DE17719C - Maschine zum Anschlagen der ; Nadeln an Schnürriemen - Google Patents

Maschine zum Anschlagen der ; Nadeln an Schnürriemen

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DE17719C
DE17719C DENDAT17719D DE17719DA DE17719C DE 17719 C DE17719 C DE 17719C DE NDAT17719 D DENDAT17719 D DE NDAT17719D DE 17719D A DE17719D A DE 17719DA DE 17719 C DE17719 C DE 17719C
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sheet metal
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DENDAT17719D
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PH. BAR THELS-FELD-HOFF in Barmen
Publication of DE17719C publication Critical patent/DE17719C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00Making other particular articles
    • B21D53/58Making other particular articles end-pieces for laces or ropes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Herstellung des im Handel unter dem Namen »Schnürriemen« (Schuhsenkel) vorkommenden Artikels mit Nadelbeschlag wird dem Arbeiter der Riemen endlos auf Kronen und das Blech für die Nadeln in Tafelform geliefert. Die Manipulationen behufs Fertigstellung dieser beschlagenen Schnürriemen sind bei der Handfabrikation mancherlei Art, und zwar:
1. der endlos auf Kronen gewickelte Riemen ist auf einen Haspel zu bringen und in Bündeln abzubinden;
2. diese Bündel sind zu durchschneiden;
3. die Blechtafeln für Herstellung der Nadeln sind in Streifen zu schneiden;
4. die Streifen sind in rechteckige Stücke zu zerlegen, welche, gebogen werden;
5. jedes Ende eines Riemens ist mit einem gebogenen Blechstück zu durchschlagen;
6. die angeschlagenen Riemen sind in Dutzendbündeln abzubinden, welche dann weiter verpackt werden.
Durch die vorliegende Maschine soll ermöglicht werden, dafs der von einer Krone abgezogene Schnürriemen in abgemessenen Längen mit Doppelnadeln beschlagen und dafs diese dann selbstthätig durchschnitten werden, so dafs die Arbeiterin die einzelnen Riemen dutzendweise abnehmen und abbinden kann. Diese Arbeiterin soll gleichzeitig das Einlegen der Blechtafeln in den Schneidapparat der Maschine besorgen, um auf Vorrath Streifen· für die Nadeln zu erhalten, so dafs bei Beginn der Arbeit ein gröfseres Quantum, etwa für einen Tag ausreichend, auf einmal eingelegt werden kann.
Das bei dieser Maschine zur Verarbeitung kommende Material (flache oder runde Riemen, Knopfblech, Weifsblech oder Messingblech) bleibt wie bei der Handfabrikation; auch ist bei der weiteren Behandlung des Riemens nur zu erwähnen, dafs derselbe continuirlich die Maschine zu durchlaufen hat, welche still steht, sobald ein Knoten im Riemen vorkommt. Die Nadel jedoch wird wesentlich anders behandelt als bisher. Fig. 13 zeigt das gewöhnliche Blechstück in vergröfsertem Mafsstabe; es hat in der Längsrichtung der Nadel einige durch Stifte eingedrückte Zacken, welche den Zweck haben, die Nadel am Riemen festzuhalten, wie aus dem Querschnitt ersichtlich ist. Um diesen Zweck vollkommener zu erreichen, so vollständig, dafs der prüfende Consument nicht im Stande ist, den Riemen aus der Nadel zu ziehen, habe ich für jeden einzelnen Zacken eine ganze Querreihe von Zacken hergestellt, so dafs, wie Fig. 14 im Querschnitt in vergröfsertem Mafsstab darstellt, eine so intensive Befestigung des Riemens mit der Nadel erzielt wird, dafs dieselben nicht mehr von einander zu trennen sind. Um diese Blechstücke herzustellen, konnte ich die bisher benutzte Scheere nicht- verwenden, weil mit dieser nur eine Reihe von Zacken in der Längsrichtung der Nadel eingedrückt werden kann, nicht in der Querrichtung. Dann ist noch zu erwähnen, dafs ich Doppelnadeln verwenden kann und nur halb so viel Streifen zu schneiden brauche als bisher.
Der zur Maschine gehörige Apparat zum Blechschneiden ist in Fig. 1, 2 und 3 dargestellt. Als Werkzeug dienen zwei auf einander laufende Walzen und ein Kreismesser. Die Unterwalze ax hat am Umfang so viele Stift-
reihen, als der Blechstreifen Zackenreihen erhalten soll, und die doppelte Nadellänge zur Breite. Die Oberwalze a2 hat den Stiftreihen entsprechende Nuthen und sitzt auf einer konischen Achse a3, welche mit ihrer konischen Verlängerung im Oberlager at läuft. Dieses ist verschraubt mit dem Unterlager «5, in welchem die Achse ae drehbar ist, zur Aufnahme einer Riemscheibe a7 auf der einen Seite und der vorhin erwähnten Unterwalze ax auf der anderen Seite, wo auf der Verlängerung noch das Kreismesser aä und eine Schrauben-"rnutter a<, zum Fixiren beider Theile Platz finden. Das Kreismesser steht mit seiner Schneide am Umfang der Unterwalze etwas vor und läuft scharf an der Kopffläche der Oberwalze, dergestalt, dafs das durchgeschobene Blech geschnitten wird. Der durch die Walzen laufende Streifen wird gleichzeitig gestiftet. Zur Führung des Bleches dient die Platte a10, welche rechtsseitlich mit einem Leistchen «u versehen ist und durch die Schraube al2 verstellbar am Unterlager befestigt werden kann. Das Blech wird an das Leistchen all angedrückt und in das Walzenpaar geschoben. Um das Kreismesser elastisch an die Kopffläche der Oberwalze anzuschmiegen, befindet sich genau in der Richtung der Achse des Messers in der Kopfwand des Unteriagers eine Bohrung, die eine Stellschraube al3 aufnimmt,Tim mit dieser durch einen Körnerbolzen «u gegen die Kreismesserachse drücken zu können. Zwischen Schraube und Bolzen ist ein Metallscheibchen «is und ein Gummi- oder Lederscheibchen «j6 eingepafst. Das Unterlager ist durch vier Schrauben auf der Tischplatte A befestigt, welche auch den weiter zu beschreibenden Maschinentheilen zur Unterlage dient. In diesen Figuren ist ferner dargestellt, wie der Antrieb der ganzen Maschine bewerkstelligt und wie dieser unterbrochen wird, wenn in dem zu beschlagenden ■ Schnürriemen ein Knoten vorkommt.
: Die Riemscheibe a7 des Schneidapparates -empfängt ihre Bewegung von der Scheibe al7 auf der Maschinenbetriebs welle B; diese wird durch die Riemscheibe B1 von einer Transmissionswelle getrieben, sie ist jedoch nicht auf der Achse befestigt, sondern läuft als Losscheibe, wenn nicht die Kupplungshülse B2 eingerückt ist, welche sich über den Keil B3 schiebt. Der Ausrückhebel B1 hat seinen Drehpunkt am unteren Theil des Hängelagers A1. Dieses Lager ist am Tisch A befestigt und dient als erstes Lager für die Welle B. Der Ausrückhebel B1 umgreift gabelförmig die Kupplungshülse B2 und ermöglicht die seitliche Verschiebung derselben, indem zwei gegenüberstehende Stifte in die Nuth derselben eingreifen. Das Ende des Hebels ist oben mit einem Auge versehen, grofs genug für den hindurchgehenden Schnürriemen, so lange keine Knotenstelle erscheint. Diese Knoten oder Fehlstellen sind bei der Riemenfabrikation nicht zu vermeiden, sie kommen nicht häufig vor, würden aber jedesmal eine Störung beim Nadelanschlagen verursachen, wenn die Maschine nicht aufser Betrieb käme, und dieses geschieht, sobald der Knoten bis an das Auge des Ausrückhebels gelangt. Der Hebel wird nach rechts gelegt und die Kupplung B2 aufser Contact mit der Riemscheibe B1 gesetzt.
Wie nun der Blechstreifen in Stücke von der Form Fig. 14 geschnitten wird und wie diese behufs weiterer Verarbeitung in die Maschine transportirt werden, wie ferner der Streifen nach jedem Schnitt genau um eine Theilung je nach der Breite des Blechstückes vorangeschoben und nach Verbrauch durch einen neuen ersetzt wird, ist in den Fig. 4 bis 12 dargestellt. Die Art des Schneidens und des Transportes der Blechstücke zeigt Fig. 4 in einer Detailzeichnung; die Anbringung dieser Theile ist in Fig. 5 und 15 ersichtlich. Ein auf- und niedergehendes Untermesser bu oben rechtwinklig abgegrenzt, bewegt sich an dem mit einer Schneide versehenen Obermesser b% scharf vorbei. Ist ein Blechstreifen b3 bis vor den Widerhalt bt um ein Stück vorgeschoben, so wird dieses beim Aufgang des Untermessers abgeschnitten und auf die Höhe der Transportbahn b5 befördert. Um eine Walze bs, welche von der Maschine continuirlich gedreht wird, und um die beiden Stifte b7 und b%, welche in Körnerlagern leicht beweglich sind, ist ein Gummibändchen ohne Ende gespannt, derart, dafs der horizontale Theil desselben fast die Transportbahn b5 berührt. Wird das abgeschnittene Blechstückchen durch das Untermesser bis unter das Gummiband gehoben, an welchem es infolge der Zacken leicht haftet, so läuft es sofort mit diesem an das Ende der Bahn und fällt hier in eine Vertiefung einer Scheibe, wo es nachher bei der Beschreibung des Nadelanschlages weiter verfolgt werden soll.
Zur Fortbewegung des Streifens dient ein Band ohne Ende, Fig. 5, welches in. Form eines Rechtecks gespannt ist, bs b10 bn b12. Von zwei gegen einander drückenden Walzen b13 und bn wird die eine durch die Maschine, intermittirend gedreht; das durch die beiden Walzen gehende Band wird daher jedesmal um ein Stück in der Pfeilrichtung fortbewegt. Das Bandstück 612 läuft durch den in einer Leiste b15, Fig. 6, gebildeten Kanal von der Breite des Blechstreifens und von hinreichender Länge. Zur weiteren Führung des Bandes dient eine Walze bie. Zwei Ständer C1 C2, welche auf den schon erwähnten Tisch A aufgeschraubt sind, dienen zur Lagerung der Walzen ^13 blt ί/ί6 und der Leiste ^15. Auf dem Bandstück bi2 liegt nun der Blechstreifen,
und da das Band mit der Leiste b15 bis dicht vor das Untermesser O1 geht, Fig. 4, so wird auch das letzte Blechstück an die ihm zugewiesene Stelle befördert, vorausgesetzt, dafs die Theilung ohne Rest aufgegangen ist. Um nicht davon abhängig zu sein, dafs kein Rest bleiben darf, kann man vom Untermesser das Ende der Leiste b15 so weit abstehen lassen, dafs ein Blechrest von etwa halber richtiger Breite dazwischen durchfällt.
Es ist nun das Zubringen der Streifen periodisch zu bewerkstelligen, je nach Verbrauch. Auf beiden Seiten des Gestelles C1 C2 sind an die Leiste b15 die Strebenpaare C1 C2 und C3, C1 angelehnt und befestigt; an jedem Paare ist ein Winkel C5 und C6 verschiebbar, deren fast horizontale Schenkel zur Aufnahme der Blechstreifen dienen, auf jeder Seite ein auf einander geschichtetes Quantum von derselben Höhe. Die beiden so gebildeten Blechstapel münden oben zu jeder Seite der Leiste ^15; hier hat nun eine Traverse C7 die Aufgabe, abwechselnd von beiden Stapeln einen Streifen wegzunehmen und in den Kanal von b 15 einzulegen, wenn nach etwa 70 Schnitten, wie wir annehmen wollen, der richtige Zeitpunkt da ist. Zum Aufnehmen der Streifen sind die unteren Flächen der Traverse mit je einem weichen Lederstreifen armirt, welche mit einer nicht verdunstenden Flüssigkeit feucht zu halten sind. Die Traverse hat nur eine geringe auf- und abgehende und eine gröfsere hin- und hergehende Bewegung auszuführen, derart, dafs ein Blechstreifen berührt, aufgehoben und weggeführt wird. Zu diesem Zweck sind in den Ständern C1 und C2 zwei Achsen cs und C9 drehbar gelagert, von denen die eine cs links am Ende ein konisches Rad C12 trägt, Fig. 15. Rechts an den Enden der beiden Achsen sind zwei in einander greifende Zahnräder ^10 C11 aufgekeilt. Das konische Rad C12 wird getrieben durch ein zweites C13 auf einer Achse, welche aufserdem ein Riemscheibchen cl4 zur Bewegung der Bandwalze b13 und ein Schaltrad C15 trägt. Letzteres wird durch eine Klinke C16 und durch ein Excenter C17 auf der Haupttriebwelle B, Fig. 5, geschaltet. Bei einer Umdrehung dieser Welle wird eine Nadel angeschlagen, mithin auch ein Blechstück verbraucht, und wenn ein Streifen 70 Stücke enthält, so ist das Schaltrad so zu wählen, dafs nach zweimal 70 Umdrehungen von B die Achsen cs und C9 einmal umgehen, da von jeder Achse ein Streifen eingelegt wird. Die Aufwärtsbewegung der Traverse geschieht nun in folgender Weise: In den Ständern C1 und C2 befinden sich die Schlitze cis C19, in welchen eine Achse C20 mit ihren Zapfen auf- und niederbeweglich ist, je nachdem auf der einen Seite eine Stütze C21 .und auf der anderen Seite eine Stange C22 die Zapfen der Achse hebt. Die Stütze ist drehbar mit dem Zapfen verbunden, ist in der Mitte gespalten, damit die Kanalleiste b15 durchtreten kann, und hat unten eine Form, wie der Querschnitt in Fig. 8 zeigt, so dafs zwei Knaggen auf den Achsen cs C9 bei jeder Umdrehung eine Hebung bewirken. Zu gleicher Zeit ist auf der anderen Seite die Stange C22 zu heben; dieses ist in der Figur dargestellt durch den Knaggen auf der Scheibe C23, Fig. 6, welcher, fingerartig' verlängert, gleichzeitig die Seitenbewegung der Stange und der mit ihr fest verbundenen Traversenachse bewerkstelligen soll. Das Ende der Stange gleitet bei der Seitwärtsbewegung über die Bahn c2i am Ständer C2 und fällt hier bis ungefähr auf die Scheibe C25, genauer bezeichnet so tief, dafs die Traverse C7 den Blechstapel rechts berührt. Die Scheibe C25, mit Knaggen wie bei C23, schiebt nach einer halben Umdrehung die Stange zurück.
Nach Mafsgabe des Verbrauchs der Blechstreifen, welche auf den Winkeln C5 und C6 ruhen, sind diese successive zu heben. An jedem der Winkel C5 und C6 sind zwei leicht biegsame Blechbänder C26 C27 und c2S C23 befestigt; diese gehen über Rollen C30 C31 und C32 C33 und sind an den herunterhängenden Enden mit Gewichten beschwert (wie Fig. 6 durch Pfeile andeutet), welche der Last der Blechstreifen das Gleichgewicht halten. Zum leichteren Verständnifs ist weiter in Fig. 7 ein Grundrifs der treibenden Mechanismen, in Fig. 8 und 9 zwei Querschnitte zu diesem Grundrifs vorhanden. In Fig. 7 ist aufser den schon aufgeführten Achsen ca C9 noch eine mittlere c3i gezeichnet, mit den Enden drehbar gelagert in zwei Traversen C35 C36, welche auf den beiden äufseren Achsen c$ C9 ruhen. Die drei Achsen sind mit den kr Fig. 7 dargestellten zwei Scheibengruppen C37 c3% versehen, welche durch ihre Zwischenräume die Blechbänder C30 C31 C32 C33 durchlassen. Die Scheiben der mittleren Achse sollen abwechselnd die Blechbänder an die Achse cs oder C9 andrücken, um dadurch die eine oder die andere Blechstreifenlast anzuziehen. Diese Operation wird nämlich ausgeführt durch die in Fig. 7 sichtbare, in Fig. 9 im Querschnitt dargestellte mittlere Scheibengruppe C39, von denen die beiden auf den äufseren Achsen sitzenden festgekeilt sind und Knaggen zum Andrücken haben, während die zwischen ihnen befindliche Scheibe lose auf ihrer Achse ist. Die Knaggen in Fig. 9 sind so gestellt, dafs derjenige Blechstreifenstapel angehoben wird, auf welchem gerade die Traverse C7 als Beschwerung ruht, welche so schwer ist, dafs sie nicht nachgiebt, sondern nur ein Anpressen des oberen Blechstreifens an die Ledergarnirung zuläfst und das Anhaften infolge des nassen Zustandes bewirkt. Der nun gefafste Streifen wird vom Stapel abgehoben
und zur Seite geführt, wo er sich dann, wie oben beschrieben, in den Kanal legt, sich beim Einsenken an einer der Seitenwände abstöfst, um an Stelle des verbrauchten zu treten.
Die Mechanismen zum Anschlagen der Nadeln sind hauptsächlich in Fig. 15 bis 18, zum Theil in Fig. 5 dargestellt.
In Fig. 16 sind schematisch die Profile von vier Unterstempeln dargestellt, deren äufserer, weiterer Theil zur Aufnahme des Plättchens und deren tieferer, halbrunder Theil zur Formgebung der Nadel dient. Das auf Station I empfangene Plättchen gelangt nach II, wo der Riemen darüber weggezogen und mit demselben eingedrückt wird; die beiden hervorragenden Flügel des Plättchens sind umzulegen auf Station III, der eine zuerst, wie die Figur zeigt, und darauf der zweite. In IV durchschneidet eine feine Kreissäge die dargebotene Nadel, worauf die beiden Enden aus ihrem Lager herausfallen. Nach diesem Schema sind die vier Unterstempel in einer Scheibe d, Fig. 15, hergestellt, welche senkrecht zur Achse in der Mitte einen kreisförmigen Spalt d0 hat, nur so weit, dafs die erwähnte dünne Kreissäge eingreifen kann, um die Nadel zu durchsägen.
Die Scheibe· d sitzt auf einer Achse du welche mit ihren Endzapfen ihre Lagerung in den beiden auf den Tisch A aufgeschraubten Ständern DL D2 findet. Der Zapfen rechts ist verlängert zur Aufnahme eines Schaltwerks, welches von der Triebwelle B aus geschaltet wird, und zwar hat die Schaltscheibe d2 vier Zähne, ist durch Kurbel d3, Klinke dit Zugstange ds mit dem um d6 drehbaren geschlitzten Hebel d·, verbunden, welcher durch die mit einem Zapfen versehene Kurbel ds auf Welle B niedergezogen wird, wenn B '/3 Umdrehung macht und in dieser Zeit also die Scheibe d um eine Theilung schaltet.
Während dieser Pause wird auf Station II die Scheibe d mit dem Riemen bezogen, und zwar auf folgende Weise: In Fig. 2 wurde besprochen, wie der Riemen durch das Auge des Ausrückhebels geführt wird; von hier gelangt er nun durch ein zweites Auge e an der Verbindungsstange der beiden Ständer nach dem Schiffchen ^1, welches aufser einer Durchbohrung zur Weiterführung des Riemens eine Queröffnung hat zum Durchgang einer etwas gebogenen Führungsschiene e%, wie im Grundrifs, Fig. 18, gezeigt ist. Die Führungsstange ist an den Ständern D1 Z?2 befestigt. Das Schiffchen ex mit durchgeführtem und bei Beginn der Arbeit auf Station II, Fig. 5, angeknotetem Riemen wird bei Schaltung der Scheibe d gleichzeitig von rechts in die entsprechende Lage links gebracht. Man sieht in Fig. 18 einen Stift «3 an einem mit Stellschraube auf der Achse d befestigten Ring, um welchen sich der Riemen bei der beschriebenen Bewegung des Schiffchens und der Scheibe d legt. Auf der linken Seite sitzt ebenso ein zweiter Ring auf der Achse d1} dessen Stift «4 nach der Schaltung in eine Lage gekommen ist, dafs der Riemen bei der sofortigen Rückkehr des Schiffchens sich auch um diesen Stift legen kann. Während dieser letzteren Bewegung steht die Scheibe'</'still, der Riemen geht also nicht, wie vorhin, schräg (von Stift et nach <?4), sondern parallel mit der Achse dlt legt sich bei Station II über das vorgeführte, in Station I eingelegte Plättchen und ruht dann wieder in der anfänglichen Lage. Der zurückgelegte Doppelweg, von Stift nach Stift, bezeichnet die Länge des Riemens, welcher durch Verstellen der Ringe auf d1 variirt werden kann. Das Eindrücken des Riemens mit dem Blech in den Stempel auf Station II geschieht durch das Werkzeug f, Fig. 5, am Ende des um ft drehbaren zweiarmigen Hebels /2. Der Unterarm hat zwei Flügel/3/4, Fig. 15, welchen durch zwei Knaggen /5 /6 auf Welle B die erforderliche Bewegung ertheilt wird. Bei der folgenden Schaltung von d gelangt der eingedrückte Riemen nach Station III. Hier erfolgt die weitere Arbeit, wie Fig. 5 am besten zeigt. Das zweitheilige Werkzeug g, welches geschlossen eine halbrunde Arbeitsfläche hat, ist an zwei Haltern befestigt, deren Form am unteren Ende in Fig. 11 und 12 verdeutlicht ist. Der eine Halter ^1 kann durch Hebeldruck von unten vermittelst der Zunge ^2 für sich allein bewegt werden, wodurch dann, wie bereits in Fig. 16, Station III, klar gemacht, der eine Flügel des Bleches umgelegt wird. Wenn nun, nachdem der Niedergang von ^1 durch Gewicht oder Federkraft g3 stattgefunden hat, beide Halter ^1 und g\ aufgedrückt werden, so wird die Nadel vollständig zugeprefst; g 4 wird auf gleiche Weise wie ^1 niedergezogen. Zur Herstellung des Druckes nach oben liegen unter dem Tisch A über der Welle B zwei äufsere und ein mittlerer Hebel (Fig. 10 im Grundrifs dargestellt), welche einen gemeinsamen Drehpunkt ^5 haben. Für jeden Hebel sitzt auf der Achse B ein passend geformter Knaggen, welche die vorhin benöthigte Bewegung mit dem Werkzeug g ausführen. Die äufseren Hebel besorgen gleichzeitig durch den auf ihnen ruhenden Stempel h (am oberen Ende mit O1 bezeichnet), am Ständer C1 geführt, das bei Fig. 4 besprochene Schneiden der Blechstücke; durch Gewicht oder Feder wird der Stempel niedergezogen. Die in Station III hergestellte Nadel ist während der Schaltung nach Station IV zu durchschneiden. Die Kreissäge i sitzt auf einer Achse Z1, welche in den Ständern D1 -D2 läuft und durch ein Riemscheibchen z2 von einem anderen z'3 auf der Welle B die erforderlichen Umdrehungen
empfängt. Die Achse Z1 dient gleichzeitig zum Treiben der Walze b6 in Fig. 4 vermittelst des Riemchens z\.
Zur Hin- und Herbewegung des Schiffchens ex hat dasselbe aufser den erwähnten zwei Bohrungen noch eine dritte, in welchem die durchgehende Schnur k befestigt ist, Fig. 15 und 17. Die Schnur geht über eine Rolle kx am Ständer D2 nach einer zweiten k2 und von hier nach dem Befestigungspunkt des Endes k3 am Ständer. Die Rolle k2 sitzt am Ende eines Hebels kt, welcher sich um die früher schon erwähnte Achse d6 dreht und welcher in angemessener Lage noch einen Drehpunkt k$ für eine Zugstange ^6 hat, so dafs er einen Winkelhebel bildet. Die Zugstange k& umgreift die Welle B, hat am Ende einen verstellbaren Nocken ^7, welcher durch den Knaggen k% abgedrückt wird, so dafs der Hebel kt mit der Rolle k2 sammt Schnur niedergezogen wird und das Schiffchen et die Bewegung von links nach rechts macht. Auf der anderen Seite am Ständer D1 bewirkt die gleiche Anordnung:
von Mechanismen die Bewegung des Schiffchens von rechts nach links.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    für Schnür-
    Eine Nadelanschlagmaschine'
    riemen, bestehend aus:
    einem Schneid- und Kerbapparat für die Blechstreifen;
    der selbstthätigen Ausrückvorrichtung durch den Hebel B1 und Kupplung B2 bei Vorkommen von Knoten in der Schnur;
    der Vorrichtung zum Abheben der Blechstreifen unter Anwendung der Adhäsion zwischen feuchtem Leder, Filz etc. und Metall;
    der Vorrichtung zum Fortbewegen der Blechstreifen durch das endlose Band;
    der revolvirenden Scheibe d zum Anschlagen der Nadeln;
    der Vorrichtung zum Einlegen der Riemen in diese Scheibe;
    der Kreissäge i zum Durchschneiden der Nadeln.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT17719D Maschine zum Anschlagen der ; Nadeln an Schnürriemen Active DE17719C (de)

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