DE189144C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B7/00—Hydraulic cements
- C04B7/14—Cements containing slag
- C04B7/147—Metallurgical slag
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-
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80 ό. GRUPPE
Dr. HEINRICH COLLOSEUS in BERLIN.
mit Lösungen alkalischer Stoffe.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren, um die an sich bekannte
Tatsache der Förderung der hydraulischen (Zement bildenden) Eigenschaften der Hoch-5
ofenschlacke durch die Einwirkung von Alkalisalzen auf dieselbe derart zu verwerten, daß
bei der Einwirkung der Lösungen von Alkalisalzen oder von Mischungen derselben unter
allen Umständen ein trockenes, unmittelbar
ίο als Zement zu verwertendes Erzeugnis von
hoher Hydraulizität entsteht, welches die vorzüglichen Eigenschaften der wahren Zemente
besitzt.
Die Einwirkung von Alkalien oder deren Salzen auf die heißflüssige Schlacke geschah
bisher entweder in der Weise, daß man die Zusätze in einer Mischvorrichtung mit der
heißflüssigen Schlacke vermischte, oder dadurch, daß man den heißen Schlackenstrom
in ein Gefäß einfließen ließ, auf dessen Boden sich eine verhältnismäßig geringe Menge der
betreffenden Alkalisalze in vollkommen wasserfreiem Zustande befand. Bei beiden Behandlungsweisen
war eine vollkommene Durchmischung und Durchdringung des heißen Schlackenstromes mit den Zusätzen nicht zu
erreichen, denn es ist unmöglich, die heißflüssige, metallähnliche Masse durch Mischen
oder Rühren innig und gleichmäßig mit Lösungen der Zusätze zu vermischen, weil sowohl
die spezifischen Gewichte als auch die Temperaturen und spezifischen Wärmen der einzelnen Bestandteile der darzustellenden
Mischung so durchaus verschieden sind. Bei der Einwirkung trockener Zusätze steigt der
größte Teil derselben, seiner Leichtschmelzbarkeit wegen, alsbald an die Oberfläche der
geschmolzenen Schlackenmasse und kann durch Abschöpfen entfernt werden. In keinem
Falle findet aber die erforderliche Durchmischung und innige Durchdringung der Schlacke mit den Alkalisalzen statt, und die
auf diese Weise erhaltenen Erzeugnisse konnten nur als Vorerzeugnis, aber nicht als Enderzeugnis
betrachtet werden und bedurften bei der Verwendung als Zement in den meisten Fällen noch weiterer Zusätze und weiterer
Behandlung, um ihnen den richtigen Grad der Abbindefähigkeit zu erteilen.
In der britischen Patentschrift 18623 vom
Jahre 1903 ist nun ein Verfahren beschrieben, feuerflüssige Hochofenschlacke mit Lösungen
alkalischer Stoffe zu behandeln. Gemäß diesem Verfahren wird aber die feuerflüssige Hochofenschlacke
ohne jeden Zusatz in Wasser geleitet, welches Alkalien oder alkalische Stoffe in schwachen Lösungen, vorzugsweise
Kalkmilch, enthält. Das so erhaltene Erzeugnis wird dann getrocknet und weiter zu
Zement verarbeitet. Es wird also eine körnige, stark wasserhaltige Masse erzeugt,
welche behufs weiterer Verarbeitung zu Zement noch einer teueren Trocknung unterworfen
werden muß.
Endlich gibt es noch ein Verfahren, die Schlacke in feuerflüssigem Zustande in einem
geschlossenen Behälter mit Wasser zu bespritzen. Der hierbei durch Wärmeaustausch
zwischen Schlacke und Wasser sich bildende Wasserdampf wirkt dann zerteilend auf die
Schlacke. Bei diesem Verfahren handelt es sich also um einen rein physikalischen Vorgang,
■ d.h. lediglich um eine Zerkleinerung der Schlacke ohne weitere Zuschläge.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von den vorangeführten Verfahren wesentlich
dadurch, daß Alkalisalze in Lösungen
ίο in die feuerflüssige Hochofenschlacke unter
Druck eingespritzt werden. Die eingespritzten Alkalisalzlösungen gehen mit der Schlacke
nicht nur eine chemische Verbindung ein, sondern es wird durch das sofortige Verdampfen
des mit der heißflüssigen Schlacke in Berührung kommenden Wassers der Lösungen
eine physikalische Umwandlung der Schlacke herbeigeführt, indem die heißflüssige
Schlacke schnell abgeschreckt und auf diese Weise ein vollständig wasserfreies, trockenes
Erzeugnis erhalten wird, das nach dem Erkalten sofort zu Zement vermählen und als
solcher verwandt werden kann, ohne vorher irgendwelcher weiteren Trocknung zu bedürfen.
Als Beispiel diene, daß bei Hochofenschlacken mit einem Kalkgehalt von 45 bis
Prozent eine 1 bis 2 prozentige Alkalisalzlösung genügt; bei Schlacken mit 40 bis
Prozent Kalkgehalt ist es dagegen erforderlich, eine Salzlösung bis 5 Prozent zur
Anwendung zu bringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Herstellung von Zement durch Behandeln heißflüssiger Hochofenschlacke mit Lösungen alkalischer Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen der Salze der Alkalien oder Mischungen derselben unter Druck in den feuerflüssigen, gegebenenfalls fein verteilten Schlackenstrom so eingespritzt werden, daß das Lösungsmittel in Berührung mit der Schlacke vollständig verdampft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT34802D AT34802B (de) | 1905-08-05 | 1907-02-25 | Verfahren zur Herstellung von Zement durch Behandeln heißflüssiger Hochofenschlacke mit Lösungen alkalischer Stoffe. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189144C true DE189144C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=452718
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1905189144D Expired DE189144C (de) | 1905-08-05 | 1905-08-05 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189144C (de) |
-
1905
- 1905-08-05 DE DE1905189144D patent/DE189144C/de not_active Expired
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