DE179405C - - Google Patents

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DE179405C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/047Vacuum generating means, e.g. by connecting to the air-inlet of a tractor engine

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 179405 KLASSE A5g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1905 ab.
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Regelung des Druckes und des Arbeitsganges bei Melkmaschinen, und zwar insbesondere jener Art, bei denen das Melken der Zitzen durch abwechselndes Zusammendrücken und Freigeben von zwei in den Zitzenpressen übereinander angeordneten Beuteln erfolgt, und wobei die Druckerzeuger als biegsame, das Druckmittel aufnehmende Bälge ausgebildet
ίο sind, die durch umlaufende Unrundscheiben abwechselnd zusammengedrückt und freigegeben werden.
Es ist bekannt, das Druckmittel den Beuteln in verschieden großen Mengen je nach der Einstellung eines mit den Beuteln verbundenen und einen Teil des Druckmittels aufnehmenden, als Druckregler bezeichneten Gefäßes zuzuführen ; es wurde demnach die Regelung durch Verzweigung einer unveränderlichen Druckmittelmenge einerseits nach den Beuteln, andererseits nach einem einstellbaren Gefäß (Druckregler) bewirkt.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden Vorrichtungen, welche eine Regelung in weiteren Grenzen gestatten, als dies mittels . der beschriebenen bekannten Vorrichtung der Fall sein kann. Bei der vorliegenden Erfindung ist die Anordnung derart getroffen, daß die Beutel mit dem Druckerzeuger eine geschlossene Druckmittelbahn bilden und die Druckerzeuger auf elastischen Bälgen aufruhen, die mit Luft gefüllt sind und mit besonderen Behältern sowie der Luftpumpe, gegebenenfalls jedoch nur mit der letzteren, zu einem anderen Stromkreis sich ergänzen. Bei den bekannten Maschinen, bei denen die Druckerzeuger für die Zitzenbeutel auf elastischen Bälgen aufliegen, dienen diese nicht zur Druckregelung, sondern zur Druckübertragung von einem für mehrere Stromkreise gemeinsamen Druckerzeuger. Es ist ersichtlich, daß eine Anordnung gemäß vorliegender Erfindung schon deshalb eine Regelung in weiteren Grenzen gestattet, weil die Menge der Luft leicht geändert werden kann. Des ferneren ist die Anordnung . wesentlich vereinfacht, da die Druckreglergefäße entfallen. Eine Änderung der Zeitfolge der Wirkung der oberen und unteren Beutel wird bei der vorliegenden Erfindung dadurch bewirkt, daß der Abstand zwisehen den Hebeln und den Unrundscheiben, welche während ihrer Umdrehung die das Druckmittel enthaltenden Druckerzeuger zusammenpressen und hierdurch das Druckmittel in die Zitzenpressen drücken, verschieden groß gewählt werden kann, indem .Stellkeile zwischen die Hebel und die zugehörigen Unterlagsplatten eingeschoben werden. Ein übermäßiges Anwachsen des Druckes in den Druckerzeugern wird, wie schon aus dem Vorhergehenden folgt, dadurch verhindert, daß diese auf elastischen Bälgen angeordnet sind, welche nachgeben, wenn der Druck in denselben über eine gewisse Grenze wächst.
Vorteilhafterweise wird die Anordnung derart getroffen, daß die die Druckerzeuger beeinflussenden Hebel, die Druckerzeuger, die; elastischen Bälge und die Luftbehälter nebst den zugehörigen Teilen auf einem Wagen getrennt von den an Ort und Stelle fest ein-
gebauten Unrundscheiben angeordnet sind, so daß der Wagen von einem Stall in den anderen gefahren werden und mit jeder Unrundscheibe zusammen arbeiten kann, wodurch sich die Kosten der Anlage wesentlich vereinfachen. In den Zeichnungen zeigen Fig. ι die Vorrichtung in Draufsicht, Fig. 2 einen Längsschnitt nach F-F der Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung in gedrehter Stellung
to und Fig. 4 eine Seitenansicht.
An einer Grundplatte 108 sind Lager 107 angeordnet, in denen eine Welle 106 drehbar gelagert ist. Dieselbe trägt Unrundscheiben j 109, 110, ein Schwungrad in und eine Riemenscheibe 112, durch welche der Antrieb der Vorrichtung von irgend einer geeigneten Kraftquelle aus erfolgt. Die Unrundscheiben 109 und 110 arbeiten mit Reibungsrollen 113 bezw. 114 zusammen, die an Enden von Hebeln 115 und 116 drehbar angeordnet sind. Die letztgenannten Hebel sind an Arme 117 und 118 angeschlossen, die auf einer in Armen 120 und 121 drehbar angeordneten Spindel 119 angelenkt sind. Die Arme 120 und 121 ragen nach aufwärts aus- einem trogartigen Gestell 122 hervor. Unterhalb des Hebels 115 ist ein zweckmäßig zylindrischer Druckerzeuger — Druckbeutel ·— 123 angeordnet, der unter Vermittlung der Hauptspeiseleitung 69 mit den zu den Zitzenpressen führenden Zweigrohren in Verbindung steht. Für alle oberen Beutel einer Anzahl von für je ein Melktier dienenden Pressen dient in bekannter Weise je ein Druckbeutel,
Unterhalb des Hebels 116 ist ein ähnlicher Druckbeutel 124 angeordnet, welcher durch die Hauptspeiseleitung 71 und die Zweigrohre mit den unteren Beuteln'der Zitzenpressen verbunden ist. ■ Auch hier ist die Anordnung so getroffen, daß ein Druckbeutel für alle unteren • Beutel der zum Melken eines Tieres bestimmten Pressen dient. Unterhalb der Hebel 115 und 116 sind Platten 125 und 126 und unter diesen scheibenförmig gestaltete Druckblöcke 127 und 128 angeordnet.
Der Druckbeutel 123 liegt auf einem Luftkissen 129 auf,, welches durch eine Leitung 130 mit einem zweckmäßig metallenen, zylindrischen Luftbehälter 131 in Verbindung steht, der einerseits mit einem Druckmesser 132 und andererseits mit einem Auslaßhahn 133 ausgestattet ist. In ähnlicher Weise liegt der Druckbeutel 124 auf einem Luftkissen 134 auf und steht durch ein Rohr 135 mit einem Behälter 136 in Verbindung, welcher dem Behälter 131 ähnlich ist und ebenfalls mit einem Druckmesser 137 und einem Auslaßhahn 138 versehen ist. Beide Behälter erhalten unter Vermittlung einer Luftpumpe 139 gewöhn licher Bauart durch die Zweigleitungen 140 und 141 Luft, wobei die Verbindung der Pumpe mit dem einen oder dem anderen Behälter durch entsprechende Einstellung· eines Zweiweghahnes 142 bewirkt wird. In die Leitung sind Rückschlagventile 143 und 144 bekannter Bauart eingeschaltet. Die Luftkissen weisen im Innern senkrecht angeordnete Zwischenwände 145 auf, die dazu dienen, die Aus-, dehnung der Luftkissen nach aufwärts nur bis zu einer bestimmten Grenze zu ermöglichen.
Ohne eine derartige Einrichtung würde die Ausdehnung der Luftkissen nach aufwärts bei der Aufwärtsbewegung der Unrundscheiben größer werden und der Hub der Unrundscheiben daher entsprechend größer ausfallen müssen, um das Füllen der Druckbeutel zu ermöglichen. Werden die Luftkissen genügend groß gemacht, so können die'Behälter 131 und 136 entfallen. Es ist jedoch vorteilhafter, die Behälter in jedem Falle zu verwenden. Die Hebel 115 und 116 werden nach vollendetem Abwärtshub der Unrundscheiben durch die schraubenförmig gewundenen Druckfedern 146 und 147 zurückbewegt; diese Druckfedern sind zwischen den unteren Seiten der Hebel und dem Boden des Troges 122 angeordnet. Die Hebel stehen mit dem Trogboden durch Schnüre 148 und 149 aus Leder oder ähnlichem Material in Verbindung, durch welche das Verdrehen der Hebel nach aufwärts über eine gewisse Grenze hinaus vermieden wird.
Ein wirksames Melken ist bekanntlich nur dann ermöglicht, wenn die oberen -Beutel einer Zitzenpresse vor den unteren Beuteln zusammengedrückt werden. Um dies zu erzielen, gelangen Platten 125 und 126 unterhalb der Hebel 115 und 116 zur Verwendung. Zwischen dem Hebel 115 und der Platte 125 wird ein Keil 150 und zwischen dem Hebel 116 und der Platte 126 ein Keil 151 eingesetzt.
Die Platten sind an ihren hinteren Enden durch Zapfen 152 und 153 in den Armen 117,118 angelenkt. Durch Einstellung eines der Keile zwischen dem Hebel und der Platte wird der Druckblock 127 oder 128 näher oder weiter an bezw. von der zugehörigen Unründscheibe hin bewegt, mit dem Erfolg, daß der Druckblock je nach der Einstellung früher oder später zur Wirkung auf den Druckbeutel gelangt. Jeder Keil ist mit einer sich nach rückwärts erstreckenden Einstellstange 154 verbunden, die eine nach aufwärts gerichtete und mit einem bügelartig gestalteten Handgriff 155 versehene Verlängerung aufweist.
Der Handgriff gelangt je nach Einstellung der Stange 154 mit einer der in einem gezahnten Ausleger 156 vorgesehenen Kerben an der oberen Seite des Hebels in Eingriff und hält derart den entsprechend eingestellten Keil in der ihm gegebenen Stellung fest. An den Platten sind Leisten 162 befestigt, die zur Führung der Keile dienen.
Sind die Druckbeutel in geeigneten Verhältnissen mit dem Druckmittel gefüllt, so ist eine entsprechende Einstellung der Keile nicht notwendig; sie findet jedoch vorteilhafterweise statt, wenn die Füllung der Beutel nicht mit hinreichender Genauigkeit bewirkt wurde.
Zwecks Erleichterung des Tragens des Troges ist an demselben ein Handgriff 157 vorgesehen.
Es empfiehlt sich, die Unrundscheibenwelle ununterbrochen laufen zu lassen und die Melktätigkeit allmählich steigern zu lassen. Um dies zu bewirken, ist die Anordnung derart getroffen, daß' die Druckerzeuger und die zugehörigen Hebel so weit gesenkt werden können, bis sie außer Bereich der Unrundscheiben gelangen. Der Trog 122 liegt auf einer Plattform 158 (Fig. 2) auf, welche an ihrem hinteren Ende an die Grundplatte 108 angelenkt ist. Quer über die Grundplatte erstreckt sich eine abgeflachte Stange 159, die exzentrisch in den Grundplattenwänden gelagert ist, so daß bei Verdrehung der Stange in die mit vollen Linien in Fig. 2 gezeigte Stellung das vordere Ende der Plattform und mit ihr das vordere Ende des Troges gehoben wird. An die Druckbeutel 123 und 124 sind Leitungen 179 und 180 angeschlossen, die mit Hähnen 181 und 182 zwecks Anschlusses von biegsamen Leitungen ausgestattet sind. Diese Leitungen sind an ihren oberen Enden mit Trichtern versehen, durch welche das Druckmittel den Druckbeuteln von einer gewissen Höhe zugeführt werden kann, so daß der Zutritt der Luft in die Beutel verhindert ist.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung
    zur Regelung des Druckes und des Arbeitsganges bei MeIkmaschinen, bei denen die das Druckmittel aufnehmenden und mit den zugehörigen Zitzenpressenbeuteln durch eine Leitung verbundenen Druckerzeuger auf elastischen Bälgen aufruhen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bälge (129,134) mit Luft gefüllt sind, deren Spannung willkürlich geändert werden kann, zum Zwecke, eine Regelung des Druckes in der Druckerzeugerleitung durch Regelung des Luftdruckes in den elastischen Bälgen in einfacher Weise zu bewirken.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Bälge mit im Innern derselben angeordneten, zweckmäßig durchbrochenen Zwischenwänden (145) ausgerüstet sind, zum Zwecke, die Ausdehnung der elastischen Bälge nur bis zu einer bestimmten Grenze zu ermöglichen.
  3. 3. Melkmaschine nach Anspruch 1 mit einer Druckerzeugungsvorrichtung, bei welcher die Druckerzeuger durch Unrundscheiben unter Zwischenschaltung von einseitig angelenkten Hebeln oder dergl. sowie unter diesen angeordneten Unterlagsplatten zusammengedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlagsplatten (Platten 125,126) einseitig gelenkig angeordnet sind und einstellbare Keile (150, 151) zwischen Hebel und Unterlagsplatten eingeschaltet sind, zum Zwecke, den Angriffspunkt für die Unrundscheiben (109, 110) und dadurch die Zeitfolge der Zusammendrückung der zusammengehörigen Verdichtungsbeutel ändern zu können.
  4. 4. Melkmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Druckerzeuger und die zugehörigen Teile tragende Plattform schwenkbar angeordnet ist und unter Vermittlung von ein- und feststellbaren Exzentern oder dergl. eingestellt werden kann, zum Zwecke, einerseits die Melktätigkeit zu Beginn allmählich steigern zu können und andererseits die Leerlaufsarbeit zu verringern.
  5. 5. Melkmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckerzeuger und die zugehörigen Teile auf einem fahrbaren Wagen angeordnet sind, zum Zwecke, denselben Wagen mit verschiedenen Unrundscheiben zum Zusammenwirken bringen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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