DE189254C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B13/00—Measuring arrangements characterised by the use of fluids
- G01B13/20—Measuring arrangements characterised by the use of fluids for measuring areas, e.g. pneumatic planimeters
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B5/00—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
- G01B5/26—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring areas, e.g. planimeters
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
£ 189254-KLASSE 42 c. GRUPPE
OTTO HOCHHAUSER in WIEN.
Flächenmeßmaschine für Leder.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Dezember 1905 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Meßmaschine zur automatischen Bestimmung
des Flächeninhaltes von Leder, bei welcher an Stelle von mehreren einzeln gelagerten
Meßrollen Tasterhebel in übereinander stehende Rinnen zweier zwangläufig miteinander verbundener Transportwalzen
mit ihren Tastarmen hineinragen und das zwischen den beiden Transportwalzen durchlaufende
Leder die Tastarme hebt, die ihrerseits in bekannter Weise auf die Summierungsvorrichtung
einwirken. Da die Tastarme schmäler gehalten werden können als Meßrollen, so ist mit Hilfe von Tastarmen
ein genaueres Bestimmen des Flächeninhaltes möglich.
Da bei den bisherigen Flächenmeßmaschinen die Meßrollen, durch das Leder gehoben,
in Eingriff mit Zahnsegmenten kamen, welche auf eine Summierungsvorrichtung wirkten, so
hing ferner der richtige Eingriff der Verzahnungen von Meßrollen und Segmenten von
der Dicke des Leders ab, auf welche daher die Transportwalze des Leders besonders eingestellt
werden mußte. Diesem Übelstande ist dadurch abgeholfen, daß durch die Hebung eines Tastarmes eine der für jeden Tasterhebel
angeordneten, in Höhe verschiebbaren Zahnstangen in Eingriff mit einer gemeinsamen,
zwangläufig von einer Transportwalze angetriebenen Zahnwalze gebracht wird, wodurch
ein mit der Zahnstange verbundener und frei in ein allen Stäben gemeinsames ■Flüssigkeitsgefäß hängender Stab hochgezogen wird, so
daß das Flüssigkeitsniveau von den durch das Lederstück hochgehobenen Tastern gesenkt
wird. Dadurch, daß die Stäbe in dem Flüssigkeitsgefäß hochgezogen und nicht, wie es bei
den bekannten Ledermeßmaschinen der Fall war, in die Flüssigkeit hineingedrückt werden,
stehen sie nicht unter Druck, wodurch ein Dichten derselben überflüssig und nur ein
geringer Kraftaufwand nötig ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt und zeigt:
Fig. ι dieselbe zum Teil in Vorderansicht und zum Teil im Längsschnitt und Fig. 2 im
Querschnitt.
In dem ■ mit Auflagetisch für das zu messende Lederstück versehenen Maschinengestell
ι sind zwei Transportwalzen 2 und 3 gelagert, von welchen die obere Walze 2 fest
und die untere Walze 3 in Höhe verschiebbar ist und auf mit Gegengewichten versehenen
Hebeln 4 aufliegt, welche die Walze 3 gegen die Walze 2 pressen. Beide Walzen sind miteinander
zwangläufig durch Zahnräder 5 verbunden; das Zahnrad der Walze 2 ist mit
einer Riemenscheibe 6 für den Antrieb der beiden Walzen versehen. Die Walzen 2 und 3
besitzen gleichen Durchmesser und sind mit in regelmäßigen Abständen voneinander entfernten,
sich gegenüberliegenden Rillen 7 versehen, die auch, anstatt durch Einarbeiten der
Walzen, durch Aufziehen von Ringen, z. B. aus Kautschuk, gebildet sein können.
Auf einer festen Achse 8 sind Tasterhebel 9 lose drehbar gelagert, an Zahl gleich den
Rillen und mit ihren als Taster dienenden Armen in die Rillen 7 zwischen die Walzen 2
und 3 ragend. Die anderen nach oben ge-
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richteten Arme liegen gegen je eine Zahnstange io an und drücken sie gegen eine auf
ihre ganze Länge gezahnte Walze ii, wenn sie durch Hochgehen der Tastarme mit derselben
in Eingriff gebracht werden. Die Walze ii ist im Gestell ι fest gelagert und
erhält ihre Drehbewegung durch Vermittlung von Rädervorgelegen von der Walze 2 aus.
Die Zahnstangen haben an ihren oberen Enden Nasen 12, vermittels welcher sie bei Nichtgebrauch
der Maschine auf einer Führungsschiene 13 auf ruhen. Gegen den oberen gezahnten
Längsteil jeder Zahnstange 10. liegt je eine Klinke 14 an, welche auf einer vermittels
Zugstange 15 drehbaren Achse 16 mit etwas Spiel verkeilt sind und dazu dienen,
jede Zahnstange in jedem beliebigen Momente auf ihrer erreichten Höhe halten zu können.
Mit jeder Zahnstange 10 ist ein Stab 17 gelenkig
verbunden, welche Stäbe in ein mit Flüssigkeit gefülltes Gefäß 18 von oben lose
hängen, wobei die Gefäßwandungen sich bis nahe an die Stäbe 17 erstrecken. Die Stäbe
stehen also nicht unter Druck. Mit dem Gefäß 18 steht ein zylindrisches Gefäß 19 in
direkter Verbindung, in welchem sich ein. mit . Zahnstange 20 versehener Schwimmer 21 befindet
und in dessen oberem Ende die mit in die Zahnstange 20 eingreifenden Zahnkolben 22 versehene Achse eines Zeigers 23 drehbar
gelagert ist, wobei die Zahnstange 20 in einer
■ Führung 24 des Gestelles 1 und durch den Schwimmer 21 im Gefäß 19 senkrecht geführt
ist. 25 ist ein Zifferblatt, auf dessen Kreisskala das Resultat der Messung in Quadratfuß
oder Quadratmetern abgelesen werden kann.
Wird die Maschine nicht benutzt und sind sämtliche Klinken 14 ausgelöst, so ragen die
unteren als Taster dienenden Arme der Winkel- oder Tasterhebel 9 in die Rillen der unteren
Walze 3, während deren nach oben gerichtete Arme von den Zahnstangen 10 wegbewegt
sind; die Zahnstangen befinden sich infolgedessen außer Eingriff mit der gezahn-
■ ten Walze 11 und in ihrer untersten Stellung,
die Tauchstäbe 17 und der Schwimmer 21 nehmen ebenfalls eine unterste Stellung in den
Gefäßen 18 bezw. 19 ein und der Zeiger 23 befindet sich auf Null der Zifferblattskala
(Fig. i).
■ Um nun den Flächeninhalt eines beliebig großen, unregelmäßig begrenzten Lederstückes
zu bestimmen, werden die beiden Transportwalzen 2 und 3 in Umdrehung versetzt
und das Lederstück zwischen dieselben eingeschoben und so zwischen denselben hindurchbewegt.
Sobald das Lederstück mit den in seiner Bewegungsbahn liegenden Tasterhebeln 9 in Berührung kommt, werden die
Tastarme derselben durch das Lederstück gehoben bezw. die Hebel 9 gedreht und durch
deren obere Arme die ihnen gegenüberliegenden Zahnstangen 10 mit der Walze 11 in Eingriff
gebracht und durch dieselbe nach oben bewegt. Während des Durchganges des Lederstückes zwischen den beiden Walzen
wird das Lederstück durch die Hebel 9 in gleich breite Streifen eingeteilt, die jedoch
schmäler sind als diejenigen bei Meßmaschinen mit Meßrollen. Die Aufwärtsbewegung
der Zahnstangen dauert so lange, als die zugehörigen Tasterhebel auf dem Lederstücke
aufliegen. Die Größe der Aufwäftsbewegung jeder eingeschalteten Zahnstange ist demnach
proportional der Länge des unter dem zugehörigen Tasterhebel durchlaufenden Lederstreifens.
In dem Maße, wie die eingeschalteten Zahnstangen 10 gehoben werden, werden auch die
mit denselben verbundenen Tauchstäbe 17 im Gefäß 18 in die Höhe gezogen und wird in
entsprechendem Maße auch das Flüssigkeitsniveau in den Gefäßen 18 und 19 sinken und
mit diesem der Schwimmer 21. Sobald ein Tasterhebel 9 vom Lederstück abgleitet und
wieder in seine Ruhelage, also ' mit seinerri Tastarm in die zugehörige Rille der Walze 3
zurückfällt, wird auch seine Zahnstange außer Eingriff mit der Walze 11 kommen; durch die
zugehörige Klinke 14 wird sie jedoch in ihrer erreichten Höhenlage festgehalten und dadurch
auch der mit der Zahnstange verbundene Stab 17. Weist das zu messende Lederstück
ζ. B. an seinem Rande Vorsprünge und zwischen denselben liegende Einbuchtungen
auf, so werden die über diesen Partien liegenden Tasterhebel abwechselnd gehoben und gesenkt,
die zugehörigen Zahnstangen 10 also ruckweise nach oben bewegt.
Ist das Lederstück zwischen den Transportwalzen 2 und 3 gänzlich hindurchgegangen,
so befinden sich die einzelnen Zahnstangen 10 bezw. Stäbe 17 je nach der Länge der unter
ihren Tasterhebeln durchgelaufenen Lederstreifen in verschiedenen Höhenlagen zueinander.
Je mehr Stäbe während des Durchlaufens des Lederstückes zwischen den Walzen 2 und 3 in die Höhe gezogen worden
sind, und je größer die Strecken sind, um welche die Stäbe hierbei in die Höhe gezogen
werden, desto tiefer ist das Niveau der Flüssigkeit im Behälter 19 gesunken. Die
Zahl der gehobenen Stäbe und die Länge der Strecken, um welche sie gehoben wurden,
steht in direktem Verhältnis zur Zahl und Länge der Lederstreifen, in welche das Lederstück
durch die Tasterhebel geteilt wurde. Der Weg, den der Schwimmer 21 bei der Senkung
des Flüssigkeitsniveaus zurücklegt, wird vermittels der Zahnstange 20 und Zahnkolben
22 auf die Zeigerachse und den Zeiger 23 über-
tragen, welch letzterer auf der Skala des Zifferblattes 25 den genauen Flächeninhalt
des Lederstückes, je nach der Einteilung der Skala, in Quadratfuß oder Quadratmetern anzeigt,
welcher Inhalt gleich ist der Summe der Flächeninhalte der einzelnen gleich breiten,
jedoch verschieden langen Lederstreifen.
Um die Maschine wieder gebrauchsfertig zu machen, werden durch Aufwärtsstoßen der
Stange 15 sämtliche Klinken 14 außer Eingriff mit den Zahnstangen 10 gebracht, so daß dieselben
wieder in ihre unterste Lage, mit ihren Nasen 12 auf der Schiene 13 aufliegend, zurückfallen
können und die Nullstellung des Zeigers bewirken.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Flächenmeßmaschine für Leder, dadurch gekennzeichnet, daß in übereinanderstehende Rinnen zweier zwangläufig miteinander verbundener Transportwalzen beweglich angeordnete Tasterhebel mit ihren Tastarmen hineinragen, welche durch das zwischen den Transportwalzen durchlaufende Leder gehoben werden, und in bekannter Weise auf die Summierüngsvorrichtung einwirken.
- 2. Ausführungsform der Flächenmeßmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Anheben je eines Tastarmes eine der für jeden Tasterhebel angeordneten, in Höhe verschiebbaren Zahnstangen in Eingriff mit einer gemeinsamen, zwangläufig von einer Transportwalze angetriebenen Zahnwalze gebracht wird, wodurch eine der Zahl der gehobenen Zahnstangen entsprechende Anzahl der mit den Zahnstangen verbundenen, in ein gemeinsames Flüssigkeitsgefäß tauchenden Stäbe hochgezogen wird, so daß das Flüssigkeitsniveau von den durch das Lederstück hochgehobenen Tastern gesenkt wird, dessen Stand mit Hilfe eines Schwimmers und Zeigers an einer Skala in bekannter Weise angezeigt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE189254T | 1905-12-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189254C true DE189254C (de) | 1907-09-27 |
Family
ID=34558799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1905189254D Expired DE189254C (de) | 1905-12-12 | 1905-12-12 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189254C (de) |
-
1905
- 1905-12-12 DE DE1905189254D patent/DE189254C/de not_active Expired
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