DE179046C - - Google Patents

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DE179046C
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distillate
distillation
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pipe
pressure
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DE1905179046D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/42Regulation; Control

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 179046-KLASSE 12«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. November 1905 ab.
Die Destillation, insbesondere jene höher siedender Kohlenwasserstoffe, ist bekanntlich mit der Zersetzung eines Teiles des Destillates verbunden, und um" diese zu vermeiden oder tunlichst zu verringern, wird die Destillation unter Minderdruck ausgeführt. Zur Evakuierung werden Vakuumpumpen oder sogenannte Dampfstrahlluftsaugapparate gebraucht. Die Einrichtung ist meist eine solche, daß durch ein
ίο zwischerigeschaltetes evakuiertes Gefäß der Minderdruck im Destillierkessel, den. Vorlagen und den diese verbindenden Rohrleitungen der gleiche ist. Der. Umstand, daß alle Teile der Anlage, selbst der Ausfluß des Destillates in die Vorlage und auch diese selbst, unter Minderdruck stehen, also luftdicht abgeschlossen werden müssen, erschwert aber eine fortwährende und scharfe Beobachtung des Destillationsgan&es und erfordert besondere Vorsicht.
Es hat sich nun gezeigt, daß man die Destillation unter Minderdruck auch unter Hinweglassung der Vakuumpumpen oder Dampfstrahlluftsaugapparate mit Vorteil ausführen kann, wenn man die Regelung des Druckes durch eine Flüssigkeitssäule vornimmt, welche aus dem während der Destillation enthaltenen Destillate entsteht. Man hat zwar bereits vorgeschlagen, die Regelung des Druckes in Gefäßen durch eine in der Höhe einstellbare Flüssigkeitssäule vorvorzunehmen. (The Development of the Mercurial Air Pump by S. P. Thompson 1888, Fig. 9.) Mit diesen Einrichtungen ist aber eine selbsttätige Regelung des Druckes durch die Höhe der Flüssigkeitssäule nicht möglich. Wenn man, wie es nach der vorliegenden Erfindung geschieht, die während der Destillation ent40
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stehende Flüssigkeitssäule dazu benutzt, den Druck zu regeln, so erfolgt diese Regelung entsprechend dem Gange der Destillation, da von diesem wiederum die Flüssigkeitssäule abhängig ist. Mit dem Fortschreiten der Destillation steigt auch das spezifische Gewicht des kondensierten Destillates. Infolgedessen wird nach der vorliegenden Erfindung auch der Minderdruck in dem Destillationskessel selbsttätig erhöht. Wenn z. B. infolge starker Heizung des Kessels eine größere Menge Destillat erzeugt wird, als dem eingestellten Minderdruck entspricht, so verlängert sich bei der vorliegenden Einrichtung sofort selbsttätig die Flüssigkeitssäule und erhöht den Minderdruck.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung im senkrechten Schnitt veranschaulicht.
Die beim Erwärmen der im Destillierkessel A enthaltenen Flüssigkeit entweichenden Dämpfe gelangen in den Dephlegmator B und aus diesem in die wasserumspülte Rohrschlange D des Kühlers C, wo sie kondensiert Und wieder tropfbar flüssig werden. Das flüssige Destillat kommt dann in das Rohr E, welches an geeigneten Stellen, in Form eines liegenden 8 gebogen und je an dessen tiefster Stelle mit einem Hahn G, H, I versehen ist. Dieses Rohr E wird von dem Destillat erfüllt, ■ und im Verhältnis zur Höhe dieser Flüssigkeitssäule und dem spezifischen Gewicht des Destillats vermindert sich der Druck im Dephlegmator und Destillierkessel.
Längs dem Rohre E läuft ein zweites Rohr F, welches an jenen Stellen, an welchen sich bei E die Hähne befinden, trichterförmige Abzwei-
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gungen "aufweist, die den Zweck haben, das aus dem Hahne ausfließende Destillat aufzunehmen und bis zur Vorlage zu leiten. Die Hähne werden in der den Betriebserfordernissen entsprechenden Entfernung voneinander angebracht, wodurch es bei öffnen des einen und ■ Schließen des anderen Hahnes möglich wird, den dem jeweiligen Stande der Destillation entsprechenden Minderdruck zu erreichen. Der
ίο Dephlegmator B endet unten in einem Konus, an welchen sich die Rohre N und R anschließen. Die Rohre N und R sind durch Hähne abschließbar, wodurch der durch die Luftkühlung kondensierte Teil des Destillats entweder zurück in den Destillierkessel A oder aber, bei öffnen des Hahnes P und Schließen des Hahnes im Rohre N, in die Vorlage geleitet werden kann. Im letzteren Falle wird an das Rohr R, unter Berücksichtigung von dessen Flüssigkeitssäule, ein ähnlich wie Rohr E und neben diesem ein wie F geformtes Rohr angebracht. Der Dephlegmator B kann, wenn eine genaue Trennung der Fraktionen bei der Destillation nicht bezweckt wird, ganz fortgelassen werden, in welchem Falle sich der Rüssel des Destillierkessels direkt an den Kühler anschließt. Anstatt des an entsprechenden Stellen halbkreisig gebogenen Rohres E und dem an der tiefsten Stelle des unteren Halbkreises befindlichen Hahnes können in die Leitung E' Dreiweghähne oder andere zweckmäßig einstellbare Verschlüsse eingebaut werden.
Auch kann, wenn Flüssigkeiten von verschiedener Dichte destilliert werden sollen, statt des gebogenen Rohres E ein biegsamer Metallschlauch verwendet werden, wodurch die evakuierende Flüssigkeitssäule jederzeit nach Belieben eingestellt werden kann.
Bei dieser Anordnung der Apparatur kann das Destillat trotz des im Destillierkessel herrschenden Minderdruckes frei ausfließen und jederzeit beliebig beobachtet werden. Der Betrieb wird dadurch weniger umständlich, sicherer und billiger. Auch sehr leichtflüchtige Flüssigkeiten können bei dieser1 Vorrichtung unter Minderdruck destilliert werden, denn der bei Anwendung von Saugvorrichtungen entstehende Verlust durch Verdunstung wird hier gänzlich vermieden, weil die das Vakuum bewirkende Flüssigkeitssäule als Schutz gegen Verdunstung angesehen werden kann.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Regelung des Minderdruckes in Destillationsgefäßen, dadurch gekennzeichnet, daß der Minderdruck durch die Flüssigkeitssäule des kondensierten Destillates erzeugt und durch die nach Bedarf einstellbare Höhe dieser Flüssigkeitssäule geregelt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905179046D 1905-11-26 1905-11-26 Expired DE179046C (de)

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