DE180453C - - Google Patents

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DE180453C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N3/00Regulating air supply or draught
    • F23N3/08Regulating air supply or draught by power-assisted systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
180453 KLASSE 24/. GRUPPE
ROBERT MEDERER in WIESBADEN.
mittels zwangläufiger Einsteuerung von Luft und Dampf.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1905 ab.
Um bei Feuerungen eine vollkommene Verbrennung herbeizuführen, hatte man bisher auf die durch die Feuertür eintretende Oberlüft einen zwangläufig gesteuerten Dampfstrahl einwirken lassen, welcher die Luft zerteilte und mit den Verbrennungsgasen mischte. Um diese Wirkung nun noch weiter zu steigern, soll nach dem neuen Verfahren die Oberluft durch einen Dampf- oder Gasstrahl angesaugt und strahlartig in den Feuerraum eingeblasen werden. Dabei wird gleichzeitig dafür Sorge getragen, daß sowohl der die Luft ansaugende Dampfstrahl als auch der Dampfschleier in bekannter Weise gemeinsam gesteuert werden. Es ist bei Feuerungen, bei welchen oberhalb' der Feuertür kein Dampfstrahl eingeführt wird, nicht neu, durch die Feuertür hindurch Oberluft oder unter Druck stehendes Gas strahlartig einzublasen.
Die Zeichnung stellt eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens dar,, und zwar zeigt Fig. ι die Feuertür in Verbindung mit der Regelvorrichtung in Vorderansicht und teilweisem Schnitt. Fig. 2 ist ein· Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1. Fig. 3 ist eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht bei einer Feuerung mit flüssigem Brennstoff und Fig. 4 ein teilweiser Längsschnitt nach der Linie C-D der Fig. 3.
Die den Zylinder 22 tragende, kastenartig ausgebildete Feuertür 20 besitzt einen Deckel 21 und einen Flügelschieber 19, um die Lufteinströmöffnungen 9 überdecken und öffnen zu können. Durch den Kanal 24 und einen biegsamen Schlauch 25 ist der Zylinder 22 an den Dampfkessel angeschlossen. Außen an dem Zylinder 22 ist der drehbare Griff 1 zum Öffnen der Feuertür angebracht. Der Kolben 26 des Zylinders 22 trägt an seiner Stange 27 einen ventilartigen Bund 28, welcher sich auf das Einsatzstück 29 aufsetzt. In die Bohrung des Einsatzstückes mündet der zu der Feuertür führende Kanal 23. Im Mantel des Zylinders 22 befindet sich ein Kanal 30, der in seinem unteren Ende in einen Stutzen mündet, in welchem sich ein Doppelsitzventil 2 unter dem Einfluß einer Feder verschieben kann, so daß je nach Aufsetzen der Teller \a und 4b der Kanal 30 mit dem Zylinder 22 oder der Dampfableitung 5 verbunden wird. Die Kolbenstange 27 steht mit dem Kolben 31 eines Flüssigkeitshemmwerkes bekannter Art und einem Hebel 10 in Verbindung, der seinerseits den Flügelschieber 19 betätigt! Der Kanal 23 hat eine senkrechte Abzweigung 12, die zu einem Gebläse 35 führt, dessen Querschnitt durch ein Nadelventil 15 verändert werden kann. Von dem Kanal 12 führt eine Abzweigung 13 zu der Düse 16.
Der Übersichtlichkeit halber ist der Hebel 1 und das Doppelsitzventil 2 in den in Fig. 1 dargestellten Schnitt eingezeichnet, in Wirklichkeit befinden sich diese Teile um 900 zu der gezeichneten Lage versetzt auf der Vorderseite.
Beim Schließen der Feuertür nach erfolgter Brennstoffaufgabe drückt der Heizer den Hebel ι gegen den Zylinder, schließt das Ventil 4" 7"
und öffnet das Ventil 4h. Der aus dem Kessel kommende Dampf gelangt unter den Kolben 26 und ist sonach von dem Übertreten in den Kanal 30 abgeschlossen. Der über dem Kolben 26 befindliche Dampf kann, da das Ventil 4b geöffnet ist, durch den Kanal 30 und seinen Stutzen in das mit der Außenluft verbundene Rohr 5 gehen. Durch die Entlastung des Kolbens 26 kommt aber nunmehr der Dampf unter ihm zur Wirkung, der Kolben verschiebt sich nach oben und spannt dadurch das Flüssigkeitshemmwerk. Durch die Verschiebung der Kolbenstange 27 wird aber auch der Bund 28 von seinem Sitz abgehoben und der Dampf gelangt daher beim Schließen der Feuertür aus dem Zylinder 22 durch den Kanal 23 zu dem Gebläse 35 und der Düse 16. Somit wird einerseits der bekannte Schleier gebildet, welcher zur innigen Durchmischung der Rauchgase mit der Luft erforderlich ist, und andererseits durch das Gebläse die Luft strahlartig eingeblasen. Gleichzeitig betätigt aber die Kolbenstange 27 auch den Hebel 10 und verändert damit den Querschnitt der Lufteintrittsöffnung. Läßt der Heizer den Hebel I los, so wird das Ventil 4* auf seinen Sitz gezogen, das Ventil 4" geöffnet und es tritt wieder Dampf durch den Kanal 30 von oben her auf den Kolben 26. Da dieser eine größere Angriffsfläche findet als der auf die Unterfläche des Kolbens wirkende Dampf, so drückt er den Kolben 26 nach unten; damit hierbei nicht ein plötzliches Heruntergehen des Kolbens eintritt, ist das Flüssigkeitshemmwerk vorgesehen.
Bei Feuerungen, bei denen Wasserdampf nicht zur Verfügung steht, statt dessen beispielsweise flüssiger Brennstoff verwendet wird, ist die Anordnung so getroffen, daß über der Feuertür ein Behälter 11 mit Benzin oder sonst leicht zu vergasender Flüssigkeit sitzt, dessen Ausfluß durch einen Hahn 37 geregelt wird. Dieser ist durch eine Schwinge 38 mit der unter dem Einfluß einer Feder 39 stehenden Stange 27* des Flüssigkeitshemmwerkes verbunden. In dem Behälter 11 befindet sich ein Kolben 40, der durch eine Mutter 41 einen starken Preßdruck erhält, mit welchem er auf das Benzin o. dgl. wirkt. Zu diesem Zwecke ist die Mutter auf der Nabe eines Bügels 42, in welcher sich die Stange 4ο3 des Kolbens verschieben kann, ■verstellbar. Zwischen dem Bund der Stange und dem Griff ist eine Feder 43 eingeschaltet.
Bei der dargestellten Ausführungsform schließt der Heizer die Feuertür mittels des Hebels 10 und spannt durch Hochheben desselben die Feder 39, wodurch gleichzeitig der Hahn 37 geöffnet wird. Das unter hohem Druck stehende Benzin tritt nun in die Kanäle 12 und 13 und verwandelt sich vor den Düsen durch die Wärme in Gas. Die Wirkung des gespannten Gases ist dieselbe wie die des Dampfes. Die Rückwärtsbewegung wird — sobald der Heizer den Hebel 10 losläßt — durch die Feder 39 bewirkt, indem sie die Kolbenstange 27" nach unten drückt, wobei die Lufteinlaßöffnungen 9 abgedeckt und der Benzinhahn vor beendetem Hub abgeschlossen wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Rauchverbrennung bei Feuerungen mittels durch die Feuertür eingeführter Oberluft und eines oberhalb . der Feuertür eingeführten Dampfstrahles, deren Einsteuerung zwangläufig geschieht, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberluft durch Dampf oder unter Druck stehendes Gas strahlartig eingeblasen wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Schließen der Feuertür der Dampfzutritt zu dem Räume über dem Kolben (26) des Hemmwerkes abgesperrt wird, worauf der unter dem Kolben wirksame Dampf letzteren hebt und damit der Zutritt zu den Kanälen (23 und 12) frei wird, durch welche der Dampf zu einem Gebläse (35) in der Mitte des Oberluftschiebers strömt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (4a und 4b) zur Regelung des Dampfzütrittes über und unter dem Kolben (26) auf einer gemeinsamen Ventilspindel sitzen, die von dem zum Öffnen und Schließen der Feuertür dienenden Hebel (1) gesteuert wird.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bei Verwendung von Gasen, gekennzeichnet durch einen Vorratsbehälter (11) für unter hohem Druck stehende, leicht vergasende Flüssigkeit, die nach öffnen eines Hahnes in die Zuleitungskanäle (12 und 13) eintritt und in ihnen vergast.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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