DE180680C - - Google Patents

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DE180680C
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diaz
acid
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bronzing
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/28Colorants ; Pigments or opacifying agents

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 180680 KLASSE 22#. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1904 ab.
Bekanntlich erzielt man seit .den ältesten Zeiten bronzierende Farbwirkungeh auf Materialien der verschiedensten Art in der Weise, daß man Metalle auf die Materialien aufbringt.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß bronzierende Farbwirkungen ganz eigener Art erhalten werden, wenn man solche Azofarbstoffe, welche in einer schwerlöslichen Form Metallglanz zeigen, verwendet. Außer dem Metallglanz kommt bei diesen Farbstoffen noch ihre eigentliche Farbstoffnatur zur Geltung und dies führt zu einer Doppelwirkung, welche vermöge ihrer Schönheit und Eigentümlichkeit einer vielfachen Anwendung fähig ist, so besonders auch da, wo bisher Farblacke und Bronzen gesondert Verwendung finden. Werden z. B. derartige Bronzelacke auf gebogene Flächen oder auf in verschiedenem Winkel zueinander geneigte Flächen aufgetragen, so macht sich an den Stellen, welche das Licht direckt ins Auge zurückwerfen, der Metallglanz bemerkbar, während die dunklen Stellen ein eigentümliches Leuchten der Farbe als solche erkennen lassen. Auf Tapeten, z. Ef; mit erhaben ' gepreßten Mustern, ist die Wirkung besonders schön. Andere schöne Effekte lassen sich erzielen, wenn die neuen bronzierenden Lacke nicht über die ganze Fläche, sondern in Mustern (Streifen, Flecken und dergl.) aufgetragen werden, und man dabei den Grund in anderer, z. B. in derjenigen Farbe hält, welche der Farbe des Glanzes komplementär ist, so daß sich die beiden Effekte gegenseitig verstärken. Auch durch gleichzeitige Verwendung verschieden gefärbter oder in verschiedenen Metalltönen schimmernder Salze desselben Farbstoffes lassen sich neue eigenartige Wirkungen erzielen.
Als Bindemittel für die bronzierenden 'Farblacke können natürlich alle Klebmittel, Firnisse, Öle verwendet werden, welche man zum Fixieren unlöslicher Körper zu verwenden pflegt. Den bronzierenden Färblacken stehen für ihre Verwendung, wie schon erwähnt, alle jene Gebiete offen, in welchen Metallbronzen und Lack- und Pigmentfarben ihre Anwendung finden, also die Herstellung von Anstrichfarben, die Tapetenfarikation, die Herstellung von Buntpapier, von bedruckten und gespritzten Papieren aller Art.
In den folgenden Beispielen seien einige Anwendungen des neuen Verfahrens beschrieben.
Beispiel I.
Die Bronzefarbstoffpaste, z. B. die freie Säure oder ein in Wasser oder anderen Lösungsmitteln schwer lösliches Salz des Färbstoffes aus diazotierter p-Nitranilin-o-sulfosäure und ß-Naphtol (Patentschrift 128456), wird mit Leimwasser angeteigt und gut durchgearbeitet; die Menge des dazu nötigen Leimes wird so bemessen, daß der Farbstoff später beim Auftragen gut haftet. Mit der so hergestellten Farbe wird z. B. auf der Tapetendruckmaschine auf grundiertes Papier
ein Muster aufgedruckt. Der eigenartige Doppeleffekt läßt sieht leicht erkennen, wenn man durch neigende Bewegung das Licht in verschiedenem Winkel auf dem Papiere spielen läßt. ■ ■
Beispiel II.
Die mit Wasser angeteigte Bronzepaste wird mit Kaseinlösung versetzt, und wenn es
ίο sich um Erzeugung von Hochglanzpapieren handelt, etwas Bienenwachsemulsion hinzugefügt. Die auf solche Weise präparierte Farbe wird dann auf der Maschine weiter verarbeitet und sowohl zum Streichen von
15· Flächen (Grundieren) als auch zum Aufdrucken von Mustern verwendet.
Zur
Beispiel III.
Herstellung sogenannter gespritzter Papiere wird die mit irgend einem geeigneten Klebmittel versetzte verdünnte Farbstoffpaste auf das gefärbte Papier aufgespritzt.
Als Beispiele für die Anwendung von Azofarbstoffen für das beschriebene Verfahren seien die folgenden besonders erwähnt:
p-Nitranilin-o-sulfosäure (diaz.) -J- ß-Naphtol des Patents 128456;
p-Nitraniiin-o-benzyisulfosäure (diaz.) + fc~ Naphtol (Patent 150366);
Benzidin (tetraz.) + 2 Mol. ß-Naphtoldisulfosäure-2'3'6;
p-Nitranilin (diaz.) -|- β - Oxynapthoesäure (Schmp. 2i6°);
ρ - Nitranilin - ο - carbonsäure (diaz.) -|-ß-Naphtol;
p-Aminosalicylsäure (diaz.) + ß-Naphtol; Anilin (diaz.) + ß-Oxynaphtoesäure (Schmp.
p-Nitranilin-o-sulfosäure (diaz.) -J- ß-Naphtoi, reduziert.
Ähnliche Effekte, wie sie vorstehend genannte Farbstoffe auf Papier geben; lassen sich auf anderen Materialien mit anderen Azofarbstoffen erzielen, sofern diesen Bronzeglanz und Schwerlöslichkeit eigen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erzielung eigenartiger Farbwirkungen auf Materialien verschiedenster Art, darin bestehend, daß man solche Azofarbstoffe, welche in schwer löslicher Form Metallglanz zeigen, nach den üblichen Verfahren der Fixierung von Bronzen und Farblacken verwendet.
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