DE189144C - - Google Patents

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DE189144C
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slag
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cement
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DE1905189144D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/14Cements containing slag
    • C04B7/147Metallurgical slag
    • C04B7/153Mixtures thereof with other inorganic cementitious materials or other activators
    • C04B7/1535Mixtures thereof with other inorganic cementitious materials or other activators with alkali metal containing activators, e.g. sodium hydroxide or waterglass
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P40/00Technologies relating to the processing of minerals
    • Y02P40/10Production of cement, e.g. improving or optimising the production methods; Cement grinding

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80 ό. GRUPPE
Dr. HEINRICH COLLOSEUS in BERLIN.
mit Lösungen alkalischer Stoffe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. August 1905 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren, um die an sich bekannte Tatsache der Förderung der hydraulischen (Zement bildenden) Eigenschaften der Hoch-5 ofenschlacke durch die Einwirkung von Alkalisalzen auf dieselbe derart zu verwerten, daß bei der Einwirkung der Lösungen von Alkalisalzen oder von Mischungen derselben unter allen Umständen ein trockenes, unmittelbar
ίο als Zement zu verwertendes Erzeugnis von hoher Hydraulizität entsteht, welches die vorzüglichen Eigenschaften der wahren Zemente besitzt.
Die Einwirkung von Alkalien oder deren Salzen auf die heißflüssige Schlacke geschah bisher entweder in der Weise, daß man die Zusätze in einer Mischvorrichtung mit der heißflüssigen Schlacke vermischte, oder dadurch, daß man den heißen Schlackenstrom in ein Gefäß einfließen ließ, auf dessen Boden sich eine verhältnismäßig geringe Menge der betreffenden Alkalisalze in vollkommen wasserfreiem Zustande befand. Bei beiden Behandlungsweisen war eine vollkommene Durchmischung und Durchdringung des heißen Schlackenstromes mit den Zusätzen nicht zu erreichen, denn es ist unmöglich, die heißflüssige, metallähnliche Masse durch Mischen oder Rühren innig und gleichmäßig mit Lösungen der Zusätze zu vermischen, weil sowohl die spezifischen Gewichte als auch die Temperaturen und spezifischen Wärmen der einzelnen Bestandteile der darzustellenden Mischung so durchaus verschieden sind. Bei der Einwirkung trockener Zusätze steigt der größte Teil derselben, seiner Leichtschmelzbarkeit wegen, alsbald an die Oberfläche der geschmolzenen Schlackenmasse und kann durch Abschöpfen entfernt werden. In keinem Falle findet aber die erforderliche Durchmischung und innige Durchdringung der Schlacke mit den Alkalisalzen statt, und die auf diese Weise erhaltenen Erzeugnisse konnten nur als Vorerzeugnis, aber nicht als Enderzeugnis betrachtet werden und bedurften bei der Verwendung als Zement in den meisten Fällen noch weiterer Zusätze und weiterer Behandlung, um ihnen den richtigen Grad der Abbindefähigkeit zu erteilen.
In der britischen Patentschrift 18623 vom Jahre 1903 ist nun ein Verfahren beschrieben, feuerflüssige Hochofenschlacke mit Lösungen alkalischer Stoffe zu behandeln. Gemäß diesem Verfahren wird aber die feuerflüssige Hochofenschlacke ohne jeden Zusatz in Wasser geleitet, welches Alkalien oder alkalische Stoffe in schwachen Lösungen, vorzugsweise Kalkmilch, enthält. Das so erhaltene Erzeugnis wird dann getrocknet und weiter zu Zement verarbeitet. Es wird also eine körnige, stark wasserhaltige Masse erzeugt, welche behufs weiterer Verarbeitung zu Zement noch einer teueren Trocknung unterworfen werden muß.
Endlich gibt es noch ein Verfahren, die Schlacke in feuerflüssigem Zustande in einem geschlossenen Behälter mit Wasser zu bespritzen. Der hierbei durch Wärmeaustausch
zwischen Schlacke und Wasser sich bildende Wasserdampf wirkt dann zerteilend auf die Schlacke. Bei diesem Verfahren handelt es sich also um einen rein physikalischen Vorgang, ■ d.h. lediglich um eine Zerkleinerung der Schlacke ohne weitere Zuschläge.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von den vorangeführten Verfahren wesentlich dadurch, daß Alkalisalze in Lösungen
ίο in die feuerflüssige Hochofenschlacke unter Druck eingespritzt werden. Die eingespritzten Alkalisalzlösungen gehen mit der Schlacke nicht nur eine chemische Verbindung ein, sondern es wird durch das sofortige Verdampfen des mit der heißflüssigen Schlacke in Berührung kommenden Wassers der Lösungen eine physikalische Umwandlung der Schlacke herbeigeführt, indem die heißflüssige Schlacke schnell abgeschreckt und auf diese Weise ein vollständig wasserfreies, trockenes Erzeugnis erhalten wird, das nach dem Erkalten sofort zu Zement vermählen und als solcher verwandt werden kann, ohne vorher irgendwelcher weiteren Trocknung zu bedürfen.
Als Beispiel diene, daß bei Hochofenschlacken mit einem Kalkgehalt von 45 bis Prozent eine 1 bis 2 prozentige Alkalisalzlösung genügt; bei Schlacken mit 40 bis Prozent Kalkgehalt ist es dagegen erforderlich, eine Salzlösung bis 5 Prozent zur Anwendung zu bringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Zement durch Behandeln heißflüssiger Hochofenschlacke mit Lösungen alkalischer Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen der Salze der Alkalien oder Mischungen derselben unter Druck in den feuerflüssigen, gegebenenfalls fein verteilten Schlackenstrom so eingespritzt werden, daß das Lösungsmittel in Berührung mit der Schlacke vollständig verdampft.
DE1905189144D 1905-08-05 1905-08-05 Expired DE189144C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT34802D AT34802B (de) 1905-08-05 1907-02-25 Verfahren zur Herstellung von Zement durch Behandeln heißflüssiger Hochofenschlacke mit Lösungen alkalischer Stoffe.

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DE189144C true DE189144C (de) 1900-01-01

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DE1905189144D Expired DE189144C (de) 1905-08-05 1905-08-05

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