DE105440C - - Google Patents

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DE105440C
DE105440C DE1898105440D DE105440DA DE105440C DE 105440 C DE105440 C DE 105440C DE 1898105440 D DE1898105440 D DE 1898105440D DE 105440D A DE105440D A DE 105440DA DE 105440 C DE105440 C DE 105440C
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water
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DE1898105440D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B7/00Water main or service pipe systems
    • E03B7/09Component parts or accessories
    • E03B7/10Devices preventing bursting of pipes by freezing
    • E03B7/12Devices preventing bursting of pipes by freezing by preventing freezing

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Safety Valves (AREA)
  • Temperature-Responsive Valves (AREA)

Description

ι,-' ί
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verhütung des Einfrierens von Wasserleitungen, die in der Weise wirkt, dafs bei entsprechender Temperaturverminderung ein Mitlaufventil geöffnet wird, wodurch das in den Leitungen befindliche Wasser durch beständige Strömung am Einfrieren verhindert wird, während bei einem Steigen der Temperatur das beständige Laufen des Wassers wieder durch selbsttätiges Schliefsen des Ventils abgestellt wird.
In Fig. ι ist die Vorrichtung in einem Verticalschnitt dargestellt, während die Fig. 2 bis 4 einige Beispiele der praktischen Verwendung der neuen Vorrichtung zeigen.
Die eigentliche Vorrichtung (Fig. 1) besteht aus einem abgeschlossenen Behälter c, der oben eine verschliefsbare Füllöffnung Z sowie eine Luftöffnung Z1 und seitlich einen Ueberlauf k besitzt.
Nach unten erfolgt der Abschlufs durch den aufzuschraubenden Boden c1, an welchem das Zulaufventil ν sitzt. In diesem Behälter befindet sich ein zweiter kleinerer, nach unten offener Behälter b, der· mit ersterem fest verbunden ist, und in diesem wiederum ein noch kleineres, frei bewegliches, oben offenes Gefäfs a.
Dieses letztere Gefäfs α besitzt mehrere Führungsrippen d, so dafs zwischen den beiden Gefäfsen α und b ein genügend freier Raum bleibt.
Das im Boden cl befindliche Ventil v, das durch den Druck der Leitung stets geschlossen gehalten wird, kann vom Behälter α durch. Vermittelüng einer verstellbaren Zugstange e sowie eines Doppelhebels/ beeinflufst werden. Sind die drei Behälter sowie der übrige Mechanismus so wie gezeichnet montirt und das Zuleitungsrohr i angeschlossen, so ist zur erstmaligen Inbetriebsetzung nothwendig, dafs man durch die Einfüllöffnung Z so viel Wasser einlaufen läfst, bis dieses durch den Ueberlauf k abläuft. Während also hier das Wasser bis zum Ueberlauf k steht, dringt in den unten offenen zweiten Behälter (die Glocke b) das Wasser unter Zusammendrängen der im Behälter α und b befindlichen Luft, nur in geringem Mafse, etwa wie in Fig. 1 angedeutet, ein.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung, die selbstredend zuerst für die in Betracht kommenden Temperaturen eingestellt werden mufs, ist folgende:
Angenommen, die Verhältnisse seien richtig gewählt und die Vorrichtung befinde sich in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung, d. h. die Leitung i ist, da keine Gefahr des Einfrierens besteht, geschlossen.
Sinkt nun die Temperatur beispielsweise auf + 10R., so wird sich demzufolge die in den beiden Behältern α und b befindliche Luft zusammenziehen und das Wasser in demselben Mafse in dem Behälter b steigen, als wie sich die darin befindliche Luft verdichtet.
Das steigende Wasser hebt den Behälter a und mit diesem die Zugstange e, wodurch vermittelst des Hebels/ das Ventil ν geöffnet wird.
Das Wasser kann nun in den Behälter c einströmen und durch den Ueberlauf k fortwährend ablaufen.
Auf diese Weise ist der Zweck der Erfindung erreicht, das Wasser wird in beständiger Bewegung gehalten, und zwar so lange, als die Gefahr des Einfrierens besteht. Steigt die Temperatur wieder, so wird sich auch die Luft in den Behältern α und b wieder ausdehnen, ersterer wird nach unten gedruckt, das Ventil ν wird dadurch von dem Druck des Hebels f entlastet und unter dem Druck des in der Leitung befindlichen Wassers geschlossen.
Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder erneuten Temperaturveränderung selbsttätig, und es wird eben dadurch, dafs der Temperatur selbst das Bethätigen des Ventils überlassen wird, eine sichere Wirkung erreicht.
In Fig. 2 ist die mit A bezeichnete Vorrichtung an einer Küchen- oder dergleichen Wasserleitung angeordnet, das Ueberlaufsrohr k leitet hierbei das abfliefsende Wasser nach dem Ausgufs.
In Fig. 3 befindet sich die Vorrichtung A gleichfalls in der Nähe des Ausgusses, doch wird hierbei das überlaufende Wasser nicht direct abgeleitet, es wird vielmehr dazu benutzt, eine weitere Vorrichtung zu bethätigen, die die Hauptwasserleitung selbst absperrt und gleichzeitig die Hausleitung entleert.
Zu diesem Zwecke wird der Ueberlauf k bis an die Stelle, wo sich der Haupthahn befindet, geleitet.
An Stelle des gewöhnlichen Absperrhahnes ist ein Hahn H vorgesehen, der durch einen ein Wassergefäfs W und ein Gegengewicht G tragenden Hebelarm B geöffnet oder geschlossen werden kann.
Ein zweiter, hinter dem Haupthahn eingeschalteter Entleerungshahn C, der bei geöffnetem Haupthahn geschlossen ist, wird bei einem Schliefsen des Haupthahnes H, dadurch, dafs sein Gewicht D direct mit dem Gegengewicht G verbunden ist, gleichzeitig geöffnet.
Bei der in Fig. 3 gezeichneten Stellung ist der Haupthahn H geöffnet und der Entleerungshahn C geschlossen; sinkt nun die Temperatur bis zu dem Grade, bei welchem die Vorrichtung A in Thätigkeit tritt, d. h. das Wasser durch den Ueberlauf k nach dem Gefäfs W gelangt, so wird letzteres, nachdem es so weit gefüllt ist, dafs es das Gegengewicht G überwinden kann, nach links gedreht, wodurch der Haupthahn H geschlossen und zugleich der Entleerungshahn C geöffnet wird.
In Fig. ι ist eine Anordnung der beiden Vorrichtungen bei einer im Freien befindlichen Wasserleitung, wie für Garten, Höfe, Springbrunnen, Wasserpfosten u. s.w., dargestellt; auch hier wird bei Eintritt einer entsprechend niedrigen Temperatur der Haupthahn H geschlossen und die ganze Leitung einschliefslich Ueberlauf durch gleichzeitiges Oeffnen des Entleerungsventils C entleert, wodurch das Einfrieren der Leitung vermieden wird.
Bei den beiden letzteren Ausführungsformen (Fig. 3 und 4) findet jedoch ein selbsttätiges Schliefsen und Wiederöffnen der Hauptleitung nicht statt, die Leitung bleibt vielmehr, wenn einmal durch den Temperatureinflufs geschlossen , stets geschlossen, und ist behufs Oeffnens des Haupthahnes nothwendig, dafs das Gefäfs W wieder entleert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur selbsttätigen Verhütung des Einfrierens von Wasserleitungen, dadurch gekennzeichnet, dafs von zwei in einander gesetzten, in einem das Zulaufventil ν tragenden Gefäfse c eine Luftkammer bildenden Behältern α b der innere α infolge der bei Temperaturänderung eintretenden Raumänderung der zwischen α und b eingeschlossenen Luftmenge von dem in die Glocke b eindringenden Wasser selbsttätig gehoben wird und dadurch ein Zulaufventil ν selbsttätig öffnet, so dafs in Zusammenwirkung mit einem Ueberlaufe k das Wasser in der Leitung durch geringen Ausflufs in steter Bewegung bleibt und nicht einfrieren kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1898105440D 1898-09-06 1898-09-06 Expired DE105440C (de)

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DE105440T 1898-09-06

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DE105440C true DE105440C (de) 1899-09-30

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DE1898105440D Expired DE105440C (de) 1898-09-06 1898-09-06

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