedenen Drücken betrieben, so daß die thermische Energie von einem oder mehreren Türmen, die normalerweise in den wassergekühlten kopfkondensatoren verlorengeht, verwertet werden kann und zur Belieferung eines oder mehrerer restlicher Türme mit Wärme dienen kann. Die Teile der Fig. 2, die denjenigen der Fig. 1 entsprechen, sind durch die gleichen Bezugszahlen angegeben. Nachstehend werden nur diejenigen Merkmaie des Systems der Fig. 2, die sich von dem System gemäß Fig. 1 unterscheiden, genauer beschrieben.
In der F i g. 1 wird jeder der Türme 10, 22 und 42 praktisch bei Normaldruck betrieben. In der Verfahrensweise nach Fig. 2 erfolgt jedoch der Betrieb des Extraktionsdestiliationsturms 10 und des Konzentrierungsturms 42 bei erhöhten Drücken von etwa 1,76 bis 7,03 kg/cm2. Der Rektifizierturm 22 wird praktisch bei Normaldruck betrieben. Auf Grund dieser Differenz tier Betriebsdrücke können die von dem Extraktionsdestillationsturm und dem Konzentrierungsturm am Kopf abgenommenen Dämpfe in Aufwärmern an der Basis des Rektifizierungsturm, der normalerweise eine größere Wärmezufuhr benötigt und daher im System gemäß F i g. 1 für den größten Dampfverbrauch verantwortlich ist, kondensiert werden.
Aus Fi g. 2 wird ersichtlich, daß der obere Verunreinigungsstrom von dem Turm 10 durch die Leitung 70 abgenommen und durch einen Aufwärmer oder Wärmeaustauscher 71 geleitet wird. Der Wärmeaustauscher ist der Basis des Rektifizierungsturms 22 benachbart angeordnet. Der Strom kommt in indirekten Wärmeaustausch mit einem Teil des Bodenstroms, der von der Basis des Turms 22 durch die Leitung 19 abgenommen wird. Dieser Teil wird durch die Leitung 19 über die Leitung 72 und den Aufwärmer 71 umgeführt und hierauf in den unteren Teil des Turms 22 zurückgeleitet. Der Wärmegehalt des oberen Stroms der Verunreinigungen bei erhöhtem Druck in der Leitung 70 bewirkt die Erwärmung des durch die Leitung 72 umgeführten Bodenstroms und der erhaltene kondensierte Strom der Verunreinigungen wird von dem Aufwärmer 71 durch die Pumpe 75 durch die Leitung 73 in den unteren Teil des Konzentrierungsturms 42 überführt.
In ähnlicher Weise wird der obere Strom der nieder siedenden Verunreinigungen vom Turm 42 bei erhöhtem Druck durch die Leitung 74 entnommen und durch einen weiteren Aufwärmer an der Basis des Turms 22 im indirekten Wärmeaustausch mit einem anderen Teil des vom Boden des Turms 22 abgenommenen Stroms geleitet. Dieser Teil des abgenommenen Stroms wird von der Leitung 19 durch die Leitung 77 und den Aufwärmer 76 umgeführt und dann in die Basis des Turms 22 zurückgeleitet. Somit wird die in den auf erhöhtem Druck befindlichen oberen Strömen der Türme 10 und 42 enthaltene Wärme als Quelle für thermische Energie für den Rektifizierungsturm 22 verwendet, an Stelle daß man, wie in der Anlage gemäß Fig. 1, den Turm 22 durch gesonderte Dampfzufuhr heizt. Der kondensierte obere Strom wird von dem Aufwärmer 76 durch die Pumpe 80 durch die Leitung 78 umgeführt und dann zum Teil als Rückfluß in den Kopf des Turms 42 zurückgeleitet. Der restliche Teil dieses Stroms wird durch die Leitung 79 als Kopfnebenprodukt entnommen.
Zusätzlich zu der im Zusammenhang mit Fig. 2 beschriebenen Betriebsführung kann auch nach anderen Variationen gearbeitet werden. So kann man beispielsweise den Extraktionsdestillationsturm 10 und den Turm 42 praktisch bei Atmosphärendruck betreiben, während man den Rektifizierungsturm 22 im Vakuum betreibt. Naturgemäß können die Türme 10 und 42 auch bei Überdruck und der Turm 22 im Vakuum betrieben werden. Andererseits kann der Rektifizierungsturm 22
bei erhöhtem Druck betrieben werden, während die Türme 10 und 42 bei Normal- oder Unterdruck betrieben werden, so daß der Wärmegehalt des oberen Stroms des Rektifizierungsturms zur Beheizung der Aufwärmer, die an den Basen der Türme 10 und 42 vorgesehen sind, verwendet werden kann. Als weitere Alternative können die drei Türme bei stufenweise unterschiedlichen Drücken betrieben werden, die sich von Überdruck zu Atmosphärendruck zu Unterdruck oder Vakuum erstrecken, so daß die am Kopf abgenommenen Dämpfe des Turms mit dem Höchstdruck dazu herangezogen werden können, den Aufwärmer für den Turm mit dem nächst niedrigsten Druck zu erhitzen. Die am Kopf dieses Turms abgenommenen Dämpfe werden nun wiederum dazu verwendet, den Aufwärmer des dritten Turms zu beheizen. Es ergibt sich jedoch gewöhnlich, daß der Turm 42 die geringste Wärmezufuhr und der Rektifizierungsturm 22 die größte Wärmezufuhr benötigt. Somit diktiert das normale Gleichgewicht der Wärmeerfordernisse in diesem Dreiturmsystem die Anwendung des im Zusammenhang mit F i g. 2 beschriebenen Zweidrucksystems. Bei diesem werden annähernd die Wärmeerfordernisse des Rektifizierungsturms 22 ungefähr mit den gesamten Wärmeerfordernissen des Extraktionsdestillationsturms 10 und des Turms 42 ins Gleichgewicht gesetzt.
In den Ausführungsformen gemäß F i g. 1 und 2 und in den entsprechenden Variationen ergeben sich weitere Möglichkeiten dadurch, daß man die Flüssigkeitszufuhr in den Kopf des Extraktionsdestillationsturms 10 variiert. So kann der Turm 10, wie es in F i g. 1 durch die ausgezogenen Linien gezeigt ist, nur mit Extraktionswasser, das durch die Leitung 12 dem Kopf dieses Turms zugeführt wird, betrieben werden. In diesem Fall enthalten die durch die Leitung 18 abgenommenen Dämpfe des Kopfprodukts praktisch alle Verunreinigungen und einen beträchtlichen Anteil des Alkohols der anfänglichen Beschickung. Diese Dämpfe werden zu einem wäßrigen Kondensat mit niedrigen Konzentrationen an Alkohol und Verunreinigungen kondensiert. Diese Tatsache bedeutet eine wesentliche Belastung des Turms 42. Als Alternativmöglichkeit kann es in manchen Fällen erwünscht sein, etwas von dem Kopfkondensat aus dem Kondensator 38, als Rückfluß in den Kopf des Turms 10, zusammen mit dem durch die Leitung 12 zugeführten Extraktionswasser zurückzuleiten. Dies kann durch die gestrichelt dargestellte Leitung 81 geschehen. Jedoch muß die am Kopf des Turms 10 erhaltene Wasserkonzentration so bemessen sein, daß die zu entfernenden Verunreinigungen eine größere relative Flüchtigkeit als Äthanol oder die anderen zu gewinnenden Alkohole besitzen. Das Ergebnis davon ist, daß die in dem Kondensator 38 kondensierten Dämpfe ein Kondensat mit höherer Konzentration an Alkohol und Verunreinigungen ergeben, so daß durch die Leitung 41 dem Turm 42 ein kleinerer Strom zugeführt werden kann, wodurch die erforderliche Größe und der Wärmebedarf des Turms 42 verringert werden kann. Der Ausgleich hierfür ist jedoch die Tatsache, daß die Wärmeerfordernisse des Extraktionsdestillationsturms 10 erhöht werden können, da wegen des stattfindenden Rückflusses für die Abtrennung eine erhöhte Wärmemenge erforderlich ist. Die optimale Wahl zwischen einem Betrieb des Extraktionsdestillationsturms 10 ohne oder mit Rückfluß hängt von einem wirtschaftlichen Ausgleich zwischen den Einrichtungskosten und dem DamDfverbrauch ab.
Die vorstehend beschriebenen Türme 10, 22 und 42 können herkömmliche Destillationstürme vom Sieboder Plattentyp sein. Es können aber auch gepackte Türme u. dgl. eingesetzt werden. In den beiden Fließschemen wurden darüber hinaus nur einzelne der wichtigeren Pumpen eingezeichnet
Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert.
Beispiel 1
ίο Zur Gewinnung von Äthanol aus Getreide wird die Anlage gemäß F i g. 1 eingesetzt Der rohe, verdünnte Alkohol mit einem Alkoholgehalt von ungefähr 75 Gewichtsprozent, der von einem Vorturm, herkommt, wird in den Extraktionsdestillationsturm 10 an einem Mittelabschnitt mit einer Geschwindigkeit von annähernd 68 1 pro Minute zugeführt. Durch die Leitung 12 wird bei einer kontrollierten Temperatur von ungefähr 84° C dem obersten Boden des Extraktionsdestillationsturms 10 Extraktionswasser von der Basis des
ao Rektifizierungsturms 22 eingespeist. Die Zuführungsgeschwindigkeit ist so bemessen, daß durch die Leitung 14 wäßriger Alkohol mit einem Gehalt von etwa 8 Gewichtsprozent Alkohol entnommen werden kann. Bei den im gesamten Turm 10 vorliegenden niedrigen
*5 Aikoholkonzentrationen übersteigen die relativen Flüchtigkeiten der Verunreinigungen der zugeführten Beschickung diejenige des Äthanols, so daß diese Verunreinigungen zum Kopf des Turms 10 befördert werden und in der Leitung 41 als kondensierte wäßrige Alkohollösung mit einem Alkoholgehalt von ungefähr 18 Gewichtsprozent abgenommen werden.
Die wäßrige Alkohollösung, die vom Boden des Extraktionsdeslillationsturms 10 abströmt und die praktisch von Verunreinigungen frei ist, wird durch die Leitung 21 in in einen Zwischenboden des Rektifizierungsturms 22 überführt. Dort wird die Alkoholfraktion zu einer Konzentration von 93,85 Gewichtsprozent (Kp. 88,89°C) rektifiziert und durch die Leitung 24 sechs Böden unterhalb des obersten Bodens des Turms 22 als Äthanolprodukt abgenommen. Der Turm 22 wird oberhalb dieses Abnahmepunkts praktisch bei totalem Rückfluß (90 : 1) betrieben. Irgendwelche niedersiedenden Verunreinigungen, die aus der Basis des Extraktionsdestillationsturms 10 ausgesickert sein können, konzentrieren sich in den oberen Böden des Rektifizierungsturms 22 und werden aus dem System als Kopfprodukt durch die Leitung 34 in einer Menge von 2,271 etwa pro Minute entnommen. Spurenweise vorhandene Mengen höher siedender Verunreinigungen, die gleichfalls vom Sumpf des Extraktionsdestillationsturms ausgesickert sein können (beispielsweise höhere Alkohole) konzentrieren sich infolge ihres nicht idealen Verhaltens in der Nähe und oberhalb der Zufuhrzone des Turms 22 und werden von dem System in wäßriger alkoholischer Lösung bei mehreren Abnahmepunkten, wie bei den Leitungen 36 und 37. entfernt. Die Gesamtmenge dieser Abnahme beträgt etwa 5,7 I pro Min. einer Lösung, die annähernd 62 Gewichtsprozent Alkohol enthält. Von der Basis des Turms 22 wird Wasser abgenommen, das weniger als etwa 0,02 Gewichtsprozent Alkohol enthält. Dieses wird durch die Leitungen 19 und 22 in den obersten Boden des Turms 10 zurückgeleitet.
Die Abnahmen der hoch siedenden Verunreinigungen aus den Leitungen 36 und 37 werden einem Mittelabschnitt des Turms 42 zugeführt. Das Kopfkondensat aus ι m Extraktionsdestillaüonsturm 10, das die Hauptmenge der Verunreinigungen der ursprünglichen Beschik-
kung enthält, wird gleichfalls durch die Leitung 41 einem Zwischenboden des Turms 42 zugeführt. Der Kopfstrom aus dem Rektifizierungsturm 22 wird ebenfalls in Jen Turm 42 durch die Leitung 34 gegeben, wird jedoch dem Turm wegen seines höheren Alkoholgehalts an einem höheren Boden zugeführt. Bei einem Rückflußverhältnis von etwa 50 :1 konzentrieren sich im Turm 42 in Kopf die nieder siedenden Verunreinigungen, beispielsweise der Diäthyläther oder der Acetaldehyd. Diese werden aus dem System am Kopf durch die Leitung 56 in einer Menge von etwa 0,4 I pro Min. und mit einem Alkoholgehalt von etwa 91 Gewichtsprozent entnommen. Abgesehen von den unausweichlichen, aber geringeren Verlusten sowohl des Rektifizierungsturms 22 und des Turms 42 stellt dieser Kopfabnahmestrom 56 den einzigen nennenswerten Alkoholverlust des Systems dar. Der Rest des in den Turm 42 eingespeisten Alkohols wird als 85gewichtsprozentige Lösung in Wasser (die weitgehend von Verunreinigungen frei ist) abgenommen und durch die Leitung 57 zur weiteren Aufkonzentrierung in den Extraktionsdestillationsturm 10 zurückgeführt. Das in dem System zurückbleibende Nettowasser wird von der Basis des Turms 42 durch die Leitung 44 verworfen. Dieses enthält nicht mehr als etwa 0,02 Gewichtsprozent Alkohol.
Auf Grund ihrer im Vergleich zu Wasser hohen Flüchtigkeiten und ihrer im Vergleich zu konzentrierten Äthanollösungen niedrigeren Flüchtigkeiten konzentrieren sich die höher siedenden Verunreinigungen, z. B. die Butyl- und Amylalkohole, an einem Abschnitt des Turms 42, der etwas oberhalb der Primärzufuhr, d. h. de.· Leitung 41 liegt. Die genannten Verunreinigungen werden kontinuierlich aus dem Turm 42 durch die mehrfachen seitlichen Abnahmeleitungen 58 und 59 als alkoholische Lösung in Wasser entnommen. Dabei werden sowohl die Stelle als auch die Menge der Abnahmepunkte so bemessen, daß nach Verdünnung mit Wasser in einem ölwäscher das Gemisch sich in zwei flüssige Phasen auftrennt. Die obere Phase, die die Verunreinigungen enthält, wird aus dem System als ein nicht mehr als etwa 8 Gewichtsprozent enthaltendes öl entfernt. Die untere Phase, die den Rest des Alkohols enthält, stellt eine verdünnte, wäßrige Lösung dar und wird zur Aufarbeitung zusammen mit der löslichen Fraktion der Verunreinigungen des Zuführstroms in den Ex traktionsdestillationsturm 10 wieder zurückgeleitet.
Sämtliche drei Türme, die praktisch bei Normaldruck betrieben werden, werden direkt mit Dampf beheizt. Die Anlage liefert bei diesen Bedingungen eine 98,5%ige Alkoholausbeute bei einem Dampfverbrauch von etwa 5,5 kg pro 1 Alkohol mit einem Kp. von 88,89° C.
Beispiel 2
Die Anlage nach dem Schema der Fig. 1 wild zur Gewinnung von Äthylalkohol aus Zuckerrohrmelassen eingesetzt. Die Anlage arbeitet unter praktisch den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß die Zugabegeschwindigkeit der Beschikkung in den Extraktionsdestillationsturm 10 etwa 11,3 I
Tabelle I
pro Min. beträgt, und daß alle anderen Fließgeschwindigkeiten mit Ausnahme des Dampfes entsprechend verringert sind. Das durch die Leitung 24 aus dem Turm 22 entnommene Alkoholprodukt enthält 94,58 Gewichtsprozent Äthanol. Die Anlage liefert eine Alkoholausbeute von 96,5% als hochwertiger Alkohol bei einem Dampfverbrauch von etwa 6,3 kg pro ! Alkohol mit einem Kp. von 88,89° C.
Beispiel 3
Bei der Synthese von Äthylaikohol aus Äthylen wird roher Alkohol gewonnen, der etwa 12 Gewichtsprozent Äthanol und Spuren von Verunreinigungen enthält. Das Rohprodukt wird in der Anlage gemäß Fig. 2 aufgearbeitet.
Der unreine wäßrige Alkohol, der bei der Synthese anfällt, wird einem Extraktionsdestillationsturm 10 an einem Zwischenboden in einer Geschwindigkeit von annähernd 1137 1 pro Min. zugeführt. Extraktionswasser aus der Basis des Rektifizierungsturms 22 wird dem
ao obersten Boden des Turms 10 mit einer hinreichend hohen Geschwindigkeit zugeführt, daß durch die Leitung 14 wäßriger Alkohol mit etwa 8 Gewichtsprozent Alkohol entnommen werden kann. Der Betrieb des Turms erfolgt entsprechend den Beispielen 1 und 2 mit
a5 der Ausnahme, daß der Betriebsdruck auf etwa 5,3 kg/cm2 gehalten wird. Der am Kopf abgenommene Dampf, der praktisch alle Verunreinigungen enthält, wird durch die Leitung 70 entfernt und bei dem genannten Druck in dem Aufwärmer an der Basis des Rektifizierungsturms 22 kondensiert. Auf diese Weise wird teilweise die für diesen Turm notwendige Wärmemenge zugeführt, bevor das Kondensat durch die Leitung 73 dem Turm 42 zugeführt wird.
Der Turm 42 wird bei einem Druck von etwa 7 kg/cm2 betrieben. Die am Kopf abgenommenen Dämpfe werden durch die Leitung 74 entfernt und in einem Aufwärmer 76 an dem Rektifizierungsturm 22 kondensiert. Dadurch wird im wesentlichen der Rest der für diesen Turm benötigten Wärmemenge zur Verfü-
♦° gung gestellt. Der Rektifizierungsturm 22 wird praktisch bei Normaldruck betrieben. Mit Ausnahme der indirekten Heizung (durch die Aufwärmer) an seiner Basis wird er entsprechend seinen Gegenstücken in den Beispielen 1 und 2 betrieben. Das durch die Leitung 24 aus dem Turm 22 entnommene Alkoholprodukt enthält 94,58 Gewichtsprozent Äthanol.
Wegen des extrem niedrigen Gehalts an Verunreinigungen in der Beschickung ergibt das System eine Alkoholausbeute, die 99% als hochwertiger Alkohol nahekommt. Es arbeitet mit einem Dampfverbrauch von etwa 3,0 kg pro I Alkohol mit einem Siedepunkt von 88,89°C. Diese Verbesserung des Dampfverbrauchs gegenüber den Beispielen 1 und 2 ist das Ergebnis des Betriebs mit mehreren Drücken.
In der Tabelle I sind die Konzentrationen und die Reinheit der in den Beispielen 1, 2 und 3 gewonnenen Äthanolprodukte mit den typischen Ergebnissen eines herkömmlichen Barbet-Raffinierungssystems verglichen. Tabelle II zeigt einen ähnlichen Vergleich der
Alkoholausbeute und des Dampfverhrauchs.
Herkömml.
Verfahren
Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3
Gew.-% Alkohol (15.6/15,6°C)
Acidität als Essigsäure*)
93,85
0,82
94,58
0,93
94.58
0.5
21
Tabelle I (Fortsetzung)
22
Herkömml. Beispiel I Beispiel 2 Be
Verfahren
1,6 0,27 0,48 0.3
0,8 0,09 0,45 0,1
4,0 2,9 4,13 3,0
2,0 <2,0 <2.0 1.0
30 53 44 50
Beispiel 3
Ester als Äthylacetat*) Aldehyde als Ac·, aldehyd*) Fuselöle als Isoamylalkohol*) Nicht flüchtige Stoffe*) Permanganatzeit, Minuten
*) g/1001 (max)
Tabelle II
Herkömmi.
Verfahren
Beispiel i Beispiel 2 Beispiel 3
Alkoholausbeute als hochwertiges Produkt
Dampfverbrauch (kg/1 Alkohol mit einem Kp von 7,2 88,89° C)
96,5 6,3
99 3.0
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Reinigung von gesättigten aliphatischen Alkoholen mit höchstens 3 C-Atomen, welche niedriger und höher siedende Verunreinigungen enthalten, durch die Kombination von extraktiver Destillation mit Wasser als Extraktionsmittel und anschließender Destillation, wobei man den rohen Alkohol in den Mittelteil der Kolonne der extraktiven Destillation (Kolonne 1) und Wasser als Extraktionsmittel in den oberen Teil dieser Kolonne einführt, die Hauptmenge der Verunreinigungen am Kolonnenkopf und der Alkohol als 5- bis 10%ige wäßrige Lösung am Kolonnenboden abgezogen wird, wonach der wäßrige Alkohol in den unteren Teil einer Destillationskolonne (Kolonne 2) -eingeführt wird, aus welcher als Seitenstrorn aus dem oberen Teil der gereinigte Alkohol und über Kopf niedriger siedende Verunreinigungen abgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfprodukte der Kolonnen 1 und 2 und ein oder mehrere im mittleren Teil der Kolonne 2 entnommene Seitenströme einer weiteren Destillierkolonne (Kolonne 3) zugeführt werden, in welcher diese derart aufgetrennt werden, daß über Kopf die leichter siedenden Verunreinigungen, als Zwischenprodukte die höher siedenden Verunreinigungen entnommen werden, und daß als Seitenstrom aus dem oberen Teil wiedergewonnener Alkohol entnommen wird, welcher in die Kolonne 1 zurückgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die niedriger siedenden Verunreinigungen von einem Überkopfstrom wiedergewinnt, der von dem dritten Destillationsturm abgenommen wird, und daß man die höher siedenden Verunreinigungen von mindestens einem Strom gewinnt, welcher von einem Zwischenteil des dritten Destillationsturms abgenommen wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens einen der Türme, vorzugsweise den ersten und den dritten Destillationsturm, bei relativ hohem Druck und einen anderen dieser Türme, vorzugsweise den zweiten Destillationsturm, bei relativ niedrigem Druck betreibt und mit den Überkopfdämpfen von dem Turm mit höherem Druck erhitzt.
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