DE189933C - - Google Patents

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DE189933C
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electromagnet
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation
    • B61L19/14Interlocking devices having electrical operation with electrical locks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 189933 -KLASSE 20«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Dezember 1906 ab.
Bei den bekannten Stellwerken ist das Ziehen des Fahrstraßenschiebers für die Freigabe eines Signales erst dann möglich, wenn die Fahrstraße richtig eingestellt ist. Demgegenüber betrifft die nachbeschriebene Einrichtung ein Stellwerk, bei dem der Fahrstraßenhebel unabhängig von den Weichenlagen gezogen werden kann, wobei die für die Fahrstraße umzulegenden Weichen kenntlieh gemacht werden, ohne daß zunächst die Weichenhebel verriegelt Werden. Der mechanische Verschluß der Weichen wird hierbei durch einen elektrischen ersetzt, der eintritt, sobald die Weiche in die der eingestellten Fahrstraße entsprechende Lage gebracht ist. Mit diesem Verschlüsse werden die Überwachungskontakte geschlossen und es kann die elektrische Freigabe des Bedienungshebels für die Fahrtstellung des Signales erst er-
ao folgen, wenn alle Weichen verschlossen sind. Es erübrigt sich also der sonst erforderliche mechanische Verschluß des Weichenbedienungshebels durch den Fahrstraßenschieber, und es ist nur noch eine Abhängigkeit zum Ver-Schlüsse des Fahrstraßenhebels bei Fahrtstellung des Signalhebels erforderlich.
Als besondere Kennzeichen der vorliegenden Überwachungseinrichtung sind hervorzuheben, daß von den beiden Elektromagneten,
die zur Steuerung der Uberwachungskontakte und zum Verschließen des Weichenhebels dienen, der eine Elektromagnet den Anker des anderen in einer den Ruhezustand anzeigenden Mittellage verschlossen hält, wobei die Signalkuppelstromkontakte unterbrochen sind. Beim Ziehen der Fahrstraße, oder wenn sich ein Fahrzeug in der Weiche befindet oder diese aufgeschnitten wird, wird dieser Verschluß aufgehoben und der freigewordene Anker des Steuermagneten kann zwei Endlagen einnehmen. Bei richtiger, der gezogenen Fahrstraße entsprechenden Weichenlage wird der durch seinen Magneten angezogene Anker in die eine, den Weichenhebel unmittelbar verschließende und den Signalkuppelstrom schließende Endlage gebracht, während bei falscher oder mit dem Bedienungshebel nicht übereinstimmender Weichenlage der Anker die zweite, Gefahr anzeigende Endlage einnimmt.
Ferner ist die Schaltungsanordnung so getroffen, daß die beiden Elektromagneten wechselseitig an die Überwachungsleitung der Weiche angeschlossen werden, und im Ruhezustande der Stellerei der eine Elektromagnet zur Stromersparnis die Überwachung der Weiche und der Fahrstraße allein übernimmt.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen die Überwachungseinrichtung in Verbindung mit einem Weichenbedienungshebel für elektrische Stellwerke irgendwelcher Art in schematischer Darstellung.
Die Fig. 4 bis 6 zeigen dieselbe Einrichtung an einem mechanischen Stellwerke.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ruhezustände fließt der Überwachungsstrom von dem + Pol der Batterie \, über Leitung Z1, Kontakt 2 am Schalter s, Leitung II, Kon-
takt 6 an der Weiche, Leitung Z2, Schienendurchbiegungskontakt 7, Leitung III, Uberwachungsmagnet e2, Leitung Is und Kontakt 3 am Schalter s zu dem negativen Pol der Batterie. Der angezogene Anker r2 des Elektromagneten e2 hält den Kontakt 4 in der Rückleitung IV des Steuermagneten e1 unterbrochen und verschließt den unter dem Einfluß der Feder/3 stehenden Anker r1 des im Ruhezustande stromlosen Magneten e1 in seiner Mittellage mittels der vor dem Sperrhaken t liegenden halben Achse q. In dieser Lage des Ankers r1 ist der Signalkuppelstromkontakt 8 unterbrochen, und der Verschlußhaken u befindet sich außerhalb des Verschlußstückes v; der Bedienungshebel b ist also frei.
Beim Umlegen des Hebels b in die in Fig. 2 gezeichnete Lage wird der mit dem dreiarmigen Hebel g verbundene Schalter s mitbewegt, indem das vom Bedienungshebel angetriebene Segment d die Bewegung mittels der federnden Klinken kl, k2, deren Ansätze an den Gleitrollen o\ o2 des Segmentes angreifen, überträgt. Dabei werden die Kontakte 2 und 3 am Schalter s unterbrochen, der Elektromagnet e2 wird stromlos und sein durch die Feder /* in die Lage der Fig. 2 bewegter Anker r2 schließt den Kontakt 4 bei gleichzeitiger Drehung der halben Achse q zur Freigabe des Steuermagnetankers r1. Dieser kommt durch die Feder/8 in die gezeichnete, Gefahr anzeigende Endstellung, da der Stromkreis des Steuermagneten trotz Herstellung des Kontaktes 4 durch die Unterbrechung des Kontaktes 2 am Schalter s unterbrochen bleibt. Ist die Weiche in die punktiert gezeichnete Lage der Fig. 2 gekommen, entsprechend der Lage des Bedienungshebels b, so tritt infolge des Kontaktschlusses bei 5 an der Weiche ein Stromkreis auf vom + Pol der Batterie \ über Leitung Z1, Kontakt 1, Leitung I, Kontakt 5, Leitung IV, Kontakt 4, Steuermagnet e1 und* die Leitung ll zurück zum — Pol. Der Anker r1 wird angezogen. Da jedoch bei dem gewöhnlichen Umstellen der Weiche der Hebel b nicht verriegelt und der Signalkuppelstrom nicht geschlossen werden sollen, so darf der Anker nur bis in die in Fig. 2 punktiert gezeichnete Stellung gelangen. Zu diesem Zwecke ist der aufgehobene elektrische Verschluß durch einen mechanischen ersetzt, und zwar in der Weise, daß beim Anziehen des Ankers ein mit ihm verbundener Hebel i die schon erwähnte, zum Drehen des Hebels g dienende Klinke A:1 des Segmentes d bis in die durch die Ansätze p1 und j)2 am Hebel g begrenzte Lage anhebt.
Damit ist also auch die Bewegung des Ankers r1 begrenzt. Durch das Anheben der Klinke ist nun auch die Rolle o1 nicht mehr gehemmt, und der Hebel g kann die aus Fig. 3 ersichtliche Lage unter dem Zuge der Feder/1 einnehmen, in der die Kontakte 1 und 3 für den Ruhestromkreis geschlossen sind. Es fließt nun entsprechend der geänderten Schalterund Weichenstellung (vergl. Fig. 1 und 3) ein Strom vom + Pol der Batterie \ über Leitung Z1, Kontakt 1 (Fig. 3), Leitung I, Kontakt 5 (Fig. 5), Leitung/2 (Fig. 1), Kontakt 7 (Fig. 1), Leitung III, Elektromagnet e2, Leitung Z3, Kontakt 3 zurück zum —-Pol. Der Anker r2 des Elektromagneten e2 wird angezogen und der Stromkreis des Steuermagneten el bei 4 unterbrochen. Es ist somit beim Abfallen des Ankers r1 des Elektromagneten e1 der elektrische Verschluß nach Fig. 1 auch bei umgelegtem Weichenhebel wieder hergestellt und der mechanische aufgehoben.
Beim Aufschneiden der Weiche wird durch die Unterbrechung der Zuleitung I oder II infolge Aufhebung der Kontakte 5 oder 6 an der Weiche der Elektromagnet e2 stromlos und der Elektromagnet e1 bleibt trotz des Schließens des Kontaktes 4 (Fig. 2) stromlos, so daß der Anker r1 die Gefahr anzeigende Endstellung der Fig. 2 einnimmt.
Bei Unterbrechung des Kontaktes 7 an der Weiche (Fig. 3) durch ein die Weiche besetzt haltendes Fahrzeug wird durch Stromloswerden des Elektromagneten e2 und Schließen des Kontaktes 4 der Elektromagnet e1 erregt und der Bedienungshebel durch den angezogenen Anker rl wie beschrieben verschlossen. (Fig. 3).
Wenn beim Ziehen des Fahrstraßenhebels die Weiche falsch liegt und der der falschen Weichenlage entsprechende Überwachungsstrom durch Kontakte am Fahrstraßenhebel wirkungslos gemacht wird, so nimmt der Anker r1, nachdem der Anker r2 abgefallen ist, die Gefahr anzeigende Lage der Fig. 2 ein.
Würde sich z. B. bei der gezogenen Stellung des Fahrstraßenhebels h (Fig. 3 und 6) die Weiche in der der gezeichneten entgegengesetzten Lage befinden, so wird der alsdann durch die Leitung II fließende Überwachungsstrom durch den Kontakt 10 am Fahrstraßenhebel h durch Erdung kurzgeschlossen, wodurch die Überwachungsmagnete wirkungslos werden.
Liegt dagegen die Weiche für die gezogene Fahrstraße h richtig, so wird, wie die Fig. 3 und 6 zeigen, nur der Stromkreis des Elektromagneten e2 durch den Unterbrechungskontakt 11 in der Leitung Z3 beim Ziehen des Fahrstraßenhebels unterbrochen und der Anker r1 wird, nachdem der Kontakt 4 durch den abfallenden Anker r2 des Elektroma-
gneten e2 geschlossen und die halbe Achse q, wie in Fig. 3, gedreht ist, durch den Elektromagneten e1 angezogen, wobei er den Weichenbedienungshebel b durch den Verschlußhaken u verriegelt unter gleichzeitiger Herstellung des Signalkuppelstromkontaktes 8. Die Freigabe des Signals kann infolge der starren Verbindung des Verschlußhakens u mit dem Anker r1, also nur bei gleichzeitigem Verschluß des Weichenhebels eintreten, und mittels der eingangs erwähnten Abhängigkeit des Fahrstraßenhebels vom Signalbedienungshebel in der Fahrstellung, ist der mechanische Verschluß bekannter Art zuverlässig ersetzt.
In den Fig. 4 bis 6 ist dieselbe Einrichtung für einen mechanischen Weichenstellhebel b dargestellt, der mittels eines Doppeldrahtzuges mit dem mechanischen Antrieb Y an der Weiche verbunden ist. Der Schalter s, der nur die Kontakte 1 und 2 für die Zuleitungen I und II steuert, während der Kontakt 3 durch den Anker r1 beeinflußt wird, ist an die Seilrolle, und das Verschluß-, element ν an die Handfalle des Hebels b angeschlossen. Hierdurch ist der Verschluß des Hebels b beim jeweiligen Umstellen vermieden, indem der Steuermagnet e1 infolge Herstellung der Kontakte 1, 2 am Hebel und 5 oder 6 an der Weiche (vergl, punktierte Lage der Fig. 2) erregt und sein Anker bereits angezogen wird, bevor die Handfalle eingeklinkt und das Verschlußstück in seine Endlage gedreht ist. Der Anker r1 bewegt sich demzufolge nur bis in die punktierte Mittellage der Fig. 2 und schließt den Kontakt 3 für den Elektromagneten e2. Dieser unterbricht den Stromkreis des Steuermagneten e1 bei 4 und verschließt den Anker r1 in der Mittellage durch die halbe Achse q, so daß bei eingeklinkter Handfalle der Rühezustand entsprechend der Fig. 1 eingetreten ist.
Die unmittelbare Steuerung des Kontaktes 3 durch den Anker r1 statt der mittelbaren am Schalter s ist auch bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Einrichtung möglich.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    ■ i.. Elektrische Überwachungsvorrichtung für Signal- und Weichenstellwerke mit zwei Elektromagneten zur Steuerung der Überwachungskontakte und zum Verschließen des Weichenhebels, dadurch gekennzeichnet, daß der eine (Überwachungsmagnet e2) den Anker des anderen (Steuer- magnet e1) in einer den Ruhezustand anzeigenden Mittellage verschlossen hält, wobei der Signalkuppelstrom unterbrochen ist und nach Aufhebung dieses Verschlusses der Anker des Steuermagneten zwei Endlagen einnimmt, von denen der eine bei abgefallenem Anker eine Gefahrstellung anzeigt, während in der anderen bei angezogenem Anker der Weichenbedienungshebel bei gleichzeitigem Schließen des Signalkuppelstromes verriegelt wird.
  2. 2. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete (e1 und e2) wechselseitig an die Überwachungsleitung der Weiche angeschlossen werden, wobei der eine Elektromagnet (e1) im Ruhezustande· zur Stromersparnis allein die Überwachung übernimmt, während bei Unterbrechung des Stromkreises am Weichenhebel oder am Fahrstraßenhebel, oder infolge aufgeschnittener oder besetzter Weiche der andere Elektromagnet (e1) zur Überwachung in bekannter Weise eingeschaltet wird.
  3. 3. Überwachungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (r1) des Steuermagneten (el) durch Sperrkränze (p1, p2) an dem mit dem Schalter (s) verbundenen Hebel (g) des Schalterantriebes, die auf ein an ihn angelenktes Gestänge (i) einwirken, gehindert wird, bei dem jedesmaligen Umstellen der Weiche trotz Aufhebung des elektrischen Verschlusses eine seiner Endlagen einzunehmen und den Bedienungshebel (b) zu sperren.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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